Uri Avnery: Ein parlamentarischer Mob

Kurzes Vorwort:

Wie immer soll an erster Stelle dieses Gastbeitrags unser Dank an Ellen Rohlfs für die Übersetzung, sowie die Genehmigung zur Veröffentlichung des Artikels stehen – ebenso wie der ebenso obligatorische wie aufrichtige Dank an Lopez vom Womblog für die Weiterleitung.

Der neueste Artikel von Uri Avnery spricht mir nicht nur, aber auch deshalb aus vollstem Herzen, weil er mir mit seiner fundierten Darstellung und Analyse vom „Alltag der Knesset“ die Bestätigung dafür liefert, dass „parlamentarische Demokratien“, noch dazu solche, die nach dem angloamerikanischen Vorbild gestaltet wurden, überall auf der Welt … also auch in Israel und der BRD, die gleichen Schattenseiten hervorbringen.

Neben dem zionistischen Mythos, dass Israel „die einzige Demokratie im Nahen Osten“ sei (was nicht unbedingt eine Lüge sein muss, wenn man als Bewertungsgrundlage das Demokratieverständnis der westlichen Wertegemeinschaft heranzieht!), bietet der Artikel aber (ob ungewollt oder nicht kann dahinstehen) auch eine Vielzahl an Denkanstößen, mit denen wir Deutsche oder die Bürger/innen in anderen westlichen Demokratien, die Arbeit und ideologische Konditionierung ihrer „Volksvertreter“ um einiges besser einschätzen und letztlich durchschauen zu können lernen sollten.

Nicht nur deshalb, sondern auch wegen dem tiefen Einblick in das politische Entscheidungssystem des aktuellen israelischen Parlaments muss und möchte ich diesem Artikel eine besondere Leseempfehlung aussprechen!

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Ein parlamentarischer Mob

Uri Avnery, 17.7.10

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ALS ICH das erste Mal in die Knesset gewählt wurde, war ich entsetzt über das, was ich vorfand. Ich entdeckte abgesehen von wenigen Ausnahmen, dass der intellektuelle Inhalt der Debatten nahe Null war. Er bestand hauptsächlich aus Klischees, so wie man sie auch auf Allgemeinplätzen hören kann. Während der meisten Debatten war das Plenum fast leer. Die meisten Mitglieder sprachen ein vulgäres Hebräisch. Beim Abstimmen hatten viele Mitglieder keine Idee, worüber sie pro oder contra stimmen sollten – sie folgten nur den Ordern ihrer Partei.

Das war 1967, als die Knesset Mitglieder wie Levy Eshkol und Pinhas Sapir, David Ben Gurion und Moshe Dayan, Menachem Begin und Yohanan Bader, Meir Yaari und Yaakov Chazan einschloss, nach denen heute Straßen und Vororte benannt werden.

Im Vergleich zur gegenwärtigen Knesset sieht die damalige Knesset wie Platons Akademie aus.

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WAS MICH mehr als alles andere erschreckte, war die Bereitschaft der Mitglieder, unverantwortliche Gesetze zu erlassen, um – besonders in Zeiten von Massenhysterie – flüchtige Popularität zu gewinnen. Eine meiner ersten Knessetinitiativen war, eine Gesetzesvorlage einzureichen, nach der eine zweite Regierungskammer hätte geschaffen werden  können, eine Art Senat, zusammengesetzt aus herausragenden Persönlichkeiten, die die Vollmacht hätten, die Einführung neuer Gesetze aufzuhalten und die Knesset zu zwingen, sie nach einer Pause neu zu überdenken. Ich hoffte, dies würde verhindern, dass Gesetze übereilt in hitziger Atmosphäre angenommen werden würden.

Diese Gesetzesvorlage wurde nicht ernst genommen, weder von der Knesset noch von der allgemeinen Öffentlichkeit. Die Knesset stimmte beinahe einstimmig dagegen. (Nach ein paar Jahren sagten mir einige Mitglieder, dass sie ihre Abstimmung von damals bedauerten). Die Zeitungen betitelten die vorgeschlagene Kammer „House of Lords“ und machten sie lächerlich. Haaretz widmete dem Vorschlag eine ganze Seite  Karikaturen und stellte mich im Gewand eines britischen Adligen dar.

Es gibt also keine Bremse. Die Produktion unverantwortlicher Gesetze, von denen die meisten rassistisch und anti-demokratisch sind, gedeiht. Je mehr sich die Regierung selbst in eine Versammlung politischer Parteibonzen verwandelt, um so geringer wird ihre Fähigkeit, solche Gesetzgebung zu verhindern. Die gegenwärtige Regierung, die größte, die minderwertigste und verachtetste in Israels Geschichte, arbeitet mit den Knessetmitgliedern zusammen, um solche Gesetzesvorlagen einzureichen, ja sie sogar selbst zu initiieren.

Das einzig verbliebene Hindernis für  diese unverantwortliche Haltung ist der Oberste Gerichtshof. Da wir keine Verfassung haben, hat er sich die Vollmacht genommen, skandalöse Gesetze, die die Demokratie und die Menschenrechte verletzen, zu annullieren. Aber der Oberste Gerichtshof wird selbst von rechten Extremisten belagert, die ihn zerstören wollen. Er verhält sich deshalb sehr zurückhaltend.  Er interveniert nur in extremen Fällen.

So hat sich eine paradoxe Situation ergeben: das Parlament, der höchste Ausdruck von Demokratie, ist  jetzt selbst zu einer ernsthaften Bedrohung der israelischen Demokratie geworden.

