Adalberts Meckerecke (IX) – Israel, USA (EU) und gewohnt verlogene Kriegshetze gegen Iran

Wer die Medienberichterstattung rund um dieses Thema aufmerksam verfolgt, kommt – sofern er/sie sich selbst gegenüber ehrlich ist – nicht umhin, das klassische „strategische“ Vorgehen hinlänglich bekannter Kriegstreiber zu erkennen. Wer darüber hinaus auch daran gewöhnt ist, derartige Machenschaften in einem globalen Kontext zu betrachten, wird außerdem nicht übersehen können, dass hier ein Baustein der strategischen Ausrichtung der „westlichen Wertegemeinschaft“ absolut nahtlos in den nächsten greift.

Wer meine letzten Beiträge gelesen hat, wird eventuell nachvollziehen können, dass dieses scheinheilige und verkommene Getue einen neuen Schub „heiligen Zorns“ bei mir auslöst, der zwingend eine Neuauflage der „Meckerecke“ erforderlich macht. Wie gewohnt, hole ich mir die dafür notwendigen Steilvorlagen direkt aus dem bis zur Halskrause involvierten westlichen Medienrummel … aber auch bei durchblickenden Kollegen.

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Realistisch betrachtet ist ein Einstieg in diese Thematik ohne einen kurzen Rückblick auf den medial hochgepuschten „Rückzug der USA aus dem Irak“ nicht möglich. Erinnern wir uns also – ich bin mal so unbescheiden – an das, was ich diesbezüglich bereits zusammengetragen hatte (=> Klick). Zur Bestätigung dessen sei hier nur auf einen Artikel von Florian Rötzer bei Telepolis verwiesen (=> Klick – 23.08.10). Er fasst in Kürze zusammen, was bei US-amerikanischen Quellen schon lange vor der mit ebenso großem wie falschem Brimborium gefeierten „Einlösung von Obamas Wahlversprechen“ in Klartext verlautbart worden war.

Man kann also davon ausgehen, dass die US-Truppen im Irak nach wie vor nicht nur Kampfstärke haben, sondern auch in ständiger Kampfbereitschaft gehalten werden – was mit Blick auf die Hetze gegen den Iran, die ohne fest gezurrte Angriffspläne keinen Sinn ergeben würde, sicherlich auch nicht „ganz ohne Bedeutung“ sein dürfte. – Das soll als Rückblick und Einleitung aber schon genügen.

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Fangen wir nun der Einfachheit, aber auch der umgehend entlarvenden Klarheit halber in Bezug auf den Artikeltitel mit der Schlagzeile an, welche die Basler Zeitung in diesem Zusammenhang benutzt hat (=> Klick) … Die israelische Wut wächst wird durch die „völlig überraschende Vermutung“ – ein militärischer „Präventivschlag“ gegen den Iran ist wahrscheinlicher geworden ergänzt. Wie ich finde, würde diese Darstellung bereits ausreichen, um jedem realitätsverbundenen und rechtschaffenen Menschen die Zornesröte ins Gesicht zu treiben. Doch dank einiger in den Artikel eingebauter Zitate lässt sich dies problemlos noch steigern.

So glänzt ein gewisser Jossi Levy, seines Zeichens Sprecher des Außenamtes in Jerusalem mit der keinesfalls originellen, sondern zweifellos dem Handbuch für israelische Propaganda entliehenen Aussage:

Es ist völlig inakzeptabel, dass ein Staat so offenkundig die UNO-Resolutionen verletzt …

