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Ägyptens Regime lässt sehr rasch die Masken fallen … und der Westen hampelt weiter herum …

… und die BRD vorneweg …

Allzu lange hat der Mummenschanz, den die „ägyptische Regierung“ rund um die Massendemonstrationen veranstaltete, ja nicht vorgehalten. Nicht dass wir diesen Quatsch ernst genommen hätten, aber die Art und Weise, wie der „neue starke Mann“ – (Ex-) Geheimdienstchef Omar Suleiman – den anders nicht in den Griff zu bekommenden Protest abzuwürgen versucht, ist schon von einem ganz besonderen Kaliber. – Ansonsten könnte man es mit dem allseits bekannten Spruch auf den Punkt bringen: im Westen nichts neues

Wie in den T-Online-Nachrichten (aktualisiert heute, Quelle dpa, dapd) zu lesen war, wurden offenbar mit Vorsatz Gefangene freigesetzt, die von Suleiman nun als potentielle Bedrohung der öffentlichen Sicherheit durch „Kriminelle und Dschihad-Organisationen“ instrumentalisiert werden, um Druck auf die Opposition auszuüben. Über die Argumentation dieses „bestens ausgebildeten“ Geheimdienstmannes möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren. Ich finde, sie sprechen eine sehr deutliche Sprache – und es ist zu hoffen, dass die sich abzeichnende „Klarsicht“ der Regimekritiker, die das Manöver anscheinend durchschauen, einerseits halten und jetzt nicht ins Gegenteil der bislang friedlichen Proteste gegen Mubarak umschlagen wird.

Die Unverfrorenheit, mit der Suleiman diese Situation für das Aussprechen einer Drohung bezüglich eines drohenden Putsches benutzt, kann man mit kranker Ironie als bemerkenswert umschreiben. Im oben genannten Beitrag wird er mit folgender Aussage zitiert …

Auf Nachfrage der Medienvertreter erklärte der Vizepräsident, er spreche nicht von einem Militärputsch, sondern davon, dass „eine Macht, die nicht bereit ist für die Herrschaft“, die staatlichen Institutionen umstürzen könnte. Die Rufe von Demonstranten nach zivilem Ungehorsam seien „sehr gefährlich für die Gesellschaft“, sagte Suleiman

… dies sollte dem neutralen Beobachter unmissverständlich vor Augen führen, dass der Mann gefährlich ist, ganz gleich, wie armselig diese Aktion bei kritischer Betrachtung auch anmuten mag.

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Karin Leukefeld beschreibt die Situation in ihrem jW-Artikel Drohung mit Kriegsrecht etwas anders, was sich insbesondere in dieser Passage ihres Beitrags manifestiert, der sich ebenfalls auf den angedrohten Putsch bezieht:

Ohne Dialog könne das Regime die Lage nur durch einen »Putsch« in den Griff bekommen, was »hektische Entscheidungen und viel Unvernunft« bedeute. Ein Putsch könne »vom Regime selbst oder vom Militär« kommen, wenn das System nicht mehr funktioniere, so Suleiman. »Polizei, Geheimdienst oder die Muslim-Bruderschaft« könnten das Regime durch »kreatives Chaos« stürzen und »die Macht übernehmen«

Nun, wenn man zum Sarkasmus neigt, könnte man da nur noch fragen „welches Schweinderl hättens denn gern?“ … man kann sich aussuchen, welches der aufgezeigten Extrem-Szenarios man „bevorzugen“ würde. Davon abgesehen bleibe ich allerdings bei meiner obigen Warnung, diesen Herrn, der selbst nur zu gut weiß, wozu der ägyptische Geheimdienst fähig ist, zu unterschätzen. Das eigene Volk ist ihm – wie allen Herrschaften seiner Art – vollkommen egal, da es darum geht, um jeden Preis die Macht zu erhalten. – Davon, dass das Morden des Regimes an anderen Orten ungebremst weitergeht, ganz zu schweigen.

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Zum gleichen Thema noch ein Bericht von süddeutsche.de. Der Titel Suleiman verliert die Geduld mit den Demonstranten klingt zwar anders, aber es handelt sich zunächst um die bereits unter T-Online verlinkte Agenturmeldung. Interessant wird es lediglich hinsichtlich der „nachdrücklichen Forderungen“, mit denen US-Vizepräsident Biden angeblich Druck auf das ägyptische Regime auszuüben versucht. Das zu kommentieren halte ich für verlorene Zeit und Mühe, trotzdem werde ich kurz anmerken, was ich davon halte, bevor ich noch eine bedenkenswerte externe Meinung zur Sache anfügen werde.

Stattdessen möchte ich die „Presse-Schau“ mit einem weiteren Artikel der jungen Welt abschließen, in dem es um die Bundestagsdebatte und die Aussage der schwarz-gelben Regierungskoalition geht, der zufolge sie an der Seite des Volkes „stehen wollen“ … darüber kann ich ehrlich gesagt nicht einmal mehr lachen, obgleich es kaum noch schwachsinnigere Sprüche aus berufenem Politikermund geben kann. Leider kann ich den Oppositionsforderungen, die nach Meinung der jungen Welt – insbesondere mit Blick auf „weitere Forderungen der Linksfraktion“ – als Gegensatz zur Regierungsmeinung hervorzuheben seien, keinerlei Bereitschaft aufbringen, dahinter mehr als plumpe Polemik und Wahlkampftaktik zu vermuten. – Doch das ist auch nur logisch, denn bei objektiv-kritischer Betrachtung gibt es keine Opposition im Bundestag, die wirklich glaubhaft für Frieden und die Rechte von unterdrückten Menschen einzutreten bereit wäre.

