Externe Info: „Öff!Öff!“ an Medienbekannte zum Aussteiger-Wald-Dorf Extertal

Sicherlich ist der Aussteiger gerade in den Medien kein Unbekannter, der in seinem „früheren Leben“ einmal Jürgen Wagner hieß, bevor er seinen Personalausweis abgab, den Ausstieg aus dem System vollzog und sich – natürlich unter höhnischem und verleumderischen Wirbel der Medien und von vermeintlich intelligenteren und vernünftigeren Zeitgenossen, der ihn auch heute noch auf Schritt und Tritt begleitet (und den er fraglos auch immer wieder provoziert) – Schritt für Schritt zu einem echten Aussteiger mit fraglos seltsamer, aber deshalb noch lange nicht „verrückter“ Lebensphilosophie entwickelte.

Um den „öffentlichen“ Menschen, der gerne (und weitestgehend zu Unrecht!) auch als „Waldschrat“ oder „Schmarotzer“ verunglimpft wird und den wir persönlich nur via Telefon und E-Mail, ansonsten vorrangig durch seine zahlreichen, nicht immer „leicht verständlichen“, aber in der überwiegenden Mehrzahl in sich schlüssigen Veröffentlichungen kennen gelernt haben, soll es hier und heute aber nicht gehen.

In erster Linie geht es uns um ein … für unseren „Staat“ und „dessen System“ typisches Ereignis im ostwestfälischen Extertal; präziser um die „Niederschlagung eines passiven Aufstands“ durch Staatsgewalt (Polizei und – man lese, merke auf und begreife – Verfassungsschutz) sowie Bürokratie (Landesforstamt NRW). Ziel der Staatwillkür, die – wie auch in der weiter unten folgenden Erklärung des „Besitzers“ des fraglichen Grundstücks zu Recht spekuliert wird – eine sehr deutliche Sprache hinsichtlich der Angst des Systems vor (unkontrollierter – unkontrollierbarer) Veränderung spricht, war eine Gruppe junger Leute, die – ohne jegliche Alimentierung durch den Staat und die Solidargemeinschaft – sich eine alternative und eigenständige Existenz aufzubauen versuchte.

Ganz nebenbei liefert uns diese Geschichte aber auch noch einen „beeindruckenden Beweis“ dafür, was es in unserem Land mit dem „Privateigentum“ (man muss wahrscheinlich einschränkend hinzufügen: von nicht der Elite der „alten und ewigen Sieger“ zugehörigen Bürgerinnen und Bürgern!) auf sich hat … im Klartext: was dieser Begriff bedeutet, wenn man mit „seinem Eigentum“ machen möchte, was man will und dabei nichtsahnend mit den Interessen des Systems kollidiert!

Insgesamt stellen die folgenden externen Informationen also wertvolle Hinweise für uns alle dar, die uns – gerade jetzt, auf der Zielgerade der „vielleicht“ alles entscheidenden Bundestagswahl – die Augen öffnen und zu mehr unbeugsamer natürlicher (= zwischenmenschlicher und gegen die Unterdrücker und Ausbeuter gewendeter) Solidarität aufrufen sollten.

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Hier die einleitende Mail von Öff!Öff! …

… ungekürztes Zitat:

Tja, so wie in der folgenden Pressemitteilung der Auenland-Siedler beschrieben, kann es Einem ergehen, wenn man sich gegen die Macht-Strukturen stellt…   Die Kraft, dann zu sagen, ich bleibe trotz solcher Unterdrückungs-Maßnahmen meinem „Ausstieg“ treu, egal, ob ich dabei obdachlos auf der Straße stehe (- wie ich, Öff!Öff!, es mittlerweile ca. 7 Jahre meiner 18 Aussteiger-Jahre praktiziert habe-), oder ich lasse mich eher tot hauen, als daß ich wieder mein Ja zu Herrschaft und egoistischer Konkurrenz unter Menschen gebe, hatten die genannten jungen Leute zum Teil (noch) nicht…   Aber in verschiedener Weise arbeiten und leben sie weiter in Richtung der Ideale…


Die kapitalistische Wirtschafts-Wissenschaft definiert den Menschen als einen gierigen Egoisten, und unsere Mehrheits-Demokratie geht einfach danach, wo sich Mehrheiten solcher Egoisten bilden…


Angesichts dessen braucht es dringend eine kraftvolle „Koalition der Vernünftigen“ auf allen Seiten, in und außerhalb des „Systems“, damit wir so weit wie möglich mit der Entwicklung von „Konsens-Gesellschaften globalen und geschwisterlichen Teilens“ kommen können – statt der kapitalistischen Egoismus-Herrschafts-Formen…

Ich grüße das „Natürliche (Göttliche) Licht“ in Allen!

„das Öff!Öff!“ / Jürgen Wagner

Weitere Informationen von „dem“ und über „das Öff!Öff!“ (Jürgen Wagner) finden Sie bspw. hier.

