Politische Bestandsaufnahe (XVI) – Der hoffähig gemachte Irrsinn keimt nicht im Verborgenen

Nicht ohne Grund habe ich mich in den vergangenen Tagen ziemlich zurückgehalten und außer Leseempfehlungen oder externen Artikeln nichts veröffentlicht. Zu viel passiert und nimmt auf unterschiedlichen Pfaden Einfluss auf das Geschehen „hier bei uns“ und im Rest der Welt … da hat man nicht nur ernstliche Probleme dabei, nicht den Überblick zu verlieren, sondern es wird auch immer schwieriger die „Seele ruhig“ und den heiligen Zorn im Zaum zu halten …

Zwei – wie ich finde – interessante Artikel, die sich auf verschiedenen Ebenen auch damit befassen, sind am Freitag und Sonntag in der Meckerecke von Adalbert erschienen. Auch wenn sie den hier und heute wieder in Gestalt einer „erweiterten Meinungsäußerung“ zusammengefassten Kommentar mit einem wesentlich mehr in die Tiefe gehenden Blick bedenken, kann (und sollte) man sie doch zum Lesen empfehlen, wobei die Kommentare mindestens ebenso wichtig, wenn nicht sogar „erhellender“ zu nennen sind.

Sowohl zur Einstimmung wie auch als separaten Überblick möchte ich zunächst noch den Artikel Politik und mehr von Gert Flegelskamp vorausschicken … aber dann geht es auch schon los:

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Fangen wir doch einfach mal mit der unendlichen Geschichte der Staatsverschuldung und allen unmittelbar damit verbundenen Märchenerzählungen an. Wie sicherlich alle mitbekommen haben dürften, wurde gerade erst beschlossen, die unverändert als „systemrelevant“ deklarierte HRE-Bank mit weiteren 40 Milliarden Euro „zu stützen“ … als ob man ein totes Pferd, das nur noch von den Stützen aufrecht gehalten wird, mit dem Verschleudern weiterer Steuergelder wiederbeleben könnte? – Mal ganz abgesehen davon, dass die HRE und ihre „irische Tochterbank Depfa“, sowie die beide mit Staatsauftrag (mit) tragende IKB (eigentlich genauer KfW-Bankengruppe) eigentlich nie etwas anderes gewesen waren als eine „inoffizielle Bad Bank“ für die global agierenden Schwergewichte (aus unseren Breiten ist dabei – wie immer – vorrangig die Deutsche Band „des Herrn Ackermann“ zu nennen!). – Aber gut, man sollte meinen, dass dies alles über die letzten beiden Jahre (seit „Bekanntwerden der großen Krise“) erschöpfend thematisiert und analysiert worden, sowie auch beim letzten Obrigkeits- und Systemhörigen angekommen sein sollte.

Nun ist das Thema „Staatsverschuldung“ zwar eines, dass man nicht allein mit der Moderne (also der Zeit des nach WK II endgültig und unangefochten eskalierenden Expansionismus des westlichen Raubtierkapitalismus) verbinden kann, aber über die historischen Hintergründe wird bekanntlich nach wie vor der bleierne Mantel des Schweigens gehüllt. Aus Gründen übrigens, die jenen für die „aktuellen Krisen“ nicht nur ähnlich, sondern absolut identisch damit sind! – Wie ich früher schon das eine oder andere Mal zu behaupten wagte, hängt das unter anderem auch damit zusammen, dass man das leidige Thema der „Staatsverschuldung“ weltweit lösen könnte, wenn man die Weltgeschichte wahrheitsgemäß aufarbeiten und in diesem Prozess den Beweis erbringen würde, dass all diese Verbindlichkeiten auf Machenschaften zurückzuführen sind, die in jeder halbwegs bodenständigen Rechtsauffassung sämtliche Tatbestände von arglistigen Täuschung bis hin zu Hochverrat und Völkermord aufweisen und somit de facto und de jure kriminell zu nennen sind! – Da diese Schulden ausnahmslos auf Verträgen basieren, würde sich somit die vollständige Entschuldung zu Lasten der Täter durchaus realisieren lassen … aber lassen wir das … wenigstens für den Moment … erst einmal beiseite.

