Sabrina A. – Korrespondenz IV, Amnesty International

Schon unmittelbar nach dem Skandalurteil nahmen wir auch Kontakt mit Amnesty International auf – wieder wurde von unserer Seite aus der Rechtsberater aktiv und versuchte die Organisation auf den Fall und seine besonders beachtenswerten, da die Menschenrechte Sabrinas eklatant verletztenden sowie das leibliche , seelische und geistige Wohl von Mutter und Kind massiv gefährdenden Hintergründe aufmerksam zu machen.

Um es vorwegzunehmen: die Reaktion der kontaktierten Mitarbeiterin der „Menschenrechtsorganisation“ muss man als äußerst fragwürdig kritisieren – aber auch erkennen, dass hier gleichzeitig ein „System der organisierten Ausgrenzung“ gegen Menschen am Wirken ist, die weder eine lautstark und breit gefächert für sie eintretende Lobby besitzen, noch die „hohen (hochgeschraubten) Ansprüche erfüllen“, welche unsere Gesellschaft offenkundig mit dem Recht auf Freiheit, Gerechtigkeit und menschenwürdige Behandlung zu verbinden scheint!?!

Wir finden das nur noch abartig, aber gleichzeitig auf unerträgliche Weise bezeichnend für die Entwicklung unserer Gesellschaft zu einem „Gemeinwesen von scheinheiligen und ignoranten Leistungsfetischisten und Mega-Individualisten“ … dazu kann man eigentlich nur noch anfügen: armes Deutschland, arme Welt!

Damit aber zur angekündigten Wiedergabe der äußerst kurzen Korrespondenz:

Kontaktanfrage und Hilfeersuchen durch unseren Rechtsbeistand, Herrn Peter Schmidt

Amnesty International
Frau Barbara Neppert

Sehr geehrte Frau Neppert,

als Unterstützergruppe möchten wir Sie heute erneut auf das Schicksal Sabrinas aufmerksam machen. Wir haben Ihnen im Anhang einige Unterlagen zusammengestellt, welche die Glaubwürdigkeit unterstützt. Auf dem Internetportal You Tube unter dem User Mantovan 9 finden Sie weitere Videos, unter anderem über Sabrina. Für diesen Fall wichtig sei unter anderem das unter dem Titel “ Gnade für Sabrina“ zu empfehlen.

Am 12.07. 2007 bekam Sabrina von Ihrem getrennt lebenden Mann einen Kurzurlaub mit Ihrem neuen Lebensgefährten an der türkischen Riviera. Sabrina selbst hatte dies von sich aus abgelehnt, hat sich allerdings vom Lebensgefährten und seinem Umfeld überreden lassen. Allein dies ist Ihr, wie die folgenden Fakten belegen werden zum Vorwurf zu machen. Am Tag nach der Anreise bekam Sabrina einen Anruf aus Deutschland, wobei Ihr mitgeteilt wurde, dass die Mutter ganz plötzlich schwer erkrankt sei. Ein Umstand, der wohl jedes Kind zum Abbruch des Urlaubs veranlasst hätte. Hier nun tritt der Hauptangeklagte in dass Geschehen ein. Er war so freundlich hat Sabrinas Flug umgebucht, allerdings nicht ins Rheinland sondern nach Leipzig, und dies nur für Sabrina und nicht für Ihren Lebensgefährten. Dieser sollte den angetretenen Urlaub ruhig zu Ende bringen, er könnte Sabrina entlasten und Ihre Sachen mit nach Deutschland nehmen. Auch hier war ständig ein Taxifahrer zugegen, der offenbar Sabrina wie ein VIP behandelte. In einem Urlaubsgebiet des Südens, indem es tausende Taxis gibt recht ungewöhnlich. Zwischenzeitlich wurde auch durch den Hauptangeklagten ein Koffer bestückt mit Damenbekleidung von Istanbul in den Urlaubsort nach Antalya verbracht. Mit den Worten “ Ich habe eine deutsche Freundin, die auf ihren Koffer wartet“ wurde Sabrina gebeten diesen mit nach Deutschland zu nehmen. Auch dies wurde im Vorfeld von Ihr abgelehnt. Nach der Kontrolle des Koffers, bei der Sabrina ausschließlich die Damenbekleidung vorfand, ließ sie sich dann dennoch zu den verhängnisvollen „ja“ verleiten.

Offenbar aber, wurden der Hauptangeklagte sowie der Taxifahrer bereits über einen längeren Zeitraum beobachtet, was dann zur Kontrolle auf dem Flughafengelände, nicht bei der Abfertigung führte. Während dieser Kontrolle war die Polizei gezielt auf diesem Koffer aus, welcher durch die Polizei Sabrina zugeordnet wurde. Der Koffer war nicht mal mit Namen versehen.

