Kundgebung Frankfurt gegen israelischen Marineeinsatz im Mittelmeer und Gazablockade 05.06.10

Trotz der sommerlichen Hitze und noch nicht überstandenen Gesundheitsproblemen ließen wir es uns nicht nehmen, persönlich an der Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg teilzunehmen und unsere Solidarität mit den Menschen in Gaza (sowie allen anderen, von den Israelis völkerrechtswidrig besetzten Gebieten Palästinas), der Gaza-Hilfsflottille und den Angehörigen der Aktivisten zu beweisen, die bei dem brutalen und blutigen israelischen Marineeinsatz am Montagmorgen ums Leben gekommen waren. – Wir versuchen uns hier mal an einem bürgerjournalistischen Bericht.

Aus individueller Sicht muss dabei leider vorausgeschickt werden, dass die Teilnahme deutscher Bürger und insbesondere das Medieninteresse arg zu wünschen ließen.  Bisher ist uns lediglich diese mickrige Meldung untergekommen, während in anderen Zeitungen lediglich in einem Nebensatz darüber berichtet wurde, der sich auf die offizielle Zahl von 1.500 Teilnehmern beschränkte.

Beides muss man sicherlich als Beleg dafür werten, dass die bundesdeutsche Zivilgesellschaft in allen Belangen, bei denen Israel involviert ist, doch ähnliche Defizite wie die israelische aufweist und dazu neigt, sich dem US-amerikanisch gestützten „zionistischen Diktat“ unterzuordnen. Sehr bedauerlich!

Als überaus positiven Eindruck haben wir hingegen das aufrichtige Bemühen der Veranstalter um einen friedlichen und provokationsfreien Ablauf der Kundgebung und den von allen muslimischen Rednern immer wieder in den Fokus gerückten Umstand, dass es bei der Veranstaltung um menschliche Solidarität und das Eintreten für Menschenrechte und nicht um religiöse Anliegen ginge, mitgenommen. Auch diesem klaren Bekenntnis, das von allen Beteiligten glaubhaft abgegeben und vertreten wurde, ist es unserer Ansicht nach zu verdanken, dass man als Augenzeuge der Kundgebung feststellen durfte, dass sie im Sinne dieser Zielsetzung als voller Erfolg gewertet werden kann.

Leider sind die Namen einiger beitragenden Redner und die von ihnen repräsentierten Organisationen größtenteils ein Opfer der Hitze und der auch dadurch bedingten „eher schlechten“ Verfassung des Autors geworden. Das obige Bild zeigt den Eröffnungsredner und Moderator der Kundgebung, der in besonderem Maße zum von einseitig religiösen Betrachtungsweisen losgelösten und allen Teilnehmern/Besuchern der Kundgebung gleichermaßen Respekt zollenden Charakter der Veranstaltung beigetragen hat. (Wer ihn erkennt und zur nachträglichen, auch der vertretenen Organisation gerecht werdenden Identifizierung beitragen kann, wird herzlich gebeten, sich bei uns zu melden!)

[Die vollständige Liste aller Organisationen, die zu der Kundgebung aufgerufen haben und an ihrer Organisation beteiligt waren, kann dieser PDF des Aufrufs entnommen werden … beginnend auf Seite 2]

Ebenfalls einen bleibenden Eindruck (so sehr, könnte man sagen, dass wir glatt vergessen haben, es im Bild festzuhalten), war auch der Beitrag eines Imam, der zum Gedenken an und zur Ehrung von den ermordeten türkischen (sowie eines türkisch-amerikanischen) Friedensaktivisten um eine Schweigeminute bat, auf die er schließlich ein muslimisches Gebet folgen ließ. Teilweise übersetzte er es zwar, aber ein Großteil des Inhalts blieb uns dennoch verborgen. Trotzdem ging uns dieses Exempel muslimischer Religionstradition durch und durch – und wir fanden es dem Anlass mehr als nur angemessen!

Es folgte eine Rede des Vorsitzenden des Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, Ramazan Kuruyüz. Sie kann in voller Länge in diesem PDF-Dokument nachgelesen werden.

