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Offener Brief zum Fall Sabrina A.

~ an alle aktiven (Blogger + Seitenbetreiber mit kritischem Sendungsbewusstsein) und lesenden Internetnutzer/innen ~

Geschätzte Kolleginnen & Kollegen der „Internetschreiber“,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

seit gut drei Wochen versuchen ein paar Freunde und ich (stellvertretend für unseren Verein) bereits, den Fall der heute 20-jährigen Sabrina A. zumindest innerhalb der „Internetöffentlichkeit“ aus der Vergessenheit hervorzuziehen. Es geht um eine junge Deutsche, die – wie wir darzulegen und beweisen zu können glauben – nachweislich zu Unrecht in der Türkei wegen „versuchtem Drogenschmuggel“ verhaftet, ein Jahr in Untersuchungshaft gehalten und letztendlich in einer beispiellosen Farce von einem Prozess zu unfassbaren siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Das gesamte Jahr über haben dieselben Unterstützer/innen den Fall bei diversen Mahnwachen / Kundgebungen begleitet – ab Juni auch unter Einbeziehung der Webseite der I.B.E. AmSeL e.V. – und sich darum bemüht, die absolut falsche Darstellung zu korrigieren, welche – ausgehend von den türkischen Medien und ungeprüft von den deutschen Medien übernommen – tendenziös und vorverurteilend dazu beigetragen hatte, dass das Schicksal der jungen Frau und ihres im Februar dieses Jahres in der Haft geborenen Sohnes Jason zu keinem Zeitpunkt die Aufmerksamkeit erhalten hat, die es unbedingt verdient haben würde.

Schon zu Beginn unserer Kampagne, die über die Blogs mein name ist mensch

(http://mantovan9.wordpress.com)

und Der AmSeL-Gedanke PLUS = Gemeinschaft

(https://moltaweto.wordpress.com)

lief und noch läuft, hatte ich in einer Mitteilung, die ich via Net News Global verbreitete die Aufmerksamkeit der intensiv schreibenden Kolleginnen und Kollegen zu wecken und auf diesen Fall zu lenken versucht. Leider blieb die erhoffte solidarische Resonanz bislang aus … einerseits überrascht mich das nur bedingt, weil es nicht das erste Mal ist, dass ich mit der mangelnden praktischen Umsetzung des immer und überall verbreiteten Imperativs der unabdingbaren Solidarität kollidierte … auf der anderen Seite enttäuscht es mich doch mehr als ich in Worten auszudrücken vermag. Warum ich das so sehen und darüber hinaus dennoch einen zweiten Anlauf versuchen muss, möchte ich hier gerne erläutern.

Zuvor aber ein Hinweis … auf mein name ist mensch wird heute ein neuer Beitrag veröffentlicht,  der eine sorgfältige Analyse der Fakten des Falles anbietet, die in einem vom Verein I.B.E. AmSeL e.V. erarbeiteten Dossier online zur Verfügung gestellt wird. Der Verein ist seit dem 5. Dezember (Ausstellungsdatum der Vollmacht) auch offizieller außergerichtlicher Interessenvertreter der Angehörigen von Sabrina A. Als solcher wird er nun in Kontakt mit den zuständigen Stellen treten, um eine „Neuausrichtung“ des offiziellen Umgangs mit diesem skandalösen Fall von Rechtsbeugung und Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens zu erzwingen, deren Nahziel die Überstellung Sabrinas und ihres Sohnes nach Deutschland sein soll und muss!

Und dies ist die „Schnittstelle“, die sich durch diesen Fall für alle kritischen Internetschreiber anbietet, einen akuten Fall zu nutzen, um unser aller Anliegen – die Schaffung einer funktionierenden und starken Gegenöffentlichkeit zu den Mainstream-Manipulationen der Milliardärsmedien – einen entscheidenden Schritt voranzubringen.

