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Solidarische Weiterleitung – Bitte um Hilfe für Familie und Kinder in Gaza

Gestern erreichte mich diese Mail über die gewohnte Vermittlung unseres Freundes und Kollegen vom Womblog. Wir bitten darum, sowohl die kurze Einleitung von Ellen Rohlfs als auch die ergänzenden Informationen von Dr. Gabriele Weber zu lesen. Dokumente, welche die betreffende Situation eingehender schildern, werden im Anschluss daran zum Lesen und Herunterladen zur Verfügung gestellt. – Obwohl es mich schon ordentlich in den Fingern juckt, sehe ich davon ab, die geschilderte Situation und insbesondere das Verhalten von UNO, westlichen Regierungen und Weltöffentlichkeit angesichts der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen und anderer klar gegen die Menschlichkeit gerichteten „Verteidigungshandlungen“ Israels weiter zu kommentieren. Die Fakten, die in den angebotenen Artikeln von Vera Macht präsentiert werden, sprechen für sich und lassen sich beim scheuklappenfreien Studium der tatsächlichen Vorgänge im nahen Osten auch umfassend nachvollziehen!

Insofern bitten wir unsere Leser/innen auch aus begründeter Überzeugung, der ausgesprochenen Bitte um Unterstützung im Rahmen der individuellen Möglichkeiten nachzukommen.

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Zunächst die Info und Bitte von Ellen Rohlfs:

Es ist unerträglich, was im Gazastreifen geschieht … lasst uns helfen, soweit es in unseren Kräften steht.

Und die mutigen Leute von ISM unterstützen, helfen wir ihnen  zu helfen ….

Herzl. Gruss Ellen Rohlfs

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Hier die Mail von Dr. Gabriele Weber und anschließend daran die betreffenden Dokumente als PDF-Dateien mit kurzem Zitat zur Einführung

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn der Fokus im Nahen Osten weiterhin auf Ägypten liegt, möchte und muss ich Ihnen heute erneut Tragisches aus dem Grenzgebiet des Gaza-Streifens, der Puffer-Zone (Buffer Zone), von Vera Macht weiter leiten. Vera war unglaublich fleißig und hat mir heute noch einmal zwei Artikel zukommen lassen, die auch Ihnen unter die Haut gehen werden. Soeben hat sie mir noch geschrieben, dass die Lage bei der Familie Abu Said („Ich habe nur noch euch“) eskaliert, da nicht einmal mehr Geld für Essen vorhanden ist.

Es sind wieder zwei unsagbar traurige Geschichten von Menschen, die unter Bedingungen leben, die wir uns kaum vorstellen können.

Vera und ihre Kollegen versuchen beizustehen, wo es geht, doch weder die psychische noch die finanzielle Situation lassen eine nur annähernd zufriedenstellende Hilfe zu. Es steht keinerlei Geld für notfallmäßige Unterstützung der Betroffenen zur Verfügung. Auch arbeiten die Aktivisten freiwillig, ohne Bezahlung und ohne volle Deckung der Unkosten (lediglich ein kleiner Teil der Miete und etwas Transportgeld kann manchmal bezahlt werden).

Deshalb möchte ich Sie alle heute darum bitten, Vera, ihre Kollegen von ISM Gaza und damit die Menschen, deren Schicksal uns Vera schildert, durch eine kleine-mittelgroße-große Spende zu unterstützen. Ich finde, das haben diese mutigen jungen Leute, die tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzen, um Zeugnis abzulegen und im realen Leben zu helfen, redlich verdient.

Die unten[*] genannte Bankverbindung ist aus Kostengründen ([*Bankverbindung bitte ggf. über Palästina-Portal erfragen] um Gebühren für Auslandsüberweisungen zu sparen) das Konto von Vera Macht in Deutschland. Sie kann von Gaza aus das Geld kostenfrei abheben und an ISM Gaza weiter leiten. Bitte helfen Sie und unterstützen Sie dadurch die unglaublich wichtige Arbeit von Vera und ihren Freunden.

Für Ihre Hilfe möchte ich mich, auch im Namen von Vera und ISM Gaza, schon jetzt ganz herzlich bedanken.