Die darin enthaltene und in vollem Umfang berechtigte Kritik an der Politik Israels, der völkerrechtswidrigen und unverhältnismäßigen Gewalt des Marineeinsatzes gegen die Hilfsflottille, insbesondere gegen das türkische Passagierschiff „Mavi Marmara“, dem fragwürdigen „religiösen Verständnis“ des Zentralrats der Juden in Deutschland wegen seiner Quasi-Rechtfertigung dieses Gewaltaktes der Piraterie in internationalen Gewässern, sowie auch an der von bundesrepublikanischer Seite betriebenen Nahost-Politik (vor allem den Waffenlieferungen an Israel) können wir nur vollinhaltlich unterstützen.

Ein besonders wichtiger Redebeitrag wurde zweifelsohne von Matthias Jochheim (IPPNW) geliefert, der – von den psychisch-emotionalen Nachwirkungen seiner Erlebnisse während der israelischen Attacke und der anschließenden Behandlung durch das israelische Militär verständlicher Weise immer noch stark beeinflusst – seine persönlichen Eindrücke schilderte.

Wer den Bericht des Frankfurter Mediziners gehört hat, der bis auf einige „persönliche Spekulationen“ hinsichtlich klarer Indizien für eine psychologische Manipulations- und Einschüchterungsstrategie der Spezialeinheit der israelischen Marine sehr neutral gehalten war, und ihn dann mit den offiziellen Meldungen der israelischen Verantwortlichen und Medien vergleicht, kommt letztlich nicht umhin, die infame und Fakten verzerrende Pro-Israel-Propaganda als das zu erkennen, was sie ist … und immer war! – Genau wie die anderen deutschen Teilnehmer an der Hilfsflottille für Gaza sollte er für die deutsche Bevölkerung nicht nur deshalb als glaubwürdigere Informationsquelle gelten.

(Lesen Sie dazu auch unsere gestern veröffentlichten Beiträge von Uri Avnery und aus der Serie „Leseempfehlungen zum Themenschwerpunkt Israel/Palästina).

Es folgte der einzige Redebeitrag von einer Vertreterin der Politik … die Vorsitzende der Fraktion der LINKEn im hessischen Landtag, Janine Wissler fand klare Worte, die auch die vorherrschende Meinung (zu unserer persönlichen Überraschung in Punkto Attacke auf die Hilfsflottille sogar von der sonst eher durch israelfreundliche sowie Pro-kapitalistische und –imperialistische Positionen auffallenden Jugendorganisation „´solid“ geteilt) der Bundestagsfraktion widerspiegelte.

Beginnend mit einer Solidaridätsbotschaft ihrer Fraktion war ihre engagierte Rede von ebenso berechtigten wie dringend einzulösenden Forderungen an die internationale Gemeinschaft geprägt, die – darin waren sich alle Redner und auch wir als der Wahrheitsfindung und Gegenöffentlichkeit verpflichtete „Berichterstatter“ einig – nun auch möglichst umgehend und unmissverständlich formuliert und einer zeitnahen Erfüllung durch alle beteiligten Parteien (vorrangig Israel!) zugeführt werden müssen.

Wir stimmen mit dem Moderator der Kundgebung dahingehend überein, dass man gewöhnlich zwar besser nicht allzu viel darauf geben sollte, was (auch) von den bundesdeutschen politischen Verantwortlichen öffentlich kundgetan wird, der Vortrag von Janine Wissler aber eine ebenso klare wie auch authentische Botschaft vermittelte.

Als nächster Beitragender wurde dann ein evangelischer Pfarrer aus Frankfurt – Herr Götz, wenn unser „arg lückenhaftes“ Erinnerungsvermögen uns nicht allzu sehr trügt – ans Mikrofon gebeten, der einen auf Ausgewogenheit Wert legenden, die Fakten unserer Ansicht nach aber dennoch korrekt wiedergebenden Vortrag hielt. Seine besondere Kompetenz und Legitimation rührt daher, dass er mehrmals persönlich in Palästina (auch in Gaza) war und Freunde auf beiden Seiten gefunden hat. Dass er auch ein uneingeschränktes Existenzrecht für den israelischen Staat (korrekter für das Volk dieses Staates) einfordert, ist absolut korrekt, aber er wies doch sehr eindeutig auf die Konsequenzen hin, welche eine unausgewogene „israelische Politik“ für die Menschenrechte und allgemeine Lebensqualität der palästinensischen Bevölkerung zeitigt.