Beobachtet durch den Chefredakteur der Allgemeinen Türkei Rundschau J.P. Fuss, sowie dem Inhaber der Firma Feiland Media, Christian Feiland, beide sind in der Türkei ansässig begann im März 2008 der Prozess in Izmir. Hierzu finden Sie im Mailanhang  Ausführungen der Recherchen. Auch das Urteil liegt unserem Büro, allerdings in der türkischen Sprache vor. Aussagen der Prozessbeobachter zufolge sind allerdings zu Themen die für die völlige Entlastung Sabrinas relevant waren die Beweisaufnahme nicht durchgeführt worden. Allein dies ist gemäß der 5. Konvention zum Schutze der Menschenrechte ein eklatanter Verstoß gegen Artikel 6. Bei Rückfragen stehen wir,

Peter & Elisabeth Schmidt

Hans D Ziran als Vorstandsvorsitzender des Vereins – I.B.E. AmSeL e.V.

hd.ziran@amsel-ibe.de

Mit freundlichen Grüßen

Peter Schmidt

Antwort der kontaktierten Mitarbeiterin von AI – am 19.08.09, ebenfalls per Mail

Von: Barbara Neppert <barbara.neppert@gmx.de>
Datum: 19. August 2008 11:09
Betreff: Re: Schicksal von Sabrina Abazovski
An: Peter Schmidt <pschmidt0@googlemail.com>

Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die ich erst jetzt beantworten kann. Leider muß ich Sie enttäuschen. Ich gehe davon aus, dass amnesty international in diesem Fall – in der gegenwärtigen Situation – nicht aktiv werden wird. Wie Sie vielleicht wissen, setzt sich amnesty international insbesondere in Fällen von Folter, Todesstrafe und Verurteilung wegen Meinungsäußerung ein. Dies alles liegt nicht vor. Es handelt sich um ein gewöhnliches Strafverfahren. Leider ist die junge Frau offenbar aus Naivität in die Sache hineingeraten. Wichtig ist in diesem Fall ein kompetenter und engagierter Rechtsanwalt in der Türkei.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Neppert

Abschließendes Fazit unsererseits:

Wir finden es – gelinde gesagt – außerordentlich bedauerlich, dass hier versucht wird, sich a) auf eine“bekanntermaßen“ begrenztes Tätigkeitsfeld der Organisation herauszureden und b) die Schuldfrage mit der lapidaren Bemerkung „die Junge Frau ist offensichtlich aus Naivität in diese Sache hineingeraten“ zu Lasten von Sabrina A. abschließend zu bestimmen. Beides ist unserer Ansicht nach nicht gerade eine „Visitenkarte“ für eine Menschenrechtsorganisation, die sich die Amnestie (Gnadenerlass – das gilt zunächst einmal für alle zu Unrecht inhaftierten Menschen, ungeachtet dessen, welche Delikte ihnen zur Last gelegt werden!) von verfolgten Menschen auf die Fahnen schreibt.

Wir denken durchaus – und glauben dies mit unserer Beweisführung auch glaubhaft untermauern zu können – dass es sich beim Fall von Sabrina A. absolut um eine Ausnahmesituation handelt, die auch AI hätte anerkennen und notfalls gegen ihre „bevorzugte Praxis“ auch aufgreifen müssen. Dass dies nicht getan, sondern mit der „Annahme“ einer Mitarbeiterin zurückgewiesen wurde, dass „AI“ in diesem Fall voraussichtlich nicht aktiv werden würde, halten wir für einen Akt der Diskrimierung und – wenn man es genau nimmt und die tatsächlich gegebenen Ümstände als einzig relevanten Sachverhalt heranzieht – vielleicht sogar unterlassenen Hilfeleistung.

Natürlich kann man AI deswegen nicht verklagen – haben wir auch gar nicht vor – aber zumindest moralisch verurteilen muss man ein solches Verhalten dennoch, was wir hiermit auch tun! – Jedem und jeder Besucher/in unserer Seite empfehlen wir deshalb, sich alle angebotenen Fakten genau anzusehen und dann selbst zu entscheiden, ob unsere Schlussfolgerungen unangemessen oder berechtigt sind. – Falls Sie dabei zu der Meinung gelangen sollten, das letzteres zutreffend ist, würden wir Sie einmal mehr herzlichst um Unterstützung ersuchen!

mfG

das Team von mein name ist mensch

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