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Gastbeitrag Rainer Weigt … Gereimtes zum 20. „Tag der Einheit“

Am Vorabend des Feiertags (???) …

Regelmäßige Leser/innen unseres Blogs kennen ihn ja schon … unseren geschätzten politischen Poeten, der seine Meinung nicht nur gekonnt in Verse kleidet, sondern auch stets treffende Kommentare zum Zeitgeschehen unser angeblich wiedervereinigten Republik abliefert. Wie es sich für einen politisch und gesellschaftlich aktiven Menschen, der noch dazu beide ehemals „konkurrierende Systeme“ kennengelernt hat, gehört, hat er auch zum anstehenden „Jubeltag“ aus Anlass der 20. Wiederkehr der „historischen Wende“ ein passendes Stück zur Veröffentlichung freigegeben …

… das übrigens auch sehr gut – oder eigentlich trauriger Weise – belegt, dass sich in den letzten Jahren nicht das Geringste zum Besseren hin verändert hat – ganz im Gegenteil!

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Zum 20. Tag der Einheit

.

Der Tag der Einheit ist ein Fest

was mich nachdenklich werden lässt.

Die Einheit war ersehnt in West und Ost.

Heut fragt man nur, was hat’s gekost.

***

Sie war doch unser aller Sehnen.

Als es soweit war, flossen Freudentränen.

Das Leben war die reinste Wonne,

uns allen schien die Einheitssonne.

***

Was trübte denn der Freude Lauf?

Was baut neue Schranken täglich auf?

Wir stimmen sicher überein,

bei Geld kann Freundschaft nicht gedeihn.

***

Das Kapital fand die Einheit wirklich Klasse,

statt Rezession so eine Verfügungsmasse.

Doch nachdem Banken und Konzerne uns „beehrt“,

war nichts mehr übrig mit einigem Wert.

****

Von wegen Einheit mit gleichen Rechten,

mit geringerem Lohn machte man uns zu Knechten

und obendrein gibt es seit der Wende,

für die Betagten eine geringere Rente.

***

Doch auch für das Volk im „goldenen Westen“,

steht es seither nicht nur noch zum Besten.

Es zahlt die Transferleistungen seit Einheits-Beginn.

Nur für Rendite und Großkapital gab es reichlich Gewinn.

***

Statt dass Vernunft man walten lasse,

hieß es im Westen, Einheit – Portokasse.

Und wir im Osten dachten froh,

jetzt geht es aufwärts – irgendwo.

***

Doch statt geschickt die Wirtschaft umzubauen,

wurde im Osten alles kurz und klein gehauen.

Hatte doch noch etwas Wert am Ende,

fiel es meist Geiern in die Hände.

***

Um solchen Profit noch weiter zu steigern,

will man dem Volk seinen Anteil verweigern.

Man nennt es Agenda und Hartz I bis IV,

den Zweck der Reformen kennen wir hier.

***

Deshalb ist’s wahr – Aufbau im Osten,

verschlingt doch ungeheure Kosten

wenn Sorglosigkeit zu Buche steht,

dazu Vereinigungskriminalität.

***

Jetzt sind die Kassen leer und alle Politiker stöhnen,

versuchen wortreich die Wahrheit zu beschönen.

Geplündert sind Sozial und Rentenkassen,

drum will das Volk man bluten lassen.

***

Schwarz- Gelb mit diesem Sparpaket,

spart jetzt beim Volk bis nichts mehr geht.

Nur die Konzerne und die Banken

verweist man niemals in die Schranken.

***

Fleißig schürt man Zwietracht hierzuland,

zwischen Prekariat, Migrant und Mittelstand.

Wenn Ost und West dann noch Streit haben,

können sich Profiteure reichlich laben.

***

Hört endlich auf uns zu entzwein

und bringt Vernunft dabei mit ein,

fürs ganze Volk tut euch bemühen,

dann kann die Einheit wirklich blühen.

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Rainer Weigt 30.09.05 / 29.09.06 / 28.09.10

r-weigt(at)t-online.de ~ Tel 01701515677

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