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Ergebnis des Solidaritätsaufrufs im Fall Sabrina A.

Eigentlich dürfte ich mich ja gar nicht beklagen, da ich wusste und offenkundig zu Recht behauptete, dass es mit der uneingeschränkten Solidaritätsbereitschaft in „diesem, unserem Lande“ wahrlich schlecht bestellt ist … aber da ich neben meiner Eigenschaft als hoffnungsloser Sozialromantiker, bekennender Demokrat und unheilbarer Gerechtigkeitsfreak auch ein menschliches Wesen bin, werde ich meine Verärgerung und Verbitterung ob der zu konstatierenden Resonanz nicht in mich hinein fressen. Das bin ich im Übrigen auch Sabrina A., ihrem Sohn und den Angehörigen und Unterstützern schuldig …Worum geht es … nun, zum einen und ganz konkret hierum …

https://moltaweto.wordpress.com/2008/12/14/offener-brief-zum-fall-sabrina-a/

sowie andererseits um den deutsch-türkischen Justizskandal, zu dessen Opfer eine von den Medien und der Öffentlichkeit zu Unrecht vorverurteilten sowie in der Folgezeit dem für solche Fälle vorherbestimmten Vergessen überantwortete 2o Jahre alte deutsche Staatsbürgerin. Für meine Begriffe eine ungeheuer peinliche Stilblite unserer medialen und gesellschaftlichen Ignoranz, die gepaart mit einer fast schon unerträglichen Gefühlskälte in nicht unerheblichem Maße zu den allgemein zu beklagenden Zuständen in unserem Land beiträgt.

Ganze fünf Rückmeldungen habe ich auf den oben genannten Solidaritätsaufruf erhalten … darunter drei Webseiten, die sich im Sinne meiner Bitte bereiterklärten, den Fall über ihre Plattformen einer umfangreicheren Verbreitung zuzuführen und gleichzeitig auf die beiden Hauptblogs zu verlinken … die besagten Unterstützer können hier eingesehen werden …

http://mantovan9.wordpress.com/unterstutzung-sabrina-a/

Hinzu kam noch die Unterstützung von Daniel Neuns Net News Global, die ich aufgrund einer weiteren Zusammenarbeit in anderen Bereichen hiermit bekanntgeben möchte …

https://moltaweto.wordpress.com/kommunikationsnetzwerk-nng/

Ansonsten, auch bei Menschen, die ich trotz gewisser Mangelerscheinungen in Sachen Kommunikation immer noch für überzeugte Verbündete, manchmal sogar für „Freunde“ gehalten hatte. Schlimmer geht es wahrlich nicht mehr!

Es ist aber auch für die aktiven Internetschreiber kein berauschendes Ergebnis, was ich hier nicht nochmals thematisieren möchte, da sich meine Empfindungen und Gedanken dazu ja – sozusagen aus dem Umkehrschluss meiner Argumentation und dem nunmehr bekannt gegebenen Ergebnis – aus dem eingangs erwähnten Offenen Brief ableiten lassen sollten.

Nun ja, sei’s drum … ich war schon in einer ganzen Reihe von Schlachten, bei denen es immer um die Rechte und Interessen anderer Menschen ging, als Einzelkämpfer unterwegs und dabei sogar relativ erfolgreich gewesen. Im vorliegenden Fall und angesichts der Kontrahenten, die mühsam zur Kooperation bewegt werden müssen, sieht es da zwar weniger rosig aus, aber das kann mich und meine unverdrossen mitiehenden Verbündeten bestimmt nicht aufhalten.

Das versuche ich – im Namen des Vereins, der Angehörigen und Unterstützer Sabrinas – auch mit diesem letzten vorweihnachtlichen Vorstoß zum Ausdruck zu bringen …

http://mantovan9.wordpress.com/2008/12/22/der-nachste-schritt-presserundmail/

… und auch falls dies keine Reaktion der kontaktierten Medienvertreter provozieren können sollte, werden wir alle Möglichkeiten und uns als Staatsbürgern zustehenden Rechtsmittel im Sinne von Sabrina und ihrem Kind ausschöpfen.

Nun ja, eine kleine – sozusagen saisonbedingte – Anmerkung kann und will ich mir am Ende doch nicht verkneifen. In einem Fall, der jedem willigen Menschen die Möglichkeit eröffnet, sich von der faktischen Unschuld eines unter menschenverachtenden und sowohl in juristischer als auch politischer Hinsicht nicht nachvollziehbaren Umständen in einem fremden Land inhaftierten und isolierten Mitmenschen zu überzeugen, halten wir es gerade angesichts der Vorweihnachtszeit und der so gern medial vermarkteten „Liebe und Nächstenliebe“ in unserem Land für eine menschliche Enttäuschung sondersgleichen, dass hier so wenig Mitgefühl und Solidarität zu mobilisieren zu sein scheint. Es ist peinlich für unser Land und unsere Gesellschaft – und ich möchte dazu nur anmerken, dass es vielen Menschen in diesem Land noch wesentlich schlechter ginge, wenn wirklich alle Menschen so denken und sich für gar nichts oder niemanden mehr einsetzen würden.

Aber was soll das bringen, wenn ich meiner menschlichen Empörung und Enttäuschung Luft mache, wenn mir doch klar sein muss, dass ich damit nichts ändern kann. Meine Freunde, Mitstreiter und ich werden weiterhin jeden Tag eines jeden noch folgenden Jahres so handeln, wie es manche Menschen (natürlich nicht für Fremde und manchmal nicht einmal für die eigene Familie) eben nur zu Weihnachten halten.

In diesem Sinne wünsche ich – nicht sonderlich euphorisch, wie man als dem Anlass angemessen betrachten können sollte – allen Leserinnen und Lesern besinnliche und hoffentlich von keinerlei unerwarteten Festtagsüberraschungen  juristischer oder sonstiger Art beeinträchtigte Feiertage … auch im Namen von Sabrina und Jason, die fern der Heimat und jeglicher menschlichen Zuwendung sicher auch eine wunderbare Zeit haben werden.

MfG

„Moltaweto“ … HDZ

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