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Offener Brief von Volker Bräutigam an Frankfurter OB Roth zur Causa ZdJ ./. Prof. Grosser

Der nachfolgende Offene Brief ist uns per Mail zugegangen und wir veröffentlichen ihn in vollster Übereinstimmung mit dem Verfasser.

Zur einleitenden Erläuterung nur so viel vorweg: wieder einmal soll eine Zionismus-kritische Persönlichkeit von der Israel-Lobby – erneut repräsentiert durch den Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stefan Kramer – diskreditiert und zum Schweigen gebracht werden. In altbekannter Manier werden deshalb die Veranstalter der Gedenkveranstaltung zur „Reichspogromnacht“ in der Frankfurter Paulskirche unter Druck gesetzt und zur „Ausladung“ von Prof. Alfred Grosser aufgefordert.

Das kommentieren wir nicht, sondern überlassen es dem Verfasser, darauf eine angemessene Antwort zu geben … wie wir persönlich zu solchen Aktionen (Israel ist NICHT GLEICH Weltjudentum!) stehen, dürfte als hinlänglich bekannt bezeichnet werden. Anmerken möchte ich nur noch, dass es interessant werden dürfte, wie sich die Frankfurter OB Petra Roth aus dieser „selbst geknüpften Schlinge“ herauswinden will, ohne sich der „Empörung“ der Jüdischen Gemeinde zu beugen?!?

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OFFENER BRIEF

An die
Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt
Frau Dr. Petra Roth
per e-Post

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Gedenken an die „Reichspogromnacht“ in der Frankfurter Paulskirche

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Sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin Dr. Roth,

der vielfach ausgezeichnete Prof. Alfred Grosser wurde gebeten, bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung an die „Reichspogromnacht“ in der Frankfurter Paulskirche zu sprechen. Die Wahl der Veranstalter fiel auf einen eindrucksvoll überzeugenden, unabhängigen und kritischen Mitmenschen, der sich seit langem für friedlichen Ausgleich einsetzt, unter anderem auch zwischen Juden und Moslems, Israelis und Palästinensern: auf Herrn Professor Alfred Grosser.

Einer inzwischen nicht mehr zu überblickenden Zahl von Meldungen in den Massenmedien zufolge haben die Paulskirchen-Veranstalter es offenbar versäumt, das mittlerweile unabdingbar scheinende Plazet des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie dessen Generalsekretärs Stephan Kramer einzuholen, ehe Prof. Grosser eingeladen wurde. Das reicht dem Zentralrat offenkundig, das geplante Gedenken einem Eklat auszusetzen und für einen prozionistischen Showdown zu nutzen.

Kramers unsägliche Kritik an Grossers vermeintlich antijüdischen, tatsächlich jedoch nur Zionismus-kritischen Positionen reiht sich ein in die Kette der Ausfälle gegen Reuven Cabelman (Neturei Karta) und andere „Friedensjuden“, wie Evelyn Hecht-Galinski, Felicia Langer, Ilan Pappè, Norman Finkelstein, Hajo Meyer, Abi Melzer und viele mehr. Kramer macht neuerlich offenkundig, dass das konfessionelle Institut Zentralrat der Juden als Lenkungsorgan der Jüdischen Kultusgemeinde längst nicht mehr nur religiös-konfessionell und gemeindebezogen handelt, sondern politisch-bellizistisch agitiert.

Der Zentralrat gefährdet absichtsvoll die tragende Idee der Paulskirchen-Veranstaltung: Er verwirft den Versöhnungsgedanken, noch ehe der große jüdische Humanist Grosser sagen konnte, was sein Herz zu dieser Stunde bewegt.

Der Zentralrat bzw. dessen zum Judentum konvertierter Generalsekretär versuchen, Grosser als Paulskirchen-Redner unmöglich zu machen und die Paulskirchen-Veranstalter, voran die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, unter Druck zu setzen. Das sollte jeden Demokraten empören, jeden Menschen, der sich dem friedlichen Miteinander verpflichtet weiß. Prof. Grosser in die Paulskirche gebeten zu haben, zeichnet die Veranstalter aus, allen voran die oberste Repräsentantin Frankfurts: Frau Dr. Roth.

Ich wünsche Ihnen deshalb von Herzen die Kraft und Entschlossenheit, Kramers dreistes Ansinnen zurückzuweisen.
Mit freundlichen Grüßen
Volker Bräutigam
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Nachschrift: Des öffentlichen Interesses an dem Vorgang wegen und in der Absicht, weitere Unterstützung für Herrn Prof. Grosser und für Sie zu mobilisieren, gebe ich dieses Schreiben als Offenen Brief weiter – mit der Bitte um Verständnis.

39 Antworten

  1. Dass ihr verrückten Antisemiten kräftig einen an der Klatsche habt, ist ja nichts neues. Dass ihr aber einen Albert mit einem Alfred verwechselt, gibt dem ganzen doch eine humoristische Note.

  2. Werter „Horst“,

    für den Hinweis auf die Namensverwechslung bedanken wir uns … und zum Rest, der in meiner Einleitung in „weiser Voraussicht“ und in Erwartung von hochgeistigen Gegenargumenten wie den Ihren bereits beantwortet wurde, sage ich jetzt mal nur „an ihren Worten (respektive ihrer Ausdrucksweise 😉 ) sollt ihr sie erkennen!“

    MfG

  3. moltaweteo,

    es ist dir doch klar dass Du ein antisemitisches A…ch bist, oder?
    Genau wie die 70% deinen Landsläuten. Hier kannst nachlesen wie originell Du
    bist. Das einzige, was ihr Deutsche aus der Geschichte gelernt hatten ist ,dass das zweite Mal gründlicher gemacht werden sollte – die Endlösung.
    http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/schmitten/9566038.htm

  4. Am wichtigsten ist das die Muslime dürfen nicht beleigt werden. Wir Muslime sind für friedliche Miteinanda und tolleranz. Wir alle müssen die Unterschiede der Kultur respektieren!
    Danke für leute wie wo sie die kämpfen für ein friedliche nebeneinanda und gegenseitige Respekt.

  5. @Joram

    Besten Dank für den Kommentar … und siehe oben! 🙂

  6. Volker Bräutigam- Zitat: „Kramers unsägliche Kritik an Grossers vermeintlich antijüdischen, tatsächlich jedoch nur Zionismus-kritischen Positionen…“

    Besser hätte das Hennig Mankell (Antisemit und erfolgreicher Krimi-Autor) auch nicht formelleren können!

    Sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin Dr. Roth,

    lassen Sie sich von einem Blödsinn, der dort oben geschrieben wurden ist, nicht unnötig beeindrucken.

    Bart S.

