Nahost-Konflikt … wie realistisch ist die Hoffnung auf eine friedliche Lösung?

1. Teil – Vorbereitung auf die eingehendere Darlegung einer „gewagten These“

In den letzten Monaten habe ich nicht nur die Entwicklungen in Palästina mit wachsender Besorgnis verfolgt. Mindestens ebenso große Probleme bereiteten mir die Debatten, die im Kreis jener Menschen und Gruppen, die sich für einen gerechten Frieden in der Region einsetzen, über die Frage geführt wurden, welches denn nun der richtige Ansatz für eine Lösung des Konflikts wäre (Stichwort „Stuttgarter Erklärung“), der diesen Bestrebungen am ehesten entspräche. – Ich fürchte beinah, über all diese Diskussionen und bis zur offenen Feindseligkeit ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten haben die Menschen restlos jeden Bezug zur Realität verloren … sofern er denn jemals existierte?

Nun möchte ich mich nicht zum „Experten“ erklären, auch wenn ich das Thema im Rahmen meiner „Privatstudien“ zur Weltgeschichte nunmehr seit fast zehn Jahren intensiv untersucht und herauszufinden versucht habe, was die wahren Wurzeln des Konflikts sind. Angesichts dessen, was im Moment vor sich geht, denke ich jedoch, dass irgendjemand versuchen sollte, nicht nur die Debatten über das Thema, sondern auch das Engagement für die Überwindung des Konflikts an sich auf ein mehr an den reellen Hintergründen angelehntes Niveau zu bringen. – Wahrscheinlich bin ich das letzte Individuum auf Erden, das etwas Derartiges mit Aussicht auf Erfolg in Angriff nehmen könnte … aber wenn niemand einen Anfang macht, wird – so fürchte ich ernsthaft – das Unheil seinen Lauf nehmen, das schon sehr viel länger als jene hundertzwanzig Jahre über unser aller Köpfe schwebt, die der Kampf um das „Heilige Land“ zwischen „Zionisten“ und Palästinensern jetzt bereits offiziell tobt. Weiterlesen

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