Die reine Wahrheit ist der Lüge Tod (Der interaktive Fortsetzungsroman) ~ Kapitel 1/Klappe halten/die Zweite: Das Verhör

Die Überschrift wurde unnötig verbessert und etwas darin ist jetzt vertauscht. Gefiel mir einfach besser so. Damit auch Neueinleser und -einsteiger jüngeren Datums Anschluss bekommen, hier der Schluss von Kapitel 1/Klappe halten/die Erste: Leichenfund im Lokal „Zur Hölle“ im Ort Hintermwalde: „Das Kapitel ist zwar noch nicht zu Ende, aber bevor der Achmedsoundso sich in die Hosen macht, werde ich ihn jetzt zunächst auf die Toilette begleiten. Mal sehen, ob er mir irgendwelche obszönen Handlungen vorführen möchte. Dann wird er aber gleich verhaftet.“

Im Neonlicht des äußerst bewundernswert sauberen Toilettenraumes hatte unser komischer Kommissar alle Hände voll zu tun, weil sein hagerer Körper wegen einer längeren Diät wieder nicht genug Beschattungsmaterial hergab. Mit erhobenen Händen versuchte sich Sven regelwidrig als Schirmspanner gegen das grelle Licht von oben zu wehren und seine Augen klebten ständig, bisweilen sogar richtig unanständig an seinem neuen Verdächtigen Achmedsoundso fest. So etwas bringt der Beruf des Kriminologen eben so mit sich. Die Geschichte selbst, wird sich aber demnächst noch mehr eigenständig oder per Handantrieb bis zur Unkenntlichkeit drehen und wenden, was ich hiermit verspreche. Klugbiszumgehtnichtmehr – ein weiterer Spitzname von unserem Helden – kam dann ganz spontan auf die Idee, sich mit in die Kabine eines der stillen Örtchen zu zwängen, wo auch sein iranischer, von den Mächtigen dieser Welt als Übeltäter angesehener Verdächtiger, übelriechender Weise nebenbei seine Geschäfte erledigt.
Auf der Klotür stand mit einem Filzschreiber die seltsame Buchstabenfolge BLN aufgeschrieben, sowie bei längerem Sitzen der zum Nachdenken verleitende Satz: „Es wird ja immer komplizierter hier.“ Aha, bemerkte Sven für sich selbst, Jan war auch schon einmal hier.

Lange, sehr lange und noch länger musste Sven alle Überredungskünste aufbringen und sogar ein paar nicht ganz ernst gemeinte, aber dafür von seinem Gegenüber so verstandene Drohungen aussprechen, bis dieser endlich die Hosen fallen ließ. Jeder andere hätte dabei sein Gesicht verloren. Aber der Iraner Achmedsoundso reicherte die Situation einfach mit seinem 25%igem Urin an und begann dabei sogar, auf unfaire Weise über das ganze Gesicht zu strahlen. Als der aber zu überhaupt nichts Gezwungene, dann schließlich auch noch begann Zeugnis abzulegen, plumpste dabei das Schwermetall in die Kloschüssel, dass es nur so krachte. Vermutlich hatte einer der draußen Wache stehenden Polizisten den Lärm gehört, denn die Tür zum gekachelten Raum ging plötzlich sperrangelweit auf und als Frage wurde in den Raum geworfen, ob denn auch alles soweit nach Plan verlief. Sven bedeutete dem immer noch stinkenden Vertreter aus dem Orient, nur ja die Klappe zu halten, sonst würde er sich mit auf die Kloschüssel setzen. „Wir sind gleich soweit“, rief er seinem uniformierten Freund und Helfer zu, der sich namentlich als B-Ulle outete und dann half er seinem neuen Freund beim abputzen – seines Blutes im Gesicht natürlich.

Innerlich schimpfte er aber über die Ungeduld seines Kollegen: Erst wollen diese steifen Polizisten immer, dass jemand langsam überfahren wird und dann kriegen sie die Kurve nicht. Dabei musste er inwendig lächelnd an seine frühere Ausbildung zum ständig erregten Verkehrpolizisten denken und wie er dann von so einem ständig versteift wirkenden Spanner zum Beschattungsspezialisten befördert worden war, was bei ihm persönlich jedoch mit herben Erniedrigungen verbunden gewesen ist. Die Ausbildung zu einem Kommissar ist eben doch kein Zuckerschlecken. Nicht jedes wachsame Auge darf schließlich einfach umsonst mitessen. Es beruhigt aber fast jeden unausgereiften Beamten im Mief einer Behörde, wenn der Staat die Kosten für alles übernimmt, selbst wenn etwas unrechtmäßig verursacht wird.