Selbstverständlich wird diese fast schon infame Aussage mit den üblichen Schuldzuweisungen hinsichtlich einer „einseitigen Provokation des Irans“ verknüpft, was angesichts den ständigen und unverhohlen ausgedrückten Drohungen Israels schon reichlich überheblich erscheinen muss. Jedoch wird dem Ganzen mit dem Verweis auf die Verletzung von UNO-Resolutionen noch die für israelische „Argumentationen“ übliche Krone aufgesetzt. Ich denke nicht, dass man diese „Behauptung“ noch lange und breit begründen und/oder rechtfertigen muss – recherchieren Sie einfach selbst nach, wie viele Resolutionen gegen Israel ausgesprochen und von der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ ignorant und ungestraft in den Wind geschlagen wurden. Hier erhalten Begriffe wie Doppelmoral, Doppelstandards und selbstherrliche Scheinheiligkeit ihre umfassende und unwiderlegbare Rechtfertigung. – Das gilt aber gewiss nicht nur für die israelische Propaganda-Argumentation. Auch die USA beherrschen diese Kunst der einseitigen Schuldzuweisung bei gleichzeitiger Hervorhebung der eigenen Unfehlbarkeit (und „makellosen Kriegsgeschichte“) bis zum Extrem, was ohne Weiteres daran liegen könnte, dass ihre Argumentation auf dieselben Grundlagen zurückzuführen ist? – Nun  ja, zumindest kann ein Mensch, der so „verschwörungstheoretisch und boshaft“ veranlagt ist wie meine Wenigkeit, das ja einfach mal so behaupten, oder?

Zum Rest dessen, was der Artikel anspricht – vom besorgten ehemaligen US-Botschafter bei der UNO John Bolton (beide verlinkte Artikel sind höchst empfehlenswert und selbst der vergleichsweise kurze Wikipedia-Eintrag ist mehr als nur aussagekräftig, wenn man die Institutionen, in denen Mr. Bolton zugange war und ist, sowie seine Meinungsäußerungen betrachtet!) bis hin zum Schlussabsatz ~ Zitat:

Die Konsequenz dieses Gedankengangs sei, dass Israel in jedem Fall gegen das iranische Atomprogramm vorgehen müsse, «mit oder ohne die Amerikaner», so Pridan. So sei einst Menachem Begin allein gegen den irakischen Atommeiler vorgegangen und Ehud Olmert gegen die syrischen Atomanlagen. «Das ist, was Benjamin Netanyahu und Ehud Barak im Iran tun werden: Sie werden bombardieren.»

~ nur so viel: diese Informationen können einen aufmerksamen Beobachter kaum überraschen und erst recht nicht erstaunen, da sie lediglich längst und hinlänglich bekannte Aspekte des zweifelsohne von (US-) zionistischen Hegemonialansprüchen geprägten Themas wiedergeben.

Insofern kann es – mich jedenfalls – nicht sonderlich überraschen, dass der von deutschen Medien als „Nahost-Experte“ hofierte Historiker, Publizist und Professor für „Neuere Geschichte“ an der BW-Universität in München, Prof. Dr. Michael Wolffsohn (sehr vorsichtig ausgedrückt würde ich den Herrn Professor wenigstens als eine höchst ambivalente Persönlichkeit bezeichnen, was meiner Ansicht nach auch durch den Wikipedia-Eintrag ausgewiesen wird) mit einem Militärschlag Israels gegen den Iran „rechnet“ und der BND vor der neuen Raketenentwicklung des Irans und deren „Reichweite bis Europa“ warnt. (Zusammenfassende Quelle für diese Aussagen => Klick – MMnews  vom 23.08.10)

Passend zu diesen Äußerungen möchte ich auch auf die Artikel bei RIA Novosty (22.08.10 => Klick) ~ „Botschafter des Todes: Iran prahlt mit unbemanntem Langstreckenbomber ~ und als „gewisses Gegengewicht“ den Artikel bei Propagandafront (22.08.10 via Press TV => Klick) hinweisen, von dem ich zumindest diese Passage ~

„Ahmadinedschad: US-Angriff auf den Iran ist militärischer Selbstmord“ – Der iranische Präsident erklärte, jeder Angriffsversuch auf den Iran sei ein „militärischer Selbstmord“ und äußerte sich ebenfalls zu den anhaltenden Bemühungen der Feinde des Irans, den Fortschritt des Landes durch Resolutionen, Militärdrohungen und das Schüren von Panik aufhalten zu wollen […]

~ ungeachtet der grundsätzlich mit gewisser Vorsicht zu genießenden Quelle als rundum angemessen und zutreffend empfinde.

