Macht das BverfG am kommenden Dienstag Hartz IV den Garaus?

Das wäre die absolute Sensation. Wir müssen wohl bis dahin abwarten, aber dann werden wir es wissen.

http://www.stern.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-hartz-iv-und-die-wuerde-des-menschen-1515605.html

Überhaupt schon der Name Hartz IV, der hört sich doch irgendwie ekelig klebrig an, so als wenn da etwas an einem haftet, was man dann nie wieder abstreifen kann. Kein Wunder, dass sich also auch die Arbeitsministerin von der Leyen am liebsten schon vorher von dieser vermaledeiten Bezeichnung verabschiedet hätte. Aber dafür ist es jetzt erst mal zu spät und hoffentlich sogar für immer.

Denn der Name ist in Verruf geraten und macht öffentlich schon lange keinen guten Eindruck mehr. Hat er als Name überhaupt schon mal einen guten Eindruck hinterlassen? Oder wollte da nur jemand, dass ihn die zukünftigen Arbeitslosen in schöner Erinnerung behalten? Dass vor allem der Name Hartz IV weg muss, ist doch offensichtlich. Denn nur so werden dann auch gleichzeitig alle damit zusammen hängenden Probleme gelöst. Das meint sicher die jetzige Arbeitsministerin. Oh, was hat die Frau Leyen für eine Logik? Aber Sie ist in dieser Richtung leider nicht die einzige. Unsere Regierung ist schließlich bekannt dafür, alles möglichst schnell loszuwerden, was ihren guten Ruf (Bitte mal laut lachen!) beschädigen könnte.

Der frühere Arbeitsminister und ehemalige Verteidigungsminister Jung ist wahrscheinlich heilfroh, dass er noch rechtzeitig die Kurve gekriegt hat. Es würde mich nicht wundern, wenn er das alles so geplant hat, wie es passiert ist. Könnte doch sein, dass er sich so wie er vorging alle Regierungsdesaster vom Hals schaffen und es sich dann bei seinem trotzdem weiterhin guten und mit lächelnder Mine verdienten Gehalt, nur auf seinem Fernsehsessel gemütlich machen wollte, von dem aus er sich dann die Unglücke anderer aus sicherer Entfernung und mit einer Tüte Chips in der Hand, mit seinen treuen Augen betrachten kann. Oder hat man ihm einen neuen verantwortungslosen Posten gegeben? Ich wage gar nicht danach zu recherchieren. Denn was könnte das wieder für Unglücke hervorgerufen haben? Am besten der Mann bleibt Zuhause. Aber auch, wenn solche Politiker-Typen entweder schön warm und abgesichert vor ihrem heimischen Kaminfeuer oder in ihrem mit Luxusmöbeln ausstaffierten Büro sitzen, jedenfalls lässt man so dann andere schon gerne in den vielleicht für sie den Tod bedeutenden unheimlich unwichtigen Einsatz nach Afghanistan schicken oder arbeitslos gewordene Leute, auf deren Gefühle man nur zu gerne herumtrampelt, mit ein paar jämmerlichen in die Hand gedrückten Kröten weinend zu ihren Familien gehen.

Von den anderen unschuldigen Zivilisten der fremden Kultur, die zur Zeit unter unseren Bürgern in Uniform zu leiden haben, ganz zu schweigen. Gut, dass man mit deren Angehörigen und deren Problemen als Minister persönlich auch nichts zu tun hat. Deshalb ist es auch so leicht möglich, die verschiedensten Ministerien als Leiter oder Leiterin mir nichts, Dir nichts, einfach zu wechseln. Verteidigungsministerium, Familienministerium, Arbeitsministerium – ist alles dasselbe. Immer geht es nur um Menschen, die nicht hören wollen, nichts fühlen dürfen oder zu dumm sind, Kinder in die Welt zu setzen. Verzeihung, ich vergaß noch jene, die natürlich zu faul zum Arbeiten sind. Denn eigentlich sind es doch die Bürger selbst, die Schuld an ihrer oder an der Misere des Staates haben. Gut nur, wenn man als Minister/-in ein Auge auf alles haben kann, was im Land passiert.

Bei uns im eigenen Land muss man sich ja glücklicherweise nur aus der Entfernung um die faulen Bürger kümmern, die zu dem sie noch mehr in Not bringenden Vorsprechen bei der ARGE uneingeladen kommen dürfen. Arge hat es dann einen und es ist gar nicht leicht damit umzugehen. Dann ist es auch schon zu spät. Wie viele würden sich lieber gleich einen Mühlstein um den Hals binden, um solcher Schmach zu entgehen?

Ist es aber nicht überhaupt zu spät, wenn ein Staat seinen Bürgern zumutet, von dem zu leben, was sich andere so nebenbei von der Schuhsohle abkratzen? Was für Schuhe trägt eigentlich Frau von der Leyen? Bestimmt nur solche mit ganz kleinflächigen Absätzen. Denn da geht das Abkratzen des Drecks besonders schnell. Von was rede ich hier eigentlich, von Dreck? Entschuldigung, ich meine natürlich aus der Sicht der Politiker den gesellschaftlichen Anteil von Arbeitsverweigern, die selbstverständlich nur keine Lust haben arbeiten zu gehen. Selbst schuld, wenn jemand von diesen nichtsnutzigen Menschen besser denkt, als es ein Minister macht. Wir sprechen hier ja auch in den meisten Fällen nur vom Leben der davon mitbetroffenen Kindern, die schon überhaupt nichts dafür können, wenn Papa oder Mama, oder auch beide gleichzeitig arbeitslos werden. Aber wie schnell ist das heutzutage passiert? Können Sie es sich vorstellen morgen arbeitslos zu sein, von einem kümmerlichen Rest ihres ehemaligen Gehalts leben zu müssen? Kino und aus essen gehen ist dann noch das Mindeste, was Sie sich abschminken können. Ja, für die weiblichen Arbeitslosen reicht es dann vielleicht noch nicht einmal für Schminke. Da ist dann auch nichts mit Tränen vertuschen.

Die Arbeitslosen sollten sich ein Beispiel an der Frau Leyen nehmen. Die reißt sich einen Job nach dem anderen unter den Nagel. Wenn es in einem Job nicht richtig fluppt, wie als Familienministerin, dann wird man, Entschuldung, Frau, eben Arbeitsministerin. Heutzutage muss eben jeder flexibel sein. Nicht nur der kleine Bürger. Der Jung war noch flexibler. Der wurde ja auch nicht arbeitslos, bei einem Minister heißt so etwas Missgeschick. Denn dem armen Kerl wollte man seine Arbeit hinterher werfen, nur hatte er dann aber leider solche Probleme mit dem Fangen und hat die Chance deshalb verpasst. Die neue Stelle des bombigen Werfers bekam dann leider auch jemand anders.

Was ich noch erwähnen möchte, eigentlich passt Hart(z IV), ja schon gut zum harten Gesicht der jetzigen Arbeitsministerin. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das Arbeitslosengeld sonst heißen sollte. Oder Sie? Wie wäre es mit Leyen wir uns mal etwas beim Staat und geben es dann nicht zurück. Sie finden, dass ist zu lang? Aber dafür ist mein Artikel heute hier auch etwas kürzer.

Eine Antwort

  1. Macht das BverfG am kommenden Dienstag Hartz IV den Garaus?…

    Von Jochen Mitanna | Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft | – Das wäre die absolute Sensation. Wir müssen wohl bis dahin abwarten, aber dann werden wir es wissen. Überhaupt schon der Name Hartz IV, der hört sich doch irgendwi…

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