Leseempfehlung spezial 17./18.10.09 – ad sinistram

Um es kurz auf den Punkt zu bringen, warum wir diesen „Doppelschlag“ von Roberto in einer Leseempfehlung zusammenfassen … Egoismus und scheinheiliges Wohlfahrtsgebaren sind zwei ganz entscheidende Elemente des Niedergangs unserer Gesellschaft, die in „früheren Nachkriegstagen“ definitiv auch als Solidargemeinschaft bezeichnet werden konnte.

Während der Egoismus (im Wettbewerb von konkurrierend um einige wenige Plätze an der Sonne streitenden Ellbogen) etwas ist, was man tatsächlich in sämtlichen Schichten der Gesellschaft antrifft und einen noch mehr als alles andere an der generellen Denkfähigkeit des Individuums zweifeln lassen muss, ist das meist steurlich vorteilhafte Wohlfahrtsgehabe selbstverständlich der gehobenen Klasse der selbsternannten Leistungsträger vorbehalten.

Insgesamt aber sind beide menschlichen Unarten, die selbstverständlich durch die „gesellschaftliche Evolution“ bedingt sind, Puzzleteile des großen Gesamten, welches sich in mannigfaltiger Form als gewaltiger Schatten über der menschlichen Spezies und der von ihr verschandelten Natur (als Wesenseinheit unserer Welt) zusammenbraut. Deshalb also empfehlen wir die nachfolgend kurz anzitierten und verlinkten Beiträge als wichtige Sonntagslektüre (die man ruhig auch an jedem anderen Tag lesen kann!).

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17.10.09: Roberto J. De Lapuente … Sich selbst der Nächste

Zitat zum Reinlesen:

Ich will günstig einkaufen, billig Dienste geleistet bekommen, will jeden Tag neue Schnäppchen. Ich will, dass das, was heute billig ist, morgen noch ein klein wenig billiger wird. Und wenn man es unter dem Wert verkauft, wenn man davon keine ordentlichen Löhne mehr bezahlen kann, dann ist mir das einerlei. Ich will es billig, das ist es was mir zählt. Ich selbst habe ja einen ordentlichen Lohn, ich habe ein Anrecht darauf, ich leiste ja gute Arbeit, ich bin loyal und engagiert. Ich bin es wert, ich bin es mir wert, denn unterm Strich zähl’ ich

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18.10.09: Roberto J. De Lapuente … Einsatz gegen ein Naturgesetz

Zitat zum Reinlesen:

Am 3. Oktober startete die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) zum neunten mal die Aktion „Wir-helfen“. Die Aktion ruft Privatpersonen und Organisationen zu Spenden für Bedürftige auf. 115.800 Euro kamen im letzten Jahr zusammen.

[…]


Zwischenbemerkung zum besseren Verständnis: die Mitteldeutsche Zeitung gehört zur Mediengruppe DuMont Schauberg … und die hochwohlgeborene Gattin des Firmeninhabers fungiert auch als „Schirmherrin“ der besagten Hilfsaktion … die sich ebenso medien- wie publikumswirksam dem Kampf gegen die Folgen der Kinderarmut auf die Fahnen geschrieben hat!

[…]

Der paritätische Wohlfahrtsverband registriert, dass sich die Kinderarmut seit der HartzIV- Gesetze verdoppelt hat. Gesetze, welche die SPD auf den Weg gebracht hat und an denen die CDU nicht rütteln will.


Damit wird diese ganze Aktion für mich eine Farce, verlogen, heuchlerisch und zynisch.
Und während ich den ersten rührenden Danke-Schön-Beitrag einer Kindereinrichtung über erhaltene Zuwendungen der Spendenaktion lese, kommt mir der Kaffee wieder hoch und ich frage mich, wie lange wir uns das noch gefallen lassen.

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