Lernen sie die Frau kennen, die hinter dem Mond wohnt

Um die Feministinnen zu beruhigen, es könnte sich dabei genauso gut um einen Mann handeln, und um jetzt beim Leser keine falschen Hoffnungen auf ein großartiges Science-Fiction Abenteuer zu wecken, möchte ich gleich zu Anfang klarstellen, dass wir uns was diesen Artikel betrifft, nicht von der Erde fortbewegen werden.
Es gibt Menschen die sich selbst, also auch freiwillig, ihre Bewegungsmöglichkeiten einschränken. Ob dies jetzt nur ihr gedankliches Fortkommen betrifft, nur ihr räumliches oder ob es beide Verhaltenschemata betrifft, ist natürlich individuell verschieden.

Allgemein heißt es von uns in einer Industriegesellschaft lebenden Menschen immer, wir wären weltoffen. Nicht zuletzt, weil wir gewöhnlich viel reisen. Wir wären hervorragend informiert, belesen, kurzum gebildet. Das setzt natürlich Aufnahmebereitschaft voraus, gute Schulen und vor allen Dingen für jeden vollkommen frei zugängliche Informationsquellen. Da die Schulen in der Regel staatliche, zuweilen auch kirchliche Institutionen sind, die besser Betuchten sich in Eliteschulen tummeln, bleibt für den Rest der besonders wissbegierigen Menschen noch das Internet oder auch gute extra Literatur zur Wissensvermehrung, wenn sie sich nicht nur auf die Mainstream-Presse verlassen wollen. Trotzdem, auch wenn die gewählte Informationsquelle noch so gut zu sein scheint, steckt einfach überall die Gefahr dahinter manipuliert zu werden. Ohne es zu hinterfragen, sollte man überhaupt nichts annehmen.

Nun gibt es Menschen, die vielleicht für sich selbst bereits den besten Weg gefunden haben, an bedeutsame Informationen zu gelangen. Anderen wird die sehr große Informationsflut unserer Tage mit der Zeit zu viel oder sie sind bei ihren „Recherchen“ auf Sachen gestoßen, mit denen sie nichts anfangen können oder auch nicht wollen, weil ihnen das was sie erfahren haben Angst einflößt. Die Welt hat eben so zu sein, wie man sie uns beigebracht hat. Alles was darüber hinaus geht, wird dann gerne als Spinnerei abgetan und so ein Mensch beginnt dann häufig, für sich selbst einen klar umrissenen Rahmen abzustecken. „Bis hierhin und nicht weiter“, scheinen sie als Aufschrift auf einem Schild vor sich her zu tragen.

Kennen Sie vielleicht den Zeichentrickfilm „When The Wind Blows?“ Darin hat ein Atomkrieg begonnen und eine ältere Frau will es absolut nicht wahr haben, dass nun ihre vertraute Welt in Stücke gerissen wird.

http://www.youtube.com/watch?v=6EbsrJuAoQo

Aber ein Menschen kann sich innerlich noch so dagegen wehren, wenn so etwas passiert, das macht das Dilemma aber trotzdem nicht wieder ungeschehen. Übersteigt so ein Fiasko aber die eigene Aufnahmefähigkeit, dann dreht ein Mensch nicht selten durch. Von Depressionen, über Aggressionen bis hin zu völligem Kontrollverlust des eigenen Denkvermögens, was andere gerne als verrückt bezeichnen, reichen dann die individuellen Verhaltensmuster. Nicht jeder hat eben Nerven aus Drahtseilen. Dennoch ist uns allen mehr oder weniger bewusst, dass z.B. überall auf der ganzen Welt Atomwaffen stehen, die auf Knopfdruck jederzeit ausgelöst werden könnten. Mit der Angst des jeweils anderen Landes vor atomarer Verseuchung, wird angeblich versucht für uns alle eine größtmögliche Sicherheit zu schaffen. Aber das ist doch paradox. Eine unsichere Welt als die so von uns geschaffene, gibt es doch gar nicht. Eine Massenkontrolle über Massenvernichtungswaffen, prima! Dabei ist im einzelnen überhaupt nichts sicher. Gleich könnte ich auf einer Treppe stolpern, fallen und mir das Genick brechen.

Wie also soll man alle Gefahren umgehen, denen man ausgesetzt ist? Geht das überhaupt? Ich denke nicht. Aber nun gibt es auch Menschen, die sich ihren eigenen sicheren Raum zu schaffen versuchen, indem sie sich mit einem unsichtbaren 100.000 Volt Elektrozaun zu umgeben scheinen. Dieser Zaun soll nicht nur die Gefahren abhalten die von außen drohen, sondern es gibt sogar Menschen, die es dann unter allen Umständen zu vermeiden versuchen, diese von ihnen festumrissene Grenze selbst zu übertreten. Freiwillige Isolation nennt man das wahrscheinlich.