Die Tür wurde wieder geschlossen und für einen Moment war es Mucksmäuschen still. Man hätte jetzt sogar Schwäne mit Fischen und Giraffen rummachen hören können. Bis hier auf der Toilette aber mal etwas Sexuelles passiert – so viel zu: Was ist Bis-sexuell?? – darauf kann Jan aus Berlin jetzt aber lange warten. Eventuell bis zur nächsten Leiche, die ausgebuddelt werden will. Es muss ja nicht gleich jeder Mitleser wissen, worum es bei uns genau geht. Dann bliebe schließlich die Spannung bis zum Schluss auf der Strecke. In dieser Geschichte bekommen eben nur solche Personen eine Rolle zugewiesen, die sich auch aktiv mittels Kommentaren an der Handlung zu schaffen machen. Nur so nebenbei als Ansporn für weitere Leser, hoffentlich weibliche, falls sie in Zukunft doch noch Lust darauf bekommen sollten, sich mit Wohlgefallen am Autor zu betätigen. Ich halte mich jedenfalls dafür bereit.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch erwähnen, dass der Roman absichtlich nicht für Jugendliche unter FSK-FKK 17,99 Jahre geeignet ist. Eltern haften für das Mitlesen und ihre unaufgeklärten Kinder. Aus dem Mordfall halten Sie sich aber bitte unbedingt heraus, sofern Sie nicht die Leichen spielen wollen oder entsprechende Hinweise zum Auffinden toter Personen anbieten können. Nicht, dass dann so etwas heraus kommt wie bei Jan aus Berlin: „Ich guck in die Grube und was sehe ich???? N I C H T S!!! Auf so etwas kann ein Kommissar oder ein vor Ideen sprühender Autor nämlich sehr gut verzichten.

Der nie lügende und im Ausland geborene Iraner wollte sich im Anschluss an die weitere Befragung doch tatsächlich vor dem Klo vorbeugen. Da sagte ihm Sven Immerschonschlaugewesen: „Wir Deutschen sind vielleicht etwas doof, aber ganz sicher nicht abartig. Pervers wäre es, U-Boote mit Abschussrampen für Atomraketen an einen israelischen Herrscher mit kriegerischen Gelüsten zu verschenken.“ Im Anschluss an die Worte begann der Orientale zu weinen und rückte schließlich völlig desillusioniert mit weiteren bedeutsamen Informationen heraus. „Die Leiche die im Lokal liegt“, kam es fast flüsternd aus ihm hervor, „das ist der Zwilling von Knochenpaul, der schon vor längerer Zeit auf sehr schmerzvolle Art in ein Säurebad dahingeschieden worden ist. Danach konnte man immer gleich hören, wenn er zu Besuch kam, weil er beim Gehen quietschte. Wir kamen mit dem Schmieren seiner Gelenke kaum noch nach und so richtig wohl fühlte er sich danach nur noch auf dem Friedhof. Er hat sich dort dann auch eine Reihengruft gekauft.“

Sven hatte überhaupt keine Vorstellung davon, dass ein Islamist so viel Quatsch reden kann. Aber was blieb ihm anderes übrig, als ihm zu glauben. Wie heißt es bei der Polizei? Besser eine läufige Spur, als gar keine.
Wie ein räudiger Hund bellte unser Verhörkomponist jetzt den sich immer mehr in seinen Antworten verzettelnden Verdächtigen an: „Wer hat ihn so mit Blut verschmiert?“ „Wen?“, schluchzte Achmedsoundso. Diese Antwort kam wie aus der Pistole gegossen, wovon sich unser Held auch zutiefst beeindruckt zeigte. Aber was er noch brauchte, um sich völlig befriedigt zu zeigen, war etwas Handfestes. Nein, keine Würstchen mit Pommes, sondern ein kleines geiles Beweisstück. Als er den niedlichen Ausländer dann sehr sorgsam abgetastet hatte, kam auch das noch zum Vorschein. Es war eine Eintrittskarte zum Etablissement „Der rote Orbit“ in Köln, wo eine kathalogische Sekte ihre sehr gewöhnlichen geheimen Treffen abhält. Auf dem Billet stand ein Spruch, der Sven Hörenieaufklugzusein irgendwie bekannt vorkam, obwohl er ihn nicht übersetzen konnte. „Na, wenigstens etwas. Damit lässt sich vielleicht eine Tür öffnen“, sagte er zu sich selbst.

