Leseempfehlungen zwischendurch … 01.11.09

Da wir in den letzten Tagen durch einige abstruse, aber keineswegs unbedeutende Dinge und der damit verbundenen Antworten auf dazu eingehende Kommentaren abgelenkt wurden und deshalb keine neuen Beiträge erstellen konnten, möchten wir wenigstens einige Leseempfehlungen aussprechen. Einige weisen in die gleiche Richtung, aber es geht uns nach wie vor in erster Linie um das größere und wichtigere Gesamte.

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Spezielle Empfehlungen:

Jochen Hoff von Duckhome

1. Wie die Bürger die Bankenrettung bezahlen sollen

Zitat:

Eines muss man Norbert Walter von der Deutschen Bank lassen. Er steht zu seiner neoliberalen und menschenverachtenden Grundhaltung und dazu, die normalen Bürger bis aufs Blut auszupressen. Während alle Welt über die Pläne zu einer Steuersenkung durch schwarz/gelben Hornissenkoalition nur müde den Kopf schütteln kann, gibt Walter schon klare Anweisungen wie diese zu bezahlen sind […]


Zitat Ende.

2. Der Wert der Arbeit oder besser deren Wertlosigkeit

Zitat:

Vorgestern geistere wieder mal so eine tolle Meldung durch den deutschen Blätterwald. Die Sparquote der Deutschen sei gestiegen und im ersten Halbjahr habe jeder Deutsche im Schnitt 180 Euro gespart und die Sparquote liege bei 11.2 Prozent. Alles Friede, Freude, Eierkuchen. Nein, alles Unfug […]


Zitat Ende.

Zusammenfassender Kommentar: Während die „führenden Bankster“ (und nicht nur die, sondern auch alle anderen Mietmäuler der neoliberalen Ideologie) in gewohnt selbstvergessener Weise ihrer Rolle als Einflüsterer der Politik nachgehen und die schwarz-gelbe Politik der kommenden Jahre formulieren, geht es in Sachen „statistikgestützter Volksverdummung“ ebenfalls munter weiter. – Die Frage, die aber wirklich interessieren sollte, ist mehr denn je, wie lange das noch so weitergehen kann, bevor der Kessel explodiert? Und auch die Frage: wann werden endlich die kritischen Intellektuellen (auch die am oder unterhalb des Existenzminimums vegetierenden) begreifen, dass man jetzt etwas tun muss, wenn man die gewaltsame Eskalation dieses systematisch erzeugten Überdrucks in positive Energien für Besinnung und Wandel verwandeln möchte?

Roberto J. De Lapuente – ad sinistram

1. Ein Lügner hat sich genaue Sätze zurechtgelegt …

Zitat:

Es ist ekelerregend, sich in der Hexenküche folternder Meister zu bedienen, um nützliche Mitteilungen zu erhalten. Als der ehemalige Innenminister zur Aussage rollte, man dürfe an Informationen, die durch Folter erzielt wurden, nicht vorbeiblicken, da erntete er zurecht Kritik. Obwohl es abstößt, manchmal scheinen die Botschaften aus dämmerigen Hinterzimmern, in denen bis zur vollkommenen Erschöpfung des Verdächtigen verhört wird, doch für die breite Öffentlichkeit von Bedeutung zu sein. Seien wir also mal unmoralisch und ziehen Erkenntnisse heran, die in langen Jahren menschlicher Unterdrückung in wissenschaftlicher Weise zusammengetragen wurden, lassen wir einen Meister seines Fach zu Wort kommen, lassen wir Gerd Wiesler, fiktive und doch andererseits reale Filmgestalt und guter Mensch in bösen Sphären, damals gespielt von Ulrich Mühe, zu Wort kommen: […]


Zitat Ende.

2. Tröstet Euch!

Zitat:

Keine Angst, möchte man ihnen zurufen, nur die Ruhe, alles halb so wild. Natürlich stellt sich Furcht ein, selbstverständlich blickt man ängstlich in die Zukunft. Betriebe schließen, selbst honorige Unternehmen machen die Tore dicht, Arbeitslosigkeit ist ein Wachstumsmarkt. Mancherlei Menschenschläge wird es treffen, unschuldig ihren Dienst runterreißende Angestellte ebenso wie jene, die besonders stolz waren auf ihre spärliche Stellung. Selbst das in Lohnarbeit stehende Kleinbürgertum, diese lächerliche Kopie der Bourgeoisie, Schlipsproletariat und Karikaturen ihrer Herrn, Geiferer und Treter nach unten, Feinde des faulen Lenz, Todfeinde der im Lenz Faulenden, selbst dieses Konglomerat aus Kesseltreibern und Einpeitscher ängstigt sich um die schlackernde Stellung. Doch zurück zum Trost; keine Angst, ihr Massen, besänftigt eure Furcht!

Zitat Ende:

Zusammenfassender Kommentar: Im ersten Beitrag beschäftigt sich Roberto mit den Lügen und Lügnern … und vor allem damit, woran man sie erkennen kann. Er weist auf jene Leute hin, die mit immer denselben zur Wahrheit erhobenen Lügen hausieren gehen und die Menschen beinah mehr mit ihrer Einfallslosigkeit malträtieren als sie mit diesem „alternativlosen Gewäsch“ verdummen! – Im zweiten Artikel wendet er sich an jene unter uns, die bis „gerade noch“ zu den Peinigern der vom System dazu ernannten „Versagern und Schmarotzern“ gehörten und sich nun mit einem Mal – am Ende noch durch die mit eigenem Kreuz gewählten Parteien? – von derselben Politik bedroht sehen. – Beide Artikel sind gewohnt wortgewaltig und treffend abgefasst und absolut lesenswert!

