Der interaktive Fortsetzungsroman: Die reine Wahrheit ist der Lüge Tod ~ Heute uns versuchender Weise das Kapitel 1

Womit wir erst kürzlich beim Intro aufhörten: „Beim nächsten Mal (im nächsten Monat) kümmern wir uns dann erst einmal um einen anständigen Mord für unseren Krimi und lassen Sie uns schnellstmöglich eine passende Leiche finden.“

Bis nächsten Monat hat die Leiche leider nicht warten können. Sie dachte sich vielmehr, es stinkt uns allen schon genug in Deutschland und deshalb hat sie sich jetzt schon von selbst finden lassen. Also etwas früher als angekündigt und von den Aktivisten beabsichtigt. Was aber den Fundort des Leichenschmauses angeht, so muss ich über halsbrecherische Fähigkeiten verfügen. Sven Mehralsklug wurde wie von mir vorhergesagt, in die üble Spelunke „Zur Hölle“ gerufen. Nur eine halbe Stunde Autofahrt und er hatte schon ein Rad ab, als er in Radab an kam. Aber das wussten wir ja auch schon vorher. Wenn Sie nicht zu den Aufgeklärten gehören, dann wissen Sie es eben jetzt. Zu dem von der Mafia gerne heimgesuchten kleinen Örtchen Hintermwalde, dort wo sich andere lieber den Hintern abputzen, fuhr er dann zum Erschrecken des Weges den Rest des desselben mit dem Taxi hin, aber noch nicht zurück. Bitte erkennen Sie mit mir den Ernst der Situation, zum Lachen ist dann später noch Zeit.

Als Sven ÜberdieMaßenklug, sein zweiter Spitzname, wovon denen er viele hat, am Örtchen des Geschehens ankam, wurde er schon von der Polizei schief angesehen. Aber das machen die ja immer so. Manchmal riechen sie auch an einem, nur weil man gestern etwas getrunken hatte, was auch noch drin geblieben ist. Im Körper meine ich jetzt. Da kann man ja auch sonst allerhand hinein stecken, in denselben. Wahrscheinlich wissen Sie wovon ich rede, aber weswegen ich wegen den jüngeren Mitlesern nicht sprechen darf. Jugendverschmutzung, Sie verstehen. Der Tatort oder besser Fundort der Leiche, musste mit einem Band zusammengehalten werden, wie man sieht. Die Polizisten wären sonst bestimmt wieder weggelaufen.

Nachdem sich unserer Kommissionierer dem herrischen Oberpolizisten vorgestellt hatte, hätte er sich am liebsten auch gleich von dem den Tathergang rekonstruieren lassen. Aber seitdem den seine Frau verlassen hat und ihn mit fünf Kindern sitzen gelassen hat, weiß der auch nicht mehr, ob die Leiche in dem Lokal früher ein oder später aus gegangen ist oder ob ihm selbst der Kopf fehlt. Ein tolles Lokal übrigens, super Ambiente. Die Bedienung ist recht flott, hin und wieder tanzen da auch mal ein paar Tussis an der Stange, aber nicht so lange. Ohne Geld wollte man vor einem Monat weibliche Hartz-IV-Empfänger zu der Tanzerei verpflichten. Ein Mr. Westerwelle hat sich dafür extra eingesetzt. Das rief dann aber eine leyenhafte Feministin auf den Plan und die machte dann soviel Rabatz, dass die Sache vor einem hohen Gericht landete. Dieses beschloss dann, dass die Regel bei den periodisch auftretenden Hartz-IV-Empfängerinnen nach festen Sätzen bezahlt werden müsste und das war dem Lokalbesitzer dann doch zu teuer. Aus diesen Gründen kann man heute nur noch die verlassenen Stangen bewundern. Aber schön sind die auch, das kann ich Ihnen zuflüstern. Na, immer noch keine Lust, um als schreibender Leser interaktiv an der Handlung des herstellungsbedürftigen Fortsetzungsromans mitzuwirken? Ist das nun Faulheit oder Sturheit von Ihnen, sie attraktiver Unaktiver? Frauen sollen sich vergleichsweise natürlich auch von mir angesprochen fühlen. Ich habe heute Abend auch noch nichts vor und bin hier im Blog auf jeden Fall schriftlich zu erreichen.

