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Bestandsaufnahme Spezial 20.01.11 – an Leseempfehlungen geknüpft

Vorausschicken möchte ich, dass es offensichtlich immer noch nicht so recht durchgedrungen ist, wie wenig sittlichen Nutzwert es besitzt, ständig die unzähligen Symptome des globalen Irrsinns zu beackern und sich immer wieder auf die bevorzugten Nebenkriegsschauplätze verschlagen zu lassen. Aber das ist nun mal so, wie es ist und die Zeichen stehen offenkundig eher schlecht dafür, dass sich in absehbarer Zeit doch noch etwas daran ändern könnte.

Das kommt jetzt eventuell wieder mal schrecklich skeptisch und resigniert rüber – ist zum Teil auch so gemeint, aber mitnichten der Grund für meinen heutigen Artikel. Ich möchte schon weiter dem „mir selbst erteilten Auftrag“ treu bleiben, wenigstens zu versuchen, ein wenig zur Kanalisierung der täglichen Meldungen und Meinungen beizutragen – und dafür, so hoffe ich wenigstens, könnte das nun gewählte Format eventuell ganz gut geeignet sein.

Wie immer handelt es sich jedoch um meine persönliche Meinung, die ich durch Empfehlungen und darum verpackte Eigenkommentare zum Ausdruck bringen möchte. Soll heißen: wer das, was ich zusammenfasse, lesen möchte, ist herzlich eingeladen – sollte aber auch an die immer wieder eingeschobene Ermahnung denken, dass einem nichts und niemand das Selber-Denken und Selbst-Recherchieren abnehmen kann und darf, da beides für die Bildung einer fundierten und eigenständigen Meinung unabdingbar ist. Und wenigstens eine solche sollten wir doch alle anstreben, oder?

Für den besseren Überblick und zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, ob sich das Lesen des Beitrags für den einen oder die andere überhaupt lohnt, hier eine kurze Zusammenfassung dessen, was ich anschließend etwas ausführlicher ansprechen möchte:

Die erste Empfehlung, nicht nur zum Lesen, sondern auch zum ernsthaften „Darüber-Nachdenken“ möchte ich ohne Vorwarnung aussprechen, weil auf unserer Seite auch schon des Öfteren in diese Richtung argumentiert wurde und festgehalten werden muss, dass man den Finger nicht oft genug in eine derart klaffende Wunde der sogenannten Aufklärer- und Wahrheitssucher-Szene legen kann … deshalb: Adalberts Meckerecke.

Daneben möchte ich mich heute mal mit folgenden Themengebieten befassen … Nachrichten, die die (Medien- und Lifestyle-) Welt bewegen …~… Deutschland und seine Politik / politische Klasse allgemein …~… Sozial- und Arbeitsmarktpolitik Marke BRD (und EU) und „selten erfasste Zusammenhänge …~… Rechts-Links – Faschismus-Antifaschismus – alles nur eine Frage von Standpunkt, Blickwinkel und Ambitionen? …~… USrael und der nicht mehr ganz gewöhnliche globale Wahnsinn.

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Nachrichten, die die (Medien- und Lifestyle-) Welt bewegen

Für mich persönlich war der „Babyboom im Bundestag“ einer der ganz besonders idiotischen Aufreger der letzten Tage … nicht nur, weil es mich weit weniger als der eventuell in China umfallende Reissack interessiert, ob eine gewisse Pseudo-Spezialdemokratin namens Andreas Nahles ein Kind bekommen hat oder eine den Onkels Helmut und Roland nacheifernde Karriere-Sozialdarwinisten wie Kristina Schröder uns mit der Weiterverbreitung von Genen des angesagten Polit-Adels beglücken wird. Viel penetranter ödet mich die Art und Weise an, wie solche Meldungen transportiert, ja fast schon zelebriert und dann von der breiten Schaf-Konsumentenmasse auch noch als „Nachricht“ zur Kenntnis genommen werden. Ich finde, dieses Übel hat Jens Berger auf seinem Spiegelfechter wirklich außerordentlich passend kommentiert, weshalb ich seinen Beitrag auch zur Kategorie der Lesenswerten rechnen möchte.

