Was gäbe ich darum, wenn ich Angela Merkels Gedanken lesen könnte?

Körperscanner sind inzwischen Realität, Gedankenlesegeräte befinden sich zur Zeit auch schon im Entwicklungsstadium, wie ich hörte. Solange will ich aber nicht warten. Ich will jetzt wissen, was im Kopf dieser Frau Merkel vor sich geht. 100 Tage ist sie jetzt mit ihrem Koalabärchen von der gelben Partei an der Macht. Dem hält sie sein Fresschen vor und nimmt es ihm dann wieder ab. Anders herum hält das Bärchen sein Händchen hin und zieht es dann wieder zurück, bevor das Monster ihm den Kopf abbeißen kann. Wir sehen schön dabei zu und müssen vor allem horrenden Eintritt dafür bezahlen.

Da in den Köpfen solcher Wesen nichts ungeplant abläuft, denn alles muss ja seine Ordnung haben, muss man sich doch als vernünftiger Menschen fragen, wie das alles weiter gehen soll. Wäre die Vorstellung, die uns geboten wird, noch amüsant, dann ginge es ja noch. Aber ich sehe schon die ersten Bürger kotzen. Die Kritik wird sogar von Tag zu Tag immer lauter. Kein Wunder, dass die Arztpraxen täglich bis auf den letzten Stuhl voll sind. Man muss ja fast schon die Reise nach Jerusalem spielen, wenn man mal ernstlich krank wird. Hält man die 10 Euro nicht schon gleich in der Hand bei der Anmeldung beim Arzt und winkt damit auch schön auffällig, dann darf man womöglich sogar gleich wieder gehen und muss warten bis man ein Pflegefall ist. Zum Glück ist man wenigstens dafür versichert. Nur wer will schon so lange warten, bis das hoffentlich auf nur natürlichem Weg vielleicht von selbst einmal geschieht?

Nur die wenigsten hopsen wie man weiß, auf der Stelle und ohne noch groß Aufsehen zu machen aus dem Leben. Ist es da nicht besser, nur so zu tun als ob man ein Pflegefall ist, so in der Art wie die deutsche Regierung? Die bekommt alles in den Hintern geblasen, obwohl sie kaum noch kriechen kann. Aber die uns da als Volksvertreter etwas vorspielen, die wissen eben wie man es macht und sie können trotzdem dabei noch lachen. Das zeichnet eben gute Schauspielkunst aus. Das Stück ist total beschissen, aber man glänzt im einzelnen in seiner Rolle. Den Oscar bekommt am Ende wieder das politische Phänomen, weil es immer aus der Rolle fällt und es den Leuten trotzdem nicht auffällt.

Wenn man dann die Darsteller im einzelnen betrachtet, welche Ausbildung die hinter sich haben und was am Ende davon als Leistung herauskommt, dann wundert man sich doch sehr darüber, warum so etwas Eliteschauspielschule genannt wird, wo die gesessen haben. Man kann nur hoffen, sie sitzen irgendwann einmal woanders, für das, was sie den Bürgern antun.
Hauptsache man wurde wiedergewählt, hat außer seinem finanziellen und Wähler unfreundlichen Comeback, auch in Zukunft Aussicht auf ein dickes Konto. Warum auch nicht, man leistet eben viel. Das will man sich eben auch gut bezahlen lassen. Tag und Nacht muss man sich für das dumme Volk den Mund fusselig reden. Ständig an Sitzungen teilnehmen, viel essen und auch viel trinken, weil’s nun mal dazugehört. Nur alleine deswegen hat man als Volksvertreter doch an der überaus wichtigen Klimakonferenz teilgenommen und hat versucht warme Luft abzulassen. Leider war das Ende frostig und so vertagte man das Ganze auf den hoffentlich heißen Sommer. Natürlich nicht ohne politisches Sektfrühstück unter dem Ozonloch. Von der Tochter der Wahrheit wollen die Leute nichts wissen, sie lassen sich lieber von der Lüge bepissen.

Derweil sitzen schließlich die unter der Armutsgrenze in Deutschland Lebenden auch an ihrer Tafel und lassen es sich gut schmecken. Wer so nicht leben will, der soll doch gleich verrecken. Hoffentlich biste bald weg, Du schnorrender HartzIV Empfänger. Geh arbeiten! Und nimm Deine Kinder gleich mit und an die Hand, denn wir leben hier in keinem Wohlfahrtsstaat. Wer hier nicht arbeiten will, so wie wir ihm das vormachen, der braucht sich auch nicht darüber zu wundern, warum uns Politikern die Krise überhaupt nichts anhaben kann. Denn wir schlachten unser Schäfchen immer noch im Trockenen. Deshalb schaut nicht so dumm, nur weil Euch Bürgern das Wasser aus finanzieller Sicht bis an den Hals steht. Solange man noch atmen kann, solange lebt man schließlich noch. Seid zufrieden, mit dem was ihr habt. Denn es könnte noch viel schlimmer aussehen und davor bewahren wir Euch als Politiker doch. Seid also froh, dass wir Euch sagen wo es lang geht in Eurem beschissenen, erbärmlichen Leben. Wir hingegen machen uns unsere eigene Regie und lassen Euch erwähltes Volk als unsere Puppen tanzen. Ja, vom Kindergartenalter an. Später dann mit Ranzen auf dem Rücken und setzt Euch gefälligst gerade hin, wir sind hier nicht in Pisa.

