Eine individuelle politische Bestandsaufnahme (II)

Der Kreisel des politischen (im weitesten Sinne des Wortes) Irrsinns rotiert munter weiter. Man könnte einen Fulltimejob für mehrere Mitarbeiter daraus machen, wenn man alle diesbezüglichen Nachrichten erfassen, analysieren und kommentieren wollte. Das wollen wir natürlich nicht, auch wenn wir gerne Arbeitsplätze schaffen würden. Ein paar Stilblüten – aus bundesdeutscher Sicht – picken wir uns aber heraus, um ein wenig Überdruck abbauen zu können. Auch wenn am Ende wieder ein „längerer“ Artikel dabei herauskommt.

Wir beschränken uns vorrangig auf einige Meldungen, die wir über die abonnierten Newsletter von sueddeutsche.de und stern.de „aufgeschnappt“ haben … lockern das aber durch das Einflechten einiger anderer Bloggerstimmen ein wenig auf.

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Stichwort Angela Merkel – Der Kanzler(innen)-Faktor

Laut stern.de und „Berliner Erklärung“ des CDU-Vorstands sollen alle Zweifel an der Politik und dem Führungsstil der Bundeskanzlerin „überwunden sein“, da „die CDU-Spitze geschlossen für Merkels Kurs stimmte“ … allerdings weist der Artikel auch darauf hin, dass damit kein Ende des „Richtungsstreit“ zwischen „Liberalen und Konservativen“ in der Partei sichergestellt worden sei. Das kann man unserer Ansicht nach durchaus als untertrieben bezeichnen! Für unsere Begriffe ist dieses Schauspiel nur dem Zweck geschuldet, Merkel für das sonntägliche Gespräch mit Westerwelle und Seehofer den Rücken zu stärken … darüber hinaus sehen wir keine Veranlassung von unserer skeptischen Zukunftseinschätzung der Bundeskanzlerin abzurücken. Faktoren wie „Steuerschätzung im Mai“ (der Wonnemonat in dem ganz zufällig auch die Wahlen in NRW anstehen), „Ansprechen von unzufriedenen Wählergruppen >links von< der CDU“ und Schuldenbremse, ohne deren Festschreibung in der Erklärung ein gewisser Herr Müller (Saarland) der mächtigen Kanzlerin seine Gefolgschaft zu verweigern drohte, machen überdies unübersehbar, dass es sich ansonsten nur um einen reinen Wahlkampfkonsens handelt. Insofern wird sich die Wahrheit über Merkels Zukunft als Regierungschefin unzweifelhaft nicht vor der Bekanntgabe des Wahlergebnisses in Nordrhein-Westfalen einen Weg an die Öffentlichkeit bahnen. Warten wir es ab und beobachten argwöhnisch was sich bis dahin in Merkels engstem Umfeld tut. Immerhin hat sich auch der allseits geschätzte und beliebte Herr Mißfelder zu diesem Thema geäußert und scheint sich unserer unmaßgeblichen Meinung nach keinesfalls auf Konsenskurs mit Merkels Ansichten und Zielsetzungen zu befinden. (Von unserem „Landesvater“ Koch und anderen etablierten Gestalten der undurchsichtigen Art gar nicht erst anzufangen!)

Insofern halten wir es für realitätsfremd (oder taktisches Geplänkel), wenn sich die Kanzlerin laut süddeutsche.de „demonstrativ entspannt“ präsentiert. Dankenswerter Weise (wenn auch eher zaghaft) zeigt dieser Artikel deutlicher auf, dass Merkel und Westerwelle gerade wegen des „Steuer-Wahlversprechens“ der FDP keineswegs so sehr auf koalitionsfreundlichem Schmusekurs sind, wie angedeutet wird. Man darf gespannt sein, wie weit die Westerwelle-Partei der Kanzlerin entgegenzukommen bereit sein wird, da es dieser bekanntlich nicht um „linke Wählergruppen“ geht. Unter Westerwelle vertrat und vertritt die FDP noch stärker als jemals zuvor ausschließlich die Interessen ihrer Klientel … und sollte sie diese enttäuschen, wäre der Höhenflug von „König Guido“ schneller Schnee von gestern als diesem lieb sein kann. Also … schauen wir mal …

Stichwort Afghanistaneinsatz der BW

Selbstverständlich führt Angela Merkel auch hier aktuell das große Wort (obwohl sie mit ihrem blaublütigen CSU-Kriegsminister ~ pardon: neuerdings muss es ja heißen „Minister für bewaffnete nicht internationale Konflikte“ ~ Karl-Theodor gerade hier übermächtige Konkurrenz bekommen hat – im Gegensatz zum doch eher simpel gestrickten Vorgänger Jung). Wie stern.de zu berichten weiß, sucht sie (auch deshalb?) unverblümt einen Schulterschluss mit dem vorherigen Koalitionspartner. „Merkel sucht Bündnis mit der SPD“ lautet der Titel des Artikels, der uns – trotz allem leeren und aufgeblasenen, zitierten Geschwafel von Merkel und Steinmeier – klar offenbart, dass es eine Intensivierung des deutschen Mandats geben und dass dieses auch weiterhin auf dem derzeit verfolgten Kriegskurs bleiben wird. Wir mögen das nicht weiter kommentieren, weil solche Kungeleien, bei denen sich unter anderem auch offenbart, dass wir in der BRD eigentlich eine schwarz-rot-gelb-grüne neoliberale und imperialistischen Allüren demonstrierende Einheitspartei haben und von dieser bis zum allerletzten Extrem veralbert werden, mittlerweile so offensichtlich durchgeführt werden, das wirklich dem und der letzten Wähler/in klar werden sollte, dass es bei uns keine Demokratie (gleich welcher Lesart) mehr gibt. Außerdem haben wir aber auch gerade zu diesem Themenbereich schon genug geschrieben …

Was man noch festhalten sollte, ist, dass hier auf allen Seiten unverkennbar auf eine starke Positionierung im Vorfeld der Afghanistan-Konferenz (28. Januar) in London hinausläuft, für welche Frau Merkel am 27. Januar in einer Regierungserklärung „deutsche Positionen“ definieren und festschreiben will. Wenn man Steinmeiers „Karriere“ und seine derzeitige Argumentation kritisch hinterfragt, kann man wohl davon ausgehen, dass am Ende eine „harmonische Übereinstimmung“ herauskommen wird, wie wir sie seinerzeit ja auch beim „Kanzler(innen)-Duell“ bewundern durften.

[Eingeschobene dringende Leseempfehlung: auch wenn es den Rahmen dieses Abschnitts unseres vergleichsweise unbedeutenden Artikels sprengt, möchten und müssen wir unseren Leser/innen den neuesten Paukenschlag von Egon W. Kreutzer … Innere Angelegenheiten … eindringlich ans Herz legen. Er behandelt auch das Thema Afghanistan, geht aber weit darüber hinaus, um das tatsächliche Dilemma rund um „Terrorismus“, Frieden – Freiheit – und Demokratie stiftende „robuste Militäraktionen“ und allerlei mehr (unserer Ansicht nach) perfekt aufzuzeigen! Ein Lehrstück in Sachen Souveränität, das an allen Schulen und Universitäten – nicht nur – unseres Landes Pflichtlektüre sein und gerade den Verantwortungs- und „Leistungsträger/innen“ hierzulande mit urdemokratischem Nachdruck anempfohlen werden sollte! – Die am Ende des Artikels ausgesprochene Leseempfehlung bezüglich des Artikels Endlich wieder Krieg von Gert Flegelskamp wird von uns ausdrücklich unterstützt!]

Stichwort Wirtschafts- und Finanzpolitik

Anscheinend ist es mittlerweile sogar bei den Regierungsparteien angekommen, dass die Schönrederei in Sachen Konjunktur und Wachstum, mit dem die üblichen Verdächtigen unter den sogenannten Ökonomen und „Wirtschaftsweisen“ von sich reden machten , nicht einmal mehr als heiße Luft bezeichnet werden kann? So jedenfalls schätzen wir es ein, wenn die süddeutsche.de zu diesem Themenkomplex heute titelt: „Konjunktur – Regierung muss Prognose korrigieren“.

Wer daraus nun den Schluss ableitet, dass die Damen und Herren in Berlin, allen voran wieder einmal Frau Merkel, aber auch die Herren Pinkwart (FDP-Vizechef) und BMWi Brüderle, diese Erkenntnis dafür nutzen würden, endlich auch neue, der Einnahmen- und Ausgabenrealität entsprechende Konzepte zu entwickeln, sieht sich erwartungsgemäß enttäuscht. Während der eine sagt, die FDP könne damit leben, wenn die Steuerreform „erst 2012“ kommen würde, beharrt der andere darauf, dass sie wie geplant 2011 kommen müsse … aber wahrscheinlich vertraut man da einfach auf den unerschütterlichen Guido und seine Machtinstinkte? Der wird das Kind schon schaukeln und allein schon aus Eigennutz sicherstellen, dass die Wähler nicht verprellt werden? Nun ja …

Ansonsten … nichts Neues an der Sparfront, auch wenn in Bezug auf die Hartz-IV-Geschädigten (von dieser Seite) diesmal nicht offiziell die ganz harte Keule ausgepackt, aber da Herr Pinkwart erneut das Thema „Zuverdienstmöglichkeiten für Hartz-IV-Empfänger“ bemüht, weiß man doch sehr genau, woher und wohin der Wind bläst . Ex-Innen- und neuer Finanzminister Schäuble wird das zusammen mit den anderen „Schuldenbremsen-Apologeten“ schon richten … zumal die „Leistungsträger unserer Gesellschaft“ auf keinen Fall belastet, sondern noch unverschämter als bisher geschont werden sollen.

Dazu passt doch bestens, was Spiegel online und WELT online mit Verweis auf die Wirtschaftswoche zu vermelden haben und unter die Rubrik fällt:

Stichwort Hartz IV – und Finanzierung der Bankenrettung etc.

Es wundert uns – selbst „Hessen“ – keineswegs, dass es wieder einmal der dank der berühmt-berüchtigten vier SPD-Rebellen gerade noch mal ins Amt zurück geputschte Ministerpräsident unseres eigentlich sehr schönen Bundeslandes ist, der in dieser Hinsicht wagemutig und ohne Rücksicht auf Verluste (bei den Betroffenen) vorprescht.

In der Debatte um die „Reform der Reform“ (gemeint ist natürlich Hartz IV ff) kommt er nun „ganz überraschend“ mit der Forderung nach Arbeitspflicht für Arbeitslose / Hartz-IV-Empfänger als Gegenleistung für öffentliche Unterstützung und begründet dies u. a. mit folgender Aussage:

Zitat gegenüber der Wirtschaftswoche:

„In Deutschland gibt es Leistungen für jeden, notfalls lebenslang. Deshalb müssen wir Instrumente einsetzen, damit niemand das Leben von Hartz IV als angenehme Variante ansieht.“

Der Ministerpräsident fügte hinzu: „Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertige Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung.“ Es könne kein „funktionierendes Arbeitslosenhilfe-System geben, das nicht auch ein Element von Abschreckung enthält.“ Ein solcher Druck sei notwendig.

Zitat Ende.

Weiter wollen wir auf die sozialdarwinistischen Ausfälle dieses Herrn gar nicht eingehen, von dem hinlänglich bekannt ist, dass er sich die Inspiration für seine sozialen Innovationen vorwiegend aus den USA holt, deren turbokapitalistischen System er sich als einschlägig bekannter Netzwerker und Transatlantiker seit jeher aufs Engste verbunden fühlt. Es ist auch egal, hinter welchen wohlfeil formulierten, dennoch durchschaubar verlogenen Metaphern er sein Ansinnen zu verstecken versucht … hier geht es unverkennbar und eindeutig um den Versuch, das Grundgesetz zu umgehen und Zwangsarbeit einzuführen. Dass weder Herr Koch noch Leute wie Mappus (MP Baden-Württemberg) oder BMAS von der Leyen die Ursache dafür thematisieren, warum immer mehr Menschen komplett in Hartz IV abrutschen oder dazu gezwungen sind, mit diesen „Almosen“ aufzustocken, weil die Arbeitsmarkt- und insbesondere die Zeitarbeitsgesetze auch in Deutschland die Klasse der „Working Poor“ erschaffen hat, ist nur eines von vielen Indizien dafür, dass hier drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden sollen:

1.) eine noch weiter gehende Stigmatisierung von Erwerbslosen und Geringverdienern, die als gewollte Begleiterscheinung auch die Spaltung in der Bevölkerung forciert; …

2.) eine Refinanzierung der für die Verursacher der Weltfinanzkrise geschnürten Rettungspakete auf dem Wege des geringsten Widerstandes … also über die Masse der Bevölkerung, deren Interessen für unsere politische Klasse ebenso bedeutungslos sind wie für die führenden Konzerne und Kapitaleigner aller Schattierungen; und …

3.) der Plan der Schaffung einer 80 (Verlierer) : 20 (Gewinner und Mitläufer) – Gesellschaft soll noch mehr forciert und für den Zweck der Fortschreibung von Profitoptimierung und Abwertung der Ware Arbeitskraft das Heer der Abhängigen ausgebaut werden, die dem lieben Anschein willen auch zu miserabelsten Bedingungen und Löhnen zu arbeiten bereit sind. Dass sie das nicht davor bewahrt, dieselbe Missachtung zu erfahren wie die angeblichen „Millionen Arbeitsscheuen und Sozialschmarotzer“ begreifen diese modernen Sklaven einfach nicht!

Das bedeutet schlussendlich aber auch – wie nicht nur von uns immer wieder hervorgehoben, dass die Hetzer und Sozialdarwinisten mit und ohne Parteibuch sich nach außen hin zwar immer noch vorrangig auf Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger einschießen, aber auch jene Massen anvisieren, die durch dieselben Instrumente der „Optimierung von Sozial- und Arbeitsmarktpolitik“, von denen mancher – zu Recht – behauptet, dass sie vielfältige Begehrlichkeiten bis hin zu krimineller Energie geweckt habe, nur noch einen winzigen Schritt vom Absturz „in Hartz IV“ entfernt sind.

Man muss es noch einmal ganz deutlich sagen: anstatt sich von solchen Hetzern und Blendern ins Bockshorn jagen zu lassen und damit die Spaltung der Bevölkerung voranzutreiben … etwa durch den besonders beliebten Spruch, dass „Arbeit mehr einbringen müsse als Transferleistungen“ … sollte man sich quer durch die Gesellschaft fragen, wie es dazu kommen konnte, dass heute so viele Menschen mit ihrem Arbeitsentgelt allein den Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können? Wir stellen diese Frage jetzt nur in den Raum, weil wir sie schon sehr häufig gestellt und dann auch die Antworten mitgeliefert haben. Als kleinen Tipp fügen wir nur an, dass man sich die Entwicklung der Kapitalgewinne im Zusammenhang mit der Lohnentwicklung und dem seit 30 Jahren rigoros in Richtung „Eigenverantwortung des Individuums“ betriebenen Sozialabbau anschauen und das Ergebnis mit den Hintergründen von Begriffen wie bspw. „Exportweltmeister“, „stagnierende Binnennachfrage“, „Kaufkraftverlust“ und ähnlichem mehr in Relation setzen muss. Wir denken, dann sollte unzweifelhaft ersichtlich werden, wo die Probleme liegen und ihre Verursacher zu finden sind!

Auch wenn es „thematisch verfehlt“ anmuten mag, möchten wir ganz bewusst an dieser Stelle auf die „Einsichtsfähigkeit“ der Spitzenbanker hinweisen, die sicher nicht alleine, sondern mit tatkräftiger Unterstützung der globalen Politik und renditesüchtiger Anlegern, aber ganz maßgeblich zur aktuellen Weltfinanz- und –Wirtschaftskrise beigetragen haben. Ausgerechnet der Deutschland-Chef des schlimmsten Abzockers überhaupt (nach Meinung diverser gut unterrichteter Leute) – Goldman-Sachs –, Alexander Dibelius,  hat in dieser Hinsicht ein Paradebeispiel geliefert, gegen das sich die auch nicht schlechten Entgleisungen eines Josef Ackermann in der Tat fast bescheiden und demütig anhören. Um es mal ganz platt zu sagen – also gerade so, wie man sich bei solchen Sprüchen fühlen muss: da fällt einem nix mehr ein! – Übrigens auch ein tolles Beispiel dafür, wie man mittels geringfügig eigenwilliger Übersetzung eine eindeutige Aussage relativieren – oder gegebenenfalls aufbauschen kann (siehe fünfter Absatz des verlinkten Originalartikels).

Und zu guter Letzt, weil gerade so aktuell und perfekt passend:

Stichwort Zeitarbeit und Lohndumping

Zu diesem Thema, das man als direkte Folgeerscheinung von Arbeitsmarktreformen, EU-Osterweiterung und gezielt geschaffenem sowie skrupellos ausgebautem Niedriglohnsektor bezeichnen kann, ist in den letzten Tagen ja viel geschrieben worden. Abgesehen davon, dass „Negativbeispiele“ wie Schlecker oder „Mr. Wash“ eben keine Einzelfälle sind, sondern den Standard im Bereich Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) repräsentieren, ist vor allem die Auslagerung von Dienstleistungen an Subunternehmen als ein entweder gewolltes oder zumindest billigend in Kauf genommenes Übel. Auch auf diesem Gebiet macht das „gefühlte“ Skandalunternehmen Nummer 1 der BRD – die Bahn AG – von sich reden.

Dieser Trend zur „Geiz ist Geil“ – Mentalität im Beschäftigungssektor, wird natürlich meistens mit den „schwierigen wirtschaftlichen Situationen“ der davon profitierenden Unternehmen begründet, was aber in mehr als einer Hinsicht als extrem schlechter Scherz bezeichnet werden muss. Es ist nicht mehr und nicht weniger als die logische Konsequenz der systematischen Abwertung von Arbeit – und das betrifft längst nicht mehr nur die Gruppe der „minder qualifizierten“ Arbeitnehmer/innen.

Es ist die berühmt-berüchtigte Katze, die ihren eigenen Schwanz jagt, von Profitmaximierung über Prekarisierung der Arbeitswelt und Gesellschaft bis hin zur Unterdrückung und Quasi-Versklavung von immer mehr Menschen (auch in den westlichen Industrienationen!) … und lässt sich im Rahmen derselben Fragestellung erklären,  die wir vier Absätze zuvor nicht ohne Grund in den Raum stellten. Man kann die Fragestellung also auch umdrehen und statt „wer ist schuld“ auch wieder einmal „cui bono“ fragen.

Damit möchten wir unseren Rundgang durch die düsteren Katakomben des bundesdeutschen Politik- und Medienirrsinns für heute beenden. Eventuell werden wir bei Gelegenheit mal wieder eine Runde drehen und würden uns freuen, wenn Sie uns dann auch wieder begleiten würden …

3 Antworten

  1. Eine individuelle politische Bestandsaufnahme (II)…

    Von moltaweto | Der AmSel-Gedanke | – Der Kreisel des politischen (im weitesten Sinne des Wortes) Irrsinns rotiert munter weiter. Man könnte einen Fulltimejob für mehrere Mitarbeiter daraus machen, wenn man alle diesbezüglichen Nachrichten erfass…

  2. Eine individuelle politische Bestandsaufnahme (II)…

    Von moltaweto | Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft | – Der Kreisel des politischen (im weitesten Sinne des Wortes) Irrsinns rotiert munter weiter. Man könnte einen Fulltimejob für mehrere Mitarbeiter daraus machen, wenn man alle diesbez……

  3. Hallo!

    Ich weiß nicht Leute, ich habe ja schon länger die Meinung als wenn auf der Welt überhaupt nichts mehr stimmt, das schließt unser Ländchen natürlich mit ein. Aber bei uns schmilzt jetzt der Schnee und trotzdem ist da ein Gefühl von frostiger Kälte, das einfach nicht weichen will. Im letzten Jahr habe ich einen Artikel auf einer Aufklärungsseite gelesen, da war in Stichpunkten festgehalten, was nach der Wahl alles an Veränderungen auf uns zukommen würde. Unter anderem stand da auch schon der Punkt: Zwangsarbeit für Arbeitslose. Jetzt wird sich darüber aufgeregt, als wäre es etwas vollkommen neues und als würde es gänzlich ohne Vorwarnung bekannt gegeben. Dann folgt dem wie immer eine hitzige Diskussion der Fürsprache und der Gegenwehr, so wie beim Einsatz der BW in Afghanistan und dann wird es trotzdem durchgezogen. Das nennt sich dann Demokratie. Eine hitzige Kontroverse verdeckt das diktatorische Moment. Warum ruft man nicht einfach in der BRD die Diktatur öffentlich im Parlament aus? Ja klar weiß jeder warum. Denn dann würden vielleicht sogar die dümmsten Bundesbürger merken, dass mit dem System etwas nicht stimmt. Und genau das gilt es ja zu verhindern.
    Ich bin leider jemand, der sich zu viel Gedanken macht. Ich verkünde schon mal gerne öffentlich in Kommentaren u.ä. meine Meinung und hoffe immer, so wie viele andere auch, es würde sich mal mehr tun als: Ja, schön geschrieben, guter Gedanke, so denke ich auch, das musste aber auch mal gesagt werden, freue mich auf Deinen nächsten Kommentar…. Früher habe ich mich um Politik nicht gekümmert. Dachte so wie die anderen: Man kann ja doch alleine nichts ändern. Jetzt treffe ich zwar immer mehr, die mit dem bestehenden System auch nicht zufrieden sind, die das auch sagen, trotzdem tut sich einfach nichts. Alle warten ab auf einen großen Knall, der aber von alleine kommen soll. So ähnlich wie der Urknall, was? Ob der aber je stattgefunden hat, weiß auch niemand. Alles dreht sich nur um eine Vermutung. Drehen wir uns nicht auch nur um eine Vermutung?
    Es ist einfach kein Weiterkommen, alles stagniert. Hohle Sprüche der Politiker und der politischen Gegenwehr reihen sich an andere hohle Sprüche. Gut, manche Sprüche der Aufklärer sind nicht hohl, sondern vielmehr gut überlegt. Aber auch sie verschwinden irgendwo in der Leere der Ergebnislosigkeit. Ob der Bürger will oder nicht, es wird gemacht was von der Macht beabsichtigt ist. Solange alle trotz Klagen mehr oder weniger bereitwillig dann doch mitmachen, solange wird sich nie eine Veränderung einstellen. Dabei wäre es doch für den einzelnen eigentlich einfach Stopp zu sagen oder Nein, ich mache euren Mist nicht mehr mit. Mich wundert es immer, wenn mal jemand wirklich zu etwas nein sagt, dass dieses Nein dann auch akzeptiert wird. Denn was will man denn auch dagegen machen? Es steht dem Menschen als individuelles und zu freier Entscheidung befähigtes Wesen zu, in dieser Welt so zu leben, wie er es will, sich nicht von anderen schikanieren und ausnutzen zu lassen. Aber wovor hat man dann Angst? Dass man seinen Lebensstandard nicht mehr halten kann, dass man dann Abstriche machen muss? Dafür lässt man sich von anderen bevormunden? Ich habe für mich beschlossen, dass ich gut auf vieles verzichten kann, aber meine Freiheit ist mir heilig. Dafür lebe ich auch gerne arm wie eine Kirchenmaus. Dann habe ich aber immer noch mehr, als wenn ich anderen die Stiefel lecken würde.
    Wenn die Arbeitslosen sich das mit der Zwangsarbeit wirklich gefallen lassen und sie wirklich eingeführt wird, was ich für sehr wahrscheinlich halte, dann sollten sie aber auch daran denken, dass ihre Sklaventreiber sich mit Billionen verschuldet haben und somit ihre Steuergelder verschleudert haben, als es ihnen und allen anderen noch gut ging. Für solche Leute lassen sie sich dann mit Billigjobs erniedrigen und sich die Peitsche geben. Schade dass die Autobahnen schon gebaut sind, aber vielleicht kann man die Arbeitslosen ja dazu benutzen, diese mit Besen zu kehren.

    Schöne Grüße,

    Jochen Mitanna

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