Sven rief nach B-Ulle, dem Polizisten, der vor der Tür Wache gehalten hatte. Dieser nahm dann die alten Personalien des iranischen Asylbewerbers erneut auf und er achtete auch sorgsam darauf, dass dieser sich noch mit Seife die Hände wusch. Die danach durchgeführte Kontrolle der analen Körperöffnung gab aber kein körperliches Abfallprodukt mehr her. Wunder darf man eben auch als Polizist selbst von einem mutig weinenden Verdächtigen nicht erwarten. Als der Islamist ging, sagte er immer noch strahlend unter seinen Tränen: „Ich wollte schon immer mal mit einem Bullisissten auf die Toi,toilette gehen.“ „Tja“, freute sich B-Ulle, „manche Wünsche werden eben wahr“.

Bis zur nächsten Folge können sich die Leser mal gerne für mich Gedanken machen, wohin die weitere Reise in die Mordlust unseren Sven Mehralsklug führen soll. Kleiner Tipp vom Autor: Köln hat zum Teil im Winter sehr rutschiges Straßenpflaster und „Der rote Orbit“ ist ein dortiges verfallenes fiktives Internat, in dem Jesusleugner heute immer noch hinten herum ein und aus gehen.

Jan, meinem Informant und sich manchmal hier am Blog festsäugenden Mitarbeiter aus Berlin, danke ich für die bisherige gruselige Zusammenarbeit, die aber leider noch Mordswünsche offen lässt. Auf Deine Frage: „P.s. Wo gibt’s den Stoff, den Du nimmst? ICH WILL AUCH WAS HABEN!!!“ Meine Antwort: Wir werden sehen, ob ich es Dir auch besorgen kann. Aber beschwere Dich nachher nicht wieder bei moltaweto wegen meiner dominanten Art.

An die Leiche im Lokal „Zur Hölle“: Bitte schön so liegen bleiben und lass Dich von niemandem anfassen, außer von mir. Ich nehme Dich dann später noch zusammen mit der Urologin Eva auseinander. Die Steifheit Deiner Glieder vorausgesetzt.
Fortsetzung folgt vielleicht, mal sehen, dann aber nur auf Wunsch der Leser.

Koppping räächs bei Jochen Mitanna

6 Antworten

  1. Hier noch ein anderer Achmedsoundso, der mit dem Achmedsoundso in der Geschichte oben wirklich (bis jetzt) nicht das Geringste zu tun hat. Wahrscheinlich ist er aber auch schon bekannt. Oder nicht?

  2. Hoch geschätztes Auditorium … gibt’s so was beim Lesen auch – oder nur bei VORlesungen? … höchst verwirrender Autor … niemals um einen Umweg verlegener Kommissar Mehralsklug … mutig weinender und niemals lügender iranischer Asylbewerber Achmedsoundso … unverdrossen um Aufklärung und Leichenfunde bemühter Jan aus Berlin … und last but not least geheimnisvoll nutzlos in der Hölle rumliegende Leiche mit unverschämtem Verwandtschaftsverhältnis zum grabflüchtigen Knochenpaul …

    An Sie/Euch/überhaupt alle ein mitverschwörerisches und geheimnisumwittertes Hallo!

    Die bisherige – erfreulich stark an konstruktive Unzurechnungsfähigkeit erinnernde – Kooperation zeitigt erste unerwartete Konsequenzen. Bspw. insofern, dass ein – zu Recht??!?? – als notorisch sachlich-nüchtern um Verschwörungstheorien und andere intellektuell tief fliegende Stories scharwenzelndes rechtes U-Boot und sich ungefragter Weise immer wieder als Spiel verderbende Spaßbremse betätigender Sozialromantiker, Harmonie- und Wahrheitssucher verufener kopflastiger Bauchmensch mit einem Mal ein ernstes Interesse an Kreise ziehendem und gezielt verbreitetem Unsinn entwickelt.

    Wenn das so weitergeht, dann sehe ich schwarz (-gelb-grün-rot ~ braun) für die unvergleichliche Westerschwelle-Republik, in der es Mutti Merkel, Onkel Seehofer und die lieben Buben und Mädel (Uschi, Kristina, Karl-Theodor, Phillip) zusammen mit Terroristen-Schrecken und -Jägern wie Rolling Wolfgang (jetzt für Finanzverschleierungen zuständig) und Ex-Kanzlerinnenlakai Thomas trotz unzähliger Spitzenberater wir Thilo, den Sozial-Sarazenen, schon schwer genug haben, mit ihrem einfallslosen und dummdreisten Geschwafel irgendjemanden aus den beliebten Wolkenkuckucksheimen hervorzulocken … und wenn dann auch noch massenweise weiße Fahnen in ebensolcher (Luft-) Strömung wehen sollten … dann wird die späthöhnische Demenz fröhliche Ernte halten!