  7. @Eszmek

    Danke für die Blumen, sofern sie ernst gemeint sind – allerdings darf Respekt (auch im Hinblick auf die Akzeptanz anderer Kulturen, der von keiner Seite einseitig unterlaufen werden darf) hier keine einseitige Angelegenheit sein. Toleranz ist ein sehr häufig missbrauchtes Wort – und wenn es nicht „sachgerecht angewendet und umgesetzt“ wird, kommt es am Ende zu Eskalationen wie jenen, die wir zurzeit in der BRD und allen anderen westlichen „Demokratien“ erleben.

    In jedem Fall ist es korrekt, dass wir uns für ein friedliches und vorurteilsfreies Mit- und Nebeneinander aller Menschen einsetzen. Was man von vielen „Israel-Verteidigern“, leider auch von so manchem muslinischen Hardliner kaum sagen kann. Alle anderen, die sich keiner dieser Gruppierungen zugehörig fühlen, sollten dafür aber um so entschlossener für „gleiche Menschenrechte für alle“ und ein Ende sinnloser, auf Lügen begründeter Kriege weltweit eintreten.

    MfG

  8. danke für die veröffentlichung des briefes.

    durch die reflexartigen beschuldigungen, antisemitisch zu sein, wenn man die praxis des staates israel kritisiert, wird der begriff antisemitismus zum leidweisen der betroffenen leider ausgehöhlt.

    die palästinenser können nichts für den holocaust, warum sollen sie nun darunter leiden? die idee eines jüdischen staates innerhalb deutschlands oder europa (denn ganz europa hat sich zum mittäter gemacht) ist da nur konsequent.

    antisemitisch empfinde ich die „abschiebung“ der juden nach israel und die unterstützung des westens zur gründung eines jüdischen staates Palästina. mir scheint, die europäer waren froh, die juden endlich los zu sein.

  9. „gründung eines jüdischen staates IN Palästina.“ heisst es natürlich.

  10. Es ist unglaublich, wie sich die Deutschen über israelische und jüdische Angelegenheiten ereifern. Das muss eine Psychose sein. Wahrscheinlich hat das mit M. Luther zu tun. Oder mit den Allerheiligen. Ind den letzten 16 Jahren haben die Russen ca. 100 Tausend Tschetschen umgebracht. Das interessiert die Deutschen nicht. Der Russe darf das. Aber wenn sich die Israelis gegen mohammedanischen Terror wehren, dann eifren sich die Deutschen wie die Hunde vor dem Knochen. Ihr seid echt Gaga.

  11. @dailyrace

    woher hast Du informationen, dass die Palästinenser überhaupt leiden? Und wenn doch leiden, dann auf welchem Niveau? Hungern tun sie nicht. Und wenn sie sterben, dann meistens werden sie zu Märtyrer und kriegen noch 72 Jungfrauen. Sind sie nicht zu beneiden? Hättest Du auch Lust auf 72 Jungfrauen? Dann konvertiere zum Islam und gehe nach Gaza zur Hamas als Terrorist. Dann hast Du für dein sexuelles Leben gesorgt. Im Paradies. Die Palis sind doch zu beneiden. Sie haben die Chancen auf 72 Jungfrauen, und Du kannst nur wixen.

  12. Sage mal, wie das ist – wenn die Museln sich täglich gegenseitig zu hunderten im Iraq, Somalien, Afghanistan abmurksen, dann interssiert sich kaum ein deutsches Ar…loch dafür, aber wenn einem Pali ein Haar gekrümt wird, dann organisieren die deutschen A…löcher sofort eine Solidarität Demo? Ist das nicht krankhaft? Ihr seid alle Gaga!

  13. dailyrace,
    typisch deutsches A…loch ohne geschichtlichen Hintergrundwissen. Die Gründung des Staates Israels wurde u.a. durch Sowjetunion unterstützt – wwohl kaum ein westlicher Staat. Und die Waffen wurden von Tschechoslowakei geliefert. Da war schon damals kommunistisch regiertes Land. Aber für einen blöden Deutschen ist das egal. hauptsache „antizionistische Kante“ zeigen.
    Ihr seid alle Gaga. Zum Glück ist Deutschland im Begriff sich selber abzuschaffen. Bald wird hier eine türkisch-arabische Provinz mit einigen Eingeborenen die für Moslems schufften müssen. Und das ist so recht.

  14. @Joram

    das waren die vier letzten Kommentare, die freigeschaltet wurden – und zwar nur, um den übrigen Mitlesenden klipp und klar vor Augen zu führen, wes Geistes Kind sie sind. Die Beschimpfungen, die sie mit „Argumenten“ zu verwechseln scheinen, werden aus Sicht von intelligenten und objektiven Menschen in jedem Fall auf Sie als Absender zurückfallen. Meinungsfreiheit ist ein hohes und wichtiges Gut, das wir generell achten, aber was Sie hier abliefern ist schlicht und ergreifend nur abgehoben arroganter Müll und typische Hasbara-Propaganda, die sich bekanntlich niemals um Fakten oder gar „geschichtliches Hintergrundwissen“ schert.

    Solange Sie keinen gesitteten und konstruktiven Diskussionsbeitrag zu leisten bereit (oder besser in der Lage) sind, wird höflichst darum gebeten, derartigen Bockmist auf den von Ihnen und Ihresgleichen bevorzugten Seiten (also auch jener, von der Sie höchstwahrscheinlich den Weg hierher gefunden haben … http://achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frankfurt_feiert/ …) abzulassen.

    Mit nicht mehr ganz so freundlichen Grüßen

  15. Wer Israelhasser wie Evelyn Hecht-Galinski, Felicia Langer, Ilan Pappè, Norman Finkelstein, Hajo Meyer, Abi Melzer als „Friedensjuden“ bezeichnet, hat wohl schwere psychische Probleme!
    Aber das solche Briefe auf einem Blog veröffentlicht werden, der immer noch Goldstone und Breaking the Silence als vertrauenswürdige Quellen angibt, darf einen nicht wundern.

    „die palästinenser können nichts für den holocaust, warum sollen sie nun darunter leiden?“

    Bitte erklären Sie mir doch mal, wie die Palästinenser unter dem Holocaust leiden!

  16. Die Kriege, die arabische Länder bislang gegen Israel führten, gründeten sich nicht auf Lügen. Die Auslöschung Israels war das Ziel, dem man sich verpflichtet fühlte (und auch heute noch fühlt). Araber hassten Juden bereits lange Zeit bevor der Koran geschrieben wurde. Dieser Hass fand an vielen Stellen Eingang in den Koran. Die entsprechenden Suren gelten für fast alle gläubigen Muslime ohne jede Relativierung als das jeder Kritik entzogene Wort Gottes bis heute fort. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sich dies in überschaubarer Zukunft ändern könnte.