Jetzt gibt es aber Menschen, die behaupten, dass das erneut beschleunigte Karussell der Bankenkrise mit Pleiten, Pech und Pannen allerorten nur der Vorläufer einer längst auf dem „besten“ Wege befindlichen neuen Krise sei. – Die Frage, ob diese Meinung weithergeholt erscheinen und somit kategorisch als „reine Verschwörungstheorie“ abgelehnt werden müsse, stellt sich mir natürlich nicht – und ich würde auch jeder/jedem anderen Leser/in dringend davon abraten, sich zu diesem Irrglauben verleiten zu lassen. Wenn es in Europa und der Welt einen Aufschwung gibt, dann ist das ausschließlich jener der Kapital-Großbesitzer und sonst gar nichts!

Aber wir brauchen gar nicht so weit in die Ferne zu schweifen und unseren Verstand an den globalen Entwicklungen abzuarbeiten … schließlich „leben“ wir doch alle im Auge des Sturms, der seit gut 500 Jahren tobt und sich im letzten Fünftel dieser Zeitspanne immer mehr in einen verheerenden Wirbelsturm verwandelt hat. Das glauben die meisten von Ihnen jetzt natürlich wieder nicht – ist schon klar! – Aber informieren Sie sich doch endlich mal darüber, wer weltweit der Zahlmeister ist und mit welchen Mitteln sichergestellt wurde und immer noch wird, dass sich daran auch nichts ändert, solange der deutschen Milchkuh noch die eine oder andere Billion  abgezapft werden kann!?! – Ein solches Mittel war bspw. auch „BASEL II“, aber mit „BASEL III“ und vor dem Hintergrund der „aktuellen EURO- und EU-Krise“ wird das wahrlich noch um einiges offensichtlicher.

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Wie ich mit meinem kurzen „Ausrutscher“ und Abzweigen in die Weltgeschichte anzudeuten versuchte, ist die ultimative Lösung aller Probleme unserer Zeit und (Welt-)Gesellschaft ohne eine objektiv-kritische Aufarbeitung – die dann auch keine Tabus kennen dürfte, seien diese in der „Geschichte der Sieger“ oder in deren Weiterentwicklung, im Volksmund auch gerne und treffend „politische Korrektheit“ genannt, begründet! – nicht denkbar und somit folgerichtig nicht realisierbar.

Dank dieser gedanklichen Überleitung komme ich nun zum ebenso leidigen, wie auch nicht auszuklammernden Thema der Faschisierung unserer Politik und Gesellschaft. Dass eine solche – und zwar unbestreitbar „von ganz weit oben“ gewollt, systematisch eingeleitet und skrupellos forciert – derzeit mehr denn je zu beobachten und konstatieren ist, kann man anhand von verschiedenen Indikatoren erkennen. Aber auch hier gebietet die Sorgfaltspflicht (auch des seine private Meinung im Internet publizierenden Menschen), dass man nicht einfach nur ein gerade angesagtes Thema aufgreift und, mit einer mehr oder weniger alten und (man denke bitte stets an die Dialektik der Macht) auch ebenso undurchsichtigen Philosophie oder Ideologie verbindend, behauptet, dass man nun „genau definieren könne“, was denn nun DER Faschismus sei und auf wessen alleiniges Wirken er zurückzuführen sei.