Die Polizei konnte auch schon von der ARGE aus, einen ersten Verdächtigen vermitteln. Die Polizei arbeitet eben immer schneller als die Polizei erlaubt.

Richtig klasse Jungs da bei den Bullen. Wenn unsere Soldaten schneller in Afghanistan schießen würden, als die Taliban vermuten könnten, dann hätten wir diesen doofen Krieg auch schon längst hinter uns. Oder was meinen Sie dazu? Aber keine Angst, Sie werden vorher erst gar nicht gefragt. Übrigens, wie lang darf der Roman eigentlich werden, bevor ein Verlag den nicht drucken will? Wenn die Leiche jetzt noch Bände spricht, dann kann man davon ja eine ganze Autowerkstatt füllen.

Der Kommissar, immerhin scheint er heute mal alle seine Sinne beisammen zu haben, hat sich dann einen Weg unter die Absperrung hindurch gesucht, um sich an der Leiche mehr berauschen zu können. Da lag sie nun in einer blutlächelnden Lache, das mir jetzt nur ja keiner lacht, denn sie war doch echt und wahrhaftig sogar schon tot. Wenn ich mir das Gesicht von der toten Person ansehe, dann muss ich leider feststellen, dass sie womöglich schon vorher etwas ungesund gelebt hat. Aber jeder eben so wie er es für unrichtig findet. Es dürfen ja nicht alle Menschen gesund sein, sonst verdienen die Ärzte und die Pharmakäsevereinigungen ja kein Geld mehr. Mit der Leiche an sich, befassen wir uns aber besser dann viel später genauer. Weglaufen wird sie nicht und verkaufen lassen darf sie sich jetzt nicht mehr und jetzt in ihrem Zustand noch viel für sie bekommen, werden wir sicher auch nicht. Sehen wir aber dann, wenn ich es das nächste Mal versuchen werde, falls die Kapitel des Romans keinen Abbruch erleiden.

Sven Immernochnichtverdummt, wird soeben von einem stierig dreinschauenden Unterwachtmeister der schlecht platzierten Polizei angesprochen. Hören wir mal, was der zu sagen hat. Es gibt ja immer wieder Leute, die meinen, sie hätten mehr zu sagen als andere. Wenn man dann nicht auf sie eingeht, werden sie schnell böse. Lassen wir den Mann also nicht unnötig über sich selbst und andere bestimmen. „Herr Kommissar, wir konnten einen Mann festhalten, als er auf die Toilette gehen wollte. Nun will er sich damit herausreden, er hätte mit dem Mord absolut nichts zu tun. Aber das sagen ja nicht alle. Außer jenen eben, die sie nicht alle haben. Aber davon gibt es auch mehr als genug.“

Der Verdächtige kommt unserem Sven sehr bekannt vor. Er weiß aber nicht wo er ihn hintun soll. „Lieber Agent Mehralsklug, ich bin hier nur auf Urlaub von meinen staatlichen Geschäften. Achmedsoundso ist mein Name. Ein gültiges Visum habe ich bereits bestellt, aber die deutschen Behörden arbeiten immer so langsam und da habe ich versucht, mich hier im Lokal Hintermwalde zu verstecken.“ Sven erwidert angewidert: „Woher wissen Sie überhaupt meinen Namen? Ich habe mich Ihnen doch überhaupt noch nicht vorgestellt.“ „Ich sage jetzt nichts mehr, ohne meinen Anwalt. Und das kann lange dauern, bis der hier ist, denn ich bin Iraner.“ Dabei hebt der Fremde aus freien Stücken, wahrscheinlich damit die Wahrheit seiner Worte betonen wollende ausländische Besucher herrisch die Hand und deutet auf eine entsprechende Fotografie, die angeblich seinen lieblich lächelnden Anwalt ziert.