Hinzufügen möchte ich aus individueller Sicht, dass es langsam unerträglich wird, wie „der Westen“ bei seinem Bestreben, einen Krieg gegen den Iran vom Zaun zu brechen, historische und aktuelle Fakten nach Gutdünken verfälscht, respektive seinen alles andere als im verborgen liegenden, wahren Intentionen anzupassen und dies gleichzeitig einer rund um die Uhr von Medien, so- oder auch selbsternannten „Experten“ sowie politischen Marionetten für dumm verkauften Öffentlichkeit als alternativlos notwendigen Einsatz für „Frieden, Freiheit und Demokratie“ zu verkaufen. Wohl denen, die dabei auf eine gehirngewaschene und dem Mainstream vollends angepasste (oder aus unerfindlichen Gründen „unterworfene“) Schafherde treffen …

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Natürlich könnte diese „Meckerecke“ keinen Anspruch darauf erheben, die Situation so weit als möglich umfassend zu analysieren, wenn wir nicht auch einen Blick auf die neuesten Meldungen hinsichtlich der israelischen Bemühungen werfen würden, sowohl den militärisch angestrebten als auch den daneben unabdingbaren Informationskrieg endgültig nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

Fangen wir mit den bestens bekannten „Undercover-Aktionen“ an, die in verschwörungstheoretischem Neudeutsch auch gerne „False-Flag-Operationen“ genannt werden. Zu diesem Thema bin ich erneut bei Propagandafront fündig geworden. Die Seite hat einen Artikel vom Wayne Madsen Report (21.08.10) ins Deutsche übersetzt (=> Klick), der den höchst interessanten Titel trägt: Israelis führen verdeckte Marineoperationen im Persischen Golf durch. Die Einleitung des Artikels möchte ich gerne zitieren und Ihnen den Rest nachdrücklich zum Lesen empfehlen:

Chinesische und japanische Geheimdienstbehörden, welche die Entwicklungen im Persischen Golf aufgrund der Abhängigkeit beider Länder von den Öllieferungen aus dieser Region genau verfolgen, berichten, dass israelische Marinekommandos jüngst im Golf aktiv gewesen sind um dort Vorfälle zu schaffen, die man dann dem Iran anlasten könnte […]

Wer nun eventuell meint, dass die angegebenen Quellen nicht gerade vertrauenswürdig seien, dem sei dringend ans Herz gelegt, sich eingehender mit der sehr gut und ausführlich recherchierbaren „Geschichte der verdeckten Operationen“ zu beschäftigen, die insbesondere in der britischen, US-amerikanischen und israelischen Militär- und Geheimdiensthistorie bis zum heutigen Tage zu den beliebtesten Macht-, Manipulations- und Kontrollinstrumenten gehören. (Wobei ich den BND aufgrund seiner Wurzeln, die natürlich nur „ganz zufällig“ engste Verbindungen sowohl zur Nazidiktatur als auch zur CIA und deren Wirken im Nachkriegsdeutschland aufweisen, zwar keineswegs ausklammere, aber doch nach wie vor als geheimdienstlichen Wurmfortsatz von CIA und Mossad einstufen muss!).

In Sachen Glaubwürdigkeit und Seriosität halte ich persönlich zwar nicht sehr viel von Spiegel Online, trotzdem greife ich den dort am 22.08.10 veröffentlichten Artikel „Nahost-Konflikt: Israelische Aktivisten wollen Wikipedia umschreiben“ (=> Klick) als weiteres Glied meiner Argumentationskette auf.

Eine Passage möchte ich als Einleitung zu meinem persönlichen Kommentar gerne zitieren, weil sie einerseits „sehr informativ“ ist und andererseits auch aufzeigt, wie deutsche „Qualitätsmedien“ mit eigentlich längst bekannten, mit einiger Verspätung dann aber doch noch als „auflagensteigernde“ Sensation benutzten Fakten umgehen:

Der Nahost-Konflikt wird auch im Internet ausgetragen – von beiden Seiten. Doch jetzt starten rechtsgerichtete israelische Gruppen die Initiative „Zionistisches Schreiben“. Das Ziel: Wikipedia-Einträge in ihrem Sinne umschreiben […]