    Aber lassen wir das mal außen vor … sozusagen rechts, links, oben, unten, hinten und vorn liegen …

    Was mich persönlich momentan besonders um- und vor sich her treibt, ist die Frage – die ich hier gleich auch noch ungefragter und unnützer Weise in den Raum stelle -, ob man den Hauptverdächtigen Achmedsoundso nicht auch noch heimlich, still und leise mit ausländischen Geheimdiensten und deren inniger Verbundenheit mit so allerlei Rauschgiftproduzenten und -Massenverbreitern in Verbindung bringen könnte. Der versuchsweise anzudeutende Verdacht läge ja unbestreitbar nahe, oder?

    Sex & Crime ohne Schnaps & Dope ist doch nichts halbes und nichts ganzes … aber weiter will ich es jetzt nicht treiben (lassen), vielleicht können wir das gemeinsam (nicht zuletzt mit Hilfe kreativ-konstruktiver und systemabweisender Komplizen – beiderlei Geschlechts! – aus der Leserschaft!?!) noch vielfältig unanständiger und zugleich wirklichkeitsgetreuer gestalten … ja, auch Jan aus Berlin ist da ganz ausdrücklich zur konspirativen Mitzeugung aufgerufen!

  3. P.S.:

    *ROARING LAUGHTER* and *STANDING OVATIONS* for Achmed!

  4. Veehrtes Gremiumum

    sitze gerade auf der Tube und versuche was rauzudrücken. Klappt im Moment nicht, aber garantiert später.
    Übrigens heisst die Kneipe doch „Zur Hölle“, also Hill.
    Habe die Höllenmutter getroffen, ihr Name Hill – Ery. Hat nen bekannten Gatten. Ein Zigarrenraucher, der es liebt, die Zigarre vor dem rauchen in grobförmige Materie zu stecken. Leider weiss ich nicht was dies bedeutet. Als ich Frau Hill-Ery festhalten wollte, ist sie mit einer gewissen Sisterwave verduftet. Ich mach mich wieder auf die Suche. Herrjeh, was für ein Stress. Und das in meiner Jugend. Ich sollte mich eigentlich ausruhen. So, jetzt hab ich mich tüchtig verlaufen.

    Geruhsamen Abend noch den Gemeindemit oder ohne Gliedern.

    Jan der Sucher

  5. Hallo suchender Jan …

    erst mal danke für die sicher nicht unbedeutende Zwischenmeldung – zwar passt das mit der Übersetzung nur bedingt, wie ich als von Berufs wegen ahnungsloses Sprachbanause anzumerken wage, aber die erläuternde Fortführung des Gedankengangs trifft unbedingt ins Schwarze😉😮

    Hoffe, Sie werden den Weg noch finden und uns mit weiteren sachdienlichen Hinweisen oder anderen, perfekt zum Sinn und Inhalt unseres gemeinschaftlichen Machwerks passenden Hinweisen überraschen können.

    Danach … wenn der Irrweg für heute beendet werden konnte – wünschen wir auch noch einen geruh- und erholsamen Abend.

    Hans (stellvertretend für die verantwortungslose Anstalts- sowie Ermittlungsleitung und das Chaoten-Hauptquartier … oder kürzer und treffender: das läster- und zweifelhafte Gremiumum)

  6. @Jan und moltaweto

    Heute Morgen habe ich obiges Kapitel der Mutter von meiner Anna Luehse, der Anna (die heißt zufälligerweise auch Anna) vorgelesen und sie meinte dazu nur: „Schwerer Stoff“. Da hier sonst von anderen Leern keine Rückmeldung kommt, weiß ich nicht, ob es nicht doch besser ist, keinen weiteren Stoff dieser Art mehr zu produzieren, obwohl es mir persönlihch schon sehr viel Spaß gemacht hat, die Texte dazu zu schreiben. Humor und Ernst sind eben doch zwei paar verschiedene Schuhe. Aber ich ziehe mir trotzdem gerne beide gleichzeitig an.
    Was die neuen Informationen von Euch beiden oben angeht, so lassen die sich bestimmt besser eingliedern, als so manchen Asylbewerber in unsere sture Gesellschaft.

    Ich warte jetzt erst einmal ab, was auf meine Bemerkungen hier unter mir erscheint und später treffe ich dann eine Entscheidung zur eventuellen Fortführung der Kapitel, um Mord, Hiebe, Eifersucht und Niederkunft.

    Herzliche Grüße,

    Jochen

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