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Kurz Gemischtes

Auch sonst muss einem um die Standfestigkeit der marktradikalen Ewiggestrigen nicht bange sein, wie das jüngste Machwerk eines gewissen Herrn Beise in der Süddeutschen beweist. „Sozialdemokratisierte CDU/CSU und dann auch noch FDP?“ – nun ja, man sagt zwar, Humor sei, wenn man trotzdem lache – aber ganz so weit muss man es dann wohl doch nicht treiben? Wir finden, der Oeffinger Freidenker arbeitet die triste Realität dennoch auf interessante Weise heraus.

Da er den Manipulationskomplex Medien und Statistik so vortrefflich mit der Politik und insbesondere der Bundesagentur für Arbeit verbindet, empfehlen wir ebenso nachdrücklich auch diesen Artikel von „Lumperladens Harald“ … lesenswert, da informativ und entlarvend.

Selbstverständlich darf das Thema Schweinegrippe – dicht gefolgt von Faschismus 2.0 das Kracherthema für ambitionierte (und gleichgeschaltete) Qualitätsjournalisten in den westlichen Industrienationen – auf keinen Fall fehlen. Heute entscheiden wir uns für diesen Beitrag von Feynsinn, der sich zwar von schierer Verzweiflung gebeutelt am Ende ein wenig im Ton vergreift, aber dann doch wiederum gerade deswegen genau den richtigen Ton trifft!

Da man gerade bei diesem Hysteriewahnsinn niemals genug „nackte Fakten“ liefern kann, hängen wir diesen mit beeindruckenden Zahlen gespickten Artikelder Dreckschleuder“ an. Er belegt sehr eindrucksvoll, warum sich so viele Menschen – trotz nachvollziehbar besserem Wissen – „so uneigennützig“ um die Panikmache verdient machen. – Ebenfalls lesenswert ist diese spezifische Ergänzung, die ich auf Klaus Baums Seite gefunden habe und die einen der Wirkverstärker (Squalen) betrifft, vor dem auch einige Informationen – in Verbindung mit Impfungen – warnten, die wir bereits weitergeleitet hatten.

Was wir natürlich auch nicht in unsere Sammlung aufzunehmen vergessen können und wollen, ist dieser Artikel von mephane auf seelensplitter, der sich einerseits auf interessante Art und Weise mit dem Thema Test / Experiment befasst und andererseits sehr gut darlegt, wie die darum herum gebastelte Realität zu verstehen ist. – Würde sicherlich so mancher / manchem Realitätsverweigerer/in nicht schaden, sich diesen Text mal zu Herzen zu nehmen.

Passend dazu, aber noch tiefer ins Detail gehend, wäre auch der Beitrag „Nie wieder Faschismus!? Wir stecken doch mitten drin!“ von Einar Schlereth (Erster Wortkrieg – Tlaxcala) zu empfehlen. Er nimmt sich dem derzeit so beliebten Thema „Faschismus“ an und stellt es zwar „ungewöhnlich“, dafür aber wahrheitsgemäß dar. Es fehlen nach unserem Dafürhalten zwar einige Details, die auch das britische „Empire“ mit ins argumentative Boot holen könnten (und müssten), aber der Sachverhalt wurde dennoch sehr treffend beleuchtet. (Auch wenn es eventuell nicht erwünscht ist, möchten wir dennoch darauf hinweisen, dass wir via Gegenmeinung auf diesen Artikel aufmerksam geworden sind.

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Zum Schluss

Zum uns persönlich betreffenden Thema der Warnung vor und des gleichzeitigen Aufbaus von Querfronten, den man hinter den damit verbundenen Aktivitäten vermuten muss, möchten wir selbst vorläufig mal nichts mehr schreiben, weil es von unseren Widersachern und Anklägern endgültig auf ein inakzeptables und sich immer mehr selbst entlarvendes Niveau hinab gezogen wird. Andere Stimmen dazu möchten wir aber gerne weiterleiten.

Eine um Aufklärung bemühte Frage stellte Schall und Rauch … und verband dies mit einer vorausgegangenen Warnung an Verleumder, der wir uns in dieser Form zwar nicht anschließen, sie aber dennoch einer Empfehlung für wert befinden. Vielleicht ist ja Hopfen und Malz noch nicht bei jedem „Kritiker“ hoffnungslos verloren?! – In Verbindung mit dem zweiten Artikel könnte sich auch ein Blick zu Mut zur Wahrheit lohnen (aus unserer Sicht sind auch und vor allem die Links am Ende sehr interessant).

Etwas umfassender, das Thema „Wahrheit“ verfolgend, setzt sich Steven Black mit Verschwörungstheorien und Desinformation auseinander, wobei sein Schwerpunkt auf der Definition von Wahrheit liegt. Es ist sehr interessant, seinen individuellen Gedankengängen zu folgen und – wenn man dazu bereit und in der Lage ist – sich davon zu eigenen Gedankenexpeditionen inspirieren zu lassen.

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