Wenn wir jetzt an ein Gefängnis denken, so weckt das bestimmt in sehr vielen von uns ein sehr ungutes Gefühl. Wer es gewohnt ist in fremde Länder zu reisen, für den wird die Welt mit der Zeit immer kleiner. Für so jemand würde es die Hölle bedeuten, plötzlich nicht mehr dahin gehen zu können wohin er will. Trotzdem besteht auch für einen braven Bürger immer die Gefahr, durch widrige Umstände in eine Situation zu geraten, bei der er gegen seinen Willen festgehalten werden könnte. Da genügt z.B. schon eine Verkehrskontrolle durch die Polizei, bei der man für einen kurzen Zeitraum festgehalten wird. Versucht jemand sich dem zu entziehen, dann wird das vermutlich kurz danach nur noch mehr Freiheitsentzug für denjenigen bedeuten, der nicht hören wollte.
Oder denken Sie an eine Geiselnahme durch einen Verbrecher. Wer möchte schon so etwas erleben? Leib und Leben könnte auf dem Spiel stehen. Aber es gibt auch harmlosere Beschränkungen, die wir uns auferlegen lassen. Jemand sitzt brav seinen Arbeitstag im Büro ab. So drücken es doch viele selbst aus, wenn sie dieser Beschäftigung für Geld nachgehen (müssen). Das hört sich aber fast schon wie ein „freiwilliger“ Gefängnisaufenthalt an. Oder finden Sie nicht?

Natürlich gibt es noch sehr viele andere Beispiele, wo uns Grenzen gesteckt werden. Die Allermeisten Einschränkungen unserer Freiheit nehmen wir mehr oder weniger freiwillig in Kauf. Zu wenigen werden wir einfach gezwungen. Es mag schon sein, das es in letzter Zeit immer mehr an Zwängen für uns geworden ist. Aber das kam für viele so schleichend über die angebliche Bedrohung durch den Terrorismus, dass sie sich wegen ihrer Sicherheit „freiwillig“ in ihren Bewegungsmöglichkeiten bzw. in ihrer Individualität einschränken ließen. Selbst schon die Annahme des neuen Reisepasses mit der Pflicht seine Fingerabdrücke dafür hergeben zu müssen, wird von vielen als völlig gerechtfertigt angesehen. Ein größerer Widerwille gegen solche Maßnahmen, wie er sonst bei sehr freiheitsliebenden Menschen auftreten würde, wird so geschickt umgangen. Dazu kommt noch der Umstand, dass solche Neuregelungen über Gesetz als allgemein gültig erklärt werden und was alle müssen, das ist natürlich auch völlig korrekt. Wir haben dem Staat oder der „Elite“ schließlich in ihren Ansichten zu gehorchen und den uns von ihnen auferlegten Gesetzen Folge zu leisten. So funktioniert nun mal unser Staat. Ja, wenigstens bis jetzt noch.

Wehrt man sich gegen Gesetze, so kann das sehr schnell ins Auge gehen. Man wird dann sehr schnell merken, was staatliche Gewalt ist, was nicht selten den Verlust der „freien“ Bewegungsmöglichkeit nach sich zieht. Das wäre dann sozusagen der Extremfall. Also immer schön brav sein, denn „Big Brother“ wacht über uns alle.

Das andere Extrem ist, wenn sich jemand freiwillig sein eigenes kleines Gefängnis baut. Sie sind der Ansicht, das würde niemand machen der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist? Doch, das gibt es auch! So gar öfter als man denkt.
Mir ist z.B. eine Frau bekannt, deren Leben sich im Grunde nur noch auf die eigene Wohnung beschränkt. Nein, eine Behinderung liegt nicht vor. Der Kontakt zur Außenwelt und die Kommunikation verläuft über Telefon, Fernsehen und die zumeist geschlossenen Fenster mit Sicht auf die Straße. Ich habe mich schon oft gefragt, warum diese Frau sich von der reellen Außenwelt dermaßen abkapselt und komme immer zu dem selben Schluss – sie hat Angst.
Diese ältere Frau hat sich selbst mit einem unsichtbaren Elektrozaun umgeben. Nicht nur um anderen das Eindringen in ihre kleine heile Welt zu erschweren, sondern um sich so auch selbst davor zu bewahren, nach draußen gehen zu müssen. Die Versorgung ist geregelt, dass übernimmt ihr Sohn, der sie ab und zu besucht.

Alles was das Fernsehen an Information hergibt, wird als die einzige Wahrheit verkonsumiert. Eines Tages kam dann diese Frau über ihren Sohn mit den sogenannten Verschwörungstheorien in Kontakt. Was sie da hörte, kannte sie aus Filmen: Science-Fiction. Komische Geschichten also, die ihr Sohn da mit nach Hause brachte. Reiner Unsinn und dazu noch von anderen aus dem Internet übernommen. Internet kannte sie nur von Berichten aus dem Fernsehen. Damit war sie noch nie richtig in Berührung gekommen. Wollte sie auch gar nicht, denn es passte einfach nicht in ihre Welt. Sie konnte sogar größtenteils ihren Sohn davon überzeugen, dass das Internet und was man da lesen und hören kann, auch nichts anderes an Information erbringen kann, als das, was aus dem guten alten Fernseher kommt. Damit war das Thema gegessen. Erinnert mich schon irgendwie an die alte Dame in „When The Wind Blows“. Sie nicht?

