Der Konflikt um eine Mahmud-Karikatur auf einer Toilette – Karthago brennt schon wieder

Die Verunglimpfung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, als bisexueller nie lügender Asylbewerber Achmedsoundso auf einer alles sehr deutlich zur Sprache bringenden Toilettentür, hat weltweit für übermäßig große Spannungen gesorgt. Gewalttätige Proteste in der islamischen Welt sind die Folge, während im Westen die Veröffentlichung nachdrücklich mit dem Argument der Pressefreiheit verteidigt wird. http://www.moltaweto.wordpress.com hat Hintergründe zu dem Thema zusammengestellt.

Dazu ein Interview mit dem islamischen Unsinnswissenschaftler Jochen Mitanna

„Arabische Teppichhändler hätten fast zu meiner Ehescheidung beigetragen“

Die Proteste gegen die Mahmud-Karikatur sind in der arabischen Welt auch durch die Ärztekammern der Länder unterstützt worden. Das sagte der islamische Unsinnswissenschaftler Jochen Mitanna gegenüber http://www.moltaweto.wordpress.com. Mitanna leitet das Mülldepot der mittleren Bundeswehrfeldküche in Berlin. Nur auf einer Toilette in einem Fortsetzungsroman ist die Karikatur bisher gezeigt worden, aber sonst hat noch niemand detailliert darüber berichtet. Auch deshalb hätten Gerüche auf anderen Toiletten bisher keine große Rolle gespielt, so Mitanna.

Hans Moltaweto: Herr Mitanna, welche Rolle spielen eigentlich die Toiletten im Nahen und Mittleren Osten im Streit um die Mahmud-Karikatur?

Dr. Jochen Mitanna: Eine sehr mehrdeutige. Arabische Toiletten – sowohl staatsnahe als auch unabhängige – haben zur Eskalation der Gerüche beigetragen. Einige Leute haben sich lieber in die Hosen gepisst, als die Toilette zu besetzen. Andere haben mehr oder weniger einfach ihrem Drang nicht nachgegeben, so als wenn nichts wäre und andere jedoch beteiligten sich an der großen Scheißerei und haben ihrer Empörung, dem Zorn, über die Mahmud-Karikatur etwas Gefühl verliehen. Während man bisher kaum Spinner zu Wort kommen ließ, die zum Furzen in den Toilettenhäuschen aufgerufen hatten. Das kam erst später, nachdem die Demonstranten inhaftiert waren und die Polizisten dringend mussten. Und es gab keine nennenswerten Stimmen, die mal in Frage gestellt hätten, ob man tatsächlich beleidigt, empört oder gar gedemütigt sein müsste. Hier hätte eine hochhackige Schuhe tragende oder eine männlichere Damenfußballmannschaft durchaus nicht nur das Eindringen in die Toiletten, sondern auch die Tatsache der Verschmutzung derselben in Frage stellen müssen.

Nur ganz wenige Sitzungsberechtigte haben es gewagt, der Karikatur weitere Bilder hinzuzufügen. Eine davon, die hier aber leider nirgendwo abgebildet ist, war auch im jordanischen Playboy „Schaumichan“. Nein, es wurden sogar drei Bilder veröffentlicht. Aber auf allen Bildern war Mahmud mit so einem amerikanischen barbusigen Häschen, das aussah, als wäre es aus dem Vietnamkrieg übriggeblieben. Dazu wurde die Frage eingeläutet: Was ist eigentlich schlimmer, die Veröffentlichung der Witzfigur oder die Tatsache, dass der so unglimpflich dargestellte von einem Propheten gezeugt worden ist? Was sollen wir denn noch alles versuchen, damit der Terror die Welt völlig überfluten kann? Die Zeitschrift wurde natürlich sofort auf dem Markt verteilt. Der Chefredakteur musste öffentlich die Hosen hinunter lassen und sich nach seiner Entmannung beim Volk entschuldigen. Ähnlich erging es den zwei bis drei anderen Blogbetreibern, die das von einem unterbelichteten Abgeordneten gezeichnete Bild nicht ohne schwarze Balken zeigen wollten.

„Gerüche haben dabei eine sehr große Rolle gespielt“

Hans Moltaweto: Sie erwähnten es bereits: Kaum ein Blog hat sich bisher getraut, das Bild zu zeigen. Das heißt auf gut Deutsch, als Mensch einfach alles zu schlucken, selbst das, was man gar nicht kennt. Die Pharmaindustrie lässt auch schön grüßen. Die Bestattungsunternehmen selbstverständlich auch. Welche Absicht steckt denn hinter der Karikatur? Oder durften die Blogbetreiber das Bild noch wie bei Malen nach Zahlen verändern?