Nicht minder treffend und meine spontane Denkrichtung zumindest teilweise abbildend hat das auch der Kollege Klaus Baum kommentiert und zudem noch mit internationalen, nur auf den ersten Blick von eigentlichen Thema abweichenden Informationen in Wort und Bild abgerundet. Dass im Windschatten dieser Sensationsmeldung der Name Sarrazin wieder aus der Versenkung auftaucht, in der er eigentlich nie verschwunden ist, dürfte nur bei Menschen mit durchschnittlichen medienangepassten Erinnerungsschwächen verwundern!

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Die BRD und ihre Politik / politische Klasse allgemein

Da ich stolz darauf bin, ihn auch als eine meiner Lieblings-Reizfiguren zu betrachten (dem überflüssigen Luxus von Feindbildern habe ich bekanntlich vor langer Zeit aus Überzeugung abgeschworen, weil das solche und ähnliche Banausen nur völlig unnötiger Weise zusätzlich aufwertet), möchte ich mit Jochen Hoffs Erkenntnis aufmachen … Und dann war da mal wieder Joachim Gauck. Da Jochen (nicht nur in diesem Artikel) wahrlich schon alles Wissens- und Beachtenswerte über diesen scheinheiligen Moral- und Demokratieapostel (welche Demokratie er meint, geht aus seinen politischen Reden ziemlich unzweideutig hervor und passt zu dem, was hierzulande immer noch als Demokratie durchgehen kann!) geschrieben hat, spare ich mir „Zornpotential“ und Energie, um statt dessen lediglich das sorgfältige Lesen seines Artikels anzuraten. Er spricht mir „so ziemlich“ aus der Seele …

Etwas weiter gefächert und von verständlicher Emotionalität gekennzeichnet fällt die Kritik aus, die Pop Helge in seinem Beitrag Deutschland geht unter anbringt. Einige der von ihm in den Raum gestellten Fragen möchte ich mal als beißenden Sarkasmus klassifizieren, weil ich mir nicht vorstellen kann und möchte, dass er immer noch an „das Gute im Typus Homo Politicus“ oder gar bei den tonangebenden Medien glaubt. Dafür spricht auch, dass er die Knackpunkte recht präzise thematisiert, bei denen man sich fürwahr immer wieder wundern könnte, wie es möglich ist, sie so vollkommen zu ignorieren, wie es die Mehrheit der deutschen Michels und Michelinen praktiziert?

Da ich das „Unwort des Jahres“ keiner anderen Rubrik zuordnen möchte, soll auch die Empfehlung für den Kommentar von Reinhard Lütkemeyer an dieser „prominenten Stelle“ angebracht werden. Zwar hat er „nur“ den Radiokommentar der Sendung WDR3-Resonanzen schriftlich festgehalten, aber da man nie wissen kann, wie lange dieser Kommentar dem bundesdeutschen Zensurwahn nach Lesart der von oben bestimmten politischen Korrektheit entgehen wird, ist diese Arbeit gar nicht hoch genug zu bewerten.

Ebenso wenig kann oder will ich zwischen bundesdeutscher und europäischer Politik unterscheiden, weshalb ich die „recht kurz gefasste Story“, welche die Seite Willkommen in der Realität über den finsteren Kern des Begriffes „EU-Integration“ veröffentlicht hat, auch nicht unter einer eigenen Rubrik zum aufmerksamen Lesen empfehlen. Es wird zwar nur zusammengefasst, was über lange Zeit und auf vielen Webseiten in aller Ausführlichkeit dargestellt wurde, aber gerade deshalb ist der Beitrag empfehlenswert.

Wenn man verstehen möchte (und das meine ich wörtlich), warum all das und erst recht die unter dem nachfolgenden Punkt aufgeführten Ungeheuerlichkeiten überhaupt möglich sind, empfiehlt sich ein Blick auf die Seite Gullyparlament. Hier wird anhand eines simplen Beispiels sehr einleuchtend erklärt, warum „so was nun mal von so was kommt“ … Schreckhafte Menschen sollten sich wappnen, da der „Spiegeleffekt“ des Artikels im Einzelfall beachtlich sein könnte.

