Gastbeitrag Rainer Weigt – Druck braucht Gegendruck

Heute veröffentlichen wir einen Beitrag, der zwar vor allem der Ankündigung einer für den 6. Oktober geplanten Veranstaltung mit eher regionalem Charakter dient, aber auch einem Thema gilt, welches (wenigstens) „bundesweit“ von elementarer Bedeutung ist.

Wir teilen die Meinung unseres Gastautors und respektieren seine Intentionen, die naturgemäß, geradeso wie sein soziales, gesellschaftliches und politisches Engagement; vorrangig dem politischen Geschehen in den „neuen Bundesländern“ gelten. Aus diesem, im Übrigen auch der selbstauferlegten Verpflichtung zur sach- und zielbezogenen Solidarität wegen, die wir immer über alle möglichen marginalen Meinungsunterschiede stellen, werden wir diesmal auch von einer „kritischen Kommentierung“ hinsichtlich der angeführten Organisationen absehen, die bei früheren Veröffentlichungen immer mal wieder ergänzend angeführt wurde. Warten wir es einfach ab, inwiefern diese den kernigen Worten auch entsprechende Taten folgen lassen werden.

Sowohl der Darstellung des vorrangig zu lösenden Problems als auch der bildhaft und textlich zum Ausdruck gebrachten Zielsetzung, bei der Rainer Weigt mit Fug und Recht die Eigenverantwortung der Menschen in „unserem Land“ einfordert,  können und müssen wir uneingeschränkte zustimmen!

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Druck braucht Gegendruck

Verstärkte neoliberale Politik der letzten 20 Jahre lässt den „Wohlstand für Alle“ immer weiter verschwinden. Eine gerechte Lastenverteilung zu Gunsten ärmerer Bevölkerungsschichten ist in das Gegenteil verkehrt worden. Es gibt einerseits zunehmend horrende Gehälter plus Boni, andererseits immer mehr Hungerlöhne, die nicht zum Leben reichen.

Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer rasanter. Das gilt für alte und neue Bundesländer, aber auch europa- und weltweit.

Besonders die Schwarz-Gelbe Regierung ist um weitere Druckerhöhung auf die bisher schon benachteiligten Bevölkerungsschichten bemüht.

In unserem doch eigentlich reichen Land gibt es immer mehr arme Kinder und natürlich ebenso Erwachsene. Deutschland sinkt im sozialen europäischen Ranking immer weiter.

Doch zwischen alten und neuen Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. Der Paritätische Gesamtverband hat zum 01. Mai 2009 einen Armutsatlas und zum 31. Juni 2010 einen Sozialatlas durch Dr. Rudolf Mertens erstellt. Beide sind nach prozentualer Benachteiligung farbig gestaltet. Dabei sind die Umrisse der ehemaligen DDR deutlich im negativen Sinn, erkennbar. Alles ist jeweils durch Tabellen und Diagramme, bis auf jeden Landkreis, belegt.

Doch auch Kirchen, Basisverbände der großen Parteien, Einzelgewerkschaften und DGB sprechen den Sozialabbau immer deutlicher an. In der Pressemitteilung 53/10 vom 05.08.2010 spricht der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg vom „Abbau Ost“ bei den vorgesehenen Sparprogrammen. Da „Die Linke“ das Sozialdumping schon lange anspricht, bekommt sie damit teilweise unfreiwillig, Unterstützung ihrer Mahnungen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen deutlich, was in den neuen Bundesländern an Sozialabbau durchgesetzt werden konnte, ist dann auch in den alten  Bundesländern spürbar geworden.

Der notwendige Gegendruck darf aber nicht nur von den oben genannten Verbänden kommen, um beachtet zu werden. Jeder einzelne Betroffene und zurzeit noch nicht Betroffene sollte sich einbringen. Beispielsweise in seinen Verbänden, öffentlichen Diskussions-Foren und entsprechenden Demos, um diesen Gegendruck wirksam zu gestalten.

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Der DGB Kreisverband Teltow-Fläming veranstaltet am 06.10.2010, dem „Welttag für menschenwürdige Arbeit“, um 17.00Uhr, im Gebäude der Jüterboger Tafel ein Diskussionsforum. Unter der Überschrift „Wie lange noch“ sollen Politiker und Betroffene  ihre Einstellungen zu den sozialen Zuständen im Land, und besonders in den östlichen Bundesländern, geltend machen.

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Eingeladen sind alle Bürger, zwei Referenten betroffener Verbände und die Abgeordneten aller demokratischen Parteien vom Wahlkreis 24 (TF II).

Wir bitten um rege Teilnahme, um auch damit den notwendigen Gegendruck zu erzeugen.

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Rainer Weigt 22.08.10   Tel 01701515677

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Als interessante Zusatzinformation, welche die Ausführungen des Autors vollumfänglich untermauern, empfehlen wir den aktuellen Beitrag vom InfoPortal Jahnke zum Thema […] Der soziale Graben wird immer tiefer, der neben anderen wissens- und beachtenswerten Fakten auch klar hervorhebt, dass all dies [meine Interpretation, HDZ] „politisch gewollt“ war, ist und auch bleibt.

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