Gastbeitrag Aristo Blog: Erster Verhandlungserfolg von Schwarz-Gelb

„Strahlender“ Artikel von Aristo, den wir „gerne“ übernehmen und zur Erleuchtung unserer geschätzten Mitbürger/innen veröffentlichen.

Tja, kaum im Amt, schon ein paar Bonzen glücklich gemacht! Aber der Großteil von uns darf sich über die vorprogrammierte Stromverteuerung und generelle Abzocke zugunsten der notleidenden Atomwirtschaft und Energieriesen nicht beschweren … die Möglichkeit, diesen Irrsinn zu beenden, wurde fahrlässig vergeigt!

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Originalartikel: Aristo Blog

Der Ausstieg aus dem Atomausstieg ist beschlossene Sache!

CDU und FDP sind sich einig. Die Atomkraftwerke sollen länger laufen.

Energiesicherheit, wie Merkel im TV-Duell mit dem Hilfsargument Brückentechnologie ausführte, irrt. Es geht, wie soll es anders sein, ums Geld.

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) kündigte am Dienstag harte Verhandlungen an. Sie nannte als Knackpunkte das Thema Sicherheit und die Nutzung der zusätzlichen Milliardengewinne der Betreiber.

Merkel hat ja schon als Bundesumweltministerin unter Kohl bzgl. Dem Atomendlager Asse II und den anderen Endlagern kläglich versagt. Warum soll es diesmal anders laufen.

Derzeit sind noch 17 Atomkraftwerke in Deutschland am Netz. Union und FDP sind sich einig, sie länger laufen zu lassen als die im Atomkonsens vorgesehenen 32 Jahre. Beide Parteien haben sich dafür ausgesprochen, einen Teil der zusätzlichen Gewinne der Energieversorger abzuschöpfen. Den Gewinn aus der Stromproduktion in einem abgeschriebenen Atomkraftwerk schätzen Experten
auf eine Million Euro pro Tag.

Ein Teil der Gewinne wird wohl abgeschöpft werden. Gut, könnte man meinen, damit könnte man doch das marode Endlager Asse II sanieren, was dem Steuerzahler zwischen 2 – 3 Milliarden Euro kosten wird. Doch eine solche Mittelverwendung ist noch nicht einmal angedacht. Auch auf die Idee, die Strompreise zu senken, ist noch keiner gekommen und wird auch niemand kommen, wo kämen wir denn dahin.

Die Atomwirtschaft signalisierte Zugeständnisse. RWE-Chef Jürgen Großmann sagte der ARD, ein Teil der möglichen Gewinne könne in erneuerbare Energie investiert werden. Wenn durch längere Laufzeiten Mehrwert erzeugt werde, werde dieser geteilt – wie genau, ließ der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns offen.

EnBW-Chef Hans-Peter Villis signalisierte ebenfalls die Bereitschaft, einen Teil der Zusatzgewinne abzugeben. Gleichzeitig forderte er eine Abkehr vom Atomausstieg schon bis zum ersten Quartal nächsten Jahres.
E.ON-Chef Wulf Bernotat sagte dem „Handelsblatt“, er stehe für Gespräche mit der künftigen schwarz-gelben Bundesregierung über Gegenleistungen für längere Laufzeiten bereit.

Der Kuchen wird also schon verteilt, bevor er überhaupt gebacken wurde. Wie immer eben. Wird es eine Wiederbelebung der Atomkraftgegnerbewegung geben? Möglicherweise. Doch allzu viel wird diese wohl nicht bewegen können.

Wie hoch die Zusatzgewinne sind, hängt entscheidend davon ab, wie viel länger die Reaktoren produzieren dürfen. Nach einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg könnten sie sich bei einer Verlängerung der Laufzeit um 25 Jahre auf 200 Milliarden Euro summieren – eingerechnet die Steigerung des Börsenwerts der Energieversorger.

Quelle der Zitate:

Na, das ist doch eine Summe. Wie aber der zusätzliche hochradioaktive Atommüll gelagert werden soll und wieviel das Kosten wird, steht noch nicht einmal in den Sternen. Aber Äntschie kann das egal sein, obwohl sie immer wieder von einer Verantwortung für die nachfolgenden Generationen spricht, braucht sie diese Suppe nicht auslöffeln. Das werden unsere Kinder und Kindeskinder machen müßen.

Dabei bräuchten wir diese Atomkraftwerke gar nicht für die Energiesicherheit, wie aus einer Kurz-Studie des Bundesumweltamtes hervorgeht.

Der bis zum Jahr 2020 vorgesehene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie gefährdet nicht die Versorgung Deutschlands mit Strom. Das ist das zentrale Ergebnis einer der aktuellen Kurz-Studie „Atomausstieg und Versorgungssicherheit“ des Umweltbundesamtes (UBA).Presseschlagzeilen der vergangenen Wochen zeichneten das Bild von Stromengpässen in Deutschland spätestens ab dem Jahr 2012, sollte es beim beschlossenen Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft bleiben. Das UBA widerspricht dem auf Basis eigener Berechnungen.
„Die Versorgungssicherheit mit Strom ist in Deutschland nicht gefährdet – eine „Stromlücke“ ist nicht zu erwarten“, sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA.

Quelle:

Die Studie kann man sich hier downloaden.

Stillgelegte Atomkraftwerke bringen kein Geld mehr, kosten aber Geld. Vom Rückbau ganz zu schweigen. Da hat Sigmar Gabriel, der zukünftige Parteivorsitzende der SPD, sein Wahlkampfthema für 2013 schon in der Tasche.

Wir dachten, verkohlt worden zu sein war schon schlimm. Doch geschrödert worden zu sein und jetzt total vermekelt zu werden ist 1000 x schlimmer.

Hoffentlich wird das auch den fast 20 Millionen Nichtwählern in diesem Land bald klar. Wenn nicht, sehe ich schwarz, aber nicht weil das Licht ausgeht.

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