Karthago erneut in Flammen – freier Autor muss vor Gericht

Am 19.02.2010 stolperte ein unbekümmerter, dafür aber sehr kritikreicher Mitmensch namens Frank Anonym beim Vorbeilesen hier im Blog, über einen nach seiner Ansicht verdächtigen Artikel mit dem Titel „Das Dumme ist die Summe seiner Teile oder warum der Iran nicht hören will“. Die Anklage von Frank gegen den Autor lautet folgendermaßen:

Frank sagt:
19. Februar 2010 um 20:20

„..interessantes Thema, nur das sich der Autor anscheinend in einer derarten Selbstdarstellungspose spiegelt, dass das was er den Politikern vorwirft, ganzheitlich auf ihm zutreffend erscheint. Viele Worte, kaum Inhalt.“

Es wird vermutet, dass der zum Artikelschreiben abgerichtete Jochen Mitanna mit dem Erbrochenen in Verbindung steht und sogar noch weitere Artikel auf dem Gewissen hat, die er in ähnlicher Weise abgemurkst haben soll, wie den oben bereits genannten Fall.
Leider konnte es dem Schreiberling gelingen zu entkommen. Man nimmt an, dass er versuchen wird weitere Artikel hoch zu laden, die seinem Ruf und vor allem auch dem Echo in der Blogger-Gemeinde einen schweren, nicht wieder gut zu machenden Schaden beibringen könnten. Vergnügliche Hinweise dazu, nimmt jede Polizeidienststelle in unnachahmlicher Weise gerne entgegen.

Die Kripo hat aber inzwischen bereits auch schon eine erste heiße Spur zum Verdächtigen aufnehmen können, die zu wordpress führt. Hier hofft man nun, den Täter beim Verfassen eines neuen Artikels auf frischer Tat zu ertappen. Man kann nur hoffen, dass die Falle rechtzeitig zuschnappt.

Weil das Blogger-Gericht aber nicht so lange warten kann und dazu viel schneller arbeitet, als z.B. das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, Gott habe es selig, ist in Abwesenheit des flüchtigen Jochen Mitanna schon eine Gerichtsverhandlung gegen ihn angesetzt worden. Setzen Sie sich bitte, es könnte länger dauern.

Die bereits am 19.02.2010 schriftlich in Erscheinung getretene Verteidigung mit Namen Jan aus Berlin und Hans Moltaweto, wird höflichst darum gebeten, ihre Arbeit in dieser Richtung fortzusetzen.

Als mögliche Zeugen der Tat, kommen bisher eine gewisse Elke Josephine, aus dem Team des AmSeL-Blogs, Anna Luehse, als die Frau des in verdächtiger Weise Angeklagten und sein Sohn Klein Dummie in Betracht, der einfach jeden Blödsinn mitmacht. Bei der Veröffentlichung des absurden Artikels soll der Beklagte angeblich Kuscheln gewesen sein. Aber diese Annahme kann auch Schall und Rauch sein.

Zur Belohnung und Ergreifung des Täters darf auch geschmunzelt werden. Denn die Aufsicht über das Gerichtsverfahren obliegt wieder einmal dem Humor. Entweder man hat ihn oder man hat ihn nicht. Unsere Regierung hat ihn sich jedenfalls bis jetzt immer noch nicht kaufen können. Sie versucht es aber unentwegt weiter. Aber das nur am Rande.

Das hohe Blogger-Gericht wird letztendlich darüber entscheiden, ob Jochen Mitanna sein unerklärliches und teilweise komisches aufklärerisches Treiben im AmSeL-Blog fortsetzen darf oder ob er zensiert und gegebenenfalls in Abwesenheit hingerichtet wird.

Die Verhandlung ist öffentlich und es wird um rege Teilnahme der vorbeikommenden Leser gebeten.

Das Gerichtsverfahren erkläre ich hiermit für eröffnet und im Kommentarbereich können nun schriftlich die Beweise, Stellungnahmen, Vermutungen und Diffamierungen hinterlegt werden. Wer diese Gelegenheit zur freien Meinungsäußerung nicht nutzt, der macht sich wie gewöhnlich mitschuldig.