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DER MANN, der dieses Phänomen mehr als jeder andere personifiziert, ist das Knessetmitglied Michael Ben-Ari von der „Nationale Union“-Partei, dem Erben von Meir Kahane, dessen Organisation „Kach“ ( „So“) vor vielen Jahren wegen ihres offen faschistischen Charakters verboten worden war.

Kahane wurde nur einmal in die Knesset gewählt. Die Reaktion der anderen Mitglieder war eindeutig: wann immer er aufstand, um das Wort zu ergreifen, verließen fast alle anderen Mitglieder den Saal. Der Rabbiner musste seine Rede vor einer Handvoll ultra-rechter Kollegen halten.

Vor ein paar Wochen besuchte ich die augenblickliche Knesset das erste Mal seit ihrer Wahl. Ich ging hin, um einer Debatte zuzuhören, die auch mich betraf: die Entscheidung der palästinensischen Behörde, die Produkte der Siedlungen zu boykottieren – viele Jahre, nachdem Gush Shalom diesen Boykott gestartet hatte. Ich verbrachte ein paar Stunden in dem Gebäude, und von Stunde zu Stunde wuchs mein Widerwille.

Der Hauptgrund war eine Tatsache, die mir bis dahin nicht bewusst war: MK Ben-Ari, der Schüler und Bewunderer von Kahane, lässt sich dort feiern. Er ist kein isolierter Außenseiter am Rande des parlamentarischen Lebens, wie es sein Mentor gewesen war. Im Gegenteil, er steht im Mittelpunkt. Ich sah Mitglieder fast aller Fraktionen sich in der Cafeteria der Mitglieder um ihn scharen und ihm und seinem endlosen Gerede im Plenum mit gespannter Aufmerksamkeit zu lauschen. Zweifellos hat sich der Kahanismus – eine israelische Version von Faschismus – vom Rand ins Zentrum bewegt.

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VOR KURZEM ist das Land Zeuge einer Szene geworden, die so aussah, als hätte sie im Parlament von Südkorea oder Japan stattgefunden.

Auf dem Rednerpult des Knessetsprechers stand das Knessetmitglied Hanin Soabi von der arabisch-nationalistischen Baladfraktion und versuchte zu erklären, warum sie sich der Gaza-Hilfs-Flottille angeschlossen hatte, die von der israelischen Marine angegriffen worden war. MK Anastasia Michaeli, ein Mitglied der Lieberman-Partei, sprang von ihrem Sitz auf und lief mit grauenerregenden Schreien und erhobenen Armen auf das Podium zu, um Hanin Soabi mit Gewalt von dort wegzuziehen. Andere Mitglieder erhoben sich von ihren Sitzen, um Michaeli zu helfen. Neben der Rednerin versammelte sich ein drohendes Knäuel von Knessetmitgliedern. Nur mit großer Mühe gelang es Saalordnern, Soabi vor körperlichem Schaden zu bewahren. Eines der männlichen Mitglieder schrie sie  in einer Mischung von Rassismus und Sexismus an: „Geh nach Gaza und sieh, was man dort mit einer 41jährigen unverheirateten Frau tun wird!“

Es hätte keinen größeren Unterschied zwischen den beiden weiblichen  MKs  (Mitglieder der Knesset) geben können. Während Hanin Soabi aus einer Familie aus der Gegend Nazareths kommt, deren Ursprünge Jahrhunderte zurückgehen, vielleicht bis in Jesu Zeiten, wurde Anastasia im (damaligen) Leningrad geboren, wurde zur Miss Sankt Petersburg gewählt, wurde dann Mannequin, heiratete einen Israeli, konvertierte zum Judentum und immigrierte mit 24 nach Israel, behielt aber ihren sehr russischen Vornamen bei. Sie wurde Mutter von acht Kindern. Sie könnte eine israelische Sara Palin sein, die schließlich auch eine Schönheitskönigin  war.

Soweit ich ausmachen konnte, hat sich kein einziges jüdisches Mitglied erhoben, um Soabi während des Tumultes beizustehen. Nichts als ein paar schwache Proteste des Knessetpräsidenten Reuven Rivlin und  des Meretz-Mitglieds Chaim Oron.

In all den 61 Jahren ihrer Existenz hat die Knesset  keinen solchen Anblick geboten. Innerhalb einer Minute verwandelte sich die souveräne Versammlung in einen parlamentarischen Lynchmob.

Man muss nicht die Ideologie der Baladpartei teilen, um die beeindruckende Persönlichkeit von Hanin Soabi zu respektieren. Sie spricht fließend und gut (auch hebräisch), hat akademische Grade von zwei israelischen Universitäten, kämpft für die Rechte der Frauen innerhalb der israelisch-arabischen Gesellschaft und ist das erste weibliche Mitglied einer arabischen Fraktion in der Knesset. Die israelische Demokratie könnte stolz auf sie sein. Sie kommt aus einer  arabischen Großfamilie. Der Bruder ihres Großvaters war Bürgermeister von Nazareth und ein Onkel stellvertretender Minister, ein anderer Richter am Obersten Gerichtshof. (Tatsächlich schlug ich an meinem ersten Tag in der Knesset ein anderes Mitglied der Soabi-Familie vor,  zum Knessetpräsidenten gewählt  zu werden).

