Gastbeitrag Rainer Weigt (nicht nur) zum 1. Mai

Der nachfolgende Beitrag unseres Gastautors und politischen Poeten ist mir bereits vor einigen Wochen zugegangen, aber ich habe eigenmächtig befunden, dass er in Sichtweite des hauptsächlich mit „Maigedanken“ verknüpften Gedenktages besser platziert ist.

Darüber mag man, wie bei so vielen anderen Dingen im „politischen Alltagsleben“, anderer Meinung sein, aber ich wünsche so oder so aufmerksam nachdenkliches Vergnügen …

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Maigedanken

.

Der 1. Mai in jedem Land,

als Kampftag war er wohlbekannt.

Für gute Arbeit, guten Lohn,

kämpften unsre Ahnen schon.

~**~

Heut feiern wir mit Steak und Bier,

das Resultat, das kennen wir.

Mit Dumpinglohn und Zeitarbeit

macht sich prekäres Leben breit.

~**~

Kein Geld für gute Zukunft unsrer Jugend,

doch Rettungsschirme preist man an als Tugend.

Auch die Alten haben nichts zu loben,

der Rentenbeginn   der wird verschoben.

~**~

Gesundheitskosten steigen immer mehr,

das lobt die Pharma Lobby sehr.

Dank Rösler steigen die Profite weiter,

Zusatzbeiträge für Patienten   leider.

~**~

Atomkonsens da stieg man aus,

für unsre Enkel wird’s ein Graus.

Wenn Schwarz-Gelb, nach Japan anders spricht,

den Lügnern glaubt man besser nicht.

~**~

In Afghanistan und andern Kriegen,

verspricht man immer noch zu siegen.

Eine Terrormeldung die andre hetzt,

drum brauchen alle­   Frieden   jetzt.

~**~

Wenn mancher auch noch anders denkt,

man kriegt im Leben nichts geschenkt.

Jeder muss sich täglich selbst einbringen,

um gutes Leben für alle zu erringen.

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Rainer Weigt  03.04.11

Tel. 01701515677

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Zum Schluss noch ein persönlicher Zusatz:

Zur Vertiefung der gewohnt kurz, prägnant und treffend auf den Punkt gebrachten Maigedanken unseres sehr geschätzten Gastautors möchte ich – ich weiß, Bescheidenheit ist eine Zierde, aber manchmal muss man darauf auch verzichten können! – nochmals zum Lesen meiner (definitiv letzten) „Bestandsaufnahme“ anregen. Es geht beim „Maigedenken“ (wie immer man das für sich selbst auch definiert) nicht nur Teilaspekte der Weltgeschichte. Man muss schon das Gesamtbild betrachten und sich auch immer wieder in Erinnerung rufen, was gerade die kommunistische Weltrevolution und diverse Abstufungen „real-sozialistischer“ Theorien zum Entstehen der zu konstatierenden und zu überwindenden Gesamtlage beigetragen haben.

Abschließend sei auch noch ein Blick in die Meckerecke des Zigarren paffenden und Kapitänsmütze tragenden Bulldoggerichs Adalbert empfohlen, der sich vor kurzem mit einem Szenario auseinandergesetzt hat, das zwar von „forschender und SPD-naher“ Seite als Horrorvision warnend an die Wand gemalt wurde, mittlerweile aber durch die bundesrepublikanische und weit mehr noch durch die EU-Politik geradezu sträflich befördert wird.

Eine interessante Kleinigkeit wird noch folgen, aber dennoch wünsche ich an dieser Stelle bereits ein angenehmes, hoffentlich nutzbringend investiertes Wochenende.

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