8 Antworten

  1. Hallo Jochen,

    erstmal eine Frage. Beim Aufruf der Amsel ist Dein Vortrag nicht bei. Den habe auf News grep gefunden. Allerhand.
    Und nun zum Thema.
    Ich glaube, der Autor dreht jetzt durch. Warum? Ich empfinde es als eine grosse Frechheit und unsittliches Verhalten, mich aufordern zu wollen, in der Öffentlichkeit zu zeugen. Das hätte ich ja von dem Autor nicht gedacht.
    So etwas würde ich im Leben nicht machen. Ich bin jetzt sowas von aufgebracht, das gib es bald garnicht.
    Das ich mit diesem „Virus der tödlichen Wahrheit“ total verseucht bin ist ja nicht so schlimm. Mit dem komme ich gut aus. Aber dadurch bin ich ja genau wie Du auch eine allgemeine Gefahr. Für Deine Verteiding stehe ich voll und oder ganz zur Verfügung. Nicht aber für einen öffentlichen Zeugungsakt.
    Da mir jetzt nach Deinem Vortrag alles schmerzt muss ich aufhören zu meckern und wünsche einen schönen Restsonntag mit allem drumm und drann oder so. Uff – geschafft
    mit herzlichen wie immer

    Jan

  2. Naja, es ist wohl nunmehr unumgänglich, ich muss mich outen. Ja, ich bin der oben zitierte Frank. Und sollte es zu einer Verhandlung gegen den Autor der tiefgründigen Darlegungen im Artikel „Das dumme ist….“ kommen, wovon in einem Rechtsstaat auszugehen ist, ich stehe als Nebenkläger bereit.

    Da ich gegen die Todesstrafe bin, werde ich Alles geben, dass bei einer Verurteilung zumindest ein Tadel in Form eines Briefes an die Eltern des Autors auferlegt wird.

    Die schamlose unterstellung des Autors gegen mrene Person im Nachgang meies Kommentares werde ich dabei nicht berücksichtigen. Dies, da ich aus Altersgründen diese nach ca. 3 Minuten sowieso vergessen habe.

    Ich muss jetzt Schluss machen, die Pflegekraft vom DRK kommt eben, ich glaube, ich brauche die Medikamente wirklich…Frank

  3. Hallo Jan!

    „Beim Aufruf der Amsel ist Dein Vortrag nicht bei. Den habe auf News grep gefunden. Allerhand.“

    Jetzt ist er aber auf der Startseite angekommen. Ich dachte schon, ich würde vom eigenen Team zensiert. Werde mich wohl mit Hans noch einmal über die Artikel-Modalitäten unterhalten müssen. Habe alles angeklickt bis zum OK, aber war dann nix mit Sticky.
    Aber auf News grep zu sein, ist auch erfreulich für mich.

    „Ich glaube, der Autor dreht jetzt durch.“

    Ich dachte, was Westerwelle kann, das kann ich auch. Und ansonsten, hab‘ Dich doch nicht so. Ein bisschen säugen an der Öffentlichkeit, würde ich ja sogar noch machen, obwohl ich ziemlich scheu bin.

    Wenn Du Dich aber doch schon so sehr mit mir infiziert hast, sollte eine aktuelle Zeugenaussage schon drin sein für mich, meine ich. Dazu bist Du ja auch schon bereit, wie ich lesen kann, auch ohne dass ich mich mit Dir in einer dunklen Gasse im politischen Viertel näher beschäftigen muss. Als Dankeschön lade ich Dich dann auch mal bei uns zum Essen ein. Anna kocht so gerne und Klein Dummie hilft auch immer schön dabei. Ich muss es ja dann nicht essen.

    Herzliche Grüße aus meinen Versteck,

    Jochen

  4. @“Hohes Blogger-Gericht“

    Zwar nicht völlig unerwartet, aber dennoch etwas unverhofft wurde mir die teilweise Verteidigung in dem vorgenannten und wahrlich als höchst brisant zu bezeichnenden Fall übertragen. Insofern bitte ich zunächst mal um eine protokollarisch festzuhaltende Entschuldigung für mein verspätetes Erscheinen.