Eines der Themen, dass sich für eine Behandlung dieses Themenkomplexes immer wieder einmal anbietet, ist die streitbare (streitsüchtige) und mit allerlei kruden Behauptungen auftretende Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach. Nicht nur, aber ganz sicher im Zusammenhang mit den „durchs Gebälk kriechenden Gerüchten“ bezüglich einer, dank des von uns so genannten Thilo-Sarrazin-Syndroms kurz vor der Geburt stehendenneuen konservativen Partei“. Allerdings … man muss Frau Steinbach und ihre von Selbstdarstellungssucht und anderen Charaktereigenschaften, die allesamt damit und mit einem auf Gier basierenden „Besitzanspruch“ verbunden sein dürften, beileibe nicht mögen, um zumindest die verallgemeinernde Behauptung zurückzuweisen, es habe niemals Menschen in den „ehemaligen deutschen Ostgebieten“ gegeben, die keine Besatzer waren und dennoch mit grausamen und menschenverachtenden Mitteln vertrieben wurden! – So berechtigt und richtig die Vorwürfe gegen Menschen vom Schlage dieser Dame auch sein mögen … wenn man das (und beispielsweise auch die Geschichte von Danzig, wie sie aus dem Versailler-Vertrag hervorgegangen ist) einfach komplett in Abrede stellt, dient man leider nicht der Aufklärung von Missständen, sondern nur dem perfiden Spiel der „Mächtigen“. Auch diese sind hochgradig daran interessiert, dass gewisse Fakten, die interessanterweise von vielen ausländischen Historikern und Bürgern der ehemaligen Feindstaaten nicht nur anerkannt, sondern auch aufgedeckt und dokumentiert wurden/werden, möglichst unter dem oben bereits erwähnten Mantel des Schweigens verborgen bleiben.

Dasselbe gilt es meiner Ansicht nach ebenfalls zu bedenken, wenn man sich – was eigentlich wichtig und demzufolge absolut bemerkenswert ist – der Mühe unterzieht, den ideologischen Nährboden zu erforschen, auf dem die „Thesen“ eines Thilo Sarrazins oder anderer, zumeist gleichzeitig auch neoliberaler, Sozialdarwinisten gedeihen. Auch wenn ich mir damit wieder einmal wenig Freunde machen werde, muss ich trotzdem nochmals deutlich hervorheben, dass Marxismus, Sozialismus und letztlich auch Kommunismus nichts anderes als Bestandteile der Kehrseite jener Medaille waren, deren (momentan) oben liegende Seite der Kapitalismus in all seinen Schattierungen repräsentiert. Die einzigen, die vom Widerstreit dieser Ideologien profitierten und auch heute noch den gewaltigsten Nutzen daraus ziehen, sind die Kontrolleure des Felds der Dialektik – oder auch die meistens übersehene oder ignorierte dritte Seite der Medaille (der Rand). Es bringt insofern nichts, wenn man immer wieder die „deutschen Schuld“ an all den Entwicklungen hervorhebt und den Einfluss anderer Strömungen, die zu allen Zeiten (seit Anbeginn der Zivilisation) im Hintergrund gewirkt und letztendlich das erschaffen haben, was man als „imperialistischen Kolonialismus und/oder Kapitalismus“ bezeichnet, geflissentlich (offenbar auch einer Variante von „politischer Korrektheit“ geschuldet) ignoriert. – Bei der Beurteilung meines gewagten Einspruchs könnte es sich auch als angesagt erweisen, sich mal genauer anzusehen, in welchem Land der Welt derzeit der aggressivste und zugleich verlogenste Nationalismus überhaupt betrieben wird, während in den angeblich führenden westlichen Mächten nur noch ein kapitalistischer Nationalismus anzutreffen ist, der in verschiedenen Verkleidungen daherkommt, aber doch deutlich genug erkennbar ist!?

Doch dieses Themenspektrum gehört ebenfalls in die Rubrik der nicht zu lösenden Probleme und auch nicht aufzulösender Gegensätze, die dem Umstand geschuldet sind, dass bei der Bewertung der Weltgeschichte die dringend erforderliche ergebnisoffene und durch nichts und niemanden unterdrückte Aufarbeitung nicht zugelassen wird. Wie so viele andere, gerade aktuell als noch grundsätzlicher bedeutsam zu bezeichnende Dinge mehr. Für manchen könnte es sich aber auch als interessant und eventuell sogar hilfreich erweisen, sich all diesen Fragen von einem „biblischen Standpunkt“ aus zu nähern? – Um hier aber keinen falschen Eindruck heraufzubeschwören: das gilt nicht nur für Christen beider Lager und deren mehr oder weniger dubiosen Verzweigungen, sondern genauso für Juden und Muslime … Also für alle religiösen Gemeinschaften (Atheisten, ob gläubig oder nicht, eingeschlossen), die auch durch Sarrazin und Konsorten final aufeinander gehetzt werden!