In dieser Woche entschied eine große Mehrheit  der Knesset, einen Vorschlag von Michael Ben-Ari anzunehmen, der von Likud und Kadima-Mitgliedern unterstützt wurde: es sollten Hanin Soabis  parlamentarische Privilegien entzogen werden. Davor fragte der Innenminister sogar den Rechtsberater der Regierung um die Genehmigung seines Planes, Soabi wegen Hochverrats die israelische Staatbürgerschaft zu entziehen. Eines der Knessetmitglieder schrie sie an: „Du gehörst nicht in die israelische Knesset! Du hast kein Recht, einen israelischen Ausweis zu tragen!“

Am selben Tag befasste sich die Knesset mit einer Aktion gegen den Gründer von Zoabis Partei, Asmi Bishara. Bei einer ersten Anhörung genehmigte sie einen Gesetzesentwurf – auch dieser von Likud und Kadima-Mitgliedern unterstützt – der dahin zielte, Bisharas Pension zu streichen, auf die er nach seinem Rücktritt aus der Knesset ein Recht hat. (Er ist im Ausland geblieben, nachdem ihm mit einer Anklage wegen Spionage gedroht worden war.)

Die stolzen Eltern dieser Initiativen, die massive Unterstützung von Likud, Kadima, Liebermans Partei und all den religiösen Fraktionen erhielten, verbargen ihre Absicht nicht, alle Araber aus dem Parlament zu vertreiben und endlich eine rein jüdische Knesset zu errichten. Die letzten Entscheidungen der Knesset sind nur Teil einer seit langem andauernden Kampagne, die fast jede Woche neue Initiativen von öffentlichkeitshungrigen Mitgliedern hervorruft, die wissen, dass je rassistischer und antidemokratischer ihre Gesetzesentwürfe sind, sie bei vielen Wählern umso populärer werden .

So war auch die Knessetentscheidung dieser Woche: die Bedingung für den Erwerb der Staatbürgerschaft zu bestimmen: der Kandidat muss einen Eid auf Israel  als einen „jüdischen und demokratischen Staat“ schwören. Das würde bedeuten, dass Araber (besonders ausländische arabische Ehepartner von arabischen Bürgern) sich der zionistischen Ideologie unterwerfen. (Das US-Äquivalent würde die Forderung  gegenüber neuen  amerikanischen Bürgern sein, die einen Eid auf die USA als einem „weißen, angelsächsischen protestantischen Staat“ ablegen müssten.)

Es scheint keine Grenzen der parlamentarischen Unverantwortlichkeit zu geben. Alle roten Linien sind schon vor langer Zeit überschritten worden. Dies betrifft nicht nur die parlamentarische Vertretung von mehr als 20% von Israels Bürgern. Es gibt eine klare Tendenz, allen arabischen Bürgern die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

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DIESE TENDENZ ist  mit dem anhaltenden Angriff auf den Status  der Araber in Ost-Jerusalem verbunden.

In dieser Woche war ich auch bei einer Gerichtsverhandlung im Jerusalemer Amtsgericht wegen der Verhaftung von Muhammed Abu-Ter, einem der vier Hamasmitglieder des palästinensischen Parlaments von Jerusalem. Die Verhandlung wurde in einem winzigen Raum abgehalten, in dem nur etwa ein Dutzend Zuhörer Platz hatten. Mir gelang es, nur mit großen Schwierigkeiten hinein zu kommen.

Nachdem sie in demokratischen Wahlen gewählt worden waren und – entsprechend Israels expliziter Verpflichtung nach dem Oslo-Abkommen – den Arabern Ost-Jerusalems  erlaubt worden war, daran teilzunehmen, verkündete die Regierung, dass ihr Status als „permanente Bewohner“ widerrufen worden sei.

Was bedeutet das? Als Israel Ost-Jerusalem 1967 annektierte, dachte die Regierung nicht im Traume daran, den Bewohnern die Bürgerschaft zu geben, was den Prozentsatz arabischer Wähler in Israel  bedeutend vergrößert hätte. Man erfand auch keinen neuen Status für sie. Da andere Alternativen fehlten, wurden die Einwohner  zu „permanenten Bewohnern“, einem Status, den man Ausländern gibt, die in Israel wohnen bleiben wollen. Der Innenminister hat das Recht, diesen Status zu widerrufen und solche Leute in das Land ihres Ursprungs zu deportieren.

Natürlich passt diese Definition des „permanenten Bewohner“ nicht für die Einwohner Ost-Jerusalems. Sie und ihre Vorfahren wurden hier geboren. Sie haben keine andere Staatsbürgerschaft und keinen anderen Wohnort. Der Widerruf ihres Status’ macht sie zu politisch Heimatlosen, die nirgendwo hingehören und ohne irgendeinen Schutz sind.

Der Staatsanwalt behauptete vor Gericht, dass mit dem Streichen seines Status als „permanenter Bewohner“ Abu-Ter eine „illegale Person“ geworden sei, dessen Weigerung, die  Stadt zu verlassen, unbegrenzte Haft  rechtfertigt.

(Einige Stunden vorher befasste sich der Oberste Gerichtshof mit unserer Petition, die die Untersuchung des Gaza-Flottille-Vorfalls betraf. Wir errangen einen partiellen, aber bedeutsamen Sieg: zum ersten Mal in der Geschichte des Obersten Gerichtshofes stimmte dieser zu, sich in einer Sache  einzumischen, die eine Untersuchungskommission betraf. Das Gericht entschied, dass wenn die Kommission die Zeugenaussagen der Offiziere fordert und die Regierung dies zu verhindern versucht, sich das Gericht einmischen würde.)