Es muss generell festgehalten werden, dass die Ermahnung von Herrn Götz, dass ein ernsthafter Friedensprozess im Nahen Osten nicht vorangebracht werden kann, wenn man nicht die Bedrohung für und Sorgen von beiden Seiten wahrnimmt, richtig und angebracht ist. Letztendlich sind auf beiden Seiten gleichermaßen Menschen – Kinder, Frauen und Männer – die Leidtragenden von „fragwürdigen“ politischen und militärischen Aktionen, die eben nicht zuletzt auch auf die Unversöhnlichkeit der uneinsichtigen Hardliner auf beiden Seiten zurückzuführen sind. Dabei muss man das Prinzip von „Ursache und Wirkung“ hinsichtlich des Entstehens und der Fortentwicklung des „Nahost-Konflikts“ zwar immer im Auge behalten und objektiv betrachten, da sie viel mit „Indoktrinierung und Kriegspropaganda“ zu tun hat, und erst recht die aktuellen Fakten berücksichtigen, man darf aber keinesfalls ignorieren, dass weder die Anzahl noch die Herkunft, respektive die kulturellen oder religiösen Wurzeln von Menschen einen Unterschied machen, wenn es darum geht, Menschenrechte zu schützen und zivile Opfer zu vermeiden.

Dass derzeit (seit mindestens vier Jahren!) ein Ungleichgewicht in Sachen Verantwortlichkeit und skrupellosem Einsatz von menschenverachtender Gewalt zu Ungunsten des israelischen Staates und seiner westlichen Verbündeten zu konstatieren ist, darf allerdings ebenso wenig unter den Teppich gekehrt werden!

Als vorletzter Redner trat ein weiterer Vertreter einer muslimischen Vereinigung auf – beide Namen sind leider untergegangen und wir wären dankbar für Informationen, die uns diesen Makel des Artikels abzustellen helfen könnten. – Nicht untergegangen ist die sehr leidenschaftliche und die Fakten auf beeindruckende Weise wiedergebende Rede des Mannes, in der auch einige Aspekte zur Sprache kamen, die selbst in der kritischen Berichterstattung häufig zu kurz kommen oder sogar ganz fehlen.

Auch dieser Vortragende stellte unmissverständlich klar, dass es nicht um religiös bedingte Gegensätze, sondern um elementare Werte wie Menschenwürde und Menschenrechte geht – dass er dennoch großen Wert darauf legte, den Sachverhalt vor dem Hintergrund der angelaufenen und dem krassen Gegensatz dienenden israelischen Propaganda unverblümt richtig zu stellen, muss man ihm nicht nur zugestehen, sondern darüber hinaus auch als dringend geboten empfinden.

[Das Foto ist leider etwas unscharf geraten, aber wir hoffen trotzdem, dass es etwaigen hilfsbereiten Informationslieferanten zur Identifizierung des Vortragenden genügen wird!?]

Um nur ein Beispiel aufzugreifen: er sprach an, dass zusätzlich zu den verifizierten und identifizierten Todesopfern (deren festgestellte Wunden bereits mehr als nur berechtigte Fragen bezüglich der „Selbstverteidigung der Eliteeinheit der israelischen Marine“ aufwerfen) der israelischen Attacke noch weitere Aktivisten „als verschollen/vermisst“ gelten würden – und dass man dies als objektiv-kritisch mit dem Geschehen umgehender Mensch nur schwer nachvollziehen könne. Ansonsten hat die Rede alles aufgezeigt und in angemessener Schärfe hinterfragt, was wir auch schon in unseren Veröffentlichungen dazu angesprochen hatten.

Nicht zuletzt wegen diesen klaren Worten, aber auch aufgrund dessen, was wir in Bezug auf den Vortrag des evangelischen Pfarrers geschrieben haben, muss man – das ist unsere ganz persönliche Meinung – den letzten Redebeitrag der Kundgebung auch ein wenig kritischer betrachten als dies der Moderator getan hat, der ihn in diplomatischer Höflichkeit als „ausgewogen“ bezeichnete. Er kam von einem Repräsentanten des Vorstands der Martin-Niemöller-Stiftung e. V. in Wiesbaden, dessen Name leider in den eingangs erläuterten Wirren unseres bürgerjournalistischen Einsatzes untergegangen ist. (Für eine zur Korrektur dieses Mankos beitragende Information wären wir ebenfalls sehr dankbar“!)