    „Gleiche Menschenrechte für alle“ gab es vor 1000 Jahren nicht und gibt es bis heute nicht für Juden oder Christen und alle anderen nichtmuslimischen Menschen unter arabischer Fuchtel. Menschenrechte sind im muslimischen Machtbereich grundsätzlich durch das islamische Recht (Scharia) eingeschränkt. Siehe dazu „Kairoer Erklärung der Menschenrechte“. Nicht nur Achmadinejad will den Niedergang Israels. Der überwiegend jüdisch bewohnte Staat innerhalb des arabischen Staatengefüges ist für die allermeisten Araber eine unerträglich Provokation.

    Aber auch in Europa führt die Immigration von Muslimen aus der Türkei und vor allem aus dem arabischen Raum zu einer massiven Steigerung von verbalen und auch physischen Angriffen auf Juden. Auf deutschen Schulhöfen ist „Jude“ aus arabisch- oder türkischstämmigen Mund schon längst wieder ein Schimpfwort (gleich auf dem zweiten Platz nach dem Adjektiv „schwul“). Auch deutschstämmige Kinder beginnen inzwischen, es zu verwenden.

    Bis hier die Fakten, nun meine Meinung – sofern Sie sie ertragen können: Deutschland hat in den Jahren bis 1945 etwa die Hälfte aller lebenden Juden ausgelöscht. Wenn Menschen oder Staaten sich dazu entschließen, das ganz überwiegend jüdisch bewohnte Israel mit Steinen zu bewerfen, brauchen Deutsche GANZ SICHER nicht in der ersten Reihe zu stehen – jedenfalls nicht für die nächsten 1000 Jahre. Wen es trotzdem in diese Stellung treibt, der hat mit meinem Widerstand zu rechnen.

  17. Werter „Popeye“,

    interessanter Nick 😉 Da Sie in etwa genauso sachlich und „überzeugend“ argumentieren, wie ihre voran schreitenden Freunde von achgut (und Konsorten, die natürlich „absolut vertrauenswürdig“ sind 😀 ), kann ich die abschließende Frage nur als schlechten Scherz auffassen. Da Ihre „Argumentation“ nur aus Beleidigungen, substanzloser Diffamierung und der mehr als nur überflüssigen (und aus Hasbara-Kreisen bestens bekannte) Empfehlung, psychologische Hilfe zu suchen, besteht (schon mal darüber nachgedacht, dass da eher umgekehrt ein Schuh draus werden kann – insbesondere was Realitätsverdrehung oder vollständige Begriffsresistenz betrifft?), sollten Sie unter Ihresgleichen bleiben, da wir auf diesem unterirdischen Niveau grundsätzlich nicht diskutieren.

    Darüber hinaus gilt für Sie und eventuell ebenso begierig auf das Ablassen stereotyper Propaganda wartende Pseudodiskutanten dasselbe, was ich dem Kollegen „Joram“ geschrieben habe. Mir ist meine Zeit definitiv zu schade, um sie mit dieser Art von „Kommunikation“ zu vergeuden. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, dass Kommentare von der obenstehend zu bewundernden Güteklasse ab sofort direkt gelöscht werden. Für meine Begriffe ist so etwas Sondermüll und muss ohne Zwischenlagerung entsorgt werden. Auf anderen Blogs wird in diesem Zusammenhang sehr viel rigoroser als bei uns vom Hausrecht Gebrauch gemacht, aber bei aller Toleranz wird uns dieser Quatsch irgendwann auch mal zu viel.

    Schönes Leben noch

  18. @Hieronymus

    inwiefern man bei Ihrer Argumentation – insbesondere rund um „den Staat Israel“ und die Kriege „welche die arabischen Staaten gegen diesen“ zum Zwecke „seiner Vernichtung“ geführt haben sollen – von Fakten sprechen kann, ist sicherlich diskussionswürdig. Auf jeden Fall dann sind es bestenfalls jene, die der zionistischen „Geschichtsschreibung“ entsprechen. Der „jüdische“ (de facto von Anfang an zionistische) Staat Israel hat lange vor seiner Gründung „Krieg gegen Ungläubige“ (Türken, Briten, Araber und auch gegen nicht mitziehende Juden!) in Palästina geführt, um die Ausgangslage für seine Staatsgründung zu schaffen. Also kommen Sie mir nicht mit diesem Murks, der mit der tatsächlichen Geschichte Palästinas über die letzten 130 Jahre absolut nichts zu tun hat. – Dazu gehört auch die „überwiegend jüdische Bevölkerung“ eines Staates ohne Grenzen, der seit 43 Jahren gegen UN-Resolutionen und internationales Recht verstoßend eine ebenso widerrechtliche wie menschenverachtende Expansions- und Besatzungspolitik betreibt.

    Auch die (israelischen – ultraorthodoxen und zionistischen) Juden leben nach sehr fragwürdigen Überzeugungen und „Gesetzen“, deren Wortlaut ein gewisser Rabbi Yosef in letzter Zeit der Weltöffentlichkeit (vorrangig natürlich den Palästinensern) wieder einmal unüberhörbar ins Gesicht geschrien hat … das ist also auch kein besonders überzeugendes – und schon gar kein Israel in unanfechtsbares Recht setzendes Argument.

    Insgesamt ist die „jüdisch-christliche Wertekultur“ kaum in der Lage, sich als besser als die islamische hinzustellen (was jeder Mensch bei einem kritischen Blick in die Geschichtsbücher erkennen sollte). Aber dieser Teil der Weltgeschichte wird ja aus Prinzip nicht so gerne beachtet, schon gar nicht, wenn es in erster Linie ja doch um die Verteidigung der israelischen Politik geht, nicht wahr.

    Für die Probleme, die sie in Sachen „Migrationsdebatte“ anführen, gilt sowohl auf bundesdeutscher als auch auf israelischer Seite, dass wirklich alles Menschenmögliche getan wurde und (gerade seitens Israel) in immer unerträglicher werdender Form getan wird, um diese Spannungen aufzubauen und zu forcieren … wenn schon, dann muss man hier notgedrungen anerkennen, dass alle beteiligten Seiten sich nicht gerade mit Ruhm bekleckern.

    Zu guter Letzt noch zu ihrer Meinung. Ich bestreite nicht, dass den Juden im Dritten Reich übermäßiges Leid und Unrecht zugefügt wurde (wie auch anderen, dem herrschenden System ungenehmen Minderheiten), aber die dorthin führende Geschichte, die lange vor 1933 ihren Anfang genommen hatte, wirft meiner Ansicht nach ein Licht auf dieses Thema, bei dem weder die europäischen noch die zionistischen oder amerikanischen Zuschauer allzu gut wegkommen. Dieselbe Art der „eingeschränkten“ Wahrnehmung, die zu großen Teilen auch von einer durchaus vergleichbaren Propaganda gesteuert wurde, hat damals zu diesem Unrecht geführt. Das Argument, dass man als Deutscher den Mund zu halten und das heute begangene Unrecht gegenüber den Palästinesern gefälligst ebenso zu ignorieren habe, zeugt meiner Ansicht nach bedeutend weniger von einem verantwortungsbewussten Umgang mit der deutschen Geschichte als das, was wir und viele andere Aktivisten für einen gerechten Frieden in Nahost zu tun versuchen. – Wenn Sie dem „Widerstand leisten“ zu müssen glauben, soll Ihnen das unbelassen bleiben – aber Sie machen sich durch die einseitige und definitiv nicht durch den Verlauf der Geschichte im Nahen Osten gedeckte Parteiname für Israel dann genauso mitschuldig, wie unsere Vorfahren!

