Die Wahrheit ist der Lüge Tod – Die interaktive Fortsetzung von Kapitel 1/Also schön die Klappe halten/Die Dritte ~ Sven fehlt der (nötige) Ernst

Zur Beruhigung zwischen all den schlimmen Tagesmeldung hier im Blog und auf vielfachen Wunsch der Leserschaft, haben wir uns dazu entschlossen, die Reihe um die Abenteuer von Kommissar Sven Mehralsklug nun doch fortzusetzen. Erfahren Sie heute, warum uns in diesem besonderen Fall der Ernst fehlt.

Sie suchen den Anschluss? Hier ist er: Der bisexuelle Polizist B-Ulle von der Polizeiwache in Radab, hat sich zu guter Letzt auf der Toilette im Lokal „Zur Hölle“ in den Verdächtigen Achmedsoundso verguckt, weil der Kommissar diesem zuvor schöne blaue Augen gemacht hatte. Sven ließ die beiden dann alleine machen und ging befriedigt mit seinem kleinen geilen Beweisstück, einer Eintrittskarte für das Etablissement „Der rote Orbit“ in Kölle, von dannen.

Der Kollege von B-Ulle war gar nicht so freundlich wie so mancher unserer Leser, chauffierte unseren Kommissar aber trotzdem nach Hause. So blieb Sven noch genug Zeit, um sich vor dem Abflug nach Kölle, von seiner Ehefrau Charlotte in der gemeinsamen Wohnung fertig machen zu lassen. Aber an das ständige Nörgeln seiner krankhaft eifersüchtigen, ihn jedoch zutiefst liebenden Ehefrau, brauchen wir uns erst gar nicht zu gewöhnen. Denn so lange bleiben wir nicht. Der Kühlschrank ist voll bis obenhin und so wird es die Alte schon gut eine ganze zeitlang ohne uns aushalten können, während wir mit Sven Wäreichdochfrühernurschlauergewesen unterwegs sind.

Der naturverbundene Ehekrüppel fuhr dann mit seinem alten Fahrrad, was er erst letzte Woche frisch in seiner Garage überholt hatte, was für ein Glück, zum Flughafen nach Humbug. Sven wurde mit seinem Drahtesel vom Zoll zur allgemeinen Sicherheit eingescannt und beinahe hätte unser superkluger Serienheld deshalb seinen Abflug verpasst.

Nacktradeln ist in einem Flugzeug eben nicht erlaubt. Um eine Erfahrung reicher und ein Fahrrad ärmer, durfte sich Sven in der Maschine dann aber trotzdem noch einen Platz suchen. Er fand so etwas in der Art, dann auch neben einem viel zu braven und übertrieben freundlich hächelnden Chinesen. Aber besser so einen Reisepartner, als gar keinen Langweiler.
Diesem Chinesen erzählte dann unser Held, warum uns der Ernst für diese Geschichte hier fehlt und weshalb auch nicht damit zu rechnen ist, dass er je wieder lebendig auftaucht. Das kam so (Einwurf des Autors: Erzählt wird nachfolgend aus der Ich-Perspektive und aus Respektlosigkeit dem Ernst gegenüber):

Der Humor, ein komischer Typ aus Berchem bei Kölle, da wo des Wahnsinns bunteste Blumen blühen, machte sich einen Spaß daraus, meinem Freund Ernst jeden Tag jeglichen Spaß zu versauen. Er war übrigens so nebenbei gesagt, von der Volkswehrmacht früher zum Volltrottel ausgebildet worden. Irgendwann konnte dann der arme Ernst vor Lachen nicht mehr und hat dann mit sich selbst Suizid gespielt. Das ist so ein japanisches Bauchmikado. Das spielte er dann bis zum Umfallen. So bekam der durch den Humor Verdorbene leider nicht mehr mit, wie viele Leute ebenfalls ihn, als den Ernst vermissen ließen.
Aber niemand vermisst den nötigen Ernst mehr als ich, das können Sie mir glauben.

In lustiger Runde sollten dann alle zu einem allerletzten Mal mit Ernst zum örtlich Friedhof kommen. Wegen Ernst selbst selbstverständlich auch.
Die Beendigung seines jungen Lebens war aber viel zu früh angesetzt gewesen. Als Charlotte, meine liebe süße Ehefrau, das geile Stück, mich dann endlich aus dem Bett entließ, hätte ich doch fast das Beste verpasst. Denn als ich dann endlich auf dem Friedhof gleich hinter Waldesfrust ankam, da war der Ernst schon tot.