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Sozial- und Arbeitsmarktpolitik Marke BRD (und EU) und selten erfasste „Zusammenhänge

Als Einstieg in diese Rubrik möchte ich – nicht nur aus freundschaftlicher und kollegialer Verbundenheit – zuerst den letzten Artikel von Josephine empfehlen, der sich mit der ebenso unendlichen wie perfiden Geschichte namens „Hartz-IV-Reform“ (Untertitel „Regelsatzerhöhung“ ~ *schenkelklopf* selten so humorlos gewiehert!) befasst. Ich denke schon, dass dieses Thema den gewählten Titel „Mein Aufreger des Tages“ zu Recht erhalten hat. – Man beachte auch den zwar nur eingeschobenen, aber doch immens wichtigen Hinweis bezüglich des immer wieder gerne als Berechtigung für sozialdarwinistische Gaunereien jeder Art ins Feld geführten „Lohnabstandsgebots“!

Hochaktuell und zusätzlich auch absolut entlarvend für die oft und laut besungene „gängige Praxis“ in den bundesdeutschen ARGEn und Optionsbehörden ist sicherlich gerade die jüngst zu Recht an die große Glocke gehängte Sanktionspraxis in Bezug auf schwangere Verweigerinnen von unzumutbaren Jobangeboten anzuführen. Hier am Beispiel eines Artikels von Karl Weiss, dessen Überschrift Behandelt wie Verbrecher ebenso zutreffend ist, wie sein ebenfalls angebrachter Hinweis, dass man bei dieser, übrigens beileibe nicht nur gegen schwangere Langzeitarbeitslose eingesetzten Schikane von der generellen Unschuldsvermutung hinsichtlich etwaiger sadistischer Lustgewinne von solche Sanktionen verhängenden Damen und Herren tunlichst absehen sollte. Zwar darf man die Leutchen auf den betreffenden Pöstchen auch nicht über einen Kamm scheren, aber die Alltagspraxis zeigt doch unmissverständlich auf, dass hier bei diversen „Verdächtigen“ ein exorbitant hoher Spaßfaktor konstatiert werden muss. (Die Angst vor Arbeitsplatzverlust als Generalabsolution darf bei solchen Extremerscheinungen von Vertreterinnen und Vertretern der Spezies Humankapitalverwertungsassistenten absolut nicht als zulässig angesehen werden.) – Dass die Sanktionspraxis insgesamt keineswegs den vorgegebenen Zwecken dient, sonder vorrangig an Disziplinierungs-, Entmenschlichungs- und Unterdrückungsinstrument angewendet wird, stellt der verlinkte Artikel ebenfalls zutreffender Weise klar.

Das gleiche Prädikat kann man zweifelsohne auch dem bei der Neuen Rheinischen Zeitung erschienen Artikel von Franz Kersjes verleihen, der mit seinem Titel Sklaven des Aufschwungs auf eine weitere, absolut angestrebte und nicht etwa als sich verselbständigende Eigendynamik aufgetretene Stilblüte von gut dreißig Jahren Gesellschafts- und Arbeitsplatzvernichtung sondergleichen eingeht. So nenne ich die konzertierten Leistungen der Großen Sozialstaats-Raubbau-Koalition (in Worten: Rot-Grün-Schwarz-Gelb …): die rigoros inszenierte und während der Umsetzung sukzessive weiter optimierte Zerstörung der sozialen Sicherungssysteme und Aufweichung von Arbeitnehmerrechten und Arbeitnehmerschutz. Ergänzend anzumerken ist, dass man dies mit Fug und Recht als eine branchenübergreifende Tatsache bezeichnen muss und gerade im Zuge des – sorry, aber das muss jetzt sein 😉 – „alternativlosen“ Umbaus unserer Industrie- in eine Dienstleistungsgesellschaft als unbegreiflichen „politischen Fehler“ bezeichnen müsste, wüsste man es nicht besser. Natürlich war es genau so und nicht anders gewünscht … also bleibt eigentlich nur, den aktiven Leistungserbringern in internationalisiertem Neudeutsch zuzugestehen: Mission accomplished.

In diesen Themenkomplex gehört meiner Ansicht nach auch die permanent verbreitete Lüge bezüglich der „mangelnden Qualifikation“ deutscher Arbeitnehmer/innen (provokantes Stichwort: „Facharbeitermangel“), die ja immer lauthalser auch mit dem Schwachsinn namens „Ausbildungsunfähigkeit“ unserer Jugend einhergeht. Dank PISA und Co. kann man das einerseits zwar stets in der Gewissheit vor sich her fabulieren, dass man schon auf eine ausreichende Zustimmung treffen wird, aber die Problematik ist doch eher so gelagert, dass auch hier der Fisch vom Kopf her stinkt! Die jammernden Unternehmen und ihre ebenso zahlreichen wie fürstlich für ihr verlogenes Propagandatrommeln bezahlten Verbandsfunktionäre waren und sind nach wie vor Gewinnoptimierer vor dem Herrn und mit den fatalen Hang zum Sparen am falschen Ende geschlagen … zum Beispiel bei den Kosten für eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung, für die es in Deutschland definitiv genug dankbare und ausbildungswillige Abnehmer gäbe.