Sicherlich schreiben wir alle … Blogger/innen und andere kritische Zeitgenossen, die das Medium Internet dafür zu nutzen versuchen, um unsere überwiegend von Lethargie, Obrigkeitshörigkeit und vermeintlicher Hilflosigkeit infizierten Mitmenschen zum Widerstand gegen das herrschende System und die gleichgeschalteten Milliardärsmedien aufzurufen … in den Bereichen, die sich für uns aufgrund unserer Erfahrungen und des individuellen Potentials als besonders interessant und verbreitungswürdig erweisen. Aber dennoch muss ich diesen Fall als einen Skandal bezeichnen, der uns alle nicht nur im Moment, sondern auf Dauer vereinen sollte … nicht zuletzt, weil er alle Bereiche anspricht, gegen die wir uns anzuschreiben auf die Fahnen geschrieben haben!

Betrachten wir es doch einmal ganz logisch … im Fall Sabrina A. findet sich praktisch alles, was es in unserem Land und Europa (sicher auch darüber hinaus, aber irgendwie muss man sich meiner Ansicht nach schon „regional“ aufstellen), zu kritisieren gibt:

  • de facto nicht existente Rechtsstaatlichkeit und bis zum Extrem reichende Rechtsbeugung als systemimmanentes Problem einer auf keiner Ebene anzutreffenden Gewaltenteilung … die auch und gerade hierzulande so weit geht, dass im Sinne des Durchdrückens und der Etablierung einer neofeudalistischen Kapitaldiktatur sämtliche Grund- und Freiheitsrechte sinnentleert oder de facto abgeschafft werden („weltweiter Krieg gegen den Terror“) …
  • politische Inkompetenz und Korruption, die in erschreckend vielen Fällen so weit geht, dass man von einer Verschmelzung der politischen Klasse und der Wirtschaft mit dem organisierten Verbrechen sprechen muss … erlaubt ist oder muss sein, was den „richtigen Kreisen“ Profite bringt …
  • verlogene und gleichgeschaltete, Fakten und Sachverhalte beliebig verfälschende Berichterstattung der Milliardärsmedien und ihrer regionalen / lokalen Handlanger …
  • medienwirksam aufgebauschte Räuberpistolen, bei denen unschuldige Bauernopfer dafür herhalten müssen, in Wahrheit längst und vollständig von den grauen Eminenzen der Schattenwelt unterwanderten Ermittlungsbehörden hin und wieder Erfolgsmeldungen zu verschaffen, die einerseits ihre Existenz rechtfertigen und andererseits jene „Ehrenmänner“ schützen, die alle kriminellen Machenschaften aus sicherer Entfernung und im Schutz einer „ehrenwerten Fassade“ steuern oder aber massiv von diesen Machenschaften profitieren (als fürstlich abgegoltene Mitwisser oder „betuchte Konsumenten“ sei dahingestellt) …
  • die faktisch aufgelöste Sozialstaatsverpflichtung, die in allen relevanten Bereichen zu einem „kostensparenden Rückzug“ (im Sinne der „elitären Leistungsträger“) des Staates und einer infamen Forderung nach einer „Eigenverantwortung der Bürger“ verbindet, welche diese aufgrund der vorangegangenen Machenschaften des politischen und wirtschaftlichen Systems in der Regel mangels finanzieller Masse gar nicht erbringen können …
  • usw. usf. …

Das sind nur einige besonders schwerwiegende und in allen Bereichen mit unschöner Regelmäßigkeit zutage tretende Stilblüten unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, die man auf all jene Bereiche ausdehnen kann, die „unsereins“ in seinem Bemühen um Aufklärung und Mobilisierung der Massen thematisiert, analysiert und der infamen Verlogenheit entgegenhält, die auf allen „seriösen Kanälen“ uneingeschränkt verbreitet und zugleich zur Volksverdummung und zur „Interessenwahrung“ der elitären Kreise benutzt werden. Aber in fast allen Fällen, in denen man diese Dinge anprangern und der Bevölkerung die Visage der Bestie hinter der Maske einer gerade hierzulande (und in der endgültig mit Macht angestrebten EU-Diktatur) nicht existenten Demokratie vor Augen führen kann und muss, verhalten wir uns wie zornige Einzelkämpfer und versäumen es seit Jahren, uns an den zahlreich vorhandenen Schnittstellen entschlossen zu vereinigen … warum?