Sogar studieren lassen wir Euch, kostet schließlich nicht die Welt, wenn auch größtenteils für Euer eigenes Geld. Von Nichts kommt eben nichts. Und ist das Studium dann passé, die Überschwemmungen hier und da auf dem gewünschten Berufsfeld darf man eben nicht so tragisch nehmen. In Rente geht’s schließlich erst mit 67. Zur Not kann man ja noch eine Fortbildung oder eine Umschulung machen. Macht ja nix, wenn die dann ins Lande Nirgendwo führt. Noch ist man jung und kann von vorne anfangen. Nur auffangen lassen vom Staat, das könnt Ihr Euch dann abschminken. Nach der Vorstellung hat man gefälligst nach Hause zu gehen, auch wenn man als Darsteller die Rolle nicht bekommen hat. Schließlich können wir nicht alle Abgeordnete spielen.

Was, Ihr wollt das Maul gestopft bekommen, wollt auch noch bei dieser unserer Vorstellung essen? Aber bitte nur in der Pause oder am besten Zuhause. Denn bei dem was wir öffentlich im Bundestag tun, da stört Ihr als das Volk nur. Hunger, Hunger, schreit Ihr herum, wollt selbst die Macht und meint wir merkens nicht. Oh Leute, was seid Ihr dreist. So geht’s auf keinen Fall.

Essen im Überfluss gibt es ja genug. Nur woher nehmen, wenn nicht stehlen? Zum Glück hat man es als gewissenhafter Darsteller drauf, so zu tun als ob man arm aber gut ist, um von den Menschen für die eigene große Leistung, auch noch die letzten Kröten als Gage zu erhalten. Als nur glücklicher Zuschauer, der man nun einmal bei der deutschen Politik ist, soll man ja zufrieden sein, wenn man überhaupt noch etwas für sein Geld geboten bekommt. Eine schlechte Darbietung ist eben auch immer noch besser als überhaupt keine. Sonst hätte man sich die Programmzeitschrift schließlich umsonst gekauft. Da können die Darsteller auch noch so gut(mütig) sein und das Beste zu geben versuchen. Wenn die Regie und vor allem auch das Drehbuch schlecht ist, dann können sich die Taschen aufhaltenden Protagonisten auf den öffentlichen Bühnen noch so verbiegen. Aber ihre Kunst nimmt man ihnen dann trotzdem nicht mehr ab.

An so etwas alles muss ich denken, wenn ich in das wundervolle Antlitz unserer lieben Kanzlerin sehe. Den anderen daneben lasse ich jetzt mal absichtlich beiseite, denn so wichtig scheint er auf dem Feld der Macht nicht zu sein. Zwar ist er nicht rot und daher auch nicht tot, aber ohne ihn käme aus Sicht der Kanzlerin bestimmt alles viel besser ins Lot. Schrieb ich jetzt Lot und meinte Not, so kanns gehen. Deshalb könnte ich als Politiker auch nicht bestehen. Denn da muss man schon noch alle seine drei Sinne zusammen haben, die da heißen, Macht, Gier und Sicherheitswahn. Bin ich jetzt zu weit geschossen, übers Ziel hinaus geflossen? Wird Zeit, dass der Vorhang fällt. Mit der Bitte um Beifall und viel Post der Fangemeinde, lassen wir die Vorstellung heute ausklingen. Die Politiker sind auch morgen noch da. Ja, so ist es leider. Die sie nicht mögen sind zu bedauern, denn wir haben sie bei uns, ob wir wollen oder nicht.

Ja, was gäbe ich darum, wenn ich Angela Merkels Gedanken lesen könnte? Mal sehen was noch im Kühlschrank ist. Welchen Handel kann man mit ihr machen, um zu erfahren, was in ihrem Kopf so vor sich geht? U-Boote nach Israel verschenken, aber hier nicht an arme deutsche Kinder denken. Schnell, schnell Angriffkriege starten, bevor uns unsere Soldaten zu friedlichen Atomkraftgegner entarten. Oder wohin gehen auch die Millionen an innerdeutscher Eurowährung? Die Deutsche Mark war hingegen nur ein Fußabtreter. Die Welt und vor allem der große Amerikaner, nimmt unsere erste Dame mit weiten Armen in Empfang. Soll sie ruhig lange bleiben. Wer mag die schon wiederhaben? Trotz aller guten Wünsche, kann man die Rückkehr nie vermeiden und was am Ende steht fürs Volk, das kann man in einem Wort ausdrücken. Nein, nicht entzücken, sondern Leiden.

Eine Antwort

  1. Was gäbe ich darum, wenn ich Angela Merkels Gedanken lesen könnte?…

    Von Jochen Mitanna | Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft | -Körperscanner sind inzwischen Realität, Gedankenlesegeräte befinden sich zur Zeit auch schon im Entwicklungsstadium, wie ich hörte. Solange will ich aber nicht warten. Ic…

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