Mitanna: Ich habe gestern Nacht nur wenige Sympathisanten finden können, die das Bild wenigstens etwas besser gezeichnet hätten. Aber darauf kommt es auch nicht an. Wenn doch, dann ging es meist um die erweitere Zeichnung auf den anderen Toiletten, wo Mahmud mit der Bombe im Turban als Achmed der Terrorist dargestellt wurde. Das ist übrigens sein Zwillingsbruder. Vor allem agiert der lieber im Weißen Haus. Dass den kaum jemand mal richtig erkennen konnte, liegt nur daran, dass er ständig eine Maske trägt. Manche sagen, es wäre George Bush. Um ihn zu erkennen, werden aber eines Tages Gerüche eine große Rolle spielen. Denn niemand kann so gut auf dem Klo der Welt etwas Stinkendes hinterlassen, wie George W. Bush.
Bei der Verbreitung halfen auch einige Feministinnen wie ganz selbstverständlich mit. Aber auch nationalsozialistische Propaganda ist auf diese Weise immer verbreitet worden. Diese Idioten hatten immer ein Interesse an der Müllabfuhr und daran, die Ausbreitung ihrer Idiotie durch ihre Verunreinigungen auf den Toiletten und mit Hilfe noch weit schlimmerer Schmierereien zu steigern.
In dieser dekadenten Situation liegt der Vergleich mit den „Hartz-IV-Regelsätzen“ schon sehr nahe. Aber immer schon konnten nur sehr wenige Politiker und Beamte die Texte wirklich selbst verstehen, die sie verfassen. Wie so überhaupt eine Verfassung zustande kam, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. In näherer Zukunft wird es sicher wieder so sein, dass die Menschen zum Teil schlimmere Bilder im Kopf haben, was die Machthaber mit uns allen vor haben, als uns der Mahmud-Karikaturist tatsächlich offenbaren konnte.

„Regierungen und Terroristen agieren gemeinsam“

Hans Moltaweto: Sie sprachen eben von den verbohrten Politikern und der ferngesteuerten staatsnahen Propagandamaschinerie in der westlichen arabisch angehauchten Welt. Hat das Arbeitsministerium mit seiner Führerin Miss von ganz Alleine, den Karikaturisten und Autor von einem unsinnigen Fortsetzungsroman dazu benutzt, um mehr Toilettenhäuschenanwärter einstellen zu können?

Mitanna: Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass die von ganz alleine auf so eine glorreiche Idee gekommen wären, um die Hartz-IV-Empfänger von der Straße zu holen. Regierungen halte ich nämlich für weit mehr gesteuert. Sie haben aber ihre schmutzigen Phantasien dazu benutzt uns allen zu demonstrieren, dass es weit weniger künstliche Intelligenz bedarf, um sich selbst von den anderen Menschen in der Bevölkerung zu unterscheiden. In vielen westlichen Gesellschaften gibt es ja leider immer noch eine große Kluft zwischen Bevölkerung und Regierenden, wenn auch die Letzteren gerne in arabischen Länder ihren Urlaub verbringen. In den Pausen sitzen dann die Politiker zusammen ihre Toilettensitzungen ab und machen sich Gedanken darüber, wer von ihnen nun die beste Karikatur abgibt. Man würde die sich darum streiten hören, wenn die Klotüren heutzutage nicht schallgedämpft wären. So wird nach außen zum Bürger hin, natürlich Geschlossenheit suggeriert.
Das wurde aber auch schon in vielen Blogs sehr stark hervorgehoben. Begrüßt wurde dabei auch, dass jetzt die Aufgeklärten immer mehr mit vereinter Stimme sprechen – sowohl was die Einheit zwischen den einzelnen Berichterstattern angeht als auch die Einheit zwischen Bevölkerung und Karikaturisten. 82 Millionen Deutsche (Minus alle Beamte) und ein paar zwischen ihnen von ihren Regierungen verratene muslimische Asylbewerber, könnten jetzt ihr Gewicht in die Waagschale werfen und sich so auch zu einer wichtigen weltpolitischen Rolle aufschwingen, hieß es. Da wurden dann auch einige Stimmen laut, die erklärten, man solle sich doch nicht nur mit einer Karikatur auf nur einer Toilettentür begnügen, sondern solche schönen Bilder wie das hier gezeigte, müssten überall, also auch in den USA die Wände in den Klos und in den Behörden zieren.

„Kaum Stimmen gegen freundliche Hetzpropaganda“

Hans Moltaweto: Neben den USA ist ja Israel das große Feindbild. Sie stellen auf Ihrer Webseite künstlerisch sehr attraktive Karikaturen aus arabischen bekannten Köpfen her. Könnte aus Ihrer Ideenschmiede auch mal etwas für das deutsche Fernsehen kommen? Sind solche Darstellungen von Ihnen eher die Ausnahme oder eher die Regel?

