Das Mysterium um das Verlöten von Enten

Ein Leser berichtete vor kurzem im Kommentarbereich des Blogs von seltsamen Ereignissen die sich in Berlin zutragen sollen, wobei unschuldige Enten die Leidtragenden sind. Angeblich wusste Jan, so heißt dieser Mann, das Geschehen nicht näher zu bezeichnen. Aber unserer Ansicht nach, wird dort in Berlin auf übelste Art und Weise mit armen Tieren umgesprungen. Außerdem machte sich dieser Jan selbst damit verdächtig, dass er immer dann ganz in der Nähe ist, wenn etwas an besonderen Plätzen in und um Berlin herum passiert. Weil es sich um eine regelrechte Horrormär handelt, wurde es aber bisher von unserer Seite vermieden, den Fall einer breiten Öffentlichkeit vorzutragen. Der Ü-Täter (vom Verdächtigen bis zum Täter ist es oft nur ein kurzer Weg), der sein Gesicht neuerdings hinter einer Affenmaske versteckt und eine Vorliebe für Senf hat, hält sich fast ständig vorne übergebeugt in unserem Kommentarbereich auf. Wir hoffen, ihn dort auch eines Tages ohne bleibende Schäden für unseren Blog ganz festnageln zu können. Seit kurzem erhalte ich aber auch noch stellvertretend für alle Autoren des Blogs in Kommentaren von ihm folgende Anweisungen, die noch weit Schlimmeres vermuten lassen, was dieser Mann so alles treibt:

02.07.2010 auf 15:34
Jan: „Von Deiner Anna fang ich gar nicht erst an und mit der Erklärung vom flöten oder löten lass Dir ruhig Zeit. ABER NICHT ZU LANGE.“

01.07.2010 auf 19:12
Jan: „Jochen hat mir immer nicht erklärt was Entenlöten ist. Frechheit.“

Was dieser Mann mit meiner armen Anna alles anstellen könnte, daran will ich gar nicht erst denken. Sie werden aber verstehen, dass ich mich um meine Anna zu retten einfach dazu genötigt fühle, seinem Willen nachzugeben. Vielleicht kann ich ihn ja so dusselig und dämlich quatschen, dass er uns dann den Aufenthaltsort meiner entführten Frau verrät. Ich probiere es einfach mal.

Fällt Ihnen das dauernde Gerede ums Sparen auch langsam auf den Wecker, und können Sie den Satz, dass wir alle über unsere Verhältnisse gelebt haben sollen, nicht mehr hören? Besonders jene Leute, die andere zur Sparsamkeit verdonnern wollen, würden dann sicher keine Luft mehr bekommen, wenn man ihnen den Gürtel auch nur einen Zentimeter enger schnallt. Aber so ist das eben mit diesen Leuten, die das Volk verarschen dürfen. Genau die sind es auch, die sich dabei auch ruhig erwischen lassen können, wenn sie das Volk nach Strich und Faden belügen. Sie haben den Freifahrtschein dafür, sie dürfen einfach alles.

Ein scharfer Leser des Blogs hier, kann sich erstaunlicher Weise, obwohl wir uns dem Mittelpunkt der Wirtschaftskrise immer mehr nähern, immer noch genug Senf leisten, um diesen dann unter hilflose Artikel zu schmieren. Eines Tages, vor nicht allzu langer Zeit, setzte er aber noch eins drauf. Damit wollte ich nicht sagen, dass er sich auch häuslich hier niedergelassen hat. Aber was nicht ist, kann ja noch gefährlich für uns werden. Das Angebot steht zwar, denn was tut man nicht alles für jemand, von dem man hofft, dass er anstatt immer nur Senf, auch endlich die dazu passenden Würstchen mitbringt.

Dafür hagelt es öfters Meldungen von ihm, für die sich staatlich kontrollierte Journalisten gerne den kleinen Zeh abhacken würden, wenn sie nur da heran kämen. Aber mit uns hier, kann man sich ja alles leisten.
So erzählte dieser Jan diesmal von einer ungewöhnlich hohen Entenkonzentration im Kaffeeteilchenbeschleuniger der Republik. Genauer gesagt in Berlin, also jedenfalls irgendwo da in der Gegend. Wenn die Teilchen besonders frisch sind, dann werden sie gerne von vielen Menschen beschleunigt geholt und schließlich entsorgt. Manchmal geschieht das auch genau da, wo die armen Enten sind. So wurde uns, besser mir, der Verdacht aufgezwungen, dass da jemand klammheimlich und öffentlich, unter dem Vorwand Teilchen beschleunigen zu müssen, so ganz nebenbei die Enten verlötet.

Da sich dort außer diesem Jan, auch senflose und viele üble Gestalten, meistens Freizeitbeschäftigte herumzutreiben pflegen, sollte man und auch Frau mit der Situation dort besser nicht näher liebäugeln gehen. Was das Ganze aber dann noch interessanter macht, ist die Nähe zur Bannmeile und der rege Verkehr zwischen Minister/-innen, die bekanntlich immer aus dem Rahmen fallen müssen. Eine Ministerin soll, wie ich nun von unserem die ganze Gegend mit einer Hochfrequenzlaserkamera abklappernden Informanten Knöchi erfahren habe, von ihm dabei ertappt worden sein, wie sie junge Arbeitslose dazu genötigt hat, die armen Enten auch noch schräg zu verlöten. Das kann man doch wirklich nur noch als eine Sauerei bezeichnen, oder nicht?

