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Fall Sabrina & Jason: aktuelle Zwischenstandsmeldung (Wiederhergestellt)

Hans-D. Ziran für den Verein I.B.E. AmSeL e.V.

Nachdem wir den Fall durch die Vollmacht des leiblichen Vaters im Dezember letzten Jahres offiziell übernommen haben, wurden wir bisher durch die „altbekannten Faktoren“ an einer effizienten und zielführenden Interessenvertretung für Sabrina und ihren 14 Monate alten Sohn Jason gehindert. Wir hoffen diesem Teufelskreis nunmehr durch Einschaltung eines neuen, kompetenten türkischen Anwalts entgehen und endlich in der von uns angestrebten Art und Weise tätig werden zu können.

Dabei gilt es, neben der umfassenden Klärung von bisher nur ungenügend oder gar nicht in der erforderlichen Weise gestellten Fragen und offensichtlichen, offiziell (außer durch und bei uns) aber noch nie belegten Sachverhalten, für uns vor allem, in den Besitz einer rechtsgültig und rechtsverbindlich unterzeichneten Vollmacht von Sabrina A. zu gelangen.

Am Manko des Fehlens einer solchen sind unter anderem zwei vom Verein gestartete Anfragen – Ende des vergangenen und Anfang dieses Jahres – bei der zuständigen Sachbearbeiterin des Auswärtigen Amtes gescheitert. Es wurde sich einerseits hinter der angeblich von Frau A. geäußerten Bitte (nach unserem Kenntnisstand ein mehr als fragwürdiges Argument!) verschanzt, dass nichts über den Fall, sie oder Jason an „Dritte“ weitergegeben werden solle … und andererseits (nach „geltendem deutschen Recht“) darauf hingewiesen, dass Sabrina A. volljährig sei und die vom Vater ausgestellte Vollmacht deshalb nicht dazu ermächtige, Fallinterna oder andere, die Interessen und „Persönlichkeitsrechte“ der Betroffenen tangierende Fakten preiszugeben!

Daneben gab und gibt es auch einige „Kommunikationsprobleme“ anderer Art, über die hier und heute nichts verlautbart werden soll … wir behalten uns jedoch das Recht vor, dies erneut aufzugreifen und in aller gebotenen Deutlichkeit darzustellen, sobald uns die besagte Vollmacht von Frau A. vorliegt. – Diese Aufarbeitung soll und wird aber nur dann erfolgen, falls uns die jüngste Offensive nicht direkt in die Lage versetzt, unsere Zeit und Energie vollständig in den Dienst einer zeitnahen und „weitestgehend bedingungslosen“ Auslieferung von Frau A. nach Deutschland zu investieren. Von diesem Zeitpunkt an – und erst recht in der Folgezeit – werden wir mit der erst danach möglichen abschließenden Bearbeitung des Falles beginnen, deren Ziel es ist und sein muss, Frau A. vollständig zu rehabilitieren, sie und ihren Sohn so umgehend wie möglich aus der Haft zu befreien und bei einer vollständigen Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen.

Was auch nicht unerwähnt bleiben soll und darf:

Der Kontakt zu dem Istanbuler Anwalt kam auf Vermittlung von Herrn Wolfgang Mengen zustande, der neben seiner beruflichen Tätigkeit im Bereich der Steuer- und Wirtschaftsberatung soziales und gesellschaftliches Engagement seit drei Jahrzehnten und keinesfalls nur zu Werbezwecken als persönliche Verpflichtung ansieht und behandelt. Dafür sind wir ihm bereits sehr dankbar, aber er hat uns auch angeboten, uns mit seiner reichhaltigen Erfahrung (Amnesty International) weiterhin beratend zur Verfügung stehen zu wollen.

Der Anwalt, Herr Haydar Siginak, hat den Fall bereits übernommen und uns zugesagt, schon in der kommenden Woche die notwendigen Schritte in Frau A. und unserem (Verein und alle privaten Unterstützer) Sinne in Angriff zu nehmen. Sobald sein erster Bericht vorliegt, werden wir diesen hier veröffentlichen.