    Zum Schluss noch: wenn man derart „geschichtsbewusst“ beginnt und dann doch wieder nur auf die pro-israelische Propagandaschiene gerät, die Antizionismus mit Judenfeindlichkeit gleichsetzt und deshalb auch Menschen jüdischen Glaubens, die sich gegen die israelische Führung engagieren, mit Diffamierung und Beleidigung verfolgen zu dürfen glaubt, sollte man andersdenkenden (und definitiv nicht judenfeindlichen) Deutschen gegenüber nicht gar so heftig mit der Moralkeule wedeln.

  19. Reden Sie bitte nicht von Niveau, siehe Ihr vorheriger Artikel!
    Ich meine, Goldstone´s Bericht immer noch ernst zu nehmen, nachdem schon zig Fälschungen bekannt wurden, ist schon stark! Aber das ist ja alles Hasbara-Propaganda, selbst wenn es direkt von der Hamas kommt, nicht wahr?

    http://www.commentarymagazine.com/blogs/index.php/evelyn-gordon/379742

  20. Hallo Hans,

    nach all meinen Ausflügen in der realen so wie virtuellen Welt, bin ich mal wieder hier gelandet. Ich meine zu einem kurzen verweilen, denn vorbei komme ich ja immer.
    Diesen Brief zu veröffentlichen ist doch eigentlich selbstverständlich und finde ich sehr konstruktiv. Die Informationen weiter zu leiten.
    Schon lustig. Gestern habe ich das Interview von 1976 mit Rosenthal gelesen und heute diesen Brief.
    Da kann man mal sehen das der Blog doch von sehr vielen gelesen wird. Da so einigen jetzt der Hintern auf Grundeis geht, ist es nicht ungewöhnlich, das diese Primitivlinge sich hier in ihrer Art ausdrücken. Ausdrücken ist der richtige Ausdruck: Wow. Was normalerweise hinten rauskommt, kommt bei denen vorne in Form von Tastendrücken raus.

    Wie gewohnt meine herzlichen Grüsse auch an Elke und der gesamten Gemeinde. Frage: Wo ist eigentlich mein Artgenosse Jochen abgeblieben? Der hat sich doch nicht etwa in den Urwald veruriniert – oder?

    Jan

  21. @Popeye

    tut mir leid, aber ich kann mein vorausgegangenes und auf Ihren letzten Kommentar bezogenes Urteil bezüglich der Qualität ihrer Argumentation auch nach diesem „Beweis“ nicht revidieren. Zum einen sehe ich nicht den geringsten Anlass dazu, den Bericht des jüdisch-zionistischen Richters Goldstone als „Fälschung“ zu bezeichnen und zum anderen liefern Sie auch nur einen einzigen, noch dazu ziemlich fragwürdigen Beleg für die „angeblich bewiesenen zig Fälschungen“.

    Wenn man sich zum Beispiel anschaut, was sich da so alles unter den Verantwortlichen dieses „Kommentarmagazins“ tummelt …
    http://www.commentarymagazine.com/blogs/index.php/about-contentions

    … und sich dann auch noch die Selbstdarstellung desselbigen durchliest …
    http://www.commentarymagazine.com/abouthistory.cfm

    … dann weiß man mit wem und was man es zu tun hat. Seriös – von niveauvoll gar nicht erst anzufangen – kann ich das beim besten Willen nicht nennen. Hinzu kommt, dass das angebliche Interview, zu dem kein nachvollziehbarer Link verweist, bereits vom Januar 2010 datiert, so dass man mit mehr als nur einem Fragezeichen versehen diesen Bericht aus der Haaretz vom 24.10.2010 dagegenstellen kann und muss …

    http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/what-led-to-idf-bombing-house-full-of-civilians-during-gaza-war-1.320816

    Für Leser/innen, die des Englischen nicht mächtig sind: der Artikel liegt in den letzten Leseempfehlungen zum Themenschwerpunkt Israel/Palästina …
    https://moltaweto.wordpress.com/2010/10/31/leseempfehlungen-zum-themenschwerpunkt-israelpalastina-22/
    auch in einer deutschen Übersetzung vor.

    Es ist mir natürlich klar, dass Sie sich davon nicht überzeugen lassen werden, aber das ist für mich auch nicht so wichtig. Mir geht es darum, dass eventuell über diese „Diskussion“ stolpernde Menschen wissen, wo sie vernünftige und vor allem aktuellere Informationen zu diesem Thema finden können.

    Verglichen mit dem, was Sie und Ihre Mitstreiter an Argumenten losgelassen haben, bleibe ich absolut guter Dinge und überzeugt davon, dass die Frage nach dem Niveau der Argumentation nach wie vor zu meinen Gunsten beantwortet werden kann und muss.

  22. Hallo Jan,

    schön, dass Du Dir Zeit genommen hast, Deinen Besuch bei uns auch mit einem Kommentar zu verknüpfen. Sicher war es für uns eine Selbstverständlichkeit, diesen Brief weiterzuverbreiten … damit haben wir es sogar bis in die Aufmerksamkeit der hochwohlgeborenen Achse geschafft … 😉 … woher dann wohl auch die Phallanx der so nett und niveauvoll argumentierenden Kommentatoren gekommen sein dürfte. Deine Umschreibung dafür ist natürlich um Klassen besser, sagt im Endeffekt aber dasselbe aus.

    Schon lustig. Gestern habe ich das Interview von 1976 mit Rosenthal gelesen und heute diesen Brief

    Ah ja … das berühmt-berüchtigte Harold W. Rosenthal Interview? Na ja, passt schon irgendwie zum Thema und der Verteidigungsargumentation der „falschen Freunde Israels“ … ist harter Tobak, der sich leider auch mit den Ausflüssen des ebenso berüchtigten Rabbi Yosef und anderen ultraorthodoxen „Geistlichen“ deckt. Trotzdem bin ich davon nicht so ganz begeistert – zum einen, weil es von einem „wahren und patriotischen“ (deshalb auch „ein ganz klein wenig rassistischen“) Christen veröffentlicht wurde, dessen Glaube sich nur in Bezug auf das Fundament vom Auserwähltheitswahn des talmudischen Rabbinertums unterscheidet. Außerdem hat diese „sensationelle Veröffentlichung“ offenkundig auch nicht viel bewirkt, wenn man sich den immer klarer zutage tretenden Schulterschluss zwischen den US-amerikanischen „Zionisten“ beider Glaubensrichtungen und dem auch bei uns immer häufiger zu vernehmenden Sermon vom „jüdisch-christlichen Wertekanon“ anschaut bzw. anhört.