Nun gut, dass meint also Spiegel Online dazu. Für mich ist das fast schon wieder Volksverblödung par excellence, denn Begriffe wie „Hasbara“ sollten doch in der Lage sein, die medienverwertende Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass pro-israelische und pro-zionistische Propaganda in diesem „unserem Land“ schon lange zum guten Ton und zum bewährten „meinungsbildenden“ Standardrepertoire der israelischen „Außenpolitik“ gehört. Doch noch entschieden weiter geht die Irreführung, wenn behauptet wird, die Wikipedia-Einträge seien vorrangig „israelkritisch“ … zumindest in der deutschen Ausgabe muss man meiner Erfahrung zufolge extrem lange und aufwendig suchen, bis man mal auf einen Eintrag stößt, auf welchen diese Behauptung dauerhaft zuträfe. Und dass ständig „zionistische Lektoren“ in der Online-Enzyklopädie herum pfuschen ist schon mehr als einmal (und zwar vollkommen zu Recht) „netzöffentlich“ kritisiert worden.

Nun gut, ich möchte das nicht zu weit ausführen – stattdessen mache ich lieber noch etwas Werbung für den gestern von Moltaweto eingestellten Beitrag von Uri Avnery (=> Klick), der das „Zionismus-Problem“, welches neben der nicht eben überzeugenden Öffentlichkeitsarbeit der israelischen Propagandamaschinerie nach dem Mavi-Marmara-Vorfall zweifelsohne der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass einige junge und hochgradig (durch wen oder was?) motivierte Zionismus-Verteidiger sich nun zu einem Internet-Kreuzzug berufen fühlen, sehr anschaulich und ausführlich beschreibt. Noch aktueller ist jedoch der Artikel  von Arn Strohmeyer auf Palästina-Portal (=> Klick), der mit seinem Titel Zionistischer Angriff auf Wikipedia sowie dem Untertitel „Kampagne rechter Israelis offenbart totalitäres Geschichts- und Medienverständnis“ absolut ins Schwarze trifft.  – Man kann es aber auch mit bedeutend weniger Worten auf den Punkt bringen:

Grafik © Erhard Arendt

Palästina-Portal

Noch ein Beispiel in Gestalt der „zionistischen Ur-Propaganda“, die in vielen Variationen von ebenso vielen Persönlichkeiten zur Wahrheit erklärt wurde …

Grafik © Erhard Arendt

Palästina-Portal

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Zum Schluss möchte ich noch die politisch erzwungene „Beendigung“ der von Radio Utopie mit Galant-Affäre umschriebenen „bösen Verschwörung im israelischen Generalstab“ (=> Klick, Daniel Neun am 20.08.10) einbeziehen, die Moltaweto schon in seiner außerplanmäßigen Bestandsaufnahme (=> Klick) vom 21.08. empfohlen hatte.

Dazu schrieb NZZ Online am gestrigen Sonntag (=> Klick)unter dem nüchternen Titel Neuer Armeechef in Israel zwar zunächst davon, dass alle Gerüchte über Unregelmäßigkeiten rund um die Nachfolge von Amtsinhaber Gabi Ashkenazi nur das Werk von „unbekannten Intriganten“ sei, um dann aber folgende „These“ im Schlussabsatz aufzustellen:

Baraks fast überstürzte Nominierung eines neuen Generalstabschefs kann zwei Gründe haben. Entweder wollte er mit einer raschen Beendigung des Auswahlverfahrens den an der Spitze der Armee wütenden Diadochenkämpfen ein Ende setzen, oder es handelte sich um ein abgekartetes Spiel, mit dem der Verteidigungsminister einen politisch genehmen General ins höchste militärische Amt berufen wollte.

Das und die Frage, ob es beim israelischen Militär auch „politisch unangenehme Generäle“ gibt, lasse ich jetzt mal so im Raum stehen, auch wenn der Alltag, so wie man ihn aus der israelischen (und westlichen) Presse sowie der von „israelischen Dissidenten *“ generierten Gegenöffentlichkeit kennt, da eigentlich kaum Spielraum für Interpretationen bietet.