Diese Frage möchte ich hier nicht nochmals zu beantworten versuchen – das hatte ich hier schon einmal thematisiert und hier anhand eines aktuellen Beispiels nochmals aufzuzeigen versucht.

Was ich nun nochmals versuchen möchte, ist schlicht und ergreifend, an dem hierin behandelten aktuellen  Fall und sowohl aufgrund der Beweislage als auch der realen und gravierenden Auswirkungen auf das Schicksal und die Zukunft von zwei unschuldigen Menschen einen Neubeginn in Sachen Vernetzung und gleichzeitig aktiv gelebter und demonstrierter Solidarität anzubieten … und mit der Vorleistung unseres Vereins, die am dem Hauptartikel bei mein name ist mensch beigefügten Dossier abgelesen werden kann, einen bescheiden und doch eventuell entscheidenden Beitrag zu leisten, dass diesmal aus einem Versuch auch wirklich etwas erwachsen kann, was – im wahrsten Sinne des Wortes – uns alle entscheidend weiterbringen könnte!?

Damit würden sich fraglos auch Mittel und Wege in Gestalt eines echten solidarischen Fundaments für das gemeinschaftliche Bestreben für unser Land, aber auch für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und wahrhafte Demokratie weltweit entwickeln lassen … denn dass eine konzertierte Aktion im Fall Sabrina A. in Sachen Demokratiereform und direkter Einfluss auf die politische Entscheidungsebene Erfolg haben und dann auch eine völlig neue, bessere „Verhandlungsbasis“ für all unsere sonstigen Anliegen schaffen könnte, sollte den objektiv und solidarisch denkend an die Sache herangehenden „Quer- und Freidenkern“ unter uns schon bewusst werden.

Deshalb bitte ich nochmals darum, sich durch aktive Unterstützung (dauerhafter Art und über die Verlinkung der genannten Seiten hinaus, um die natürlich ebenfalls gebeten werden muss!) am Bemühen der oben genannten Gruppen und Blogs zu beteiligen, damit Sabrina A. und ihr Sohn so bald wie möglich nach Deutschland zurückkehren und hier eine faire Behandlung erfahren können, die dem tatsächlichen und nicht dem konstruierten Sachverhalt entsprechend gestaltet werden und dann auch nur zu einer weitreichenden Rehabilitierung einer unschuldig angeklagten und verurteilten jungen Deutschen führen kann.

Dabei möchte ich es nun belassen – ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe inständig, dass möglichst viele von Ihnen auch über das Lesen dieses Offenen Briefes hinaus bereit sein werden, sich diesem keineswegs sinnlosen, sondern in jeder Hinsicht notwendigen und zielführenden Kampf anzuschließen.

Mit freundlichen und solidarischen Grüßen

Moltaweto ~ aka HD Ziran (1. Vorsitzender I.B.E. AmSeL e.V.)

4 Antworten

  1. Herr Ziran,

    ich habe meine Ankündigung, Ihnen zu schreiben nicht vergessen! Ich bin wegen eines unerwarteten Vorfalls verhindert gewesen und werde dies umgehend nachholen.

    Zum Artikel:

    Diesen Artikel würde ich gerne auf gedankenverbrecher.eu veröffentlichen. Selbstverständlich mit einem direkten Quellverweis hierher.

    Grüße

    Andreas

  2. Hallo Herr Helten,

    besten Dank für die sehr prompte Reaktion und die Bereitschaft den O. B. weiterzuverbreiten. Selbstverständlich stimme ich dem zu, da jede Veröffentlichung wichtig ist und die damit zu vermittelnde Solidarität nicht nur den Betroffenen Auftrieb gibt, sondern auch der gemeinsamen Sache dient, die keine Unterscheidung nach Anlässen kennen darf

    Zu dem anderen nur – kein Problem, auch mir sind unvorhergesehene Komplikationen nicht gänzlich unbekannt und der Tag hat nun einmal nur 24 Stunden, die oftmals einfach zu wenig sind, um alles zu realisieren, was man sich vornimmt.

    Freundliche und solidarische Grüße retour

    Hans

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