So passiert es dann, dass bei solchen Menschen die Wahrheit vor der Tür steht, ihr aber der Eintritt verwehrt wird. Mit der Zeit wird sich die Wahrheit dann vermutlich hinlegen, weil sie sich sonst die Beine in den Bauch stehen würde. Man kann nur hoffen, dass dieser älteren Frau nicht eines Tages der Strom für ihren Elektrozaun ausgeht und sie dann nach draußen gehen muss um nachsehen, wer die Leitung gekappt hat. Womöglich fällt sie dann auch noch über die Wahrheit, die ja bekanntlich sehr geduldig ist und bricht sich dabei vielleicht noch ein Bein. Denn selbst wenn jemand hinter dem Mond wohnt, so muss das nicht auch unbedingt ein völlig sicherer Ort sein.

Die Wahrheit erwischt jeden einmal. Warum sich also nicht früh genug mit ihr anfreunden? Eventuell kann es etwas weh tun, was sie von sich gibt. Aber es könnte auch sein, dass die Wahrheit uns die Angst nimmt. Es könnte dann die Erkenntnis eintreten, dass es bisher nur die Angst alleine gewesen ist, die als Generator für den Strom im Elektrozaun gedient hat.

Ich weiß, dieser Artikel ist einfach gehalten und Extremaufklärer werden ihn sicher belächeln, aber das stört mich nicht weiter. Ob einfach oder nicht, wer nichts begreifen will, versteht es so oder so nicht.

6 Antworten

  1. Komisch, ich finde deinen Artikel gar nicht einfach, sondern furchtbar traurig. Traurig, da ich glaube, daß auch deine Gefangene es verstehen wird, traurig.

  2. @retlaw

    Danke, ist nett von Dir.
    Traurig ist es auch, weil die Geschichte von der Frau wahr ist.
    Da sie das hier aber nie lesen wird…..

    Gruß, Jochen

  3. Hallo Jochen,

    ich hatte Deinen Artikel schon gestern gelesen, leider die Tube mit dem braunen Zeugs verlegt.

    Ich fang mal mit dem Schluss an. Je einfacher etwas geschrieben, desto verständlicher ist es für die Allgemeinheit. Und die soll ja erreicht werden. Alles was in Fachchinesisch daherkommt, kannst Du in die Tonne treten.
    Namhafte Persönlichkeiten haben sich darüber schon geäussert.
    „Wenn der Mann auf der Strasse die Wissenschaft nicht verasteht, dann ist es entweder keine Wissenschaft oder sie hat etwas zu verbergen“ ich hab das wohl etwas abgeändert, mit Absicht. Steckt immer Absicht dahinter. Ich meine es war Einstein. Aber auch andere.

    Der Artikel an sich ist schlecht? – Krieg kein Schreck! Der ist gut.
    Den Film kannte ich schon. Konnte mich aber nicht mehr daran erinnern. Erst als ich ihn mir ansah. Meine Meinung dazu wirst Du ja wohl kennen?! ODER ETWA NICHT!?

    Übrigens heute auf CCN und BBC:

    Wissenschaftler haben den Beweis erbracht, der Mond besteht aus grünem Käse und es sind keine Basen sondern Löcher die von grossen Mondmäusen geknabbert wurden.

    CNN berichtet:

    Sensation aus dem Vatican: Der heilige Vater ist Mutter von Zwillingen am letzten Wochenende geworden. Ersie gebahr zwei Dopelköpfige gesunde Knaben für den Vatikahnischen Nachwuchs.
    Glückwunsch von hier aus zur Mutterschaft.

    Herzliche Grüsse aus der Anstalt die zum Eiersuchen einen Tag oder mehr der offenen Tür veanstaltet

    Jan

  4. UPDATE CNN:

    CNN ist einer Falschmeldung aufgesessen. CNN hat zugegeben einer Falschmeldung aus dem Vatikahn aufgesessen zu sein. Der Papst ist nicht Mutter geworden, verlautbarte die Pressestelle.
    Es habe sich um eine bedauerliche Fehlgeburt gehandelt.

    Jan der CNN-Beobachter

  5. Hallo Jan,

    was hälst Du davon, wenn wir unsere eigene Anstalt aufmachen? Da könnten wir dann versuchen, alle Verrückten dieser Welt zu therapieren. Oder wir stecken sie einfach alle zusammen in eine Gummizelle und machen dann die Tür für immer zu.

    „Der Artikel an sich ist schlecht? – Krieg kein Schreck! Der ist gut.“

    Tut mir leid, wenn ich Dir darin widersprechen muss. Ich hoffe nur, der „Freemind“ merkt das nicht auch noch.🙂

    Liebe Grüße, Jochen

  6. Hallo Jochen,

    die Antwort ist unter Freiheitswille-Kommentar.

    Liebe Grüsse zurück, Jan

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