[* Anmerkung: der aus Bequemlichkeit und Zeitmangel zur Begriffserklärung herangezogene Wikipedia-Eintrag muss mit Blick auf die Behandlung, die westliche Staaten Systemkritikern angedeihen lassen, als nicht „ganz aktuell“ bezeichnet werden … und zwar nicht erst seit jüngster Zeit, denn verschiedene Formen, unliebsame Kritiker zum Schweigen zu bringen oder auf andere Weise aus dem Weg zu räumen, haben auch die sogenannten westlichen Demokratien (gerade auch die „BRD“) in Hülle und Fülle hervorgebracht und auch exzessiv angewendet. Eine tendenzielle Zunahme von Zwangspsychiatrisierung und Kriminalisierung anderer Spielart gegen „unbelehrbare Querulanten“ sollte und muss zukünftig erwartet werden! Über die USA werde ich mich an dieser Stelle ausnahmsweise mal gar nicht erst äußern …]

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Persönliches Schlusswort:

All dem, was ich in der kurzen Zeit meiner „Internet-Autoren-Karriere“ zu diesem Thema geschrieben habe ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Die westliche Kriegsmaschinerie läuft wieder auf Hochtouren und bedient sich dabei unbeirrbar derselben alten Lügen, die schon in Bezug auf den Afghanistan- und (bisher) letzten Irakkrieg vollständig aufgedeckt worden waren. Aber da sie sich auf die Vergesslichkeit und vor allem die größtenteils zur Tatenlosigkeit tendierende Obrigkeitshörigkeit der Massen verlassen zu können scheinen, werden sie das auch im Fall vom Iran durchziehen.

Aus Sicht der Verantwortlichen und deren wahren Motiven gibt es ja auch gar kein Zurück mehr, da sich der Iran weder durch Drohungen noch durch Sanktionen einschüchtern lässt, sondern den Spieß einfach umdreht. Zwar mutet es ziemlich tolldreist oder auch einfach nur „typisch westlich“ an, dass an sich vollkommen normale und den ausgestoßenen israelischen, US-amerikanischen und europäischen Drohungen angemessene Verteidigungsmaßnahmen des Irans postwendend in neue „offensive Drohgebärden“ der islamischen Republik „umgedeutet“ werden, aber das kann nur oberflächliche Menschen verwirren.

Natürlich geht es darum, die Spannung nicht nur hochzuhalten, sondern noch weiter zu schüren … und selbstverständlich soll dabei dem Iran und seinem „aufmüpfigen“ Präsidenten der schwarze Peter zugeschoben werden. Man könnte also sagen, wie es eine Kommentatorin auf meinem Blog getan hat, dass es „nichts Neues im Osten“ zu vermelden gibt … in Anbetracht der rigorosen und scheinheiligen, menschenverachtenden Machenschaften der „Achse der Guten“ spielt es keine nennenswerte Rolle, ob man Ahmadinedschad und die Ayatollahs mag oder nicht, die Schuldigen sind sie jedenfalls nicht!

Umso wichtiger ist es, dass wir, die wir dieses mehr als üble Spiel durchschauen und auch seine Wurzeln, sowie die sich durch die Jahrzehnte ziehenden Verästelungen des daraus entsprungenen Netzwerks kennen, unser Bemühen um eine qualifizierte und das Zusammenfügen der reichhaltig vorhandenen, richtigen Mosaiksteine befördernde Gegenöffentlichkeit bemühen. Diesem Anspruch versuchte ich mit dieser neuesten Ausgabe der Meckerecke gerecht zu werden und werde mein individuelles Bemühen im Rahmen meiner zeitlichen und kreativen Möglichkeiten auch weiterhin fortsetzen.

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Nach all diesem Text möchte ich gerne noch einen etwas unterhaltsameren, wenn auch nicht im Mindesten weniger ernsten und umfassend angebrachten Schlusspunkt setzen. Vor dem Hintergrund, dass die BRD als „Führungsmacht in der EU“ und eine der wichtigsten Vasallenmächte der USA (des alten/neuen Empires) bei diesem ganzen Wahnsinn mittendmang mitmischt, habe ich das Lied der Bandbreite ausgewählt, die vollkommen zu recht fragen: Was ist los in diesem Land?

http://www.youtube.com/watch?v=8fLuuuIptLE&feature=player_embedded

MfG Adalbert Naumann

3 Antworten

  1. Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag
    am Samstag, den 4. September 2010

    Treffpunkt: 14.30 Uhr am Adenauerplatz
    Wegstrecke ab 15.00 Uhr: über Kudamm, Joachimstaler Strasse, Kantstrasse bis Saviny-Platz (Abschlusskundgebung)

    Der Weltkrieg ist voll im Gange, was nun?

    den neuen Teil des dritten Weltkrieges gegen den Iran verhindern und die laufenden Teilkriege beenden!
    Terror und Gewalt stoppen, Vertrauen und Frieden verbreiten!
    Hass und Feindschaft bekämpfen, Vernunft sprechen lassen!
    Die kriegstreibenden Politiker/innen abwählen. Die Demokratie retten!
    Vor allem Millionen Menschenleben retten!