Über manche Aspekte dessen, was in den eingangs dieses Abschnitts verlinkten Artikeln kritisierend behauptet wird, kann man fraglos sowohl reden als auch streiten, aber unterm Strich ist diese Form der einseitigen Analyse letztendlich nicht zielführend und erst recht nicht problem- und lösungsorientiert.

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Ein weiteres Thema, über das man sich ebenso herrlich wie berechtigter Weise echauffieren kann, ist das der „Gesundheitsreform“. Nun wissen wir ja schon seit ein paar Tagen, dass die gesamte Politik nicht nur ausschließlich von Kapitalinteressen bestimmt ist, sondern dass sich die Erfüllungsgehilfen sämtlicher Monopolisten auch mächtig ins Zeug legen, um diese Interessen qua adäquater Gesetzgebung gegen jedwede „Fremdinteressen“ (bspw. jene der Bevölkerung) zu schützen. Gerade der Gesundheitsministerdarsteller und als (verlogenes) Vorzeigebeispiel für erfolgreiche Integrationspolitik postulierte Philip Rösler hat in dieser Hinsicht schon für eine Menge „erhellenden Wirbel“ gesorgt.

Was da aktuell abläuft, setzt dem schon bekannten perfiden Possenspiel allerdings endgültig die Krone auf … obwohl man mit derartigen Superlativen vorsichtig sein muss, weil man nie weiß, was da noch so alles nachkommen könnte! Dass sich Rösler damit auch einen Platz in der schon recht illustren und ellenlangen Reihe der Protagonisten der Sozialstaat-vernichtenden „kapitalgedeckten Privatversicherer“ zu ergattern und damit schon in jungen Jahren für ein gesichertes Auskommen im Alter zu sichern versucht, ist zwar auch nicht mehr neu, aber doch erwähnenswert.

Die Liste derer, die sich zum eigenen Vorteil vor jede noch so menschenverachtende und ausschließlich dem Eigentum des Großkapitals verpflichtete Karre spannen lassen, ist einerseits zu lang, um sie hier anzuführen, sollte andererseits aber auch als hinlänglich bekannt anzusehen sein.

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Natürlich wäre eine Bestandaufnahme im Sinne des gewählten Titels meines Beitrags nicht vollständig, wenn nicht auch das Thema Atom- oder präziser Kernkraft zur Sprache käme.

Wie immer, wenn es sich um Belange handelt, bei welchen die Politik vorgibt, ihrem „verfassungsgemäßen Auftrag“ zu entsprechen, in Wahrheit aber nur ihrer wahren Bestimmung folgt, die darin besteht, jenen zu dienen, die – s.o. – tatsächlich die Regeln machen, ist der Großteil dessen, was in Sachen Laufzeitverlängerung verhandelt und beschlossen wurde, für die nicht beteiligte Öffentlichkeit nicht zugänglich. (Für alle, die wissen, dass das Humbug ist, da die BRD bekanntlich keine reguläre, also völker- und staatsrechtlich verbindliche Verfassung besitzt, sei hier zwar eine Entschuldigung angefügt, aber anders kann man es nicht formulieren).

Das heißt zuvorderst, dass etliche Fragen unbeantwortet bleiben, respektive – davon muss man ausgehen – erst gar nicht gestellt wurden. Da es in erster Linie immer ums Geld geht, hätten unmissverständliche Regelungen hinsichtlich aller durch das Betreiben von Kernkraftwerken entstehender Kosten (wobei die Zwischen- und Endlagerung unbedingt einzubeziehen gewesen wären) auf jeden Fall zum Paket gehört – ebenso wie die Antwort, warum in der BRD andere Möglichkeiten der Stromgewinnung aus Kernkraft, die offenbar schon lange bekannt sind, aber schlichtweg unterschlagen werden, nicht anstelle der ebenso teuren wie lebensgefährlichen Varianten geprüft und letztlich auch eingesetzt wurden?

