Gastbeitrag Rainer Weigt – Kurzbericht zum Atom-Protest 2011 (28.05.11)

Leider mit einer leichten Verzögerung, aber nichtsdestotrotz gerne und die im Text dargestellte Meinung des Autoren voll und ganz teilend, leiten wir hiermit seinen Bericht zur Berliner Demo weiter.

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Atom Protest 2011

Nach Atom Mahnwachen, jeden Montag in vielen Orten unter anderen auch in Zossen, waren am Sonnabend dem 28.05.2011 in 21 Städten große Protestaktionen angesagt. Bundesweit haben insgesamt 160.000 protestiert.

Ich war mit 25.000 Teilnehmern in Berlin dabei. Am Roten Rathaus (Alex) ging nach der Auftaktveranstaltung, gegen 12 Uhr der Demo-Zug los. Mit vielen bunten Transparenten, Fahnen, Musik und interessanten Gesprächen unterwegs, war es eine fröhliche und kurzweilige Demo. An der Goldelse eroberten Motivdrachen den Luftraum über uns.

Ziel war die CDU Zentrale in der Klingelhöfersraße. Dort angekommen probten wir einmal intern und einmal zeitgleich mit allen Protestorten eine Sitzblockade. Wir wollten damit vor der CDU Zentrale zeigen, dass wir entschlossen sind Spielchen mit dem Atomausstieg nicht zuzulassen. Das wurde auch durchs Mikrofon, von der Tribüne, deutlich gesagt. Nur wenn die Regierenden einen schnellst möglichen Atomausstieg anstreben, werden wir Ruhe geben.

Die lavieren aber weiter wie bisher. Zum Ausstieg gibt es verschiedene Berechnungen von 2015 bis 2022. Frau Merkel hat den spätesten Termin gewählt und will außerdem mindestens ein AKW als Reserve behalten.

Der späte Ausstieg und das Geschwätz über erforderliche Strompreiserhöhungen sollen den großen Energieversorgern ihre Profite erhalten. Mit großen Windkraft und Solaranlagen sowie dazugehörigen Wasserkraft Speicheranlagen und Versorgungsleitungen sehen diese ihre Zukunft gesichert.

Ackermanns Forderungen nach 25 % Rendite führten zur Finanzkrise. Welche Krisen werden bei der Realisierung von 40 % Rendite der Stromkonzerne folgen?

Eine bessere Möglichkeit wären viele verschiedene, kleine Stromerzeuger, beispielsweise über Erdwärme und andere dezentrale, intelligente Lösungen, auch mit Wind und Sonne. Doch die Energiekonzerne könnten damit nicht solche Profite realisieren und deshalb werden diese von Schwarz/Gelb nicht beachtet.

Wir sind entschlossen und werden unseren Protest also weiterhin zeigen und verstärken müssen. Die gegenwärtigen Gefahren durch Atomkraft, wie sie sich in Fukushima sehr deutlich zeigten, sind ja nur eine Seite der Medaille. Die ungelöste Endlagerung und weitere Vermehrung des massigen Atommülls wird eine unzumutbare Belastung für unsere Nachkommen.

Deshalb darf unser aller Misstrauen und Bereitschaft zum Protest nicht nachlassen.

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Rainer Weigt 06.06.2011

Tel. 0170-1515677

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