Einen guten Start in die neue Woche wünscht aus Freiburg
Gabi Weber

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Vera Macht Ich habe nur noch Euch

Zitat zum Einlesen:

„Ich habe nur noch euch, an die ich mich wenden kann. Von jetzt an hängen meine Kinder von euch ab“, ist die verzweifelte Forderung eines Mannes, der keinen Ausweg mehr sieht für sich und seine Kinder, und die wir ISM-Mitglieder, die nach seinem Anruf gekommen sind, hilflos schweigend entgegennehmen. Es ist nicht das erste Mal, dass wir diese Familie besuchen, und jedes Mal fahren wir bestürzter nach Hause.

Es war am 14. Juli 2010, als wir das letzte Mal da waren, am Tag nachdem seine Frau starb. Ermordet wurde, anders kann man es nicht nennen. Nasser Jabr Abu Said lebt in Johr al-Dik, 350 Meter entfernt von der Grenze zu Israel. Am Abend des 13. Juli war Nassers Ehefrau mit zwei weiteren Frauen aus der Familie und den Kindern im Garten, als die Familie von einem nahen Panzer mit Artilleriegranaten beschossen wurde. Mit Flachettebomben, die in der Luft explodieren, sodass 5 bis 8000 Nägel aus ihnen herausschießen, die in einem Radius von 300 mal 100 Metern alles durchspießen. Eine illegale Waffe.

Nassers Ehefrau blieb unverletzt, doch die Schulter der Schwester Nassers wurde durchbohrt, sowie das Bein der dritten Frau, Sanaa Ahmed Abu Said, 26. Die Familie suchte Schutz im Haus, der heran gerufene Krankenwagen wurde von Maschinengewehrschüssen der nahen israelischen Soldaten vertrieben. Zu diesem Zeitpunkt wurde der 33jährigen Ehefrau Nassers, Nema Abu Said bewusst, dass das jüngste ihrer Kinder, Nader, noch im Garten schlief. Als Nema nach draußen lief, um diesen in Sicherheit zu bringen, wurden sie und ihr Schwager von den Nägeln einer weiteren Flachettebombe durchbohrt. Es dauerte vier endlos lange Stunden bis der Krankenwagen die Erlaubnis erhielt der Familie zu helfen, bis dahin war Nema gestorben. […]

Zitat Ende -> Vollständiger Artikel als PDF

*****

Vera Macht – Gazas vergessene Kinder

Zitat zum Einlesen:

An einem sonnigen Tag im März 2009 tat Wafaa Jehad Elnagar, jetzt 17 Jahre alt, etwas was Millionen von Kindern an diesem Tag taten, und an jedem Tag tun: sie ging von der Schule nach Hause. Aber anders als für andere Kinder auf dieser Welt, die das jeden Tag in Sicherheit tun, ist für Wafaa der Heimweg eine ernste Gefahr. An diesem Tag, als sie auf ihrem üblichen Weg nach Hause war, auf einer Straße in Sichtweite von israelischen Wachtürmen, zielte ein israelischer Scharfschütze auf ihr Knie und zertrümmerte es für immer.

Wafaa ist eins der 89000 Kinder, die in der Pufferzone leben, und deren Eltern nie ganz genau wissen, ob und wie sie ihre Kinder wiedersehen, wenn sie sie morgens zur Schule schicken. Ihr Bruder wurde während dem Krieg auf dem Weg nach Hause von einem Soldaten erschossen.

Auf den Zetteln, die von israelischen Militärflugzeugen über den Häusern in Grenznähe abgeworfen wurden stand, dass unter Todesandrohung niemand der Grenze näher als 300 Meter kommen dürfe. Aber da Kugeln normalerweise kein gutes Gefühl für Entfernungen haben, wird das Gefahrengebiet von der UN auf 500 Meter geschätzt, in der Realität werden Kinder in weit größerer Entfernung von Kugeln getroffen. Und wie soll man ein Gebiet meiden, in dem die Schule liegt? […]

Zitat Ende -> Vollständiger Artikel als PDF

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