    Die Antikriegsdemonstration am Qudstag ist der Marsch für den Frieden. Die „Herren der Welt“ suchen anscheinend, nach alten Rezepten aus denm 20. Jahrhundert, den Ausweg aus der selbstverschuldeten Krise in dem Krieg. Die Vernunft sagt uns, dass die Wirtschaft dem Wohlstand und das Militär der Sicherheit für die Menschen dienen soll. Aber wenige tausend unter uns 6,5 Miliarden Menschen verfügen unberechtigter Weise über den größten Teil der materiellen Macht.
    Seien es Politiker, Staatsmänner u. Staatsfrauen oder die Mächtigen der Wirtschaft. Sie scheinen fest entschlossen, schrittweise einen dritten Weltkrieg mit Millionen von Toten und weiteren verheerenden Folgen zu führen.
    Ein Krieg, der schon 2001 begann und ettapenweise fortgeführt wird. Afghanistan, Irak, Libanon, Palästina, Pakistan, Jemen, Sudan und nun Iran.
    Was für ein Zufall, dass alle Teilkriege vom Westen, also von den „freiheitlich demokratischen“ Staaten und ihrem Vorposten in der islamischen Welt, nämlich von Israel, ausgehen. Wiederum rein zufällig wird Krieg gegen die islamischen Länder geführt! Sind wir schon bei der Inszinierung der „Clash of civilizations“?
    Oder befinden wir uns bereits mitten in den neuen, modernen Kreuzzügen? Dabei ist eins sicher: der erste Verlierer des dritten Weltkrieges ist die Demokratie, die dem blutigen Wahnsinn der Mächtigen geopfert wird.
    Wir dürfen unser eigenes Schicksal und das der gesamten Menschheit nicht den bösen Kriegstreibern überlassen!
    Aus diesem Grunde appelieren wir an alle Buergerinnen, sofern sie noch bei gesundem Menschenverstand sind und nicht von den Medien verzaubert wurden,
    an der diesjährigen Qudsdemonstrationen in Berlin teilzunehmen.

  2. […] größtenteils aber sarkastisch gemeint, was ich mit einem Verweis zu meinem Freund und Kollegen Adalbert Naumann näher darlegen […]

  3. AKTUELLES
    Interview der Quds AG mit seiner Exzellenz, dem Botschafter der
    Islamischen Republik Iran in Deutschland,
    Herrn Ali Reza Sheikh Attar über den israelisch-iranischen Konflikt und der Rolle Deutschlands

    7. September 2010

    Quds AG: Hat die islamische Republik Iran jemals eine militärische Aktion gegen Israel durchgeführt?

    Botschafter: Die Islamische Republik Iran ist niemals militärisch gegen Israel vorgegangen. Die Islamische Republik Iran ist überzeugt, dass das israelische Regime wegen der Unterdrückung, die von ihm ausgeht, von innen zusammenbricht und dass es im Ausland nach Abenteuern sucht, um seinen Zusammensturz hinauszuzögern. Die Erfahrungen der letzten 60 Jahre sind ein Beweis dafür. In diesen 60 Jahren ist es immer das israelische Regime gewesen, das seine Nachbarn angegriffen und den Ländern der Region wiederholt mit militärischem Angriff gedroht hat.

    Quds AG: Hat die islamische Republik Iran vor den Staat Israel militärisch anzugreifen? Oder, wenn sie dazu militärisch in der Lage ist, Israel zu vernichten? Zum Beispiel durch eine Atombombe? Wenn Iran rein theoretisch eine Atombombe besitzen würde, würde Iran diese Bombe auf Israel werfen, um den Staat Israel oder die Bevölkerung in diesem Gebiet zu vernichten?