Vom Grundsatz ist die vertretene Meinung, die in einigen zentralen Punkten mit jener des Herrn Götz identisch ist, durchaus angemessen und dürfte dem Andenken, der Weltanschauung und dem Lebenswerk Martin Niemöllers voll und ganz gerecht werden (man denke an sein viel zitiertes, oft aber „unterschiedlichsten Interessen folgend“ verfälschtes Zitat). Es soll auch keineswegs verschwiegen werden, dass die Stiftung sich um die Völkerverständigung und Friedensbewegung (Julius-Rumpf-Preis – aktueller Preisträger „Ferien vom Krieg“) außerordentlich verdient macht!

Unsere „Kritik“ richtet sich vorrangig gegen die leider „nicht wirklich“ ausgewogene Gewichtung der eingesetzten Argumente hinsichtlich der „jüdischen Seite“ des Konflikts. Das störte umso mehr, als sich der Redner bei seiner Argumentation durchaus zu Recht auf die Lehren stützte, die man aus der Zeit der deutschen Nazi-Diktatur ableiten und – wenn man so will – als Gradmesser für Menschenverachtung, Rassismus und alle aus diesen beiden Geisteshaltungen entspringende Verfehlungen von Staaten verwenden sollte. – So wie der Vortrag gestaltet war, kam die Verurteilung des israelischen Vorgehens gegen die indigene Bevölkerung Palästinas deshalb merklich zu kurz, während das „Existenzrecht Israels“, welches von „radikalislamistischen Kräften in der Region“ massiv bedroht wird, mit allen verfügbaren Mitteln verteidigt wurde.

Nun kann diese Einschätzung einerseits natürlich auch nur eine Folge der nicht hundertprozentig gewährleisteten „Einsatzfähigkeit“ des Autors sein … was aber als eher unwahrscheinlich bezeichnet werden muss, denn das Gehör und der Verstand waren davon nicht beeinträchtigt. Oder man könnte sagen, dass diese Ausführungen durch die schwere Schuld bedingt sind, die „Deutschland“ in den Jahren von 1933 bis 1945 auf sich geladen hat (auch in dieser Hinsicht empfehlen wir einen etwas ausgiebigeren Blick in den oben verlinkten Beitrag von Uri Avnery, es gibt allerdings noch viele Überlieferungen, die ein „etwas anderes“ Bild von der damaligen Zeit zeichnen). Das sollte aber keinen Einfluss auf die realistische Beurteilung der aktuellen Situation in Palästina haben dürfen und auch nicht dazu führen, dass man die Schuld der einen Seite („radikalislamistische Kräfte“) überbetont und sogar zu erwiesenen Falschaussagen der Pro-israelischen Propaganda greift, wie etwa der angeblichen Drohung des iranischen Präsidenten, „Israel von der Landkarte tilgen zu wollen“ (weiterer Beweisartikel – 4. Absatz).

Es tut uns leid, aber wer solche Argumente zur Verteidigung Israels anführt … und sei es auch nur dessen Existenzrecht, welches man für die in Israel lebenden Menschen jüdischen Glaubens ebenso uneingeschränkt fordern kann und muss wie jenes für die palästinensischen und christlichen Minderheiten! … der kann nicht für sich in Anspruch nehmen, „ausgewogen“ und neutral-objektiv über die Grundlagen und die aktuelle Realität des „Nahost-Konflikts“ zu referieren.

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Eine (sehr) kleine Auswahl an Impressionen

Das muss man momentan als Motto der Stunde bezeichnen, das sich jeder an Frieden, Völkerverständigung und Gerechtigkeit interessierte Mensch zu eigen machen sollte … darüber soll aber nicht vergessen werden, dass es für alle Menschen in allen Regionen der Welt genauso gilt, die derzeit von dem übermächtigen Verlangen nach „Interessenwahrung der westlichen Wertegemeinschaft“ heimgesucht werden!

Das nachfolgende Bild ist unserer Meinung nach die kürzest mögliche und zugleich das gesamte Dilemma im israelisch-palästinensischen (arabischen) Konflikt perfekt wiedergebende Definition des Problems … die in den Raum gestellte Frage ist auch vollumfänglich zutreffend!

Insbesondere die derzeit wieder einmal viel protestierende, ansonsten aber tatsächlich tatenlos zusehende EU ist unserer Ansicht nach besonders gut getroffen!