Tut mir leid Leute, ich muss mich jetzt erst einmal von dem Stuss hier etwas erholen. Das Kapitel ist zwar noch nicht zu Ende, aber bevor der Achmedsoundso sich jetzt in die Hosen macht, werde ich ihn jetzt zunächst auf die Toilette begleiten. Mal sehen, ob er mir irgendwelche obszönen Handlungen vorführen möchte. Dann wird er aber gleich verhaftet, das sage ich Euch. Denn solche Bestechungsversuche sind bei mir nicht drin. Bisexuelle dürfen aber auch die Texte hier gerne mitlesen, wenn sie möchten. Bei uns wird niemand diskriminiert, selbst wenn das im öffentlichen Interesse bis jetzt nicht unter Strafe gestellt wurde.

Fortsetzung folgt vielleicht, muss mal sehen. Ich gucke in der Zwischenzeit noch nach rechtlichen Fehlern.

2 Antworten

  1. Tach Herr Autor,

    möchte mal wissen, was da abläuft. Letzte Nacht hab ich nach dem Loch geguckt, welches ich in einer anderen Nacht, gebuddelt hatte und auf Knochenpaul fiel. Darauf bin ich, wie ja bekannt, abgehauen und hab den da liegen lassen.
    Also letzte Nacht. Ich guck in die Grube und was sehe ich???? N I C H T S!!!
    Knochenpaul ist vor langer Zeit eingegangen und jetzt ausgegangen. Und die Schärfe ist: Er oder die Leiche in der Kneipe haben eine Ähnlichkeit. das man glauben könnte, es sind Zwillinge. Und wenn nicht. Wer hat ihn so mit Blut verschmiert. Sollte der B-Ulle mehr wissen, bitte hier melden. Ich muss jetzt weiter forschen. Weiss zwar noch nicht was, aber auf jeden Fall irgendwas.
    Aber was ist Bis- sexuell?? Vielleicht wenn Schwäne mit Fischen und Giraffen rummachen?? Es wird ja immer komplizierter hier. Dann auch noch noch mit einem Bullisissten auf die Toi,toilette gehen. Da werd ich ja schon beim lesen rot, obwohl ich nicht weiss, weshalb. Ich hab ja schliesslich keine Ahnung nicht. Nicht wahr?
    Jetzt brauch ich erst mal Ruhe oder sowas. Ich weiss zwar auch nicht warum, aber trotzdem sende ich Grüsse aus BLN nach ganz weit weg oder auch etwas näher

    Jan

  2. Hallo Jan und liebenswerter Mitbuddler nach der Leiche!

    „möchte mal wissen, was da abläuft“

    Gerne würde ich von anderen unbekannten Mitlesern erfahren, ob sie auch wissen wollen, wie die Geschichte weitergeht oder ob ich den Kommissar Sven Mehralsklug wieder in der Versenkung verschwinden lassen soll.

    Was Dich angeht Jan, so möchte ich gerne versuchen, Deine Ideen in die weitere Geschichte einzubauen. Dazu fällt mir bestimmt etwas ein.

    „Aber was ist Bis- sexuell??“

    Sex and Crime gehört einfach zusammen. Was der Kommissar im einzelnen mit dem ersten Verdächtigen der Geschichte erlebt, wird im nächsten Kapitel erzählt.
    Schwäne, Fische und Giraffen in das nächste Kapitel einzubauen, wird aber in der Tat auch für mich etwas schwierig, aber ich kann es versuchen. Lieber Jan, halte es mir aber bitte nicht nachher vor, wenn Du wieder rot im Gesicht wirst.

    Habe mich über Deinen Kommentar, auch den anderen zu Potzblitz, sehr gefreut.

    Herzliche Grüße, Jochen

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