    Aber sei’s drum … es steht zu befürchten, dass da mehr als nur ein Körnchen Wahrheit drin steckt, was den meisten „einfach nur gläubigen“ Juden genauso unbekannt ist, wenn dem Durchschnitts-Christen (oder auch Andersgläubigen). Am ehesten dürfte noch der Islam „wissen“, worum es da genau geht … aber das ist ein Teil unserer Geschichte, über den wir letztendlich maximal spekulieren können. Es gelesen und mit der Wirklichkeit unserer Welt verglichen zu haben, dürfte sich in jedem Fall als wichtig und hilfreich erweisen (solange man trotz allem mit beiden Füßen auf dem Boden der beweisbaren Tatsachen bleibt!). Aber in dieser Hinsicht gehören wir ja glücklicherweise zu der Minderheit, die sich schon lange kein X mehr für ein U vormachen lässt, nicht wahr!?

    Was Deinen Artgenossen Jochen angeht, fürchte ich, dass er sich wirklich verlaufen hat … musst Dich bei Deinen täglichen Rundreisen durchs Internet mal ein wenig umsehen, vielleicht läuft er Dir dabei irgendwo über den Weg. Falls dem so sein soll, grüße ihn von Elke und mir … alles weitere wird er Dir dann bestimmt selbst erklären.

    In diesem Sinne herzliche Grüße retour und nochmals vielen Dank für Deinen Senf liefernden Zwischenstopp!

    Hans (auch im Namen von der Elke, versteht sich!)

  23. „jüdisch-zionistischen Richters Goldstone“

    Leider gibt es viele Menschen, die sich von dem „jüdisch“ bei „Israelkritikern“ beeindrucken lassen (siehe erwähnte „Friedensjuden“ oben), aber darauf zielen Sie ja wohl ab!

    „bereits vom Januar 2010 datiert“

    Herrlich! 😀

    Ja ja, ich weiß, alles Hasbara-Propaganda…

  24. @Popeye

    was soll dieser Mist? Kurze Erklärung vor der endgültigen Beendigung dieser Propaganda-Aktion für pro-zionistische Webseiten (deshalb – und siehe unten – wurden die Links zu heplev und „The Elders of Zion“ auch gelöscht, welche meiner Ansicht nach sehr wohl den Kriterien für Mitglieder des Hasbara-Netzwerks entsprechen).

    1.) dieses Thema ist nicht Gegenstand des „kommentierten Artikels“

    2.) die Hamas ist seit 2006 die demokratisch gewählte Regierung im Gaza-Streifen, welche von Israel und seinen „westlichen Freunden“ ignoriert und permanent provoziert wurde … die Besatzung und Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung dauert aber bekanntlich schon seit 1967 an (und auch die Geschichtsschreibung bezüglich des auslösenden Krieges ist genauso glaubwürdig wie Ihre gesamte Argumentation … oder wie die zionistische Urlüge, dass Palästina vor der zionistischen Besiedelung unbewohnt gewesen sei … etc. p. p.) Besonders daneben ist wieder einmal die Lüge vom „seitens der Hamas gebrochenen Waffenstillstands“ (wir denken da mal an den 4./5 November 2008 und die Ermordung von sechs Hamas-Mitgliedern durch israelische Militäreinheiten) und der (das wollen Sie und Ihre Quellen ja wohl suggerieren?) auch während der Waffenruhe „zu Hunderten abgefeuerten Raketen, die ja der einzige Grund für die „Operation Cast Lead“ gewesen waren. Diese Lüge ist von diversen Webseiten mit Hilfe von israelischen Regierungsangaben doch ziemlich umfassend aufgedeckt und widerlegt worden … aber ich werde den „Linkaustausch“ ebenso wenig fortsetzen wie das nicht wirklich interessante virtuelle Gespräch mit Ihnen.

    3.) Die Meinungen über den Goldstone-Bericht gehen sehr weit auseinander, wobei die Meinungsunterschiede exakt so gelagert sind, wie unsere Diskussion. Insofern ist diese, wie oben betont, außerdem meilenweit am Artikelthema vorbeigehende Debatte gleich doppelt sinnlos.

    4.) Die Behauptung, die sie hier ja im Brustton der unerschütterlichen Überzeugung aufstellen, soll also heißen, dass all die genannten Israel-Kritiker jüdischer Herkunft „Judenfeinde“ (oder im von Ihnen und Ihresgleichen bevorzugten Jargon „Antisemiten“) sind? Nun gut, mit dieser Meinung stehen Sie sicherlich nicht allein … und ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Freude in dieser fürwahr illustren Gesellschaft.

  25. Vielen Dank, das Sie sich so umfassend entlarvt haben. Mehr braucht es nicht!

  26. Na prima, da ich das gleiche von Ihnen und Ihren Statements sagen kann, haben wir schlussendlich ja wenigstens etwas gemeinsam.

  27. „Solidarität und bürgerliches Egagement“ klingt ja toll, „moltaweto“. Mit wem sehen Sie sich eigentlich solidarisch und wofür engagieren Sie sich genau?

    Vielleicht mit Evelyn Hecht-Galiniski, die man seit einem deutschen Gerichtsurteil, als jüdische Antisemitin bezeichnen darf?

    Mit freundlichen Grüßen

    S.

  28. Werter „Sirius“,

    wofür wir stehen und wofür wir uns dementsprechend auch engagieren, ist auf dem Blog dargelegt und unter dem Sammelbegriff „Solidarität, Menschenrechte und Frieden“ zusammenzufassen. Auf dieser Grundlage solidarisieren wir uns tatsächlich auch mit Frau Hecht Galinski ( http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/hecht-galinski_evelyn_drohne_geht_auf_reisen.htm ) und anderen jüdischen Aktivisten gegen die menschenverachtende und bewusst Spannungen und Hass schaffende Politik der israelischen Führung.

    Was nun Ihr Hauptbeweisargument betrifft … ich erlaube mir, es zu zitieren:

    Vielleicht mit Evelyn Hecht-Galiniski, die man seit einem deutschen Gerichtsurteil, als jüdische Antisemitin bezeichnen darf?