Über den Rest braucht man eigentlich nichts mehr zu schreiben, da es auf vielen Seiten auch schon eingehend behandelt wurde – wichtig und interessant zugleich ist jedoch das, was im Hintergrund der Debatte und hinsichtlich des erneut zum „Endlager der Wahl“ erhobenen Salzstock Gorleben geplant und mit einiger Wahrscheinlichkeit auch juristisch bereits vorbereitet wird. Das erinnert dann fürwahr an jene Zeiten, die einem bei der gegenwärtigen kritischen Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen „aus unerfindlichen Gründen“ immer wieder und häufiger begegnen und einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen!

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Da Verschwörungstheorien nicht fehlen dürfen …

… möchte ich kurz vor Schluss der heutigen Bestandsaufnahme (ein abschließender Abschnitt folgt noch) zwei Beispiele kurz, aber prägnant herausgreifen. Aufgrund der Nähe zum neunten Jahrestag drängt sich 9/11 natürlich auf, auch wenn dieses Thema bei uns ja auch schon sehr ausgiebig behandelt wurde.

Zum einen möchte ich Ihnen einen Artikel des Blogs „Lügenmaul“ empfehlen, der sich mit den ungeschönten Folgen (= US-amerikanisch induzierten Konsequenzen) beschäftigt und diese meiner Ansicht nach auch sehr gut auf den Punkt bringt. So gesehen ist auch der Titel absolut passend gewählt: 9 Jahre 9/11 (Terror gegen den Terror) und kein bisschen weise.

Außerdem – auch als Überleitung zum Schlussthema – möchte ich Ihnen auch noch einen Artikel von Mein Parteibuch empfehlen, den ich auf der Seite unserer Freundin und Kollegin Julie gefunden, gelesen und als überaus empfehlenswert empfunden habe. Der Artikel Warum wirbt die BILD-Zeitung ausgerechnet für Alex Jones? greift gleich mehrere Aspekte und Fragen auf, die auch in der kritischen öffentlichen Debatte sehr selten behandelt werden. Diese Fragen sollte man sich unbedingt stellen und auch für sich selbst zu beantworten versuchen, da es nicht nur für die Suche und Auswahl von glaubwürdigen Informationsquellen wichtig ist, sondern auch eine Reihe von unverarbeiteten Ungereimtheiten aufdeckt, die auch über das Thema 9/11 und seine unbestreitbare Bedeutung für die weltpolitischen Ereignisse der letzten Jahre hinaus von immenser Relevanz sind. Und selbstverständlich passt dieser Artikel auch wegen seinem angemessen kritischen Umgang mit dem „erklärten und anerkannten“ (siehe die vielen Zitate der BILD bei sogenannten „seriösen“ Blättern) Leitmedium der BRD hervorragend in den Rahmen dieser Bestandsaufnahme.

Zwischen diese Empfehlung und den auch damit verbundenen Schlussabschnitt des heutigen Beitrags möchte ich das mindestens ebenso leidige und fragwürdige Thema „Klimawandel“ schieben, das ja auch bei uns heute noch vorrangig unter dem Aspekt der „Klimaerwärmung“ sein Unwesen treiben darf. Selbst werde ich dazu (vorläufig jedenfalls) nichts mehr schreiben, aber dafür den Artikel von Wahrheiten.org – Pullover statt Badehose – Wo bleibt die Klimaerwärmung? – um so nachdrücklicher empfehlen. Er stellt einige Sachverhalte klar, die von den Sektierern der Klimakirche nicht nur immer wieder behauptet, sondern auch nach wie vor als die unwiderlegbare „Basis der ihre Meinung tragenden Wissenschaft“ hingestellt werden!

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Was in Bezug auf den herrschenden Irrsinn sonst noch zu sagen wäre …

… möchte ich abschließend mit Hilfe einiger Kollegen und deren Artikeln darzustellen versuchen.