Einen besonderen Dank möchten wir in diesem Zusammenhang auch Herrn Dr. Wurm abstatten (siehe auch hier), der die Expressüberweisung an Herrn Siginak durch eine weitere großzügige Spende ermöglichte. – Für ihn, der praktisch von Anfang an zu den entschlossenen Unterstützern Sabrinas gehört, ist das – nach eigener Aussage – zwar eine Selbstverständlichkeit gewesen, da er das Ende dieses Unrechts- und Willkürdramas herbei sehnt, aber wir finden, das ist alles andere als selbstverständlich und ebenso eine gesonderte Erwähnung wie auch ein ganz besonders herzliches und aufrichtiges Dankeschön wert!

Selbstverständlich bedanken wir uns auch bei den Menschen, die das Konto bisher so ausreichend gefüllt haben, dass wir jetzt unabhängig agierend das Heft in die Hand nehmen konnten. – In dieser Hinsicht bitten wir nochmals darum, uns explizit mitzuteilen, ob eine namentliche Erwähnung erwünscht ist. In allen Fällen, in denen dies nicht gewünscht (oder gewollt) ist, bitten wir die Spender/innen, sich von diesem zwar allgemein gehaltenen, aber keineswegs weniger aufrichtig gemeinten Dank ausdrücklich bedacht und angesprochen zu fühlen.

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In diesem Zusammenhang muss allerdings auch angemerkt werden, dass die Einschaltung des Anwalts, die aus formaljuristischen und allgemeinen Dringlichkeitsgründen unumgänglich war, das gesamte Guthaben auf dem eigens dafür eingerichteten Spendenkonto aufgebraucht hat. Insofern wären wir – insbesondere mit Blick auf eine gegebenenfalls notwendig werdende Wiederaufnahme des Verfahrens – erneut auf Ihre Unterstützung und Spenden angewiesen. Aufgrund der in der Türkei geltenden Gesetze, einschließlich anwaltlicher Gebührenordnung, müsste in diesem Fall mit zusätzlichen, zunächst von uns im Voraus zu finanzierenden Kosten in Höhe von etwa 5.000 bis 6.500 Euro (reine Anwaltskosten und Gebühren) gerechnet werden.

Für Spenden, welche diesem Zweck zugedacht werden sollen, bitten wir ausschließlich die hier angegebene Bankverbindung zu verwenden.

Für Menschen, die auch den Aufwand wahrnehmen und anzuerkennen bereit sind, den wir als ehrenamtliche Unterstützer betreiben, die sich den Luxus von einem „Engagement auf eigene Rechnung“ eigentlich nicht leisten können, besteht natürlich auch die Möglichkeit, uns direkt und zum Zwecke der umfassenden Interessenvertretung (auch hier entstehen ansehnliche Unkosten) zu unterstützen. Nur für diesen Zweck würde dann das hier angegebene und auf meinen Namen laufende Konto des Vereins gelten.

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„Vorübergehend abschließendes Zwischenfazit“:

In der Hoffnung, dass unsere jetzige Initiative endlich ein zügiges Vorwärtskommen bei der umfassenden Klärung der Angelegenheit ermöglichen wird, die wir aufgrund der zu erwartenden offiziellen Informationen dann auch angemessen offensiv gestalten möchten und werden, möchten wir unserer Zuversicht Ausdruck verleihen, dass „der Fall Sabrina A.“ vergleichsweise zügig und „unbürokratisch“ abgeschlossen werden kann.

Über die einzelnen Schritte, die wir nach Eingang der Handlungs- und Vertretungsvollmacht von Frau A. unternehmen werden, um dieses Ziel anzustreben, werden wir sie hier auf diesem Blog und – spätestens ab Ende kommender Woche (neu) – auch hier exklusiv informieren.

In diesem Sinne und verbunden mit unseren besten Wünschen für ein friedliches, erholsames und (trotz aller Unkenrufe der Wetterfrösche) sonniges Osterfest verbleibe ich

im Namen des Vereins I.B.E. AmSeL e.V., des Aktionsbündnisses „mein name ist mensch“ sowie allen anderen privaten Unterstützern, aber auch und ganz besonders im Namen von Sabrina, Jason und ihren Angehörigen

Hans-D. Ziran

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