Nun ja, es wurde ja schon oft genug darauf hingewiesen, dennoch möchte ich am Ende dieses Themenkomplexes doch noch mal eine Empfehlung aussprechen und diese explizit an jene Mitmenschen richten, die immer noch meinen, einer imaginären Mittelschicht anzugehören und auf die unter ihr stehenden „Sozialschmarotzer“ eintreten zu müssen, um nicht von deren (natürlich selbst verschuldeten) Schicksal ereilt zu werden: wer nach diesen wenigen und ausnahmslos nachvollziehbaren Beispielen immer noch glaubt, er verhalte sich richtig und vernünftig, beweist damit lediglich, dass er gut gelernt hat, sich Scheuklappen aufzusetzen. – Dieser „Mythos Mittelschicht“ war immer der Erfolgsgarant für alle Arten von Unterdrückungsmechanismen … und der Tag, an dem immer mehr von ihren tatsächlichen oder nur eingebildeten Angehörigen mit der Kehrseite dieser (nicht nur aber gerade) von erfolgreich umerzogenen und angepassten deutschen Musterbürger/innen so aufopferungsvoll gelebten Fahrradfahrermentalität Bekanntschaft schließen werden, rückt unaufhaltsam immer näher! Doch wenn der Plan des Systems erst einmal aufgegangen sein wird, braucht man mit dem Heulen und Zähneknirschen auch nicht mehr anzufangen … dann ist eben wieder mal niemand mehr da, der die bereits verbrannten Kastanien noch aus dem Feuer holen könnte oder wollte. Wäre also an der Zeit den „Teile und herrsche“- sowie „Brot und Spiele“-Quatsch zu lassen und die anzuklagen, die für den Mist verantwortlich zeichnen (und dabei auch nicht vor Selbstkritik zurückzuschrecken)!

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Rechts-Links – Faschismus-Antifaschismus – alles nur eine Frage von Standpunkt, Blickwinkel und Ambitionen?

Dieses Thema gehört zweifelsohne zu denen, an denen ich mich aus tiefschürfender Betroffenheit und absoluter Überzeugung immer wieder mal ganz gerne abarbeite … trotzdem nehme ich mich heute etwas zurück und empfehle („fast kommentarlos“) zwei externe Artikel, die zwei Grundfeste dieses dialektischen Schwachsinns, der gleichzeitig aber auch ein Grundübel der menschlichen Spezies ist (oder doch bei der überwältigenden Mehrheit derselben zu sein scheint), sehr „schön“ aufzeigen.

Den ersten, nur fiktiven, aber vom Ansatz her fraglos ernst gemeinten Artikel habe ich gestern bei Roberto J. De Lapuente auf ad sinistram (und nicht etwa in der Meckerecke der bärbeißigen Bulldogge) entdeckt. Er trägt den Titel Das Glück mancher Linker und hat eine Reihe von Kommentaren angezogen, die (abgesehen von jenen der unvermeidlichen humorlosen – mehr Mangelerscheinungen möchte ich ihnen nicht einfach so unterstellen – Querulanten), um keinen Deut weniger lesenswert sind. Darüber, dass die Kernaussagen des Artikels ein wirklichkeitsgetreues Bild der Entwicklung der „alten Linken“ zeichnen, sollte angesichts der zahllosen realen Anschauungsbeispiele jedenfalls kein Diskussionsbedarf bestehen!

