Leseempfehlungen zum Themenschwerpunkt Israel/Palästina

Wie üblich ist dieser Sammlung von Leseempfehlungen unser Dank an das bewährte Team von Ellen Rohlfs und Womblog vorauszuschicken. Die Zusendung und Genehmigung zur auszugsweisen oder vollständigen Veröffentlichung wird dankbar angenommen und als Fortsetzung unserer Serie umgesetzt. Auf Kommentare unsererseits wird heute verzichtet.

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Aktueller Schwerpunkt: Die Flottille von „Free Gaza“

Adam Keller Verrücktes Land – Eine Ehrengarde vom 25.05.10

Zitat zum Einlesen:

Heute Morgen  verkündete die Yedioth Achronot, welche besondere Ehre der Staat Israel sich entschlossen hat, den segelnden Aktivisten zu gewähren: der Kommandochef unserer Marine, Admiral Eliezer Marom wird ihnen seine volle und ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Der Admiral persönlich – kein Untergebener oder ein Vertreter  – wird das Kommando  bei der „Operation Seewinde“ haben. Das ist der Codenamen für die Operation, um die Boote voller Hilfsgüter  vor Gazas Küste zu blockieren, wegzuschleppen und  jeden einzelnen der Aktivisten gefangen zu nehmen, zu fesseln und sie in das neue Haftzentrum zu befördern, das an der Küste von Ashdod errichtet wurde […]

Zitat Ende.

Gush ShalomLasst die Boote nach Gaza gelangen! vom 22.05.10

Zitat zur Einleitung:

Die Gush Shalom–Bewegung ruft die Regierung auf, die  Hilfsflotte aus acht Booten aus aller Welt die Küste des Gazastreifens erreichen zu lassen, wo sie nächste Woche ankommen  und die humanitäre Ladung ausladen sollen. Die Ladung wird dringend von den Bewohnern benötigt. In einem Brief an den Verteidigungsminister Barak bittet Gush Shalom, sofort die Instruktionen, die er der israelischen Flotte gegeben hat, um die Flotte mit den Hilfsgütern vor der Gaza-Küste aufzuhalten, zurück zu nehmen […]

Zitat Ende.

[*) Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch den verlinkten Artikel der Redaktion Schattenblick vom 27.05.10, den wir Ihnen am Ende dieser Leseempfehlungen anbieten. Er liefert ausführliche Informationen über die israelische Propagandaoffensive gegen die Aktion „Free Gaza“!]

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Electronic Intifada … Menschenrechte – Ethnische Säuberungen innerhalb der Grünen Linie (Teil 1)

Einleitende Erläuterung:

Interview von Nora Barrow-Friedman mit Ravia Abu Rabia über die Situation der palästinensischen Beduinen in Israel, die vom Staat als “unsichtbare Bürger” behandelt und mit allen Mitteln zur Aufgabe ihres Landes gezwungen werden sollen …

Ende …

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Gideon Levy [Haaretz] … Bibi oder Tibi? Oder: Israel eine Demokratie? vom 27.05.10

Zitat zum Einlesen:

Bibi oder Tibi? Barak oder Barakeh? Dov Khenin oder Hanin Zuabi? Praktisch jeder jüdische Israeli würde auf diese Frage mit einem Pawlowschen Reflex reagieren – ohne einen Moment zu zögern. Natürlich Bibi, sicher Barak. Und selbst Khenin wäre besser als sein Kollege das Knessetmitglied Zuabi. Warum? Weil sie Juden sind.

Ihre Weltsicht, Meinungen oder gar ihre Qualifikationen und ihre Darstellung sind überhaupt nicht relevant. Der Gedanke, dass ein arabischer Bürger an der Spitze des Staates stünde, liegt jenseits der Grenzen irgendeines öffentlichen Diskurses in Israel. Dies ist natürlich in einem Staat verständlich, der verzweifelt wünscht, ein vollkommen jüdischer Staat zu sein und der die große arabische Minderheit ignoriert. Aber es ist unmöglich, den schrillen, beunruhigenden Ton dieses Grundsatzes zu überhören. Falls dies stimmt, wenn es den Ministerpräsidenten betrifft, so stimmt es in noch größerem Ausmaß, wenn es sich um andere Aspekte unseres Lebens handelt […]

Zitat Ende.

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Uri AvneryEin Tag im November (Obamas NO-Politik) vom 29.05.10

Zitat zum Einlesen:

Rahm Emanuel ist anscheinend der von israelischen Führern am meisten gehasste Amerikaner. Er wird als der gefährlichste Gegner der Netanyahu-Regierung im Weißen Haus angesehen. Hinter geschlossenen Türen überschütten sie ihn – wenn man den Medien glauben soll – mit antisemitischen Schimpfwörtern. „Judenjunge“ ist eines davon. Nach zionistischem Jargon ist er ein „selbsthassender Jude“.

Und siehe da, hier bummelt er in kurzen Hosen in Galiläa herum. Er besucht die besetzten Golanhöhen, die ausländische Diplomaten sonst zu vermeiden suchen. Die IDF fliegt ihn zu ihren Einrichtungen. Er betet an der Klagemauer. Ein guter jüdischer Tourist aus Amerika.

Emanuels Sohn hat das Alter für die Bar-Mitzva erreicht. Und gibt es einen besseren Platz, als diese in Israel zu feiern, wo sein Großvater ein Mitglied des Irgun war – einer Gruppe, die die US-Regierung danach als Terrorgruppe bezeichnet haben würde – wie die Hamas heute.

Kurz gesagt, der selbsthassende Judenjunge hat sich als Zionist mit einem warmfühlenden jüdischen  Herzen entpuppt, ein Bewunderer der IDF und ein Unterstützer für die Annexion der Golanhöhen […]

Zitat Ende.

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Ellen RohlfsDie Geschichte von Naboths Weinberg vom 27.05.10

Zitat zum Einlesen:

Die Geschichte von „Naboths Weinberg“ wie sie in meinem Buch „Die Kinder von Bethlehem“ auf S. 71  von Dr. Mitri Raheb (Pfarrer der luth. Gemeinde in Bethlehem) und mir aufgeschrieben wurde, geht weiter. Es ist Daoud Nassars Weinberg bei Bethlehem  und sein „Zelt der Nationen“. Vor einigen Jahren erhielt er für seine Arbeit in Rottenburg einen Friedenspreis. Und am Eingang seines „Weinbergs“, der heute ein Begegnungszentrum für Menschen aller Religionen und Nationen ist, steht ein Schild:  „Wir weigern uns Feinde zu sein“. […] Am Donnerstag bekam Daoud Besuch – und zwar keinen erfreulichen. In seiner Mail heißt es: […]

Zitat Ende.

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Ellen Rohlfs Buch:»Nie wieder!«? – Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?  »Nur« Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord? – Eine Dokumentation von Ellen Rohlfs«.

Zu beziehen bei der Autorin (Ellen.Rohlfs[at]freenet.de) gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro.

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Redaktion SchattenblickPropagandaoffensive gegen die Gaza Freedom Flottilla (SB)

Zitat zum Einlesen:

Israelische Regierung erklärt Gazastreifen für angemessen versorgt

In Israel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Gaza Freedom Flotilla daran zu hindern, ihr Ziel zu erreichen. Einer offiziellen Verlautbarung der israelischen Marine zufolge werde man gemäß dem Beschluß der Regierung die Flottille daran hindern, den Küstenstreifen zu erreichen. Wie der Kommandant der israelischen Marine, Generalmajor Eliezer Marom, erklärte, bestehe ein klarer Auftrag, den die Marine erfüllen müsse. Man habe nicht die Absicht, den Hunderten von Passagieren Schaden zuzufügen. Deshalb habe er seine Truppen angewiesen, sich nicht provozieren zu lassen und fair abwägend zu agieren, um das Gelingen der Mission nicht zu gefährden. Man wolle den Besatzungen die Gelegenheit geben, in jedem Stadium umzukehren oder die Kontrolle über die Schiffe zu übergeben. Die Sicherheitskräfte würden die von der Flottille transportierten Hilfsgüter an sich nehmen und nach einer Sicherheitsprüfung in den Gazastreifen transferieren […]

Zitat Ende.

[Ergänzende Anmerkung: Die Redaktion Schattenblick bietet aktuell einen Update-Service für kontinuierliche Berichterstattung rund um die Gaza Freedom Flottille … informieren Sie sich bei Bedarf hier!]

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Zusätzliche Infos auch hier:

Karoun Demirjan [Associated Press – Ü:Luftpost-KL] – Israelische Kommandotrupps wollen Aktivisten am Betreten des Gaza-Streifens hindern vom 28.05.10

Zitat zum Einlesen:

ASHDOD, Israel – Israel teilte am Donnerstag mit, (in Ashdod), dem wichtigsten Hafen im Süden des Landes, sei ein behelfsmäßiges Gefangenenlager eingerichtet worden, und gab gleichzeitig das Ende eines tagelangen Seemanövers bekannt, bei dem intensiv das Stoppen einer Hilfsflotte geübt wurde, die Hunderte pro-palästinensische Aktivisten an Bord hat, die an diesem Wochenende versuchen wollen, die dreijährige Blockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen.

Militärbehörden kündigten an, maskierte Kommandotrupps der israelischen Marine würden die acht Schiffe vor der Küste abfangen und sie in den Hafen (Ashdod) eskortieren; dort ließe man den Aktivisten die Wahl, das Land zu verlassen oder ins Gefängnis zu gehen […]

Ende Zitat.

2 Antworten

  1. http://www.n24.de/news/newsitem_6092480.html

    Da fehlen mir einfach die Worte.

  2. Zunächst ging es mir ähnlich, aber bei diesem Thema – noch dazu bei dieser unzweideutigen Sachlage – kann ich nicht lange ruhig bleiben …

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