    Zum Sachverhalt sei meinerseits so viel vorangestellt:

    In meiner Doppelfunktion als Betreiber des Blogs „AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft“ und Verteidiger des von mir und meinem Team leichtfertiger Weise engagierten Kommentators und Autors Jochen Mitanna möchte ich – teils aus niederem Egoismus – eindeutig auf „nicht schuldig im Sinne der in den Raum gestellten Anklage“ plädieren.

    Begründung:

    A.) Herrn Mitannas nicht immer einfache Familienverhältnisse sind ebenso bekannt wie seine Beweggründe dafür, sich Artikel schreibender Weise gelegentlich seiner individuellen Meinung zu entledigen. Hinzu kommt, dass er – nicht ganz so umfänglich, aber doch ansatzweise bekanntermaßen – von einem gefährlichen Virus befallen ist, das sich derzeit rasant im Internet ausbreitet und dem „zuweilen“ auch der Hauptautor des Blogs hilflos ausgesetzt ist. Eine Impfung ist derzeit nicht möglich und auch sonst sind keine getesteten Behandlungsmethoden verfügbar, so dass man dieses Problem als derzeit unlösbar ad acta legen muss. – Es gäbe noch weitere entlastende Argumente anzubringen, die vorgetragenen sollten allerdings genügen, um zumindest den Faktor „Verständnis“ verbindlich in die Beweiserhebung und Entscheidungsfindung einzubeziehen.

    B) Nach dem weithin bekannten Motto „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, das gerade im Zusammenhang mit dem – angeblich immer noch – hierzulande geltenden Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gesehen werden und speziell im Fall des Angenagten unbedingt Berücksichtigung finden sollte, ist die Herangehensweise des Herrn Mitanna an den alltäglichen Wahnsinn unserer Zeit, Welt und Gesellschaft unserer unmaßgeblichen, hier aber ebenso frei zu äußernden Meinung zufolge außerordentlich begrüßenswert und – hier spreche ich als Blogbetreiber – verbreitungs- und förderungswürdig.

    C) und damit komme ich zum letzten Punkt: Da sich der – wie man nicht zu erwähnen vergessen sollte – ebenfalls vollkommen überraschend zum Nebenkläger in diesem Verfahren gemachte Kritiker bereits mit einem ersten Statement zu Wort gemeldet und dabei – meiner erneut unmaßgeblichen Ansicht nach – durchaus die grundlegende Fähigkeit und Bereitschaft zum humorvollen Diskurs unter Beweis gestellt hat, sollte man durchaus auch in Betracht ziehen, dass die zur Diskussion gestellte Kommunikationsform des Angenagten in der heutigen Zeit ein wesentliches Element hinsichtlich der Überwindung einer leider weitläufig zu beklagenden Kommunikationsverweigerung darstellen könnte, was meiner Ansicht nach bei der Bewertung der ihm zur Last gelegten Verfehlungen Berücksichtigung finden sollte.

    Damit beende ich mein Eröffnungsplädoyer, behalte mir jedoch das Recht zur gegebenenfalls notwendigen Antragstellung und Zeugenbefragung vor und ersuche darum, dies ebenfalls fürs Protoll festzuhalten. Den weiteren Ausführungen von Blogger-Anwaltschaft und Nebenkläger sehe ich ebenso erwartungs- und hoffnungsvoll entgegen, wie den spontanen und „wüsten“ Einwürfen eventuell vorbeikommender Leserinnen und Leser.

    Vielen Dank für die Zeit und Geduld.

  5. @Sehr geehrter Mitverteidiger und LEUMUNDSzeuge Jan😉

    nachdem ich mich – nach Lesen Ihres (zu Recht!) empörten Aufschreis – mit einiger Mühe wieder vom Boden hoch- und in meinen Stuhl gewuchtet habe, möchte ich Sie einerseits meiner uneingeschränkten Zustimmung hinsichtlich des fürwahr unverschämten Ansinnens des Autors versichern. Den kleinen Nebensatz, der an anderer Stelle und bei anderer Gelegenheit unweigerlich folgen und die „Möglichkeit eines Missverständnisses“ als zu berücksichtigenden Faktor anmahnen würde, lasse ich hier bewusst und mit voller Absicht weg … wäre ja so was von überflüssig😉

    Auch zum zweiten Teil ihres Einstiegs-Statement meine volle Zustimmung – ich sehe unserer kollegialen und „seelenverwandten“ Zusammenarbeit im Dienste von Humor, Wahrheit und Gerechtigkeit mit großer Vorfreude und tiefstem Vertrauen in die Durchsetzungskraft von Wahrheit und Solidarität entgegen.