Dazu liefert der eingangs verlinkte Artikel von Adalberts Meckerecke eine weiterführende Argumentation an, der ich mich vollinhaltlich anschließen muss und möchte.

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In diesem Zusammenhang möchte ich zum Abschluss auch noch eine weitere externe Meinung einflechten, die zutreffender Weise einen Aspekt hervorhebt, der von den meisten Beobachtern des Geschehens in Ägypten wahrscheinlich gar nicht ins Kalkül gezogen werden dürfte. Wie auch im gestrigen Artikel in Adalberts Meckerecke aufgezeigt wurde, führen die politischen Verantwortlichen in den Führungsnationen der westlichen Wertegemeinschaft wieder einmal einen einerseits peinlichen, andererseits aber auch kalt berechnenden Eiertanz auf, während das Regime die Sache aussitzen und die Opposition von der Straße mit fadenscheinigen Manövern hinhalten und zur „Rückkehr zur Normalität“ bewegen will.

Israel spielt bei den Analysen der Situation immer „auch irgendwie“ eine Rolle, aber selten in der Größenordnung, in der man denken sollte, wenn man hinter die Kulissen des Nahostkonflikts schauen und sich daran erinnern kann, dass es für gewisse Organisationen kein Problem darstellt, bestimmte „Situationen“ herbeizuführen! – Deshalb also eine Mail, die uns gestern Abend von Clustervision zugesandt wurde und der knappe Kommentar, dass man auch dieser Meinungsäußerung uneingeschränkt beipflichten muss.

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Dritter Weltkrieg in Vorbereitung

Hier ist die Meldung zu lesen:

Stern-Nachrichten-Ticker vom 07.02.11

Präsident des Jüdischen Weltkongresses fordert NATO-Aufnahme Israels

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, hat sich für eine NATO-Aufnahme Israels  ausgesprochen. Vor dem Hintergrund der Umbruchprozesse in der arabischen Welt  brauche Israel als einzige  Demokratie im Nahen Osten Unterstützung, schrieb Lauder in einem  Beitrag für „Die Welt“ (Dienstagsausgabe). „Europa ist in der Pflicht und muss  sagen, was genau es will. Wolkige Erklärungen zum Recht Israels auf Frieden und  Sicherheit reichen da nicht länger aus“, schrieb Lauder.

Wenn Israel in der NATO wäre, müssten die Staaten Europas und die USA Israel militärisch „beistehen“, falls es angegriffen werden würde – von wem auch immer [Anm. HDZ: Denken wir an den „NATO-Bündnisfall“ in Sachen „9/11 / Afghanistan“].

Selbstverständlich handelt es sich bei den Angreifern um die „bösen“ Muslime.

Gäbe es einen Angriff unter falscher Flagge, ein Attentat, Beschuss oder ähnliches  gegen Israel, – und wer weiß schon, wer das dann gewesen ist? – würden NATO Truppen Israel verteidigen müssen gegen die arabische Welt.

Damit wären die Bedingungen zu einem Dritten Weltkrieg erfüllt.

Diese Strategie – Muslime führen Krieg gegen  das Abendland, das als Helfer Israels instrumentalisiert werden soll, habe ich in meinem Beitrag „Unruhen in Ägypten – Hintergründe“

hier: http://www.youtube.com/user/grandmasteryeager

bereits am 3. Februar 2011 angesprochen…. Truppen werden in Ägypten einmarschieren, um „zu helfen“.

Auch entsprechen der Zeitpunkt und die Vorkommnisse im Nahen Osten dem, was Albert Pike in seinen Schriften vorhersagte.

Im Abendland wurden in den letzten Jahrzehnten Millionen Muslime installiert, die sich wohl kaum auf die Seite Israels schlagen werden, wenn es zum offenen militärischen Konflikt kommt.

Im Gegenteil: viele der hier lebenden Muslime werden zu ihren Schwestern und Brüdern im Nahen Osten halten – verständlich, nicht wahr?! – wenn man bedenkt, dass diese Menschen genau so in die Irre geführt worden sind wie die Mehrheit der Bevölkerung des Abendlandes.

„Danke“ dafür an „unsere“ Politiker, System-Medien, Bildungseinrichtungen, Professoren und, na klar, auch die Banken, die das alles finanzieren.

„Danke“ aber auch an alle Leute,  die jegliche Beweise mit dem „weisen“ Satz abschmettern: „Das glaub ich nicht, dass die das tun.“

„Danke“ für die drohende, nahe Gefahr des Weltkrieg III an die Feiglinge, die Ignoranten, die System-Profiteure, denen ihr materielles „Gut“ wichtiger ist als das Leben selbst.

