Gastbeitrag Womblog zur Innovation „Green-Building-Neubau“

Das Thema Klimawandel / Klimaschutz mal anders herum aufgezogen – könnte man den nachfolgend und gerne übernommenen Artikel sicherlich recht gut einleiten. Dabei wollen wir es aber auch schon belassen, da der Beitrag für sich selbst „sprechen“ kann und soll.

Quelle ->

(und am Ende des Gastbeitrags)

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UnsereEmission

Von Marcello | Womblog |

Was lässt sich alles abbauen? Arbeitsplätze, Schulden, Butterberge und natürlich auch ein Haufen steinzeitlicher Fossilien, also Kohle. Damit diese aber weniger verfeuert werden und an ihrer Stelle die regenerativen Energien mehr Gewicht und eine höhere Dichte in der Betriebswirtschaftsleere gewinnen, hat sich jetzt auch die Frankfurter Börse einen Green-Building-Neubau geleistet,…

der vor den Toren von Frankfurt und in der Geburtsstadt von Roland Koch als künftiges heißes Pflaster für Emissionen aller Art dienen wird, und seien es auch die Zwangsentsendungen von Hartz-IV-Empfängern durch die Hand des hessischen Ministerpräsidenten persönlich. Ebenso auf Grün umgeschwenkt sind die eigentlichen Brutstätten geballten Co²-Ausstoßes, die Kongresszentren und Veran- und Verunstaltungsgebäude.

So haben der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) und die Green Globe Certification ein gemeinsames Zertifizierungsverfahren für die Nachhaltigkeit von Veranstaltungs-häusern entwickelt und werden der dicken Luft von Meetings nun ein grünes Label aufdrücken, das Green Globe/ EVVC. Wer jetzt spöttelt, dass man eine solche Banderole auch prima dafür benutzen könnte, um der Klimakanzlerin, wie aber auch allen anderen vermeintlichen Opfern weltwirtschaftlicher Abgeltungsprozesse (also mehr Kohle für weniger Kohle) den Mund zu stopfen, liegt insofern nicht falsch, als dass sich Hunderte von Delegationen in Kopenhagen das Haupt heiß geredet haben, so dass die Erderwärmung praktisch mess- und spürbar war. Es folgten die Erkaltung der Beziehungen und ein merklicher Temperatursturz, was die vorher an den Stufen der Macht und an den Tag gelegte herzliche Begrüßung der Schwellenländer angeht.

Die stürzte man also wieder die Kellertreppe hinunter und hofft nun, dass die Hitze der Empörung seitens der Basis nicht so schnell nach oben steigt, auf dass noch genügend Zeit bleibe, die Tickets per Green Printing zu lösen und sich ohne großen Wirbel und Abgase aus dem CO²-lastigen Staub zu machen. Dabei gibt es doch andere Möglichkeiten, sich das Brodeln der Tiefe zunutze zu machen. Die Geothermie beispielsweise nutzt heiße, unterirdische Quellen, um beispielsweise Fernwärme zu gewinnen.

Insofern muss die Distanz zur heiß gelaufenen Bevölkerung nicht zwangsläufig zum Einfrieren der Beziehungen führen. Sie kann vielmehr dazu dienen, das Feuer aus dem äußeren Erdmantel zu einem Umhang des Schweigens umzufunktionieren, der jeden Protest mit Sauerstoffentzug zum Erlöschen bringt, eben wie eine feste Umarmung á la Mutter Beimer, wobei wir doch alle wissen, dass auch Umarmungen der Familie der Würger angehören.

© womblog.de –  Bild: – Green Globe Certification

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