    … so ist mir von einem solchen Urteil nichts bekannt … und selbst wenn es in Deutschland möglich wäre (was mich beim hiérzulande vertretenen „Rechtsstaatsverständnis“ letztlich nicht einmal erstaunen würde), berechtigte und in keinster Weise „rassistisch“ (antijüdisch) zu nennende Kritik an politischer, militärischer und ultra-religiöser Menschenverachtung per Gerichtsurteil zu delegitimieren und diffamieren, wäre das höchstens ein Beleg dafür, dass an der „angegriffenen Kritik“, die nicht zuletzt ja auch die breite Masse der „politischen Klasse“ (und „Antideutschen“) der BRD tangieren muss, enorm viel Wahrheit enthalten sein muss.

    Da dies natürlich nur meine Sichtweise repräsentiert, die relativ wenig Gewicht besitzt und beansprucht, verweise ich in diesem Zusammenhang auf das neue Buch von Prof. Moshe Zuckermann, der sich dieses „Kampfbegriffs Antisemitismus“ recht schonungslos (sowohl gegenüber der israelischen als auch der deutschen Seite) angenommen hat. Am Ende dieser Rezension von „Schattenblick“ http://www.schattenblick.de/infopool/buch/sachbuch/busar543.html findet man auch die für den Kauf des Buches erforderlichen Daten.

    MfG
    HDZ

  29. zu dem Prozeß von Frau Hecht-Galinski ./. Henryk M. Broder gibt es einen Artikel in der TAZ: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/sieg-fuer-broder-im-antisemitismus-streit/

    Ich bin kein Experte bezüglich des Goldstone-Berichts, allerdings stützt eine englischsprachige Zeitung aus den Arabischen Emiraten die Darstellung der israelischen Seite (s.o. Ihre Debatte mit „Popeye“):
    http://www.khaleejtimes.com/displayarticle.asp?xfile=data/middleeast/2010/November/middleeast_November13.xml&section=middleeast&col=

    Immerhin gibt der Hamas-Innenminister offen zu, daß die von Israel getöteten Polizisten zu den Kassam-Brigaden gehörten und somit legale Ziele waren.

    Angesichts dieser Aussage eines hochrangigen, palästinensischen Politikers scheint es Korrekturbedarf am Goldstone-Bericht zu geben.

    Mit freundlichen Grüßen

    S.

  30. Die Causa Broder ./. Hecht-Galinski ist mir sehr periphär (allerdings „bidirektional“) natürlich ein Begriff – ändert aber gerade angesichts der „Positionen“, die Herr Broder vertritt (er hat da im Laufe der Jahre ja unverkennbar so einige „Veränderungen“ durchlaufen, die mich aber auch wenig bis gar nicht interessieren) nichts an meiner diesbezüglich vorangegangenen Erwiderung.

    Was den Goldstone-Bericht und die angebliche Bestätigung des Sachverhalts hinsichtlich der getöteten Polizisten betrifft, ist das ein Aspekt, der nun von israelischer (und israelfreundlicher) Seite hochgespielt wird, während die ebenso zweifelsfrei nachgewiesenen Fälle, in denen kaltblütig und wissentlich (wahlweise auch aufgrund mangelhafter „Luftaufklärung“) Zivilisten ermordet wurden, unter den Teppich gekehrt werden sollen. Für mich ist dieser Bericht weder das Maß aller Dinge noch die alleinige Grundlage für meine Einstellung zum Nahostkonflikt. Inwiefern da also eine Korrektur angemessen und notwendig wäre, ist aus meiner Sicht so lange irrelevant, so lange alle nachweislichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Israel seit mindestens 43 Jahren begangen hat und heute, insbesondere durch von Polizei und Militär größtenteils geschützte militante „Siedler“ immer noch begeht, nicht vorbehaltlos und lückenlos aufgeklärt sowie angemessen verurteilt werden.

    Wie man es letztlich auch drehen und wenden mag, die Fakten werden tagtäglich neu auf den Tisch gelegt und können nicht dadurch aus der Welt geschafft werden, dass man sich zur Verteidigung derselben auf Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich eines offiziellen UN-Berichts konzentriert. Weiter möchte und werde ich darauf nicht mehr eingehen, aber wer sich weitergehend darüber informieren möchte, wie das nun genau von mir gemeint ist, der kann die grundlegenden Tatsachen gerne aus den regelmäßig veröffentlichten „Leseempfehlungen zum Themenschwerpunkt Israel/Palästina“ entnehmen (ohne Anführung kopieren und einfach in die Suchanfrage der Seite einfügen). – Weitere Diskussionen, die sich um die von Ihnen aufgeführten Faktoren drehen und – wie auch „Popeye“ gegenüber ausgeführt – nur sehr bedingt mit dem Thema der obenstehenden kommentierten Weiterleitung zu tun haben, erachte ich demzufolge für bedeutungslos und kontraproduktiv. In „der Sache“ ist aufgrund „unserer“ grundsätzlichen und für jede/n Leser/in klar ersichtlichen gegensätzlichen Positionierung kaum eine Annäherung zu erwarten … was einerseits sicherlich bedauerlich, auf der anderen Seite „wegen der Natur der Sache“ aber nicht zu ändern ist.

    MfG
    HDZ

  31. Hallo lieber Hans,

    Bei Kommentatoren vom Schlage Joram und Freunde taucht oftmals vor meinem geistigen Auge das Bild auf, wie das betonierte Brett vorm Kopf explodiert. In etwa so wie beim „Phantastischen Film-Vorspann“

    Dann fällt mir auch wieder ein Spruch ein, den ich vor vielen,vielen Jahren auf einem Poster – welches einen Affen in Denkerpose zeigte – las: „Denken ist Glücksache, doch Glück hat nicht jeder.“

    Liebe Grüße
    Margitta

  32. Ich hoffe mal sehr, Sie legen Ihre Maßstäbe zur Kriegsführung auch an die Streitkräfte anderer Staaten, wie z.B. den USA, Rußland, Türkei und Deutschland an. (Stichwort Kundus-Affäre).

    Auf der Basis eines offenbar unsauber recherchierten UN-Berichts ein Urteil zu fällen, halte ich jedoch -gelinde gesagt- für verantwortungslos.

    Der Vorwurf gezielt und kaltblütig Zivilisten zu ermorden, ist ein sehr schwerwiegender. Wenn dem so war, dann ist es selbstverständlich zu verurteilen. Umso gründlicher muß aber im Vorfeld recherchiert werden.
    Wenn das nicht passiert, stellt sich mir zuerst die Frage nach dem warum.