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WENN EINIGE Leute versuchen, sich selbst etwas vorzumachen und glauben, dass der parlamentarische Mob „nur Araber“ verletzen will, dann haben sie sich sehr geirrt. Die einzige Frage ist:  wer kommt als nächstes dran?

In dieser Woche adoptierte die Knesset bei der ersten Lesung einen Gesetzesentwurf, der schwere Strafen über Israelis verhängt, die sich für einen Boykott Israels im allgemeinen und auf  wirtschaftliche Unternehmen, Universitäten und andere israelische Institutionen, einschließlich Siedlungen im Besonderen aussprechen. Jede dieser Institutionen ist berechtigt, einen Schadenersatz von 5000 Dollar von jedem Unterstützer des Boykotts zu verlangen.

Ein Aufruf zum Boykott ist ein demokratisches Ausdrucksmittel. Ich bin gegen einen allgemeinen Boykott Israels, aber (nach Voltaire) bin ich bereit, dafür zu kämpfen, dass jeder das Recht hat, zum Boykott aufzurufen. Das wirkliche Ziel der Gesetzvorlage ist natürlich, die Siedlungen zu schützen. Es ist dafür bestimmt, diejenigen abzuschrecken, die zu einem Boykott der Produkte  von Siedlungen aufrufen, die außerhalb der 1967er-Grenze im besetzten Land bestehen. Dies schließt mich und meine Freunde ein.

Seit der Gründung Israels hat dieses nie aufgehört, sich damit zu rühmen, die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu sein. Dies ist ein Juwel in der Krone der israelischen Propaganda. Die Knesset ist das Symbol der Demokratie.

Es scheint, dass der parlamentarische Mob, der die Knesset übernommen hat,  entschlossen ist, dieses Image ein für alle Mal zu zerstören, so dass Israel seinen eigentlichen Platz irgendwo zwischen Libyen, dem Jemen und Saudi Arabien finden wird.

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(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

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THX Lopez

12 Antworten

  1. Es ist erstaunlich was hier so frei geäussert wird. Das Licht dringt so langsam durch alle Schlüssellöcher.

  2. Tja, ist wohl wahr … aber wenn die „anderen“ uns nur mit Lügen und Desinformationen versorgen, muss man selbst aus der Deckung kommen. Wenn man dazu eine so hervorragende Steilvorlage wie den obenstehenden Artikel von Uri Avnery nutzen kann, wird das natürlich um einiges leichter – aber auch sonst bevorzugen wir den „Kampf mit offenem Visier“😉

  3. Hallo liebe Freunde und mit offenem Visier kämpfende Rittersleut!

    Dazu von mir nur als Knappe eine ebensolche Notiz. Die an anderen Stellen zum Teil auch an mich gerichteten Kommentare, kann ich heute als Langsamtipper und weil ich bis eben unterwegs war nicht so beantworten, wie ich das gerne täte. Aber ich habe alles gelesen und befasse mich in Gedanken schon mit einem neuen Artikel. Deshalb bitte ich nachsichtig mit mir zur sein und es mir bitte nicht nachzutragen, wenn ich nicht direkt an den anderen Diskussionen teilnehme.

    Dass sich immer mehr Kontakte zwischen Menschen zu ergeben scheinen, deren Ansichten sich weitestgehend decken und von denen sich ein paar auch der Gemeinschaft hier im Blog anschließen, finde ich einfach Klasse und es macht Mut.

    Ich habe sogar ein Angebot zu autarkem Leben auf dem Land bekommen. Was sogar nicht das erste seiner Art an mich ist. So etwas sagt mir alles, über die Systemkritik hinaus hat die Systemflucht schon eingesetzt. Auf so etwas warte ich ehrlich gesagt schon seit fast 30 Jahren. Und was mich angeht, so könnte ich mir sogar vorstellen in einer Höhle zu leben, so wie Jan es schon macht.

    Es ist und bleibt alles spannend. Spannend deshalb, weil wir alles live miterleben dürfen.

    Herzliche Grüße an alle, Jochen

  4. Halo Jochen,
    Systemflucht ist gut, Systemunterwanderung aber besser. In Deutschland im Grunde ist man immer irgendwie vom Geldsystem abhängig. Und wo Geld im Spiel ist kann kein Teilen existieren. Das heisst, autarke Gruppen müssten das gib so wird dir gegeben total paralell zu den herrschenden Systemen eingeführen. Es müsstem sich verschiedene Talente daran beteiligen. Anstatt Geld kann man seine Arbeitskraft in die Gruppe geben. Zwei Stunden am Tag würden genügen bei fünf tagen in der Woche oder eben zehn Stunden an einem Tag in der Woche oder je nach Abmachung. Wer sich berufen fühlt kann auch mehr leisten.Bauern könnten einen Teil ihrer Überschusserträge beisteuern usw.

    Solche autarken Gruppen kann man auch gut in Städten einführen wo sicher auch einige Personen Beziehungen zu Bauern haben. Vielleicht auch Familiär. Als Gegenzug zu den Landwirtschaftlichen Produkten kann man bei der Ernte helfen. Die zur Gruppe gehörenden Ärzte oder Pflegekräfte könnten auch ihren Teil zur Gruppe beitragen und auch die Landbevölkerung und die Alten in den Städten versorgen. Ich glaube, dass diese Beispiele genügen um in etwa zu erklären was ich meine. Also keine einseitige Hilfe, sondern das gib so wird dir gegeben.