Das hat mir schon sehr weh getan, denn der Ernst ist mein ganzes Leben lang mein bester Freund gewesen. Ich weiß gar nicht, was ich ohne ihn anfangen soll. Wenn ich dann noch sehe, wie andere immer so mit vollem Ernst bei der Sache, einem ehemaligen Freund von Ernst und mit den Gedanken bei Ernst sind, dann überfällt mich immer tiefste Traurigkeit. Dann falle ich immer in ein tiefes Loch, fast so wie der Ernst und bekomme lang anhaltende Depressionen.
Dann muss ich immer an diesen seltsamen Humor aus Berchem denken. Dieser tötet den Ernst dann in meinen Gedanken wieder und immer wieder. Aber das Schlimmste ist, der Irre Humor scheint dabei immer leibhaftig in meiner Nähe zu sein.

Als Sven Machmichauchklug die Geschichte beendet hatte, sagte der Chinese mit einem sehr ernsten Gesichtausdruck: „Das ist aber eine sehr spannende Geschichte, die Sie mir da eben erzählt haben.“ „Finden Sie?“, freut sich Sven. „Es wäre schön, wenn Sie das auch den mitlesenden Fans begreiflich machen könnten. Denn die denken immer noch, ich wäre nur hier, um Spaß und Unsinn zu verbreiten.“

Als unser Kommissar kurze Zeit später auf dem Flughafen in Kölle/Bonna ankommt, wird ihm der Verlust seines Drahtesels, den der Zoll in Humbug für sich selbst in Beschlag genommen hatte, noch sehr viel schmerzlicher bewusst. Denn die U-Bahn in Kölle fuhr nur bis zur Haltestelle „Eingestürztes Stadtarchiv“. Den Rest des Weges musste er nun mit Fußtritten erledigen und dabei kickte er ihn bis ganz in die Nähe des Kölner Doms. Sechs ganze Stunden hatte es gedauert, bis sich Sven durch den Untergrund von Kölle vorgegraben hatte. Was hätte er darum gegeben, wenn er seinen immer buddelbereiten Informanten Jan aus Berlin bei sich gehabt hätte? Denn dieser hätte hier bestimmt so nebenbei auch noch die eine oder andere Leiche gefunden.

Unterwegs traf er mächtig viele Stadtratten und in den U-Bahntunneln waren komischerweise auch ein paar Blaumänner mit Stahlträgern an ihm vorbeigekommen. Die hatten ihm aber keine Antwort geben wollen, als er den Weg zu vergewaltigen versuchte.
Endlich aber war er dann am Ziel seiner schlechten Laune. Er stand direkt vor dem Hintereingang des knallrot angestrichenen Etablissements „Der rote Orbit“. Er schellte und bellte, aber die Tür blieb zu.
Da plötzlich vernahm Sven Manhöreimmeraufihn aus dem Hausinnern eine Stimme: „Sitze gerade auf der Tube und versuche was rauszudrücken. Klappt im Moment nicht, aber garantiert später.“
„Machen Sie bitte die Tür auf, ich muss auch mal da rein“, rief Sven.

Nach einer Weile wurde die Eingangstür aufgemacht und die weiteren Nachforschungen ergaben, dass es eine Verbindung zwischen Kapitel 1/Teil 2 und Kapitel 1/Teil 3 unserer Geschichte gibt. Der extra zum Türen aufmachen Angestellte plauderte wie ein Wasserfall: „Übrigens heißt die Kneipe doch “Zur Hölle”, also Hill.Habe die Höllenmutter getroffen, ihr Name Hill – Ery. Hat nen bekannten Gatten. Ein Zigarrenraucher, der es liebt, die Zigarre vor dem Rauchen in grobförmige Materie zu stecken. Leider weiß ich nicht was dies bedeutet. Als ich Frau Hill-Ery festhalten wollte, ist sie mit einer gewissen Sisterwave verduftet. Ich mach mich wieder auf die Suche. Herrjeh, was für ein Stress. Und das in meiner Jugend. Ich sollte mich eigentlich ausruhen. So, jetzt hab ich mich tüchtig verlaufen.“

Was der Betagte jetzt mit „tüchtig Verlaufen“ meinte, war aber nicht mehr aus ihm herauszubekommen. Noch nicht einmal dann, als Sven mit seiner Faust im Bauch des Alten nachzubohren versuchte.

„Gibt es denn hier irgendwo ein Telefon? Ich muss mal meinen Hans anrufen“, wollte Sven wissen. (Zur Erklärung: Hans steht stellvertretend für die verantwortungslose Anstalts- sowie Ermittlungsleitung und das Chaoten-Hauptquartier.)