  33. Liebe Margitta,

    hübsche und zutreffende Gedanken und Bilder, die Dir so durch den Kopf gehen 😉 Aber solche geistigen Überflieger muss man nicht so ernst nehmen, auch wenn sie einem den Glauben an die Menschheit noch so sehr rauben wollen. (Bei dem Wahnsinn, der unsere Welt regiert, ist davon eh kaum noch was übrig)

    Trotzdem und/oder gerade deswegen hat mich Deine kommentierte Stipvisite auch besonders gefreut. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße retour
    Hans

  34. @“Sirius“

    Da man nicht erwarten kann, dass „jeder“ meinen Blog kennt, möchte ich Ihre Frage nach meinem Urteil über vergleichbare „Kriegführung“ mal mit der Versicherung beantworten, dass ich da grundsätzlich keine Unterschiede mache und die „neudeutsche (EU) militaristische Großmannssucht“ (nicht nur, aber vor allem wegen der zitierten Kundus-Affäre) sogar besonders verurteile. Da man Kriege generell als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einstufen muss – und zwar in allen Erscheinungsformen, egal ob „offizielle“ Angriffs-, Verteidigungs oder „Präventivkriege“ (was ja auch als eine Erfindung der US-israelischen Achse bezeichnet werden kann und muss, die allerdings in guter alter „westlicher Wertemanier“ zwangsläufig auch NATO-Partner mittragen müssen, ob sie es nun explizit wollen oder nicht), stellt sich die Frage, wer oder was mehr zu verdammen ist, für uns ebenso wenig, wie wir die kriegerischen Aggressionen nicht-westlicher Staaten aus reiner Opposition zum westlichen Wertesystem ausklammern.

    Aber einen kleinen Unterschied, der bei dieser Fragestellung und einer kurzgefassten Antwort darauf doch etwas unter die Räder kommt, ist eben der, dass Israel sich seit (mindestens) 1967 in einem ständigen Eroberungs- und Kolonialisierungskrieg gegen die Palästinenser befindet, der sich eben in massiven Verstößen gegen „UN-Resolutionen“ und internationales Recht manifestiert. Wenn dann von einigen „Israel-Freunden“ einseitig auf die Wirkung dieses Dauerzustands (gewalttätiger palästinensischer Widerstand) abgehoben und dieser Widerstand dann bspw. als muslimischer Terror verpackt zur Ursache für Israels Verhalten (Selbstverteidigungsrecht) umgedeutet wird, dann erkennt man schon sehr deutlich, wie hier mit zweierlei Moral argumentiert und mit Doppelstandards hantiert wird. Das betrifft nun nicht Ihre Argumentation, weshalb ich auch um Nachsicht ersuche, es gehört aber bei der Behandlung des Kriegsthemas und des Nahostkonflikts untrennbar dazu.

    Ihre abschließende Frage ist unbestreitbar gerechtfertigt, sollte dann aber auch mit Berücksichtigung der oben gemachten Aussage gestellt werden … und falls Sie irgendwann einmal auf eine befriedigende Antwort stoßen sollten, die auch diesen Aspekt plausibel einschließt, würde ich mich freuen, wenn Sie uns daran teilhaben lassen würden. Im Übrigen gehört die Antwort, die ich persönlich als die naheliegendste für die oben speziell angesprochene Frage bezeichnen würde, zu jenen Fakten, auf die ich mich im letzten Absatz meines vorausgegangenen Kommentars bezogen hatte. Da dies auch aus Israels offiziellen Regierungs- und Militär-Statements hervorgeht, in denen jede „externe“ (unabhängige und neutrale) und den von Ihnen zu Recht erhobenen Qualitätsansprüchen gerecht werdende Untersuchung militärischer Aktionen kategorisch abgelehnt und als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Israels verurteilt werden, sind wir in Sachen berechtigter Wissbegier in dieser Hinsicht ausnahmsweise absolut einer Meinung.

    MfG
    HDZ

  35. Hallo Hans,

    Chapeau, dass Du bei so viel „geistigen“ Unflat die Contenance wahren konntest.

    Josephine

  36. Generell bin ich auch gegen Krieg, da teile ich Ihre Auffassung. Das dumme ist nur, daß diese Einstellung nur dann funktioniert, wenn alle Menschen diese ehrenvolle Einstellung teilen.

    Beispiel Zweiter Weltkrieg:
    Die Appeasement-Politik Chamberlains war nicht nur vergeblich, sie hat auch noch Hitlers Appetit auf „mehr“ angeheizt. In diesem Fall war der Krieg der Alliierten gegen die Achsenmächte gerechtfertigt.

    Wo Sie gerade Israel ansprechen, mein Geschichtsbuch sagt, daß der Teilungsplan der UN von der arabischen Seite im Jahre 1948 abgelehnt wurde. Ein solcher von außen erzwungener Verteidigungskrieg ist m.E. ebenfalls gerechtfertigt.
    Was soll man in so einem Fall tun? Sich abschlachten lassen? Eine Interventionstruppe der UN war jedensfalls nicht entsendet worden.

    Wenn ich mich recht entsinne, war das 1967 ähnlich. Jordanien wurde gebeten neutral zu bleiben. Ohne Jordaniens Eingreifen, wäre die Westbank nicht besetzt worden. Von daher würde ich „Expansionsbestrebungen“ nicht unterstellen.

    Eine aggressive Kolonialmacht hätte wohl kaum den ganzen Sinai zurückgegeben und später einfach so Gaza geräumt.

    Ein abschließender Punkt: Während der Zweiten Intifada war unser Außenminister Joschka Fischer gerade in Jerusalem. Er forderte Yassir Arafat auf, diesen Wahnsinn zu beenden und mahnte den Falken Ariel Scharon zur Zurückhaltung.

    Scharon überraschte mich damals, er hielt tatsächlich still. Zumindest bis ein Selbstmordattentäter 27, oder 29 Zivilisten umbrachte.

    Persönlich war ich damals von Arafat schwer enttäuscht. Er hat all diese sinnlosen Tode zu verantworten.

    Ich sehe bis heute nicht den Sinn dieser Anschläge. Tote Menschen bleiben tot, die Siedlungen können aber abgerissen werden.
    Barak bot damals in Taba fast die gesamte Westbank, ein eingeschränktes Rückkehrrecht und Ostjerusalem als Hauptstadt. Warum dann dieser schreckliche Terror? Arafat brauchte nur noch einzuschlagen.

    Fazit:
    Manchmal ist Krieg leider gerechtfertigt, aber Terror niemals.

    Mit freundlichen Grüßen

    S.

  37. ach Joram … danke für die komplimente, ich musste sehr lachen.

    ein mann bin ich leider nicht, also kann ich mit deinen empfehlungen nicht viel anfangen. danke aber trotzdem, dass du mir soviel gutes im paradies wünschst.

    salam

  38. @“Sirius“

    erst einmal pardon wegen der späten Veröffentlichung / Reaktion, aber ich habe noch einiges andere zu tun und diese Diskussion wurde von meiner Seite aus eigentlich auch bereits beendet – meiner Ansicht nach ausreichend begründet und durch Ihre letzte Wortmeldung ja leider auch vollumfänglich bestätigt.