Der zweite Artikel – das heißt, eigentlich handelt es sich um einen Blog, auf dem drei Seiten interessanter „Erlebnisberichte“ zu finden sind – beschäftigt sich jedoch mit einer „linken Erscheinung“, deren Aufkommen und Entstehen etwa um die Zeit der „Pseudo-Wiedervereinigung“ der BRD anzusiedeln ist. Die zum Titel der Unterkategorie erkorene „Frage“ sollten diese als umfassend berechtigt erscheinen lassen. Oder wie bezeichnen sie es, wenn jemand vorgibt, alles „Deutsche zu hassen“ (also „antideutsch“ zu sein), weil „allein dem Deutschen“ Faschismus und Holocaust anzulasten seien … aber absolut keine Probleme dabei hat, die mit Abstand rassistischsten, chauvinistischen und somit wenigstens faschistoiden Kriegstreiber der Welt gegen jegliche Kritik zu verteidigen? Ich bekomme diesen Spagat gedanklich nicht hin und will es auch gar nicht lernen – deshalb ist es wirklich mehr als empfehlenswert, sich mal mit der Geschichte rund um eine an der Universität zu Bonn beheimatete AStA-Koalition aus Jusos, Grünen und „Antideutschen“ zu befassen, die sich unter dem außerordentlich vielsagenden Kürzel LUST zusammengeschlossen haben, um den rechtsstaatlichen Feldzug gegen Linke, gleich neben der Solidarität mit der Regierung, christlichen Fundamentalisten und einschlägigen Kampfschriften zu ihrem erklärten Daseinsinhalt zu erheben. Wenn man so was liest, auch das habe ich in anderen Zusammenhängen schon das eine oder andere Mal betont, muss man sich wirklich nicht wundern, warum es keine ernstzunehmende, kontrollierende Kraft links von dieser „Großen Pro-USrael und Pro-Imperialismus-Koalition“ mehr gibt. (Das allerdings auch nur dann, wenn man sich auf die Begrifflichkeiten „rechts und links“ festnageln lassen will … man sollte vielleicht langsam dazu übergehen, sich nach den explizit verfolgten Zielen anstatt nach überholten Verortungen zu positionieren, oder?)

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USrael und der nicht mehr ganz gewöhnliche globale Wahnsinn

Hier mache ich es noch etwas kürzer, um keinen akuten Anfall von Heiligem Zorn heraufzubeschwören – das spare ich mir dann doch lieber für den Fall auf, dass ich irgendwann noch einmal einen themenspezifischen Artikel schreiben sollte.

Empfehlen möchte ich die nachfolgenden Artikel, nachdem ich sie selbst sehr interessiert und aufmerksam gelesen habe … ich denke, alle drei (auch wenn der letzte nicht auf das genannte weltpolitische Duo infernale beschränkt ist, sondern einen ungeschönten Blick auf die Realität erlaubt, welche die in Gaza lebenden jungen Menschen durch den endlosen Nahostkonflikt und die auf allen Seiten betriebenen Machtspiele vermittelt bekommen!) zeigen meiner Ansicht nach sehr anschaulich auf, wie pervers dieser Irrsinn mittlerweile entartet ist.

Als erstes möchte ich den Artikel von Friederike Beck empfehlen … Stuxnet, Siemens und der Cyberkrieg gegen den Iran … er bietet eine Menge Informationen, die für den durchschnittlich informierten Medienkonsumenten (beiderlei Geschlechts) doch relativ unbekannt sein dürften, in einer sehr gelungenen Zusammenfassung an. Wenn man das liest sollte man sich auch an den paranoiden Hype erinnern, mit dem in den westlichen Medien die totale Internet-Zensur gefordert wurde – und vor allem daran, dass die USA dabei den größten Schreihals abgegeben haben!

Da man auch die gezielte Ausbeutung und Verelendung, die längst nicht mehr nur in der Dritten Welt, sondern seit geraumer Zeit zunehmend auch gegen die Menschen in den westlichen Industrienationen als ultimativ optimiertes Machtinstrument eingesetzt werden, als einen gnadenlosen Krieg bezeichnen muss, möchte ich das Lesen des Artikels von Propagandafront anregen … Es handelt sich um die Übersetzung eines im Original bei The Economical Collapse erschienenen Artikels mit dem Titel Je mehr US-Bürger Lebensmittelkarten erhalten, desto mehr Gewinn macht JP Morgan. – Tja, ich würde sagen, dass wird Menschen, die das herrschende System halbwegs begriffen und durchschaut haben, nicht sonderlich überraschen können. Allen anderen empfehle ich, einfach mal einen Schritt weiter zu forschen, dann werden sie irgendwann auf den Umstand stoßen, den „Verschwörungstheoretiker wie unsereins“ schon seit Jahr und Tag anprangern. – Die wahren „Besitzer der Welt“ verdienen natürlich und vor allem am Leid des gesamten, mindestens 80 Prozent der Weltbevölkerung umfassenden Rests der Menschheit (von der Natur fange ich jetzt nicht auch noch an, weil sich von selbst erklären sollte, dass sie mindestens ebenso, wenn nicht sogar noch mehr unter diesem psychopathologischen Größenwahn zu leiden hat).