„Danke“ an alle, die ungeprüft „glauben“, was bundesdeutsche Hörigenmedien  ihnen erzählen, die Quellen ignorieren, die Aufklärer und Warner verlachten und verhöhnten … ohne selbst jemals eine einzige Recherche gemacht zu haben.

Ohne freundliche Grüße

Clustervision

2 Antworten

  1. „Dritter Weltkrieg in Vorbereitung“

    Wenn man all die Aufrüstung bedenkt, z.B. ist so ein Pleitestaat wie Griechenland mit der größte Abnehmer für Rüstungsgüter (Panzer…) aus Deutschland, wie ich mal erfahren habe, oder was sich da z.Z. alles vor dem Iran an Schiffen usw. in Stellung gebracht hat, Haiti unter militärisch-amerikanischer Kontrolle, Afghanistan wird gerade platt gemacht usw., da ist insgesamt sicher ein noch größerer Knall in Vorbereitung und das wird dann der Dritte Weltkrieg sein. Im Grunde läuft er ja schon, nur die Menschen wollen es wieder einmal nicht wahrhaben. Wenn jetzt Israel noch in die NATO kommt, dann fügt sich auch dieses Puzzleteilchen noch da ein, da wo es aus Sicht der Puzzlebesitzer auch hingehört. Also was wundern wir uns? Wir können uns beruhigt abends ins Bett begeben, denn man sorgt gut für uns und man hat unser Leben schon schön verplant, da waren wir noch gar nicht auf der Welt. Ich weiß schon, warum ich mich geweigert habe geboren zu werden. Meine Seele sah das große Unglück bestimmt schon damals kommen.
    Und überhaupt kommt es mir z.Z. so vor, als lebe ich auf einer großen politischen Müllhalde, wo es weder zurück, noch richtig vorwärts geht. Alles wird immer mehr durcheinander und was Recht und Gesetz bedeuten sollte, wird immer verbogener und verlogener. An dieser Stelle rufen Politiker auf, nach mehr Ethik im Internet. Ich wußte gar nicht, daß die überhaupt wissen was das ist – Ethik, Moral und Menschenwürde. Aber die Macher der PISA-Studie waren schließlich früher selbst einmal die Opfer ihres heute eigenen Schulsystems. Also was darf man da schon groß erwarten?
    Es heißt, das Leben findet immer einen Weg, selbst wenn die Lebensbedingungen lebensfeindlicher nicht sein könnten. Da muß meiner Meinung nach schon etwas dran sein, denn sonst gäbe es uns Menschen bestimmt schon längst nicht mehr.

    „Das glaub ich nicht, das die das tun.“

    Wer nicht hören will, der muß fühlen. Die Menschen wollen lieber die Geräusche von Panzern, Düsenjägern und Kanonen hören, also erfüllt man ihnen diesen Wunsch nur zu gerne. Zweimal schon im letzten Jahrhundert, hat uns das ja ganze Friedhöfe voll an Dauergästen beschert, und bestimmt sind da auch viele drunter, die vorher immer gerne sagten: Was gehen mich die Probleme von anderen Menschen an?

    Dem „Ohne freundliche Grüße“ an die Öffentlichkeit von Clustervision möchte ich mich heute einmal anschließen. Nehmt es hier in der Gemeinschaft aber bitte nicht persönlich.

    Jochen

  2. Hallo Jochen,

    danke für den Kommentar … und dafür, dass Du das Ganze zwar nicht schön, aber dafür ins Schwarze treffend ergänzt und auf den Punkt gebracht hast. Die Realitätsverweigerung – oder nennen wir es einfach „Faktenresistenz wider besseres Wissen“, die auch heute wieder festzustellen ist, muss man unbestreitbar als eine herausragende Charaktereigenschaft und Wesensart der Menschheit bezeichnen. Mich regt dabei zum Beispiel furchtbar auf, dass man zwar in Sachen „Kollektivschuld des deutschen Volkes“ auch als „deutscher Antideutscher“ darüber fabuliert, dass man keine gegen diese Verurteilung gerichtete Interpretation dulden könne (weil ja niemand behaupten könne, damals „nichts bemekt zu haben“) … und während man der „zur Wahrheit erhobenen Geschichte“ nach dem Maul redet, ignoriert man selbst, dass heute mindestens vergleichbare, in Bezug auf die ultimative Endgültigkeit aber wahrscheinlich sogar extremere Dinge passieren. Unfassbare Ignoranz …

    Insofern kürze ich an dieser Stelle etwas ab und betone nur noch, dass ich hier eine absolute Übereinstimmung mit den von Dir vorgebrachten Argumenten erkennen kann, weshalb ich Dir den Anschluss an die wenig freundliche, aber durchaus verständliche, da realitätsbezogene Grußformel von Clustervision (die ich übrigens aus identischen Gründen mit übernommen habe) ganz und gar nicht übelnehme. Dasselbe kann man sicherlich von den anderen „bekennenden Gemeindemitgliedern“ erwarten.

    Entsprechende Grüße (von denen die betreffenden Adressaten sich bitte ausgenommen fühlen mögen)
    Hans

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