    Als Einzelkämpfer und Einsiedler ist es echt schwierig einen Ausstieg zu finden. Ich habe es probiert. Irgendwann geht das Geld aus und was dann? Meiner Meinung geht es nur mit gleichgesinnten und zwar nur ohne Geld- und ohne Tauschsysteme. Alle schmeissen bildlich gesehen ihre talente und ihre Arbeitskraft auf einen Haufen und jeder nimmt sich was er eben braucht. Missbrauch ist kaum möglich. Denn jeder kann nur auf einem Stuhl sitzen.

    Wenn ich wieder in Deutschland bin werde ich versuchen eine solche Gruppe aufzubauen. Ich bin schon Jahre daran und mein System ist als Grundlage schon sehr gut durchdacht. Bei Interesse werde ich die interessierten Menschen gerne informieren. Solange werde ich aber noch immer wieder in diesen Blog hereinschauen.
    Viele Grüsse Hans

  5. Hallo Hans Steinle!

    (Ich schreibe den Nachnamen hinzu, weil es hier ja noch einen Hans gibt.)
    Besser noch als die Systemunterwanderung ist aber die Systemauflösung, weil man dann von grundauf neu beginnen könnte. An diesem Punkt waren wir Deutsche eigentlich kurz nach dem Krieg angelangt und es hätte auch funktionieren können. Aber leider haben sich dann die Gründungsväter solche Fesseln anlegen lassen, dass noch nicht mal für die heutigen Kinder und deren Kinder eine richtige Chance auf Befreiung in Sicht ist.

    Außerdem gibt es immer Leute, die gerne die Macht an sich reißen, selbst wenn sie selbst nur Marionetten sind. Würde das deutsche Volk richtig zusammen halten, wirklich jeder und nicht jeder des anderen Teufel sein, dann könnte uns alles gelingen, auch die Befreiung aus den Fesseln der Nachkriegsverträge, die man uns aufgezwungen hat. Solange wir uns von irgendwelchen Parteien den Willen von wenigen aufzwingen lassen, solange bleibt Deutschland im Ganzen ein Kriegsverlierer, ein böser Judenvernichter und ein Geldlieferant für andere, weil wir alle uns auf ewig die Schuld zuschreiben lassen müssen.

    Was mich angeht und die anderen hier lebenden Deutschen und vor allem die Kinder, so haben wir niemandem etwas getan und trotzdem müssen wir büßen und schön brav den Mund halten. Jedenfalls zu den grundlegendsten und ursächlichsten Dingen, die uns dennoch alle betrefffen.
    Mit dem System hier ist keine freie Zukunft möglich. Außerdem hat die EU das System hier schon beim Wickel.
    So kommen zwar zwangsläufig immer mehr Menschen auf die Idee, autark leben zu wollen. Die Idee ist nicht neu. Aber wie soll das konkret gelingen? Mir ist jetzt schon mehrmals angeboten worden, am Leben einer Art Kommune auf dem Land teilzunehmen. So in der Richtung, wie Du es Dir auch vorstellst.

    Als ich noch studiert habe, hat uns der Dozent ein Buch angepriesen: Walden Two, das Leben in einer aggressionsfreien Gesellschaft. Das ist möglich, aber nur wenn SEHR VIELE dabei mitmachen. Aus der Geschichte „Der Herr der Fliegen“ ist bekannt, dass sich jedoch mit der Zeit unter Menschen wieder neue Machtstrukturen entwickeln, selbst wenn zuvor alles was Zivilisation bedeutet hat, am Boden gelegen hat. Die Menschen kommen einfach nicht miteinander klar, ohne sich gegenseitig zu unterdrücken. Einer will immer den Chef spielen. Und es gibt auch immer ein paar, die dem Chef dienen wollen, nur damit sie nicht zu den ganz Unterdrückten gehören müssen, die das Fundament der Pyramide bilden.
    Diese Zwischenstufenbeherrscher, das sind jene, mit denen sich heute größtenteils das deutsche Volk herumschlagen muss. Diese Typen sitzen in den Behörden und laben sich an dem bisschen Macht, dass man ihnen gegeben hat und dabei bemerken sie leider nicht, dass sie selbst für den Chef auch nur einen Fliegenschiß wert sind. Auch unsere Polizisten werden nur benutzt, aber sie kommen sich dabei großartig vor. Mit anderen umspringen können wie man will und das sogar noch mit dem Gesetz begründen zu dürfen, das hat schon etwas. Es sind Strohpuppen und weiter nichts. Im Grunde sind sie Sklaven ihrer eigenen Gesetze.
    Du Hans möchtest hier in Deutschland eine Gruppe aufbauen, die autark leben könnte. Da hast Du Dir ganz schön etwas vorgenommen.

    Ich persönlich glaube nicht, dass man solche Gruppen vom System her lange tolerieren wird. Denn da prallen einfach Welten aufeinander. Auch diese Gruppen müssen sich dem Hauptsystem unterordnen, denn es gibt einfach zu viele Verordnungen und Gesetze, die ein jeder der in Deutschland ansässig ist, zu beachten hat. Die vom System wollen Steuergelder sehen, bestimmen wie wie man wohnen darf und wollen auch wissen, wer wo wohnt und alle müssen sich registrieren lassen. Meine Meinung ist, dass neben dem alten System ein neues eigentlich nicht existieren kann, ohne die Grenzen einzuhalten, die das alte System vorgibt. Ich denke, erst muss das alte ganz verschwinden, dann kann man sich mit der Idee vom Neuen und Besseren eingehend beschäftigen. Alles andere ist Einzelkämpferdenken.
    Ich selbst bin auch ein gesellschaftlicher Querschläger und das immer schon gewesen und langsam wird es immer schwieriger für mich, meinen Weg beizubehalten. Je mehr ich es versuchen werde, desto mehr werde ich wahrscheinlich in Bedrängnis kommen. Beim Geld und beim Wohnen fängt es an.
    Eine ziemlich autarke Gruppe lässt sich nur dann aufbauen, wenn zumindest der Grundstein dafür durch genug Geld abgedeckt ist. Klar können viele Menschen viele Sachen auf ihre Weise. Aber nur mit den Händen etwas aus dem Nichts aufzubauen, das ist schwer. Wer hat den Mut, die Lust und die Kraft dazu und kann dann noch dazu die Grenzen zum alten System so befestigen, dass es ganz draußen bleibt?