Nun ja, es ist natürlich unangenehm und vielleicht auch beängstigend, sich dieser Realität, die aus allen denkbaren Perspektiven betrachtet identisch ist, zu stellen … aber mit der Vogel-Strauß-Methode wird man dem Irrsinn am Ende nur „unvorbereitet“ zum Opfer fallen und sich dann auch noch selbst vorhalten müssen, nicht beizeiten versucht zu haben, gemeinsam mit den anderen schon feststehenden Opfern nach umsetzbaren Alternativen zu suchen. Doch was soll’s, nicht wahr?

Als Abschluss möchte ich heute auf einen Artikel hinweisen, den ich auf Steven Blacks Blog gefunden und auch auf der englischsprachigen Seite Palestine Think Tank im Original gelesen habe. Ich halte ihn einerseits für authentisch und es deshalb andererseits unbedingt für angeraten, ihn einer weiteren Verbreitung zuzuführen. Er trägt in Deutsch den Titel Alptraum aus der Hölle und beschreibt die Situation in Gaza, wie sie sich aus Sicht der jungen Menschen dort repräsentiert. – Es ist absolut keine einseitige Schuldzuweisung an Israel, die USA oder die „westliche Wertegemeinschaft“, sondern hebt auch die perfiden Machtspiele heraus, die von Seiten der Hamas und den anderen „palästinensischen Autoritäten“ auf Kosten des eigenen Volkes getrieben werden.

Ich werde das hier und jetzt aus Respekt vor den unbekannten Urhebern des Textes nicht eingehender kommentieren … aber wer Lust hat, kann sich ja mal den Spaß erlauben und auf pro-israelischen/pro-zionistischen Blogs und Seiten nach einer Erwähnung des Artikels zu suchen (ich mache für diese garantiert keine Werbung!). Wenn sie fündig werden, lesen sie sich mal die dazu abgegebenen Kommentare durch – ich schätze, dann werden sie auch nicht mehr daran zweifeln können, das die Fatah und Hamas et al zwar auch schuldig sind an der schrecklichen Misere unter der die palästinensische Zivilbevölkerung zu leiden hat, aber die zur Schau gestellte Impertinenz, Arroganz und mutwillige Einseitigkeit in der Verarbeitung von Fakten, welche die „Freunde Israels“ aus Gewohnheit an den Tag legen (entweder können sie nicht richtig lesen oder sie reagieren einfach nach dem Motto „Beißreflex“?), belegt ziemlich unmissverständlich, dass die Hindernisse für Frieden und Gerechtigkeit auf deren Seite weitaus höher in den Himmel ragen. Tja, und das wird sich auf Dauer auch mit noch so viel Propaganda nicht verschleiern lassen …

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Gut, damit Schluss … ist eh wieder ein viel zu langer Artikel geworden … aber zum Ausgleich dafür stelle ich ja vermehrt kürzere Gastbeiträge ein, so dass sich das zumindest für interessierte Leser/innen ausgleichen wird.

Eine Antwort

  1. […] Auch wenn ich mir das an sich nicht mehr antun wollte, zur Wahrung des individuellen Seelenfriedens muss man sich damit von Zeit zu Zeit mal auseinandersetzen. Um es nicht zu toll treiben zu müssen, sei an dieser Stelle zum einen auf den „Wutbürger-Einsatz“ einer lieben und mir stets aus dem Herzen schreibenden Freundin (=> Klick) verwiesen. Sie hat sich die Horror-Groteske namens Hartz-IV-Reform vorgenommen und angemessen zerpflückt. Ergänzend, da noch etwas weiter ausgreifend (u. a. auch, weil man sich interkollegial ja nicht lumpen lassen möchte), auch noch die um Leseempfehlungen gebundene Bestandsaufnahme des AmSeL-Gedanken (=> Klick). […]

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