Dazu passende Fotos will Knöchi noch nachreichen. Er muss sich damit aber sehr beeilen, sonst wird jemand anders wieder reich damit. Was bedeuten könnte, dass wir hier bald im Senf baden werden.
Die alles überragende Frage ist nun, wie kommt eine bekannte Ministerin dazu, das schräge Verlöten von Enten als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu deklarieren und dummdreist dann noch so zu tun, als ob das alles aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen gemacht werden muss? Ich denke, auf so etwas kann nur jemand kommen, die ihren Verstand verleyht hat. Was sagen Sie, ich hätte mich verschrieben? Es muss natürlich heißen ‚verleyen’ hat. Was sagen Sie, ich bin der deutschen Sprache nicht mächtig? Also guter Elter, global gesehen ist das egal, wie man sich verschreibt. Aber ich danke trotzdem für den Hinweis!

Obwohl ich es persönlich ja für völlig unwichtig halte, nun auch noch das Verlöten von Enten im Detail zu erklären, werde ich auf die Drohanweisungen des Kommentators Jan reagieren müssen und nun eine Ente öffentlich hier im Blog erledigen. Mir geht schließlich in erster Linie um die Rettung meiner Anna. Da ich aber sehr tierlieb bin, werden Sie sicherlich begreifen, welcher Kummer damit für mich nun verbunden ist. ‚Learning by doing’ halte ich in dieser Sache jedoch für den besten Weg. Also schauen Sie bitte jetzt genau zu, so geht das mit dem Verlöten von Enten. Man nimmt eine Presse, dreht die Ente langsam hindurch, am Besten bei den Füßen angefangen. Das dabei hochspritzende Blut und das Geschnatter der Ente bitte gar nicht beachten. Gesehen? Gut! Aber nichts auf der Welt kann mich dazu bringen, eine Ente auch noch schräg zu verlöten. Dafür leyhe ich mir auch keine Ente. Nein, ganz bestimmt nicht! Man muss nicht alles machen, was eine Ministerin oder eine Kanzlerin will. Auch wenn es sich um eine ABM handelt, um deren missglückte Wirtschaftspolitik anzukurbeln.

Sollten Sie demnächst irgendwo wilde und aufgeregte Enten sehen, so werden das verständnislose Tiere sein, die sich vor Jan und anderen Freizeitbevollmächtigten aus dem Staub machen wollen, denn sie wissen dann wahrscheinlich schon, was ihnen blühen könnte.

Mein Gesamteindruck des Verlötens von Enten ist, dass es mitunter eine wortsmäßige Anstrengung ist. Es ist schon schwierig, auch nur eine Ente auf die Reihe zu bekommen. Gleich mehrere zu verlöten könnte meiner Meinung nach zu sehr an den Nerven der Leser zerren, was es aber hoffentlich auch tut. Das nur als Denkanstoß, falls andere auf die Idee kommen sollten, es mir nun nachzumachen.

So, nun werde ich mich sicher wieder auf eine weitere Senfschlacht einstellen müssen. Unverständlich mit dem Kopf schüttelnde Leser der vorangegangen Zeilen bitte ich, sich direkt im Kommentarbereich mit diesem Jan auseinander zu setzen. Dabei wäre es gut, auch etwas zum Werfen und Schmieren mitzubringen. Es muss ja nicht unbedingt Senf sein. Für irgendwelche auftretende Schäden durch den Artikel übernehmen ich keine Haftung. Ich wüsste auch gar nicht, womit ich das zusammenkleben sollte.

2 Antworten

  1. Lieber unberechenbarer Jochen,

    musste ich mir das doch zweimal durchlesen, um dann festzustellen, das mir die Worte fehlen. Also bitte. Enten durch die Presse drücken – ts ts ts. Das kann nur jemanden aus der SM Gesellschaft einfallen. LÖTEN!!!! Man verlötet doch keine Enten sondern Flöten. Es heisst ja auch: Verlöte die Flöte und nicht verlöte die Ente. Also, was soll das. Ich nehme mal an, die Temperaturen haben Dich dazu gebracht, so etwas zu denken. Ich erkenne aber Deinen Versuch einer Erklärung an. Den Rest habe ich Dir im Kommentabereich von Hans seinem Artikel erklärt. Uff. ist das anstrengend.

    Trotzdem meine herzlichsten beissenden und irrsten Grüsse aus der Anstalt.

    Jan

  2. Lieber Jan,

    nach langer Zeit möchte ich mich wieder einmal bei Dir melden. Ich weiß, ich bin eine treulose Tomate.

    Das mit dem Enten verlöten, habe ich nun doch noch ein wenig ausgeweitet. Schon mal von haschmech gehört? Hänge wordpress.com dran und Du wirst den Weg schon finden. Was daraus werden wird, weiß der Kuckuck. Das Ei ist jedenfalls gelegt und nun muß nur noch etwas mehr ausgebrütet werden. Mag sein, es kommt auch nur eine weitere verlötete Ente dabei heraus. Deswegen aufgeben? Aber was soll’s? Wir werden (uns) sehen (?). Den Themenbereich habe ich jedenfalls mächtig eingegrenzt. Was aber nichts heißen muß, denn Du kennst mich ja.

    Schöne Grüße nach Berlin,

    Jochen

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