    Viele Grüße, Jochen

  6. Heute ist der 20. Juli. Was wäre passiert, wenn damals 1944 das Attentat auf Hitler geglückt wäre?
    Wären wir dann politisch und wirtschaftlich trotzdem da wo wir heute sind oder wäre uns ein besseres und freieres Leben beschert worden?
    Ich denke, dass sich dann die Machtstrukturen trotzdem so ähnlich entwickelt hätten, wie wir sie heute haben. Alles was anders ausgehen hätte können, hätte man einfach abgewürgt. So wie es auch heute immer noch gemacht wird. Die Politik denkt in Parteienstrukturen und die raffgierigen Konzerne in Konsumverhaltenssteigerungsmaßnahmen zum Unwohle des einzelnen Menschen. Also in die Richtung, was alles nicht unserer eigentlichen Natur entspricht. Das Ergebnis davon haben wir jetzt vor uns. Deutschland ist kaputt und das kaputte System will man trotzdem als Basis für alles weiter aufrecht erhalten.
    Die Deutschen hätten nie mehr eine Waffe in die Hand nehmen dürfen. Das Wehrpflichtgesetz damals ins Grundgesetz aufzunehmen, war einer der größten Fehler überhaupt und es hat alles wieder total versaut. Auch die (männliche) Jugend wird dadurch ihrer Freiheit wie auch ihrer Würde erneut wie unter Hitler beraubt.
    Anscheinend sind wir Deutsche die geborenen Verlierer.

  7. Hallo Jochen, das ganze klingt sehr pessimistisch und hoffnungslos. Ich will das alte System einmal beiseitelassen. Denn dies wird zusammenbrechen. Ich weiss, dass es diesmal anders kommt und unsere Zukunft nicht mehr nach dem alten Schema funtionieren wird. Die Guten, also die Gegenkräfte, werden dies gar nicht mehr zulassen. Sie werden nach dem Zusammenbruch automatisch den richtigen Weg finden.

    In der Übergangszeit wird es noch ein Hickhack geben. Aber die Massen werden sich diesmal nach der „guten“ Seite richten. Was dann organisatorisch aufgebaut wird kann ich natürlich nicht voraussehen. Aber das Geldsystem so wie es heute besteht wird fallen. Die grösste „Waffe“ der Machtelite. Das Zinssystem wird nach und nach abgeschafft. Das geht in fortgeschrittenen Staaten noch schneller als in Entwicklungsländer. Es wird also von oben nach unten geschehen und nicht umgekehrt.

    Und danach, wenn ruhe eingetreten ist, wird das gib so wird dir gegeben an die Reihe kommen. So ganz langsam und wird die ganze Geldsysteme nach und nach unterspülen. Die kommende Hochtechnologie wird Geld überflüssig machen. Und danach wird das vorausgesagte Paradies entstehen. Als Vorläufer der „Garten Eden“. Ich werde meinen kleinen Teil dazu beitragen. Dies ist für mich ein innerer Impuls.

    Der Mensch ist weder gut noch schlecht. Wenn er geboren wird ist er ein ungeschriebenes Papier. Wenn ein Kind in einem Schafsstall aufwächst wird es zum Schaf. Wenn es von Wölfen aufgezogen wird verhält es sich eben wie ein Wolf. Es liegt nicht an irgendwelchen Genen sondern allein an der Erziehung. Es ist also ein geistiger Prozess und kein genetischer. Beweise könnte ich genug vorbringen. Aber das würde diesen Platz sprengen. Eine neue Erziehung zum Guten greift spätestens nach der übernächsten Generation. Hier haben wir den Hebel um anzusetzen. Denken wir also an unsere Zukunft, an unsere Kinder und Jugendlichen und überlassen sie nicht schutzlos den heutigen Systemen. Mit meinem Garten Eden und viele anderen Ideen die im Internet und auch in Büchern zu finden sind legen wir den Grundstein zu einer geistigen Revolution. GIB SO WIRD DIR GEGEBEN!
    Viele Grüsse an alle Hans

  8. Hallo Hans Steinle!

    „Hallo Jochen, das ganze klingt sehr pessimistisch und hoffnungslos.“

    Was das Gute bzw. die Guten auf dieser Welt angeht, so bin ich keineswegs pessimistisch. Pessimistisch bin ich nur in Bezug auf die jetzige Welt in ihrem Zustand. So wie sie ist, ist sie unrettbar. und sie wird sich selbst zerstören:

    http://www.wahrheiten.org/blog/2010/07/21/bereits-vor-1900-jahren-vorausgesagt-kommt-der-atomkrieg/#more-11326