Das letzte Bild, das wir zur Abrundung des Beitrags ausgewählt haben, sollte auch ohne Kommentierung ebenso unmissverständlich wie zutreffend bezeichnet werden können …

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Schlusswort der Hoffnung:

Auch wenn wir uns, wie eingangs sowohl bedauernd wie auch kritisch angemerkt, eine stärkere Beteiligung der deutschen Bürger/innen des Rhein-Main-Gebietes gewünscht hätten und nicht alle Redner der Realität im Nahen (und Mittleren) Osten angemessen Rechnung getragen haben, können wir nur ein sehr positives Fazit ziehen.

Die alle Solidarität bezeugenden Teilnehmer an der Kundgebung einbeziehende Organisation, der absolut störungsfreie und friedliche Verlauf und auch die unauffällige Präsenz der Frankfurter Polizei ergaben einen guten und – wenigstens für unser Empfinden – sogar einen Harmonie stiftenden Rahmen für eine rundum gelungene Aktion.

Leider lässt einem ein realistischer Blick auf die Situation in dieser „so heftig umkämpften“ Region unserer Welt nicht die Hoffnung, dass derartige Solidaritäts- und Protestveranstaltungen schon bald überflüssig werden könnten. Doch zusammen mit all den anderen Veranstaltungen dieser Art, die in den letzten Tagen überall auf der Welt (trotz der Bedrohung durch „rechte“ Gegendemonstranten auch in Israel!) stattgefunden und das israelische Vorgehen in zweifelsfrei angemessener Form verurteilt haben, steigert trotzdem die Zuversicht, dass eine mehr und mehr erwachende und sich von den Desinformationen und der einseitigen Propaganda Israels und seiner westlichen Verbündeten emanzipierende Weltöffentlichkeit doch bedeutend mehr zur Beendigung dieses Dramas beitragen kann, als den Drahtziehern im Hintergrund lieb ist.

Wir haben es schon mehrfach hervorgehoben, es kann in unseren „Leseempfehlungen“ zu diesem Themenkomplex nachgeprüft werden und es manifestiert sich auch in der Unterstützung für die gestrige Kundgebung durch jüdische Internetportale und Gruppierungen … das, was diese Zuversicht am meisten stärkt, ist der unübersehbare Faktor, dass der Protest gegen die politische und militärische Führung Israels in vielen Ländern der Erde Menschen aller kulturellen und religiösen Abstammung vereint. Diese wenden sich auch nicht nur gegen die aktuellen Verantwortlichen in Israel (zu denen auch skrupellose Geschäftemacher und extrem militante Siedler gehören), sondern greifen auch jene Kräfte an, welche diesen Konflikt aus „geostrategischen und machtpolitischen“ Erwägungen heraus seit Jahrzehnten am Kochen halten und durch immer neue Machenschaften unaufhörlich neues Öl ins Feuer gießen.

Wir haben uns auch in dieser Angelegenheit schon vor geraumer Zeit unmissverständlich positioniert und nach dem gestrigen Erlebnis sind wir in unserer diesbezüglichen Überzeugung deutlich bestärkt worden. Wir würden uns allerdings wünschen, dass alle ebenso denkenden Juden, Christen, Muslime, genauso aber auch nicht religiöse Friedensaktivisten noch enger zusammenrücken und ihr gemeinsames Eintreten für Frieden, Völkerverständigung (über alle künstlichen und historischen Trennungsgräben hinweg) und Gerechtigkeit und gegen alle Schattierungen und Variationen von Rassismus, Menschenverachtung (Faschismus!) gegenüber den „Herrschern der Welt“ und ihren Regierungsmarionetten noch unüberseh- und unüberhörbarer demonstrieren würden.

Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben, dass diesen Wunsch noch viele andere Menschen in sich tragen und genauso wie wir bereit sind, alles Notwendige zu tun, damit er nicht irgendwann, sondern in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden kann.

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© Text und Bilder

I.B.E. AmSeL e.V. (HDZ)

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Das muss man momentan als Motto der Stunde bezeichnen, das sich jeder an Frieden, Völkerverständigung und Gerechtigkeit interessierte Mensch zu eigen machen sollte … darüber soll aber nicht vergessen werden, dass es für alle Menschen in allen Regionen der Welt genauso gilt, die derzeit von dem übermächtigen Verlangen nach „Interessenwahrung der westlichen Wertegemeinschaft“ heimgesucht werden!

Das nachfolgende Bild ist unserer Meinung nach die kürzest mögliche und zugleich das gesamte Dilemma im israelisch-palästinensischen (arabischen) Konflikt perfekt wiedergebende Definition des Problems … die in den Raum gestellte Frage ist auch vollumfänglich zutreffend!

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