    Kollegial-herzliche Grüße nach Berlin
    …. (hier müsste die offizielle Abrede stehen, die mir aber doch zu affig wäre) …

    Hans.

  6. Hallo lieber gegen mich klagender Frank,

    stimmt, ich habe schamlos das DU gegen Dich benutzt. Aber deswegen jetzt so einen neuen Aufwand gegen mich anzetteln. Ich weiß nicht, ob das so verrechnet werden kann. Willst Du nicht doch lieber eine weitere Klage gegen mich absenden. Man muss dem lesenden Volk schließlich etwas bieten für die Geschenke, die es vom Staat erhält. Ich hoffe, Du weißt wovon ich nie reden darf.

    Nun habe ich die ganze Zeit auf die Todesstrafe gehofft und jetzt sieht es ganz so aus, als wenn ich weitere Artikel schreiben müsste. Immer muss mir so etwas passieren. Dass ich aber auch ausgerechnet an einen Gegner der Todestrafe geraten muss, wenn ich es am dringensten benötige beseitigt zu werden, das darf jemand verstehen, der nicht ganz da ist.

    Warum Du an meine Eltern schreiben willst, habe ich nicht verstanden. Die wissen doch noch nicht einmal wie ich heiße.

    Das mit 3 Minuten und Altergründen und so, kann mein Anwalt gut gegen Dich verwenden. Ich hoffe, das ist Dir klar. Aber dass Du mich auch noch zum Medikamente einnehmen verführen willst, das nehme ich Dir persönlich schon ein wenig krumm. Werde mir sehr genau überlegen müssen, ob ich Dich nicht deswegen in der Apotheke oder gleich beim DRK aufziehen werde. Meinen Anwalt Jan aus Berlin muss ich nur noch dazu bringen, dass er Dich dann auch säugt, bis Du satt bist.

    In Erwartung des verkommenen Gerichtsurteils, vergesse ich mich für heute mit schmerzlichen Grüßen,

    Jochen

  7. Wertes Blogger-Gericht – und Herr Nebenkläger … da ich nun schon als Zeugin genannt wurde, um in der Strafsache „Jochen Mitanna“ mitzuzeugen (obwohl ich aus dem Alter längst heraus bin😦 ), möchte ich das Hohe Gericht und den Nebenkläger – der laut eigener Aussage nach drei Minuten schon nicht mehr weiss was er gesagt oder gelesen hat, um keine Milde für den beklagenswerten Verklagten bitten. Sein Wunsch – die Todesstrafe – darf ihm in Anbetracht dessen, dass es sein eigener Wunsch und Wille ist, nicht gewährt werden.

    Ich plädiere dafür, dass er zur Strafe für seine Vergehen – Artikel auf dem „AmSeL-Blog“ veröffentlicht zu haben, dies auch weiterhin tun muss.

    Dies sollte -in meinen Augen- Strafe genug sein …

    Ich danke Ihnen für die Geduld, diese ebenfalls höchst egoistische Zeugenaussage meinerseits bis zum Ende gelesen zu haben.

    Elke Josephine

  8. Liebes Kollegium,

    kaum habe ich mich von dieser unsittlichen Aufforderung erholt, soll ich zur Krönung auch noch säugen. Das ist empörend. Ich bin doch kein Muttertier. Also bitte – ja!!
    Bei dem Verteidigungskollegium möchte ich mich für die moralische Unterstützung bedanken. Ich schliesse mich den Schlusswörtern an.
    Lebenslanges schreiben in der Amsel-Familie.

    Mit kollegialen Grüssen

    Jan

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: