Gastbeitrag Jochen Mitanna: Das anonyme Interview … zum Thema Terrorismus

Heute widmet sich unser mit Tarnkappe durch die Weltgeschichte rasender Reporter einem Thema, das von allen involvierten Stellen seit dem 11. September 2001 auf alle nur mögliche Weisen am Kochen gehalten und, gegen die Grund- und Freiheitsrechte nicht nur der Menschen hierzulande gerichtet, eingesetzt wird.

Im anonymen Interview, das mal mehr, mal weniger exklusiv nur bei uns erscheint  – wir arbeiten weiter daran, äußert sich (natürlich unter dem Vorbehalt unbedingter Geheimhaltung) ein Spezialist dazu, der wissen muss, wovon er redet. Machen Sie sich auf tiefste Einblicke in den beschwerlichen Alltag und die vielfältigen Aufgaben eines Berufsterroristen gefasst … auch die „seriösen und/ oder von Verrückten beherrschten Randbereiche“ werden schonungslos einbezogen, so dass ein ebenso perfektes wie glaubhaftes Gesamtbild garantiert ist.

Viel Vergnügen – so weit wie möglich jedenfalls … Nicht überlesen oder weglassen sollten Sie auch den Anhang des Interviews. Vielleicht entdecken Sie dabei ja auch die eine oder andere Ungereimtheit hinsichtlich der öffentlichen Terrordarstellung, die Sie zum Nachdenken und am Ende vielleicht sogar zu einem angemessenen Handeln inspiriert?

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Das anonyme Interview – Nichts als die Wahrheit

Von Jochen Mitanna

Heute mit dem unbekannten Terroristen zum Thema: Deutschland und die Welt im Sicherheitswahn

Reporter: Wie kamen Sie zum Beruf des Terroristen?

Terrorist: Dazu kommt man nicht, dazu wird man von der Regierung eines Landes abgestempelt.

Reporter: Jetzt sagen Sie mal, sie bekommen doch nicht auch noch Stempelgeld dafür?

Terrorist: Nein, das ist so gut wie ausgeschlossen. Terrorismus ist ein krisensicheres Geschäft.

Reporter: Aber eine Ausbildung, so etwas benötigt man doch schon für den Job. Oder etwa nicht?

Terrorist: Nicht unbedingt. Es genügt schon, sich ein Tütchen Sprengstoff in die Unterhose zu kleben und damit bei einer Kontrolle unangenehm aufzufallen.

Reporter: Wie ist denn das mit dem Einkommen? Kann man als Terrorist gut verdienen?

Terrorist: Das kommt ganz auf den Verein an, für den man tätig ist. Je geheimer die Gruppe, die den Auftrag erteilt, desto mehr Kohle kann dabei herausspringen.

Reporter: Sie arbeiten also nach Auftrag?

Terrorist: Ja, ich persönlich schon. Andererseits gibt es auch Idealisten, die arbeiten fast für umsonst.

Reporter: So wie man immer hört, sollen das doch die Gefährlichsten unter ihnen sein.

Terrorist: Für mich sind das Verrückte. Die sprengen sich häufig selbst dabei mit in die Luft und am Ende stehen dann sogar ihre Partner ohne Hände, auf jeden Fall aber mit leeren Händen da. Zum Teil agieren sie selbst auch völlig kopflos.

Reporter: Wie kommen Sie denn an Ihre Aufträge?

Terrorist: Oh, da gibt es ganz verschiedene Wege. Zum Teil passiert das z.B. heutzutage über SMS oder Email. Manchmal auch über eine „geheime“ Botschaft aus den täglichen Nachrichten oder auch persönlich über eine vorgetäuschte Hausdurchsuchung.

Reporter: Wie? Sie arbeiten Hand in Hand mit den Sicherheitskräften eines Landes?

Terrorist: Darauf erwarten Sie doch jetzt nicht wirklich eine Antwort?

Reporter: Man kann also mit ruhigem Gewissen behaupten, dass Sie ein echter Profi sind?

Terrorist: Bitte loben Sie mich nicht zuviel. Bei dem Nitro was ich ständig bei mir habe, könnte ich sonst vor Freude in die Luft gehen.

Reporter: Wollen Sie mir etwa Angst machen?

Terrorist: Das ist mein Beruf. Eigentlich geht es um nichts anderes. Aber beruhigen Sie sich, das mit dem Nitro war jetzt nur Spaß.

Reporter: Aber wenn Sie so ein gewissenloser Spaßvogel sind, warum wurde denn nichts aus dem 2009 angekündigten Anschlag vor der Bundestagswahl?

Terrorist: Erst einmal bin ich nicht gewissenlos, sondern sehr gewissenhaft, jedenfalls was meine Arbeit angeht. Und zweitens, wenn andere für mich die Drecksarbeit machen, warum soll ich mich dann für mein Geld mehr anstrengen als nötig?

Reporter: Da haben Sie natürlich Recht. Aber ich kann mich beim besten Willen auch sonst an keinen Anschlag in Deutschland erinnern.

Terrorist: Aber überlegen Sie doch mal. Welch ein Schlag muss es für viele Menschen alleine schon gewesen sein, als die CDU wieder weiter regieren durfte?

Reporter: Aber das kann man doch nicht als einen terroristischen Anschlag bezeichnen.

Terrorist: Das kommt ganz darauf an, wie man es sieht. Ich für meinen Teil gebe meinen Namen aber immer gerne für einen guten Zweck her.

Reporter: Aber sie wollen doch anonym bleiben.

Terrorist: Meinen richtigen Namen erfährt ja auch niemand. Wenn die Kasse stimmt, lasse ich mich aber gerne „Terrorgefahr“ nennen.

Reporter: Sie meinen also, Ihr Pseudonym alleine lehrt die Menschen schon das Fürchten?

Terrorist: Ja, klar, das ist eben die neue Art des Terrorismus. Sehr intelligent, sehr wirkungsvoll und Bomben legen ist praktisch unnötig geworden.

Reporter: Aber ab und zu knallt es doch mal auf der Welt. Was sagen Sie denn dazu?

Terrorist: Wir armen Terroristen sind ja auch von Terroristen unterwandert. Das ist überhaupt die gefährlichste Sorte. Denen geht es auch nicht um Geld, denn davon haben sie genug. Es geht ihnen nur um Macht, sonst nichts. Aber wenn die loslegen, dann bleibt wirklich kein Stein auf dem anderen.

Reporter: Erlauben Sie sich jetzt schon wieder einen Spaß mit mir?

Terrorist: Nein, diesmal nicht. Wir sprachen ja schon über die Verrückten unter den Terroristen. Die haben Waffen, von denen kann unsereins nur träumen. Da gibt es so einen, der arbeitet mit Genmanipulation und der Züchtung von Nanotermiten. Diese Tierchen können selbst Wolkenkratzer in Sekundenschnelle in ihre Einzelteile zerlegen.

Reporter: Das hört sich eher wie eine verrückte Science-Fiction Geschichte an.

Terrorist: Wenn das nicht in Wirklichkeit schon passiert wäre, dann würde ich ihnen zustimmen.

Reporter: Aber den Namen dieses verrückten Terroristen wollen Sie mir nicht nennen. Oder?

Terrorist: Ich weiß nur sein Pseudonym. Er nennt sich Schorsch Dabbalju Buschi. Auf dem „i“ bestehen seine Kritiker. Es steht für igitt. Denn in seinem FKK Club „Skull and Bones“ ist er der einzige der nicht rasiert ist. Na, Sie wissen schon wo.

Reporter: Das Pseudonym sagt mir jetzt nichts. Hört sich aber etwas arabisch an. In dieser Gegend soll ja auch das Nest des Terrors sein.

Terrorist: Mir gefällt die Unterhaltung mit Ihnen. Sie vorverurteilen mich nicht, so wie das die Regierung und die Presse immer macht.

Reporter: Gut, dass dieses Interview anonym bleibt, sonst hält man mich nachher noch für einen Sympathisanten der terroristischen Bewegung.

Terrorist: Mit Bewegung hat das Ganze nichts zu tun. Da wo wir auftauchen, da verfällt ein Land in eine Sicherheitsstarre. Das könnte für manche jedoch langsam etwas peinlich werden, z.B. bei diesen Nacktscannern. Diese Geräte werden noch der Renner demnächst. Aber selbst ich als Berufsterrorist bin der Ansicht, damit gehen die jetzt wirklich zu weit.

Reporter: Es fragen sich aber auch schon immer mehr Leute, wer die wirklichen Terroristen sind.

Terrorist: Ach, mir soll es recht sein. Ich habe mir ein paar Anteile an diesen neuen Kontrollsystemen gesichert. Unsereins muss ja auch an seine Rente denken.

Reporter: Was halten Sie eigentlich von Amokläufern? Nehmen die Ihrer Gruppe nicht etwas weg?

Terrorist: Hahahaha. Nein, außer einer größeren Anzahl von Toten eigentlich nicht. Gegen die Jungs sind wir echt harmlos.

Reporter: Wenn ich an New York und den 9.11. denke, dann weiß ich nicht, ob das so harmlos war.

Terrorist: Aber das habe ich Ihnen doch eben erklärt. Dahinter stecken andere finstere Mächte.

Reporter: Oh, ich bitte vielmals um Entschuldigung Herr nur „Terrorgefahr“.

Terrorist: Entschuldigung angenommen. Wir Terroristen brauchen uns bis jetzt in Deutschland nichts nachsagen zu lassen.

– Interview Ende –

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Anhang: Anregungen zum Nachdenken und Diskutieren

Das statistische Bundesamt hat die Statistik der Todesursachen für 2006 veröffentlicht. Insgesamt starben in Deutschland 821.627 Personen. Die Todesursachen im Einzelnen:

Ursache ~ Anzahl

Krankheiten des Kreislaufsystems ~ 358.953

Herzinfarkt ~ 64.796

Bösartige Neubildungen (Krebs) ~ 211.523

Krankheiten des Atmungssystems ~ 54.888

Krankheiten des Verdauungssystems ~ 42.973

Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen ~ 32.212

Vorsätzliche Selbstbeschädigung (Suizid) ~ 9.765

Stürze ~ 8.381

Transportmittelunfälle ~ 5.359

Mord ~ 375

Terroranschläge ~ 0

Woher kommt, wenn man die Statistik betrachtet, die Angst der Menschen vor Terroranschlägen?

Wenn man sich nun die Todesursachen und die Häufigkeit der damit verbundenen Sterbefälle anschaut und sie mit terroristischen Gewaltakten vergleicht, wie sie in London oder Madrid geschehen sind, können dann damit die ganzen Sicherheitsmaßnahmen des Staates, die für Millionen von Bürgern einschneidende Maßnahmen bedeuten, wirklich begründet werden?

Tote des Terroranschlages vom 11. September 2001 (New York, Pentagon)  ca.3300 Opfer

Diese Sache war schlimm, ohne Zweifel. Die Amerikaner führen seitdem einen weltweiten Kampf gegen den Terrorismus. Deutsche kämpfen mit – in Afghanistan. Und durch deutsche Schuld kamen wenigstens 137 Zivilisten bei einem unter deutschen Befehl stehendem Angriff Anfang September 2009 auf zwei Tanklastzüge um. Das deutsche Volk empört sich darüber, doch weiter geschieht nichts.

Zum Vergleich Amokläufe:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1871/umfrage/opferzahl-bei-amoklaeufen-in-westlichen-demokratien-seit-1966/

Das Durchschnittsalter der Täter liegt bei knapp 16 Jahren; nur vier der Taten weltweit sind bisher von Mädchen verübt worden.

Woher kommt die Wut der (männlichen) Täter?

Für den einzelnen Mensch in Deutschland hat seine Freiheit die allergrößte Bedeutung. Der Freiheit huldigt man und für sie ist man bereit alles andere zu opfern. Was Gerechtigkeit angeht, so scheint sie jedoch für Politiker und Hofjournalisten immer mehr an Bedeutung zu verlieren.

Man spricht von der Gleichberechtigung von Mann und Frau, schickt aber junge Männer ohne mit der Wimper zu zucken über die allgemeine Wehrpflicht in die Zwangsarbeit. Man schickt deutsche Soldaten wieder in den Krieg. Was muss noch alles passieren?

Die deutsche Bevölkerung begeht einen schweren Fehler. Sie erhebt ihre Stimme nicht deutlich genug dagegen. Denn ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden, weder in Deutschland noch an einem anderen Ort auf der Welt.

2 Antworten

  1. Hallo Hans und Team,

    wie beim letzten Mal danke für die Veröffentlichung des Interview’s vom „Unbekannten“ rasenden Reporter. Einfach ein Genuss zum Wochenende. Wieder mal alles auf den Punkt gebracht. Da gibt es noch einen traurigen toten Terroristen mit Namen Ahmed. Sehr liebenswürdig dieser Leblose. Er hält den Schlüpferstürmer mit den gefüllten Schlüpfern für etwas von der anderen Welt. Ein Kumpel von Ahmed hatte das auch mal probiert. Seitdem hat er Probleme ein angemessenes WC zu finden.

    Der Nachtrag ist sehr interessant. Ich hatte mal so eine Statistik gesucht und nicht gefunden.
    Krankheiten des Kreislaufsystems ~ 358.953 – Diese Zahl ist sehr bedeutungsvoll. Weil man mit dieser Diagnose fast alles begründen kann. Ein Pseudonym für= keine Ahnung
    Vegetative Dystonie, ein herrliches Wort, nicht wahr? Bedeutet ebenfalls= keine Ahnung
    Ich habe mit diesen Diagnosen so meine Erfahrung vor längerer Zeit gemacht.
    Alles in allem:
    1.Ein vorzügliches Interview
    2.Eine Augen öffnende Statistik
    Erstaunlich ist auch, wenn man die Personen, die Angst vor diversen Grippen haben, fragt, wieviele sie denn im Bekanntenkreis kennen, die an dieser Grippe erkrankt oder sogar verstorben sind. Da wird dann mal ne einfache Erkältung mit ner Grippe verwechelt. Nur so als Beispiel für die Spiele dieser Welt.
    Wie immer meine herzlichsten Grüsse an alle und ein entzückendes Wochenende. (Hier ist es zwar kalt, aber die Sonne scheint)

    Jan

  2. Hallo Jan,

    freut uns – und den Autor selbstverständlich auch, dass wir Ihnen wieder einmal eine Freude machen konnten … aber ganz unter uns gesprochen: uns hat das jüngste Interview auch sehr gut gefallen. Die Veröffentlichung war uns deshalb auch ein persönliches Bedürfnis. Diese Form der Herausarbeitung von Fakten ist – gerade so wie die Zwiegespräche zwischen Klein Dummie und seiner Mutti (und ähnliche Satiren) – ein interessanter Weg, um auch Mitmenschen zu erreichen, die mit nüchterner Sachlichkeit nichts anzufangen wissen.

    Letzteres ist ja leider das einzige Mittel, welches unser Blog (ohne diese freundlichen und willkommenen externen Beiträge) anzubieten hat. Da sind wir für Auflockerungen sehr dankbar, insbesondere wenn sie dann auch noch eine solche Qualität besitzen.

    Zum Rest Ihres Kommentars ist von unserer Seite nur Zustimmung anzumelden – wir haben auch so unsere Erfahrungen mit „ärztlichen Diagnosen“ sammeln müssen, die arg an verallgemeinerndes und nichtssagendes Schubladendenken erinnern … aber anders geht es ja auch gar nicht, wenn man die Patienten dumm halten will, um unbehelligt seine fragwürdigen Medikamente und/oder „Heilmethoden“ vermarkten zu können. – Ist eigentlich ein Thema für sich, wurde aber in einigen Artikeln des Blogs auch schon aufgegriffen.

    Zur Grippe und der Empfänglichkeit unserer Mitmenschen gegenüber hanebüchenen Horrormeldungen darüber oder über ähnliche „Seuchen“ schreiben wir nichts mehr. Es ist so, wie Sie es andeutungsweise erläutert haben und geht letztlich auf dieselbe „profitable Desinformationen“ zurück.

    Dann wünschen wir Ihnen noch ein angenehmes – kaltes, aber sonniges Wochenende, bei uns ist derzeit leider alles Grau in Grau, aber wir halten es einfach mit dem Motto „Hab‘ Sonne im Herzen ….“😉

    In diesem Sinne herzlichste Grüße retour
    Hans (fürs Team)

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