Der Anruf ergab aber vorerst nichts Neues. Hans fasste nur seine bisherigen Recherchen noch einmal kurz zusammen: „Wenn das so weitergeht, dann sehe ich schwarz (-gelb-grün-rot ~ braun) für die unvergleichliche Westerschwelle-Republik, in der es Mutti Merkel, Onkel Seehofer und die lieben Buben und Mädel (Uschi, Kristina, Karl-Theodor, Phillip) zusammen mit Terroristen-Schrecken und -Jägern wie Rolling Wolfgang (jetzt für Finanzverschleierungen zuständig) und Ex-Kanzlerinnenlakai Thomas trotz unzähliger Spitzenberater wir Thilo, den Sozial-Sarazenen, schon schwer genug haben, mit ihrem einfallslosen und dummdreisten Geschwafel irgendjemanden aus den beliebten Wolkenkuckucksheimen hervorzulocken … und wenn dann auch noch massenweise weiße Fahnen in ebensolcher (Luft-) Strömung wehen sollten … dann wird die späthöhnische Demenz fröhliche Ernte halten!“

Zum Schluss hatte Hans auch noch ein Anliegen an Sven: „Was mich persönlich momentan besonders um- und vor sich her treibt, ist die Frage – die ich hier gleich auch noch ungefragter und unnützer Weise in den Raum stelle -, ob man den Hauptverdächtigen Achmedsoundso nicht auch noch heimlich, still und leise mit ausländischen Geheimdiensten und deren inniger Verbundenheit mit so allerlei Rauschgiftproduzenten und -Massenverbreitern in Verbindung bringen könnte. Der versuchsweise anzudeutende Verdacht läge ja unbestreitbar nahe, oder?“

Für Sven antwortet sein Erschaffer: „Das probieren wir dann im nächsten Kapitel.“

Koppping räächs bei Jochen Mitanna

2 Antworten

  1. An das Höllenkommando eine Mitteilung:

    Die Suche nach einer Leiche mit Buddelei hat sich für mich erledigt. Das stehe ich gesundheitlich nicht durch. Weshalb? Bitte:
    Nachdem es feststeht das Knochenpaul geklaut oder entführt wurde habe ich versucht nachzudenken. Jeder hinterlässt nach dem Verlassen eines Ortes irgendwas. Schweine hinterlassen als Beispiel ein Grunzen. Also muss Knöchi (so nenne ich ihn jetzt, da er mir ans Herz gewachsen ist) auch was hinterlassen haben. So bin ich dann wieder nächtens ins Knochenviertel gegangen und habe am Loch nachgesehen. Und ich hatte Recht. Knöchi hat seinen Ausweis dort stehen gelassen. Den hätte er mitgenommen, wäre er aus freien Stücken ausgegangen. Also stand ich erstmal sprachlos da. Mit wem hätte ich auch reden sollen. Die sind da alle so schweigsam. Plötzlich ein Krach und Gebrülle. Vor Schreck befand ich mich wieder im Loch. Einfach ekelhaft. Die Stimme kannte ich. Das war dieser Sittenstrolch von B-Ulle. Die hatten in der Knochensiedlung eine Razzia durchgeführt. Die wollten von allen die Ausweise überprüfen. Da machte ich, das ich aus dem Loch kam und versteckte mich hinter einem Busch bis die Luft rein war. Dann bin ich auf dem schnellsten Weg nach Hause und wie ich war auf’s Sofa. Da bin ich gerade aufgewacht.
    Nie wieder Leichen suchen und Gruben buddeln. Da lass ich mir halt was andreasses eingefallen.
    Na, bis dann denn gruselige Grüsse an alle mit oder ohne Glieder oder beides

    Jan

  2. Hallo Jan,

    ich meine zu bemerken, dass Dir der „Nötige Ernst“ auch sehr fehlt.

    Das hier sagt für mich auch vieles aus: „Knöchi (so nenne ich ihn jetzt, da er mir ans Herz gewachsen ist)“

    Nehmen wir also diese Aussage mal schnell ins Protokoll auf. Leider habe ich vergessen eine Protokollantin einzustellen. Aber die arbeiten sowieso lieber für die Musterungsärzte/-ärztinnen bei der Bundeswehr.

    Ich wollte in einer der nächsten Folgen erzählen, wie die Urologin Eva und ich den „Knöchi“ in seine Einzelteile zerlegt haben. Aber seitdem Sven Mehralsklug im „Roten Orbit“ verschwunden ist, habe ich nichts mehr von ihm gehört. Hoffentlich ist ihm nichts Schlimmes zugestossen. Im „Roten Orbit“ sollen nämlich wie ich gehört habe, auch diverse Politiker mit Schweinepriestern ihren Verkehr machen. Das war jetzt FSK 17,999 und ist für Jugendliche nicht geeignet. Also bitte wieder weglesen.

    Nein! Stopp! Nicht den ganzen Fortsetzungsroman weglesen. Auweia! Schon passiert. Jetzt muss sich wieder ganz von vorne anfangen. Ich bin ganz außer Verfassung. So wie die BRD.

    Schmerzliche Grüße,

    Jochen

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