Beginnen möchte ich mit einem „Doppelschlag“ des Kollegen Klaus Baum, der sich mit zwei Artikeln der von DER ZEIT (man erinnere sich, Mitherausgeber Helmut Schmidt!) veranstalteten Konferenz mit dem irgendwie vertraut, aber mitnichten anheimelnd klingenden Motto Deutsches Wirtschaftsforum 2010 annimmt. Unter dem Titel Wenn DIE ZEIT mit hochrangigen und verdienstvollen Persönlichkeiten eine solche Konferenz veranstaltet … kann es mit Deutschland nur aufwärts gehen stellt er eine Broschüre vor, die meiner Ansicht nach wirklich alles Nennenswerte überdeutlich zum Ausdruck bringt. – Mit dem zweiten Beitrag Die Wölfe veranstalten einen Kongress mit dem Thema: Verantwortung gegenüber den Lämmern bringt er seine Meinung dazu noch einen Tick unmissverständlicher zum Ausdruck – und man kann ihm da wirklich nur uneingeschränkt beipflichten!

Auch ich habe genug gelesen, nachdem ich mir die im zweiten der oben verlinkten Artikeln bereitgestellte PDF-Broschüre zur Veranstaltung gründlich durchgelesen hatte … was ich davon und ganz besonders von den darin aufgeführten „Persönlichkeiten“ halte, werde ich eventuell zu einem späteren Zeitpunkt noch veröffentlichen, aber besser ist es sicher, wenn Sie sich das Prachtstück selbst zu Gemüte führen.

Gegen die dabei fraglos als Triebkraft vorauszusetzende Geisteshaltung regt sich derzeit zwar mehr oder weniger lautstark und vehement Protest – im Sinne von „bürgerschaftlichem und aktivem Engagement“ konzentriert sich dieser vorrangig auf das „Prestige-Objekt“ der Bahn Stuttgart 21. – Wir berichteten unter anderem hier. Ob man deshalb aber bereits von einem Hauch von Revolution sprechen kann, wie Frank Brunner aus Stuttgart in der jungen Welt mutmaßt, sollte man realistisch und mit Vorsicht prüfen. In jedem Fall ist der konzertierte Unmut nicht gänzlich erfolglos (womit nicht gesagt sein soll, dass man den Irrsinn damit wirklich stoppen kann), was aber vor allem in der Tatsache begründet liegen dürfte, dass im kommenden Jahr Landtagswahlen anstehen.

Was mich gerade deshalb auch ziemlich zornig macht, ist der Umstand, dass die „Grünen“ die Situation, einschließlich ihrer Oppositionsrolle im BW-Landtag, schon wieder machtpolitisch auszunutzen und sich damit ohne jeden Zweifel zusätzliche Verhandlungsoptionen für die kommenden Wahlen zu schaffen versuchen. Und dafür werden sie dann vom Publikum auch noch bejubelt, obwohl mittlerweile wirklich jeder wissen sollte, dass diese Partei für ein Stückchen vom Kuchen der Macht buchstäblich alles zu tun und gegebenenfalls auch zu verraten (einschließlich der eigenen „Programme“) bereit ist. – Solange so wenig erforderlich ist, um die Meinung des Volkes im Sinne der eigenen Partei zu beeinflussen, kann ein solcher Widerstand nicht von Erfolg gekrönt werden.

Dazu passt auch ein zweiter Artikel von Wahrheiten, der sich, etwas überspitzt und zumindest an einigen Stellen auch diskussionswürdig, mit einem Typ Mensch befasst, den der Autor „Gutmensch“ tauft. Nun ist dieser Begriff sicher ziemlich abgenutzt und wird von mehr oder weniger allen Seiten zur Diffamierung anderer Meinungen und Verhaltensweisen genutzt – aber er passt so gut wie jeder andere. Vor allem aber ist die Darstellung weitestgehend zutreffend und repräsentiert im Grunde nichts und niemanden anderes als den „gut situierten Mittelstand“ – und der ist, wie schon viele aufgezeigt haben, nun mal zwar nicht das mächtigste aber doch das wichtigste Instrument der Machthaber zur Sicherung ihrer Interessen und Umsetzung ihrer Pläne. – Es war immer und ist nach wie vor ein gesellschaftlicher Prozess, der die Macht „derer da oben“ über „uns hier unten“ nicht nur möglich machte, sondern auch von Generation zu Generation verfestigt; deshalb halte ich es für sinnvoll, in diesem Zusammenhang auch noch einen zweiten Artikel von Roberto J. De Lapuente zu empfehlen, der sich mit dem mehr als nur semantisch zu verstehenden Vergleich zwischen dem heute in aller Munde geführten Kindesmissbrauch und dem nie konkret thematisierten Gebrauch von Kindern befasst … höchst lesenswert und, mit entsprechender Aufmerksamkeit genossen, vielleicht auch lehrreich!