    Der Wahnsinn regiert diese Welt und die von diesem Wahnsinn Befallenen werden noch sehr viele mit ins Verderben reißen, weil diese einfach zu dumm sind um zu begreifen was im Hintergrund vor sich geht. Man kann es den Leuten auf den Kopf zusagen und trotzdem sehen sie es dann doch nicht. Bei so etwas wie den Chemtrails fängt es doch schon mal an. Über so etwas wie die BP-Ölkatastrophe geht es dann weiter und das mit dem Iran als Synthese von These und Antithese begreift sowie nur eine Minderheit. So führt noch kein so gutgemeinter Weg drumherum, am Ende steht der große Knall.
    Ja, man kann noch versuchen, sich eine zeitlang abzusetzen und möglichst autark zu leben. Wenn aber das richtige Chaos ausbricht, dann ist man so wie jeder andere vom Zusammenbruch des (Finanz-und Wirtschafts-)Systems betroffen.
    Danach wird über eine Diktatur wieder versucht werden, Ruhe in alles hinein zu bringen. Wer dabei dann nicht mitmachen will, der wird gnadenlos verfolgt werden.

    „Die Guten, also die Gegenkräfte, werden dies gar nicht mehr zulassen.“

    Meine einzige Hoffnung ist mein Glaube und nach diesem Glauben, werde ich die Zeit wo ein jeder gezwungen werden wird ein Malzeichen anzunehmen, nicht mehr in meinem jetzigen Körper erleben. Das was jetzt momentan abläuft ist schon nicht mehr meine Welt. Ich lebe aber trotzdem nicht das Prinzip Pessimismus, sondern nach dem Prinzip Hoffnung (Jesus Christus). Ansonsten hätte ich ja schon gar keine Lust mehr, andere auch noch auf den richtigen Weg führen zu wollen. Das ist die Aufgabe, von der ich meine, dass sie mir zugeteilt worden ist, wie vielen anderen neben mir auch.

    „Der Mensch ist weder gut noch schlecht. Wenn er geboren wird ist er ein ungeschriebenes Papier.“

    Ich persönlich sehe das nicht mehr so. Der Samen des Bösen ist auf dieser Welt verbreitet worden durch die Nephilim schon während den Anfängen der Menschheit. Fast jeder Mensch ist davon betroffen. Der eine hat mehr böse Gene in sich, als der andere. Warum können kleine Kinder schon so grausam sein? Ich selbst habe anderen Lebewesen in meiner Kindheit Schlimmes angetan, aus Dummheit und weil mich niemand davon abgehalten hat. Es war ein langer Lernprozesse, den ich zu durchlaufen hatte. Ich erkannte das Böse in mir und ich versuche es abzustellen so weit es geht. Der Glaube an Jesu hilft mir dabei in letzter Zeit in erheblichem Maße. Auch (wieder) zum Glauben zu finden, war ein langer Weg für mich. So sage ich heute, der einzige der uns wirklich retten kann ist Jesus Christus. Das hat nichts mit Fanatismus zu tun, Rechthaberei oder dem Unterdrückungsversuch Andersdenkender, denn wegen mir soll jeder den Weg beschreiten, den er für sich selbst für den Richtigen hält, aber der einzige Weg den es gibt, ist meiner Meinung nach die Liebe (zu Gott und seiner Schöpfung). Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst, sagt Jesus. Wenn man begriffen hat, dass der Nächste man selbst IST, dann ist das einfach. Wer Böses tut, der tut sich selbst weh.

    Wobei ist dabei also jetzt bitteschön Pessimismus in meinen Worten?

    Ich freue mich auf das Leben auf der NEUEN ERDE. Die alte Erde ist von Gott der Vergänglichkeit preisgegeben worden, weil sie so wie sie ist, einfach nicht weiterbestehen kann und nicht weiterbestehen darf.

    Liebe Grüße an alle, Jochen

  9. Hallo Jochen,

    da ich dieses Thema heute auch benutzt habe, um meinen ersten Beitrag als „freier Mitarbeiter“ zu schreiben, möchte ich Dir kurz und knapp antworten, dass es meiner Ansicht nach wirklich vollkommen egal war, der den Krieg letztendlich (für die Geschichtsbücher) gewann. Geändert hätte sich – bis auf die Keulen, die gegen Mensch und Natur eingesetzt wurden – absolut nichts. Das liegt einfach daran, dass Diktatoren aus Sicht der „Strippenzier“ ebenso beliebig austauschbar und manipulierbar sind wie die heutigen „demokratisch gewählten“ Regierungen. Das ist zumindest der Stand der Dinge, soweit ich sie auf der Basis meiner Privatstudien belegen kann. Und deren Ergebnisse entsprechen sehr weitgehend dem, was auf diesem Blog wohl als „Gemeinschaftsmeinung“ (oder ist Gemeindemeinung besser?) anzusehen sein dürfte.

    Nun gut, vielleicht finden wir – gegebenenfalls über andere – ja noch mehr heraus, aber so wie es derzeit aussieht, wird das wohl eher ein Hoffnungsfunke bleiben, der keinen Schwelbrand und erst recht keine Feuersbrunst der Erkenntnis wird auslösen können. Bleiben noch Dein Weg und jene, leider auch auf das Mitwirken möglichst vieler Menschen angewiesenen Alternativen „unserer beider Hanse“ … oder wie drückt man das jetzt grammatikalisch und auch in jeder anderen Hinsicht korrekt aus?