Mitanna: Nun, radikalste Hasspropaganda gegen Frauen werde ich ganz sicher nie verbreiten. Was läge mir ferner als das? Aber wenn es sich um deutsche Politiker handelt, dann könnte das immer mal wieder vorkommen, wenn auch nicht täglich. Vor allem unsere sich alles in die eigene Taschen steckenden Lieblinge, mit ihrem komischen, weil alle Leute lieber manipulierenden Staatsfernsehen, mit dem Zweiten ist man auch nicht besser informiert oder die mit säuisch aufwartenden sich dahinräkelnden und dabei telefonierenden Tussis auf manchen Kabelkanälen, wird in erster Linie und insgesamt sehr stark auf Propaganda gesetzt. Dies ist aber keinesfalls charakteristisch für die arabisch unterbesetzte oder vor allem die deutsche Medienlandschaft insgesamt.
Denn man muss hier jetzt einmal grundlegend festhalten, dass sich bislang keine einzige Regierung vollständig gewagt hat, über die freien Blogger eine Zensur zu verhängen. So muss es auch bleiben! Denn alles anderes würde unter den Tatbestand der Volksverletzung fallen. Auch von den arabischen Mitbürgern kommen kaum Gegenstimmen, auch wenn viele von diesen armen Menschen, die sich unsere Politiker bei sich zu Hause halten, deren verschmierte Toiletten putzen müssen. Niemand, außer den Abgeordneten, nimmt Anstoß an der von mir gefundenen Karikatur. Und schließlich malen die selbst doch auch gerne die eine oder andere Obszönität an ihre Toilettentür, wenn sie das Klo mit Beschlag belegt haben. Man kann machen was man will, aber in staatlichen oder staatsnahen Medien tauchen immer wieder extreme Formen von Hasspropaganda insbesondere gegen Karikaturisten, Blogger und gegen andere politisch sehr aufgeklärte Menschen auf.

Hans Moltaweto: Warum wird mit zweierlei Maß gemessen?

Mitanna: Wenn man sich Kloschmierereien von deutschen Politikern anschaut und im Vergleich dazu, die künstlerisch wertvolle Mahmud-Karikatur wie sie hier irgendwo im Artikel zu sehen ist, dann muss man wohl sagen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Man würde sich wünschen, dass überall auf Welt auf eine solch aussagekräftige Darstellung wie die Mahmud-Karikatur so reagiert wird, als käme sie von einem Propheten.

Hans Moltaweto: Welche Rolle spielen die Blogs in Deutschland? Werden sie gelesen? Welche Wirkung haben sie?

Mitanna: Es gibt da keine verlässlichen Daten. Sicher ist, dass Aufklärungsseiten aber auch außerhalb Deutschlands und selbst in arabisch-muslimischen Haushalten über Satellit empfangen und auch angeschaut werden. In welchem Ausmaß das passiert, das heißt, wie viele Menschen sich das tatsächlich ansehen, und welche Folgen das für den politischen Meinungsbildungsprozess und die Weltanschauung der Menschen hat, ist ganz schwer abzuschätzen und bleibt daher abzuwarten. Bisher wurden dazu keine Statistiken in Auftrag gegeben – meines Erachtens müssen aber noch sehr viele Menschen ihre Wissenslücken stopfen. Es liegt also noch sehr viel Arbeit vor uns.

Das Interview führte Hans Moltaweto, http://www.moltaweto.wordpress.com

Dr. Jochen Mitanna ist Unsinnswissenschaftler islamischer Abstammung und er leitet das Mülldepot der mittleren Bundeswehrfeldküche in Berlin, das sich die Beobachtung von Politikern in freier Wildbahn und staatlichen Medien zur Aufgabe gemacht hat.

Eine Antwort

  1. Ich hab’s gewusst, ich hab’s ganz einfach gewusst – verflucht nochmal. Da dachte ich Knochenpaul ist von sich aus abgehauen und im Hölle – Klo gelandet. Aber nein. Da hiess es auf einmal, es wären seine Zwillingsknochen.
    Ich will meinen Knochenpaule zurück. Wer hat ihn geklaut?
    Und jetzt noch diese Katastrophen Strophen mit den Karikaturen. Da muss man ja irre werden, oder wieder.
    Und dann noch dieses mir fehlen die Worte Interview. Wer kann denn da noch mit Ruhe und sanft die Toi,toiletten besuchen. Bei dem Betrieb muss man ja in die Hosen oder Röcke. Ich bin empört und neben allen Mützen von dem, was hier abläuft, wenn überhaupt was abläuft. Bei dem Gestank hab ich das Gefühl, hier läuft überhaupt nichts ab.
    Ich mach mich von den Socken. Das ich auf der suche nach Knochenpaul aber auch immer aufgehalten und abgehalten werde.
    Voller Karikaturen Empörung

    Jan oder ich weiss nicht mehr meinen Namen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: