Besondere Leseempfehlungen zum Countdown der NRW-Wahl

Es ist zwar „eher nicht“ zu erwarten, dass potentielle Wählerinnen und Wähler aus NRW vor ihrem Urnengang ausgerechnet auf unserem Blog vorbeischauen werden, trotzdem möchten wir noch einige Stimmen Pro-Wahl von Kollegen veröffentlichen. Kommentare unsererseits können, müssen aber nicht „zwangsweise“ beachtet werden …

Unsere persönliche Meinung zum Thema setzen wir dabei einfach mal als bekannt voraus.

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eb [antiferrengi via Mein Politikblog] … NRW Juchee

Zitat zum Einlesen:

Ich weiß, dass ich Werbung mache. Ja, sogar Propaganda betreibe. Gegen beides hab ich was.

Aber ich habe auch keine Politik gewählt, die nur noch davon leben kann, und es ununterbrochen benutzt, um sich und ihre eigene Klientel auf Kosten der Allgemeinheit am Leben zu erhalten.

Die Mediendemokratie eines Gerhard Schröder war nie meine Wahl. Auch nicht das Themen wie Klima-, und Umweltschutz genauso wie Soziale Gemeinschaft und das ganz normale Zusammenleben der Menschen nicht nur in diesem Land zu einem “Geschäft” verkommen sind, in welchem die breitflächigst gestreute Werbung entscheidet, was jeder zu denken hat.

In welchem Medien sich selber prostituieren müssen, weil sie durch die Bank weg den gleichen Vereinen hörig sind, die munter am eigenen Profit basteln, und sich die Folgeschäden doppelt von uns allen bezahlen lassen […]

Zitat Ende

Kommentar: Aus unserer Sicht ist den Ausführungen des widerwillig Werbung machenden und Propaganda treibenden Kollegen absolut beizupflichten. Auch wir haben ein eher gespaltenes Verhältnis zu dem, was uns die LINKE immer wieder präsentiert, aber wenn man wirklich eine Alternative sucht, dann kommt nur sie in Frage, da es von den übrigen „Alternativparteien“ aller Wahrscheinlichkeit nach keine in den NRW-Landtag einziehen wird. Wenn man keine Gewissheit, aber wenigstens eine ausbaufähige Option zur Verfügung hat, dann sollte man die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, sondern sie auch ziehen. – Wir meinen … wenn man sich schon nicht dazu aufraffen kann, dem korrupten Sumpf der „etablierten Parteien“ konkreter das Wasser abzugraben!

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Wolfgang Lieb [NachDenkSeiten] … Der Wahlausgang in NRW

Zitat zum Einlesen:

Es widerspräche unserer Wertschätzung unserer nordrhein-westfälischen Leserinnen und Leser, Ihnen als mündige und kritische Bürgerinnen und Bürger eine Wahlempfehlung für den kommenden Sonntag zu geben. Wir konnten Ihnen mit unseren Einträgen auf den NachDenkSeiten bestenfalls Argumente für Ihr persönliches Für und Wider bei Ihrer Stimmabgabe anbieten.
Wir bitten Sie allerdings, dass Sie zur Wahl gehen, damit nicht wie bei der letzten Wahl 2005 weniger als zwei Drittel der Wahlberechtigten die Zusammensetzung des Düsseldorfer Landtages bestimmen und nicht wieder weniger als vier Prozent – soviel Prozent der Wahlberechtigten haben FDP gewählt – über die Politik im größten Bundesland wesentlich entscheiden können.

Was wir allerdings tun wollen, das ist, Ihnen unsere Einschätzung über den Wahlausgang zu geben. Sie haben es dann mit Ihrer Stimme selbst in der Hand, unsere Voraussage zu widerlegen […]

Zitat Ende.

Kommentar: Da es nicht mehr als eine „Vision“ ist, die man selbst einschätzen und – wie betont – in der Realität durch Eigeninitiative abändern kann, erachten wir es als überflüssig, diesen Beitrag im Detail zu kommentieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass er den Wahlausgang tendenziell ziemlich korrekt aufzeigt und auch die aus demselben hervorgehende „Koalitionsbildung“ recht treffend skizziert, ist er fraglos eine gute Entscheidungshilfe für direkt betroffene Mitbürger/innen.

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Jochen Hoff [Duckhome] … Bei der NRW-Wahl kann etwas Zeit gewonnen werden

Zitat zum Einlesen:

Normalerweise gibt es bei Wahlen in Deutschland für den Bürger schon seit langem nichts mehr zu gewinnen. Die Parteiendiktatur verteilt die Macht unter sich und da es zwischen den Parteien kaum Unterschiede gibt, weil sie ja vom gleichen Großkapital gekauft wurden, ist es fast egal, wer aktuell regiert. Deshalb bleiben auch immer mehr Bürger der Wahl fern. Aber in NRW ist diesmal einiges anders.

Wenn nur genügend Wähler zur Wahl gehen und gültige Stimmen abgeben, ist die FDP praktisch abgewählt. Dabei ist zunächst völlig egal, wen man wählt, solange diese Partei über die Fünf-Prozent-Hürde kommt, die ja nur geschaffen wurde, um ein Naturschutzgebiet für unsere Parteiendiktatur zu errichten. Wer also LINKE, SPD, Grüne oder CDU wählt, wählt die FDP weg. Je mehr das tun, desto sicherer ist sie weg. Wer also die FDP weghaben will, muss wählen gehen […]

Zitat Ende.

Kommentar: Mit einer winzigen Ausnahme hinsichtlich der etwas zu optimistisch anmutenden Hoffnung, dass die Grünen in NRW so etwas wie einen Anfall von „grünem Selbstverwirklichungsdrang“ haben und mehr als einen nicht exakt zu beziffernden Zeitgewinn bedeuten könnten, muss (und darf) man die Gesamtanalyse von Jochen als umfänglich korrekt bezeichnen. Da er sich nicht nur auch am klarsten für die LINKE ausspricht, sondern dafür auch sehr „herzerwärmende“ Argumente anführt, die im Hinblick auf die kaum überzeugende Gesamtdarstellung der Bundes-LINKEn voll ins Schwarze treffen, ist es nachdrücklich zu empfehlen, diesen Rat ernsthaft zu überdenken.

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Gert Flegelskamp … NRW-Wahl 2010

Zitat zum Einlesen:

Nun ist es fast so weit, dann werden wir wissen, ob die Mehrheit der CDU im Bundesrat noch existent ist und welche Koalition in NRW zustande kommt. Die Prognosen für Schwarz/Gelb sind in der Presse düster. Aber stimmt das auch? Solche Presseberichte können auch eine unterschwellige Wahlpropaganda sein, um auch den letzten CDU- und FDP-Wähler an die Urne zu bringen. Große Töne spucken alle Parteioberen, aber darauf werden die Wähler inzwischen wohl nicht allzu viel geben, denn sie wissen ja, dass vor der Wahl etwas völlig anderes ist, als nach der Wahl.

Dennoch werden in dieser Wahl Weichen gestellt und die Entscheidung, welche Konstellation zustande kommt, treffen wohl nicht die Wähler, sondern eher die Nichtwähler […]

Zitat Ende.

Kommentar: Auch „nur“ ein interessantes Gedanken- und Zahlenspiel, das aber eines der grundlegenden Prinzipien in Sachen „Wahlgesetz und Wahlbeteiligung“ noch einmal anschaulich darstellt. Nur im letzten Punkt des hochgeschätzten Kollegen müssen wir Widerspruch anmelden … Stimmen, die an Parteien gegeben werden, die am Ende an der 5%-Hürde scheitern, sind in finanzieller Hinsicht für diese Parteien zwar von Bedeutung und könnten den etablierten Parteien auch richtig weh tun … aber an der hundertprozentigen Sitzverteilung unter jenen Parteien, die gemäß Wahlgesetz den regulären Einzug ins Länderparlament geschafft haben, ändern sie nichts, so dass sie in dieser Hinsicht eben doch verschenkt oder vergeudet wären, auch wenn insgesamt 20 oder mehr Prozent der Stimmen an diverse chancenlose Kleinparteien vergeben würden. – Und unserer Ansicht nach sollte es bei einer Wahl eben nicht um einen „finanziellen Denkzettel“ für die Volksverräter, sondern um eine wirksame Änderung der Politik gehen!?

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Paulinchen ist allein zuhaus NRW-Wahl: Vertraue Deinen Sinnen

Zitat zum Einlesen:

„Wählen ist die erste Bürgerpflicht!“, so lehrte man es mich in der Schule vor vielen, vielen Jahren. Was dies genau bedeutet, begriff ich lange Zeit nicht. Wer möchte, kann hier meine Entwicklung zur verantwortungsvollen Wählerin nachlesen.


Nun stehe ich wieder einmal vor dem Problem: Wem soll ich meine Stimme geben?
Im Folgenden werde ich darlegen, wie ich zu meiner Entscheidung kam […]

Zitat Ende.

Kein Kommentar … da wir den Artikel am 5. Mai schon einmal empfohlen hatten, ihn aber für gut und wichtig genug halten, um ihn unseren Lesern nochmals ans Herz zu legen.

Eine Antwort

  1. CDU 34 %
    SPD 35 %
    FDP 7%
    Grüne 12 %
    Die Linke 8 %
    Andere 5 %

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