    Ich werde auf die einzelnen Punkte Ihrer Argumentation nicht eingehen – weil sie ausnahmslos (selbst in Bezug auf die Passage, in der es um den 2. Weltkrieg ging) die typisch zionistische Sichtweise widerspiegelt. Was ich davon halte, können Sie ggf, gerne in meiner Antwort an Josephine nachlesen. Beispiel gefällig? Israel hat „Gaza geräumt“ und dafür kurz darauf qua Blockade das größte Freiluftgefängnis der Welt daraus gemacht … wow! Echt großmütig! Usw. usf.)

    Für mich ist das alles vollkommen irrelevant, da auch Sie die Vorgeschichte der Staatsgründung Israels (die selbst allerdings auch ein Kapitel für sich darstellt) geflissentlich verschweigen – genau wie Israels Regierung, die ja gerade erst die Geschichte rund um die „angeblich nie stattgefundene“ Nakba der Jahre 1947-49 für weitere zwanzig Jahre zur Verschlusssache erklärt hat. Da ich schon oft genug erläutert habe, dass für mich bei der Analyse und Bewertung des „Nahostkonflikts“ nur eine Vorgehensweise akzeptabel ist, die sich strikt und ausnahmslos an dem Prinzip von Ursache und Wirkung orientiert, brauchen wir so lange nicht weiter zu diskutieren, wie die offizielle israelische Darstellung all jene Aspekte ausklammert, bei denen sie und ihre Vorläufer (zionistische Untergrundorganisationen, aus denen ja auch die meisten Polit-, Militär- und Geheimdienstgrößen hervorgegangen sind) bei objektiv-kritischer Betrachtung verdammt schlecht wegkommen.

    Und letztendlich entsprechen Sie mit Ihrer gesamten Darstellung von „Krieg und Terror“ ebenfalls absolut dem zionistischen O-Ton – wobei natürlich als unbedeutend zu bezeichnen ist, dass die „zionistischen Vorkämpfer“ dieselben terroristischen Mittel eingesetzt haben und dafür auch noch als Volkshelden gefeiert wurden, die Sie und andere heute den Palästinensern vorhalten zu können glauben. Was tatsächlich hinter den „Meilensteinen“ Oslo und Camp David steckte oder was insgesamt von der Seriosität der israelischen Führung hinsichtlich Friedensverhandlungen oder Vertragsabschlüssen zu halten ist, offenbaren die Randerscheinungen der aktuellen „direkten Verhandlungen“ doch gerade wieder äußerst anschaulich. – Insofern ist es mindestens fragwürdig, wenn man so offenkundig mit zweierlei Maß wertet, wie Sie es tun … denn während man dem Widerstand der Palästinenser angesichts der Realität des israelischen Vorgehens gegen sie mittels Völkerrecht noch eine unbestreitbare Legitimität zugestehen kann (nicht muss – denn auch ich halte Gewalt generell für das schlechteste aller denkbaren Mittel … solange es aus Sicht der Unterdrückten noch reelle Alternativen gibt!), wird der zionistische Terror, der die Staatsgründung überhaupt erst ermöglichte, mal eben so unter den Teppich gekehrt oder zum „unabdingbaren Übel“ verklärt.

    In diesem Sinne noch einmal der Hinweis, dass damit auch unsere „Diskussion“ als beendet anzusehen ist und im weiteren Verlauf auch keine Kommentare mehr freigeschaltet werden. Sollen sich die Menschen, die hier aus echtem Interesse mitlesen, aus den reichlich abgegebenen Statements einfach selbst eine Meinung bilden.

    Nichtsdestotrotz mit unverändert freundlichen Grüßen

    HDZ

  39. @ Josephine

    Auch an Dich zunächst eine Entschuldigung für die verspätete Reaktion …

    Als nächstes aber gleich ein artiges Dankeschön für die Verleihung eines „Zylinders“ – den nehme ich in diesem Fall doch glatt an und werde ihn auch mit Stolz tragen 😉
    Noch nachdrücklicher möchte ich mich jedoch für das großartige Video bedanken, dass eine Seite des „Nahost-Irrsinns“ zeigt, die auch mir bedeutend mehr zusagt als sinnlose Diskussionen mit unverbesserlichen und noch dazu überwiegend falschen Israelfreunden, wie sie nun leider auch hier ausführlicher stattgefunden hat als dies von mir erwartet worden war … zumal kaum einer der Stänkerer auf den eigentlichen Artikel eingegangen ist, sondern der Kommentarbereich nur für das Ablassen der hinlänglich bekannten Propaganda benutzt wurde.

    Dann noch ein Wort zu den eifrig geistigen Unflat verbreitenden „professionellen“ Stänkerern. Normalerweise ignoriere ich die und lasse ihren Müll als abschreckendes Beispiel für mitlesende Menschen trotzdem stehen … allerdings gibt es da auch bei mir so etwas wie eine „Schmerzgrenze“. Mich tangieren die Beleidigungen zwar herzlich wenig, welche von solchen Zeitgenossen an Stelle von sachlichen und vor allem belastbaren Argumenten abgesondert werden, aber ab einem gewissen Grad des unterirdischen Schwachsinns muss man auch eventuelle Folgeschäden bei normal denkenden Leser/innen in Betracht ziehen. Aus diesem Grunde habe ich allen Müll nach einer expliziten Ankündigung auch gar nicht erst freigeschaltet, sondern auf direktem Weg dahin befördert, wohin er meiner Ansicht nach gehört … in die unendlichen Weiten des digitalen Nirwana 😀

    Abschließend muss ich aber noch darauf hinweisen, dass diese der Fäkaliensprache und sonstigen Beweisen für Unterbelichtung frönenden Gestalten im schlimmsten Fall als widerliche Störer bezeichnet werden können … ärgerlicher und in gewisser Weise auch penetranter sind da doch jene „Diskutanten“, die auf neutral und seriös getrimmt daherkommen und unter Vorspiegelung des Interesses an konstruktivem Meinungsaustausch letztendlich doch nur eine „gehobeneren Qualitätsansprüchen genügende“ Variante derselben pro-zionistischen Propaganda abliefern. – Aber ob man nun diese oder die „einfacher gestrickte“ Sorte nimmt, es bleibt sinnlos, sich auf Diskussionen mit ihnen einzulassen. Insofern werde ich auch noch einmal in mich gehen und darüber nachdenken, ob ich es mit eindeutig als Propaganda zu identifizierenden „Kommentaren“ nicht doch genauso halten sollte, wie dies viele andere Webseiten schon lange handhaben … nun gut, schauen wir mal … dann sehen wir schon, nicht wahr!

    Das ist jetzt eine etwas ausschweifende Antwort geworden, aber ich hoffe sehr, dass Du mir das wirst nachsehen können.

    Zum Abschluss nochmals herzlichen Dank für Deinen Kommentar und das beigesteuerte Video.

    Liebe Grüße,
    Hans

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