Nun gut, damit möchte ich für heute schließen … das heißt, eine Empfehlung, die einen Artikel betrifft, dessen Aussage sich fraglos auf alle heute angeführten Beispiele des  ziemlich offen Blüten treibenden Irrsinns anwenden lässt, hätte ich noch. Selbstverständlich gilt auch hierfür, dass man den Beitrag nicht nur lesen, sondern anschließend auch verarbeiten und sich eine eigene Meinung dazu bilden sollte. Doch aus meiner Sicht ist er ebenso gut, wie die Auswahl des Titels ins Schwarze trifft: lesen sie bei Denkbonus über die Fesseln des Geistes

6 Antworten

  1. guten abend moltaweto

    danke für diesen artikel. die meisten angegeben artikel hab ich schon gelesen und werde nun noch den einen oder anderen hinten dran hängen.
    wird also wieder spät, denke ich…

    es gibt viel zu sagen, aber das würde zu viel zeit in anspruch nehmen und jeder kann sich und sollte sich sein bild selber machen, daher verzichte ich mal auf einen kommentar zum inhalt.

    danke und bis die tage
    schöne grüße aus der burg
    stefan

  2. Hallo und guten Abend, Stefan,

    besten Dank für Deinen Kommentar – baut natürlich auf, wenn man mit seiner Arbeit jemanden erreicht, auch wenn das dann gleich mit einem schlechten Gewissen wegen des zusätzlichen Zeitaufwands verbunden ist😉 Ist schon ein Kreuz mit dem Sammeln von Informationen, aber zum Glück weiß man mit der Zeit wenigstens, wo man suchen muss.

    In diesem Sinne schöne Grüße retour … in die Ginsterburg?!?
    Moltaweto aka Hans (ist kürzer und mir auch lieber!)

  3. Irgendwie lässt mich das Thema Sarrazin einfach nicht los. Der SPD-Vorstand hat das Parteiordnungsverfahren gegen Thilo Sarrazin ohne Gegenstimmen beschlossen. So wie ich in der Presse lesen kann, hat der Fall Sarrazin ein grosses Echo innerhalb der SPD hervorgerufen. Warum so frage ich mich, macht diese Partei nicht eine Mitgliederbefragung. Siche aus dem gleichen Grund warum die Merkel nicht die Bürger über die Verlängerung der AKWs befragt hat. Etwas mehr direkte Demokratie ist schon wünschenswert, in den Parteien, wie in der Regierung. Der Bürger kommt sich langsam wie Stimmvieh vor, dass alle 4 Jahre an die Urne gerufen wird. Kein Wunder, dass die Anzahl der Nichtwähler immer mehr ansteigt.

  4. „Der Bürger kommt sich langsam wie Stimmvieh vor, dass alle 4 Jahre an die Urne gerufen wird.“

    War denn der Bürger bei uns im Land jemals etwas anderes?

  5. Politische Bestandsaufnahe (XVI) – Der hoffähig gemachte Irrsinn keimt nicht im Verborgenen…

    Von moltaweto | Der AmSel-Gedanke | – Nicht ohne Grund habe ich mich in den vergangenen Tagen ziemlich zurückgehalten und außer Leseempfehlun- gen oder externen Artikeln nichts veröffentlicht. Zu viel passiert und nimmt auf unterschiedlichen Pfad…

  6. […] ich die letzte Ausgabe der „Individuellen Bestandaufnahme“ des AmSeL-Blogs anführen (=> Klick). (Besonders empfehlen kann und möchte ich den letzten Beitrag, der von Moltaweto aufgenommen […]

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