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Fall Sabrina A. – Korrespondenz III, EU-Kommission

Am 16.10.2008 reichte unser Rechtsbeistand, Herr Peter Schmidt, via Kontaktformular auf der Seite der EU-Kommision eine Anfrage an Kommissionspräsident Barroso ein …

Hierzu veröffentlichen wir zunächst die „überwältigende“ Antwort, die der Herr Präsident von einem „zuständigen Mitarbeiter“ seines Stabes erteilen ließ und anschließend die Reaktion eines Schweizer Mitstreiters und Unterstützers darauf.

Vorab noch eine klärende Anmerkung:

Selbstverständlich war uns klar, dass man auf dem Weg einer Anfrage bei der EU kaum etwas für Sabrina und ihr Kind erreichen kann, aber wir versuchten es dennoch, um die „Beweiskette“ hinsichtlich der Ignoranz und Kaltschnäuzigkeit sämtlicher Verantwortlicher zu schließen, weil dies nun einmal nicht auf deutsche Politiker und Verwaltungsbeamte beschränkt ist!

Antwort der Europäischen Kommission auf die Mailanfrage durch Peter Schmidt (Rechtsassessor I.B.E. AmSeL e.V.) – Eingang 12.11.2008

From: <ELARG-B3@ec.europa.eu>
Date: 2008/11/12
Subject: Reply to your email
To: pschmidt0@googlemail.com

Dear Mr Schmidt,

Please find attached the reply from the European Commission to your email of 16 October.

Yours sincerely,

Directorate General Enlargement
Turkey Unit

Hier geht’s zum Originalschreiben in Deutsch à >> anwortschreiben-eu-kommission-111008 <<

Schreiben eines Schweizer Unterstützers (René W.) in gleicher Sache an die EU-Kommission – unter anderem auch Reaktion auf oben angeführtes und an ihn weitergeleitetes Schreiben

Ihr Schreiben vom 11. November 2008, Ref. 7200

Sehr geehrter Hr. Filori,

Ich danke Ihnen für Ihr Schreiben.

Ihren Progressreport habe ich mit Interesse gelesen, insbesondere die

Kapitel 23 und 24. Ich muss schon sagen, Sie leisten eine grosse

Arbeit um einen neuen Staat zu produzieren.

Wir erwarten von Ihnen nicht, dass Sie sich für Frau Sabrina A.

einsetzen. Bitte verstehen Sie, dass wir Unterstützer von Sabrina natürlich

versuchen, diese Ungerechtigkeit publik zu machen. Wir haben viele

Abgeordneten in Berlin mit Material beliefert.

Viele Abgeordnete von CDU/CSU und den Linken haben geantwortet.

Zwei Abgeordnete sind mehr als verärgert über die Türkei.

Deutschland ist darauf angewiesen, dass die Türkei gegen den Handel mit

Drogen vorgehen. Schlussendlich handelt es sich um eine türkische Mafia

an der sogar gewisse Polizisten „verdienen“. Laut diesem Vorgang wurde

aber eine regelrechte Kuschelpolitik betrieben.

Die Türkei war gar nicht interessiert, obschon stichhaltige Hinweise für

weitere Untersuchungen erforderlich wären. Die türkische Polizei war nur

daran interessiert zu beweisen, dass natürlich die Deutschen den Handel

betreiben. Da musste sogar eine unbedarfte Jugendliche dran glauben.

Viele Abgeordnete betrachten diese dubiose Verfahrensführung als

„Anschlag“ gegen die Deutschen.

Kaum nach der Verhaftung musste die Türkische Presse alles genau

„wissen“ und alles war falsch. Noch vor dem Prozess musste diese

Presse diese junge Frau vorverurteilen.

Auch das Vorgehen der Pflichtverteidigerin in Antalya war mehr als zweifelhaft.

Zwei Zeugen haben unabhängig voneinander ausgesagt, dass Sabrina keinerlei

Mitschuld treffe.

Dass auch das Gericht noch im Mai massive Zweifel an der Schuld hatte,

wollte daher der Richter Sabrina gegen Kaution aus der Untersuchungshaft

entlassen. Nach Einmischung durch Ankara musste dann dieses dubiose Urteil

gesprochen werden, obwohl es für Aussenstehende keine neuen Erkenntnisse

zu dem Fall gab. Es musste einfach ein Urteil gegen Deutschland geben.

Mehrere Abgeordnete ärgern sich über dieses Skandalurteil.

Die Überwachungskameras zeigten deutlich, dass Sabrina nichts von den

Drogen wusste und auch niemals mit den anderen beiden Koffern in

Berührung kam.

Prozessbeobachtern war schon während den Verhandlungen aufgefallen, dass

zu wesentlichen Punkten keine Beweisaufnahme stattgefunden hatte:

Trotz Verlangen: Zu keinem Zeitpunkt wurde der Koffer dem Gericht

präsentiert und Sabrina mit diesem entscheidenden Beweisstück

konfrontiert.

Auch ein verlangtes Gutachten, mit dem nachgewiesen werden sollte,

dass eine unbedarfte Person das Geheimfach in dem Koffer nicht hätte

finden können durfte nicht stattfinden.

Auch die Video-Aufzeichnungen wollte der Richter nicht präsentieren,

so hatten weder Anwalt noch Sabrina Gelegenheit, dazu Stellung

zu nehmen.

Werter Hr. Filori,

Ich weiss, dass Ihre Behörde die türkische Polizei und Justiz beobachten. Ich

überlasse es Ihnen zu beurteilt, ob dieser Fall „beobachtet“ werden sollte.

Herzliche Grüsse

Hierzu keine weiteren Kommentare unsererseits – wir denken, sowohl die Reaktion der EU-Kommission als auch die überaus passende Antwort unseres Schweizer Freundes sprechen für sich selbst!

mfG

das Team von mein name ist mensch

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