Besondere Leseempfehlung des Tages – 13.02.10 … ad sinistram

Aus höchst aktuellem Anlass haben wir uns dafür entschieden, erneut eine Leseempfehlung der besonders nachdrücklichen Art für einen Beitrag von Roberto J. De Lapuente auszusprechen. Wie schon öfters betont, ist uns zwar klar, dass der gute Roberto unserer bescheidenen Werbetrommel nicht im Mindesten bedarf, aber was gut und wichtig ist, sollte dennoch weitestmöglich Verbreitung finden.

Heute versucht er sich, mit viel Erfolg und bemerkenswerter Treffsicherheit, an einem Tagebuch. Wir haben den Beitrag vollständig gelesen und können deshalb mit Fug und Recht bestätigen, dass der Beitrag zwar ein „vorhersehbares“ Ende findet, bis dahin jedoch mit erschreckender Klarheit offenbart, wie extrem die Grenzen zwischen bundesdeutscher Scheindemokratie und vergangener nationalsozialistischer Diktatur bereits verschwommen sind. Wie so viele Beiträge des Autors, der seine Finger immer wieder in die Wunden unserer vom Untergang gezeichneten Gesellschaft legt, ist auch der heutige ein Muss für jeden frei und ungebunden, gerne auch quer denkenden Menschen!

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Roberto J. De Lapuente [ad sinistram]Notizen im Zeitgeschmack

Zitatauszüge zum Einlesen:

Verehrtes Tagebuch,
nunmehr seit Tagen betrauere ich die Gemütsverfassung dieses Landes. Es sei zugegeben, dass es mich fuchst, wohin wir blindlings steuern. Ob wir jetzt noch, nachdem das Fuhrwerk so tief im Schlamm steckt, zu retten sind, erkühne ich mich zu bezweifeln. Mindestens sollte man es aber noch versuchen, ehe es vollends zu spät ist.

[…]

Aber zunächst habe ich mich zu erklären, verehrtes Tagebuch, denn das hier Niedergelegte könnte die Vermutung aufkommen lassen, hier schriebe ein Menschenfresser. Aber man ist ja doch kein Unmensch, nur weil man unbequeme Sachverhalte aufreiht. Immerhin ist man ja doch nicht mit Begeisterung geradeheraus. Doch manchmal tut die Wahrheit eben weh, reißt Wunden auf, die davor nie hätten heilen dürfen. Aber sie bleibt wahr, selbst wenn sie Qualen beschert. Es scheint mir dieser Tage die heilige Pflicht jedes beherzten Bürgers, Wahrheit auch dann zu verbreiten, wenn sie verletzt. Man muß sich ja nicht in Vergnüglichkeit suhlen, wenn man sich zur überhandnehmenden Arbeitsscheue äußert.

[…]

Obwohl dieses Land etliche Probleme kennt, das Überhandnehmen fremder Elemente beispielsweise, so erscheint mir, verehrtes Tagebuch, die Asozialen-Problematik derzeit gravierender. Ein Weiter so! kann es nicht geben, wenn wir nicht wollen, dass diese Gesellschaft untergeht.

[…]

Unsere Zeit erfordert nun mal Opfer. Wenn wir als Gesellschaft überleben wollen, müssen wir nun bereit sein, die Probleme schonungslos offenzulegen, um sie zur endgültigen Lösung, zur Endlösung sozusagen, zu bringen. Die Bummelei hat sich endgültig auszubummeln. Heute heißt es ganz berechtigt, nützlich zu sein, dienlich und tauglich. Nur ein gewinnbringendes, ein ertragreiches Leben ist ein sinnvolles Leben, ein Leben mit Zukunft, ein Leben für ein zukünftiges Volk. Da ist es doch nur human, wenn der Staat auftritt, um jeden Menschen zum Nützlichsein zu treiben, ihn dafür zu rüsten, zu kräftigen, damit er für unsere Zeit lebenswert wird. Liberale Weltanschauungen haben das nie verstanden; sie haben die vorhandene elende Arbeitsscheue verständnisvoll bemuttert, statt sie mit Stumpf und Stiel auszumerzen.

[…]

Zitat Ende.

Es lohnt sich nicht nur, den gesamten Beitrag zu lesen, man muss seine Lektüre auch ohne jede Übertreibung zu einem nicht zu verleugnenden oder politisch weg zu polemisierenden Gebot der Stunde erklären!

Wir möchten aber auch noch einen letzten unverfrorenen Denkanstoß beisteuern:

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass die aktuelle Hetzpropaganda „auch deshalb“ jener aus der Nazizeit so verdammt ähneln könnte, weil dieselben Interessen vertreten und gegen die Masse des gemeinen Volkes verteidigt werden müssen? Nur so ein Gedanke …

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