    Botschafter: Nach Meinung der Islamischen Republik Iran sind die Produktion, die Lagerung und der Einsatz von Massenvernichtungswaffen nach islamischem Recht verboten, und da die Regierung islamisch ist, haben Massenvernichtungswaffen in der iranischen Militärdoktrin keinen Platz. Die Islamische Republik Iran hat auch in der Praxis während des auferlegten irakisch-iranischen Krieges, in dem das Regime von Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen gegen das unschuldige iranische und irakische Volk einsetzte, bewiesen, dass es sich an diese Meinung hält. Die Islamische Republik Iran glaubt, dass alle Menschen aus humanitären Gründen dazu verpflichtet sind, die Unterdrückten zu unterstützen und verlangt lediglich das Ende der Besatzung und Unterdrückung, die Einkehr von Gerechtigkeit und die Abhaltung eines Referendums, bei dem die ursprünglichen Einwohner Palästinas anwesend sein sollen, damit sie das Schicksal Palästinas selbst bestimmen können. Natürlich kann die Besatzungsmacht in diesem Prozess nicht das Recht haben, über das besetzte Land zu entscheiden. Die Islamische Republik Iran respektiert die Entscheidung des palästinensischen Volkes zur Bestimmung ihres Schicksals.

    Quds AG: Hat die Islamische Republik Iran einen Judenhass? Ist die Republik eine antisemitische Republik?

    Botschafter: Die Iraner (Perser) waren, historisch betrachtet, das erste Volk, dass die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreiten, und die iranischen Könige werden in den heiligen Schriften der Juden lobend erwähnt. Außerdem lebt seit Jahrhunderten eine beachtliche Minderheit von Juden (ca. 20.000) in Iran, und diese 20.000 Personen haben einen Abgeordneten im iranischen Parlament, obwohl in Iran im Durchschnitt auf 200.000 Personen ein Abgeordneter kommt. Dutzende von Synagogen, die den Juden als Gebetsstätte dienen, existieren an verschiedenen Orten Irans. Diese erhalten vom Staat finanzielle Unterstützung, und verschiedene jüdische Kultur- und Wohltätigkeitsvereine sowie wissenschaftliche Vereinigungen sind in Iran aktiv. Diese Vergangenheit und Gegenwart steht in keinem Zusammenhang zum Antisemitismus. Der Antisemitismus ist grundsätzlich eine Erscheinung, die in Europa entstanden ist.

    Quds AG: Hat die islamische Republik , oder Teile des Staates, irgendwelche Pläne zur Vernichtung der Juden? Z.B. die Juden Israels ins Meer zu werfen?

    Botschafter: Wie bereits ausgeführt, gab und gibt es in Iran keinen Antisemitismus. Wogegen Iran sich wendet, sind Besatzung und Rassismus. Wir glauben, dass heute sogar die Juden unterdrückt werden und dass das zionistische Regime das Gefühl, bedroht zu sein, in den Juden schürt und dadurch versucht, seine kriegstreiberische Politik zu rechtfertigen. Doch mit Kriegstreiberei, Besatzung und Repression hat dieses Regime verhindert, dass die Menschen in dieser Region ein ruhiges, friedliches Leben führen können. Ebenso wie Iran in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, dass die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreit wurden, so unterstützt Iran auch heute die Befreiung aller Palästinenser – gleich, ob sie Moslems, Christen oder Juden sind, – aus der Unterdrückung durch die Zionisten, und aus eben diesem Grunde ist die Abhaltung eines Referendums, an dem alle ursprünglichen Einwohner Palästinas teilnehmen, der beste Weg zur Schaffung von Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region.

    Quds AG: Warum hat die Islamische Republik Iran sofort nach dem Sieg der islamischen Revolution die Beziehungen auf allen Ebenen zu den Regimen in Südafrika und zu Israel abgebrochen?

    Botschafter: Wenn wir die Gemeinsamkeiten zwischen dem südafrikanischen Regime und Israel genau betrachten, dann verstehen wir den wahren Grund für den Abbruch der Beziehungen und der gemeinsamen Politik zwischen Iran und diesen beiden Regimen. Die Gemeinsamkeiten beider umfassen Rassismus und Besatzung, und der Abbruch der Beziehungen mit rassistischen Besatzerregimern steht im Einklang mit dem islamischen Recht und ist logisch. Es muss die Frage gestellt werden, warum manche Länder mit rassistischen Besatzerregimen Beziehungen aufnehmen und dadurch die Besatzung und den Rassismus legitimieren und sich daran Beteiligen?

    Quds AG: Das zionistische Regime Namens Israel hat keine definierten Grenzen, keine Verfassung, eine rassistische Staatsdoktrin, ist ein Apartheidregime, kein von dem UNO-Sicherheitsrat bestätigtes Existenzrecht (nur durch Vollversammlung für ein bestimmtes Gebiet in Palästina anerkannt), setzt sich über alle UNO-Beschlüsse hinweg, respektiert kein Völkerrecht und kein internationales Recht, übt regelmäßig Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus, besetzt fremdes Territorium der Nachbarstaaten, erklärt jeden Mensch auf der Welt, der einen jüdischen Großvater hat zum Staatsbürger, auch wenn er mehrere andere Staatsbürgerschaften besitzt usw. aber verlangt von der ganzen Welt die Anerkennung seines Existenzrechtes. Dies verlangt immer vehementer die deutsche Bundesregierung von allen Bürgern und Vereinigungen in Deutschland, sonst verlieren sie ihre Rechte und werden diskriminiert und benachteiligt. Die Situation in Deutschland wird in dieser Hinsicht immer unerträglicher und immer mehr Freiheiten werden unter dem Vorwand der Nichtanerkennung des Existenzrecht Israels beschnitten. Was meinen Sie warum die Bundesregierung diese undemokratische Innenpolitik gegenüber eigenen Bürgern und gegen das Grundgesetz verfolgt?

    Botschafter: Muss man diese Frage den Verantwortlichen in Deutschland stellen? Natürlich wird bei der Beantwortung dieser Frage die historische Verantwortung Deutschlands für die Ermordung von Juden im Zweiten Weltkrieg erwähnt, doch dies überzeugt nicht. Denn erstens ist jeder für seine eigenen Taten verantwortlich, und die heutige Generation in Deutschland hat keine Verbrechen gegen Juden begangen, wofür sie die Verantwortung tragen müsste. Zweitens fühlt sich Deutschland wegen der Unterdrückung, die die Juden während des Krieges erfuhren, für sie verantwortlich. Darum handelt es sich hier um das Verantwortungsgefühl gegenüber einem Unterdrückten. Nun muss man sehen, wer heute unterdrückt wird. Da in den letzten 60 Jahren das palästinensische Volk unterdrückt worden ist, so ist Deutschland eigentlich dafür verantwortlich, die Unterdrückten in Palästina zu unterstützen. Drittens kann die Verantwortung für die Unterstützung der Juden nicht bedingungslos sein und kann nicht die Unterstützung von Kriegstreiberei, von militärischer Bedrohung anderer Länder, von Besatzung und Repression des palästinensischen Volkes, von Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen, die durch den Angriff auf die Hilfsflotte erfolgt sind, einschließen. Die bedingungslose Unterstützung Israels hat den unterstützenden Staaten neue Verantwortung auferlegt und erlegt ihnen diese auch weiterhin auf.

    Quds AG: Kennen Sie Artikel 26 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland? Deutsche Politiker bedrohen politisch aktive natürliche und juristische Personen mit Konsequenzen aus diesem Artikel, falls sie kein öffentliches sich deutlich von den Erklärungen der iranischen Regierung abgrenzendes Bekenntnis zum Existenzrecht Israels ablegen. Was meinen diese Politiker mit dieser Formulierung? Welche Erklärungen der iranischen Regierung sind damit gemeint?

    Botschafter: Die iranische Regierung hat stets mit Nachdruck die Beendigung der Unterdrückung, der Repressionen, der Besatzung und die Abhaltung eines Referendums aufgrund des Selbstbestimmungsrechts als eines international anerkannten Rechts zur Einsetzung einer vom palästinensischen Volk – bestehend aus Muslimen, Christen und Juden, anerkannten Regierung gefordert. Diese Politik verweigert keinem legitimen Staat das Existenzrecht, doch wie bereits erwähnt kann sie keine Staaten anerkennen, die durch Rassismus und Besatzung entstanden sind.

    Quds AG: Vielen Dank für das Interview, Herr Botschafter.

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