    Sei’s drum – für den Moment erst einmal verschwitzte, aber liebe Grüße an Dich und in die Runde
    Adalbert (mache ich jetzt einfach, weil ich jetzt ja aktives Gemeindemitglied bin … kannst es gerne übernehmen oder aber bei der gewohnten Anrede bleiben)🙂

  10. Lieber Adalbert,

    Freunde zu haben ist immer gut, vor allem dann, wenn der Hoffnungsfunke auf einen Schwelbrand ausbleibt. So wie Du bin ich der Ansicht, dass wir die Feuersbrunst sowieso vergessen können.

    Ich werde mir gleich noch Deinen neuen Artikel zu Gemüte führen, nachdem ich Hans‘ Blog wieder für religiöse Schleichwerbung benutzt habe.😉

    Wie man Hans verdoppelt bzw. vermehrt ausdrückt oder schreibt, da wir ja nun zwei davon bei uns haben?

    Wie wäre es mit den zwei Hansis oder Hänneschen?
    Du meinst, da schreit der Wellensittich um Hilfe. Ja, dann müssen wir ihm eben auch noch eine Partnerin suchen. Die Kuppelei hier im Blog scheint ja zumindest schon einen Schwelbrand ausgelöst zu haben. Wenn die Leute ansonsten zu wenig Humor haben, können wir ja nichts dafür.

    Liebe Grüße, Jochen

  11. Oh ja, das ist richtig. Wo es gutes gibt, da gibt es auch böses. Es kommt nur darauf an zu was man steht. Wenn Kinder langsam bewusst werden und ihre Neugier durchbricht können sie wirklich sehr grausam sein. Auch ich habe natürlich dieses Experimentierstadium durchgezogen. Aber böse?

    Für eine böse Tat muss man voll bewusst sein. Voll selbstverantwortlich sein. Und deswegen werden Kinder vor den Erwachsenengesetzen geschützt. Wenigstens in zivilisierten Nationen.

    Nach und nach durch Erziehung werden Kinder entweder böse oder gut oder weder Fisch noch Fleisch. Und gerade die leichtfertigen, die halbgegahrten sind das grösste Übel. Sie kann man leicht hin und herziehen und manipulieren. Dies bedeutet, die meisten Menschen sind noch unreif, wenig selbstbewusst und am allerwenigsten selbstverantwortlich. Sie sind ganz einfach falsch erzogen. Sie wurden zu Marionetten degradiert. Von den Genen? Nein, von bösen, fehlgeleiteten oder unwissenden Menschen. Menschen die die materielle Welt anbeten. Menschen die Satan anbeten. Die sich oft vollbewusst für das böse entschieden haben weil sie es von zuhause aus nicht anders kennen.( Wenn ich von Satan schreibe ist das natürlich sinnbildlich gemeint). ERZIEHUNG IST ALLES!
    Gruss an alle
    Hans S.

  12. Na ja, wo Du Recht hast, hast Du Recht, lieber Jochen … in dem einen oder anderen Punkt kann ich das ja auch aufs WIR ausweiten, aber darauf gehe ich vielleicht ein anderes Mal näher ein.

    Da ich Tierfreund bin und selbst bei Wellensittichen die Partnersuche und/oder Verkuppelung trotz scheinbarer Leichtigkeit eben doch ein Glücksspiel ist, werde ich die Mehrzahlfrage zu „Hans“ vorerst mal als irrelevant einstufen – trotzdem danke dafür, dass Du versucht hast, meiner gedanklichen Inflexibilität ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Unzweifelhaft und unbedingt richtig liegst Du – meiner ebenso bescheidenen wie irrelevanten Meinung nach – mit Deiner Feststellung zu mangelndem Humor. Auch dann, wenn jetzt der eine oder andere Erbsenzähler oder dessen Gemahlin daherkommen und behaupten sollte, über Humor könne man streiten … sehe ich anders, aber Du kennst ja das Kreuz mit den vermaledeiten Perspektiven und Interpretationen.

    Wenn Du meinen Artikel mal lesen und ggf. auch ein paar humorvoll-kritische Worte hinterlassen würdest, wäre ich sehr dankbar. Da ich ja noch ein Frischling im Blogschreiben bin, weshalb man mich noch nicht kennt … und auch, weil das Thema und die von mir vertretene Meinung bei vielen Menschen eher konditionierte Bauchschmerzen auslösen dürfte, würde er sonst sicherlich mehr oder weniger unbeachtet untergehen. Das wäre für mich persönlich zwar weder überraschend noch ein traumatisierendes (da mehr oder weniger erwartetes) Erlebnis, für die „Gemeinschaft“ (des Blogs) aber ein wenig schade.

    Selbstverständlich werde ich Deinem neuen „Aufreger“ in Sachen religiöser Schleichwerbung später auch noch die angemessene Ehre angedeihen lassen (so mir die angekündigte unwetterartige Temperaturabkühlung keinen Strich durch eben diese Rechnung macht), aber auf diesem Gebiet gehöre ich eher zu den „schüchternen Menschen“ … ich habe in meinem nun schon eine Weile dauernden Dasein gelernt, mir meinen Teil dazu zu denken und die anderen ihre Meinungsverschiedenheiten alleine austragen zu lassen. Aber schauen wir mal … vielleicht bietet sich ja doch eine Gelegenheit, diesem Prinzip einerseits zwar treu zu bleiben und andererseits doch eine irgendwie passende Bemerkung anzubringen?

    Um das auch wirklich tun zu können, muss ich mich jetzt ein wenig beeilen – also eventuell bis später und an anderer Stelle
    Liebe Grüße, Adalbert

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