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Angefügt war die folgende Pressemitteilung des „Besitzers“ des Grundstücks, auf dem die nicht staatlich subventionierten Aussteiger ein alternatives Lebensmodell verwirklichen wollten, dann aber von der gesamten Definitionsmacht und Staatsgewalt unserer Pseudorepublik und ihrer willfährigen Bürokratie unmissverständlich darüber „informiert“ wurden, dass so etwas in „unserem System“ definitiv unerwünscht ist (wie so viele andere alternative und dem systemischen Irrsinn zuwider laufende Denk- und Handlungsweisen!):

Pressemitteilung: Aussteiger-Wald-Dorf „Auenland“ erstmal auf Rückzug…


Ein Erlebnisbericht des Grundstücks-Eigentümers…

Da gibt es eine Handvoll junger Leute, die ein Zeichen setzen wollen, und es werden ihnen nur Steine in den Weg geworfen. Es handelt sich um die Aussteigergruppe aus dem Extertal. Diese Leute wollen lernen, wie man wieder im Einklang mit und von der Natur lebt, das heißt natürliche Landwirtschaft mit Permakultur, ein Leben in selbst gebauten Häusern die nur aus Material gebaut werden, welches aus dem Wald kommt. Das alles wollte ich ermöglichen, indem ich ein Stück von meinem Land dafür zur Verfügung gestellt habe. Keiner von den fünf Leuten die sich dort aufhalten, beziehen irgendwelche Sozialleistungen und haben auch nicht vor diese wieder zu beziehen. Es geht um Unabhängigkeit von einem Staat, in dem Einem das Aussteigen nicht leicht gemacht wird.

Nach dem ersten Polizeibesuch (20.08.09), bei dem zwei Laptops und eine Handyspeicherkarte beschlagnahmt wurden, meldete sich das Forstamt NRW. Der Brief hat das Datum vom 19.08.09! Auf meinem Grundstück werden angeblich Vorgänge durchgeführt, die als Verstöße gegen das Landesforstgesetz NRW eingestuft werden.
Eine Stellungnahme, wie gefordert vom Forstamt, plus Fotos von der Wiese, auf der das Autarke Dorf entstehen sollte, wurde verschickt, aber keine Antwort kam. Durch das Telefonat mit dem zuständigen Beamten von der Forstbehörde kam dann raus, dass sich der Verfassungsschutz mit dem Thema beschäftigt. Und da kann man ja dann nur davon ausgehen, dass die beiden Ereignisse zusammen hängen. Der Besuch der Polizei und der Brief der Forstbehörde. Das alles ist reine Schikane! Das System hat Angst vor der Veränderung!

Meinem Vater und mir wurde dann noch durch einen Besuch des Ordnungsamtes, des Forstamtes und durch Beamte des Kreises Lippe Druck gemacht, die Gruppe des Platzes zu verweisen. Werden wir das nicht machen, müssen wir eine Geldstrafe, die bei 10.000 Euro anfängt, zahlen, und das Gelände wird polizeilich geräumt! Obwohl wir das ganze Unternehmen gut finden und unterstützen! Die Begründung liegt im Naturschutz! Da sollte man sich lieber wegen Gartenabfällen aufregen, die direkt neben einem Schild abgeladen werden, auf dem ausdrücklich steht: Gartenabfälle ablegen verboten, Naturschutzgebiet! Das Beste an der ganzen Sache ist aber noch, dass das ganze Gelände Privatbesitz ist. Es kann doch nicht angehen, dass man auf seinem eigenen Grund und Boden nicht das machen kann, was man will.

Das Ganze läuft jetzt darauf hinaus, dass sich die Gruppe erst mal trennen muss. Alle  müssen jetzt gucken, wie sie wieder eine Wohnung bekommen, und das wird erstmal nicht anders gehen, als Hartz IV zu beantragen. Genau das, was sie nicht wollten. So werden diese Leute erstmal wieder auf Staatskosten leben! Wenn es das ist, was unser toller Staat will, dann werden sie das auch bekommen. Es ist eine Frechheit, Menschen, die mit gutem Gewissen alles versuchen, aus dem Hartz IV rauszukommen, wieder hinein zu treiben!

Mehr Informationen finden Sie auf … http://auenlandtv.nu-era.de

siehe auch:
Bild 214/38, Montag 14.September 2009, Regionalteil Ostwestfalen Seite 8

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Kommentar AmSeL:

Wie aus den Schilderungen klar hervorgeht, wird hier in Gestalt einer massiven bürokratischen „Nachhilfe“ einschließlich der Androhung von drakonischen Geldstrafen für den Fall der „Gehorsamsverweigerung“ im Sinne eines feindlich gesonnenen Systems Erpressung betrieben. Das ist nur eine andere Schattierung derselben Spaltungspolitik, auf die erschreckend viele Menschen in unserem Land (wider besseres Wissen … wegen sich klar abzeichnender Entwicklungen!) hereinfallen, in dem sie mit den Wölfen heulend und mit dem Mainstream schwimmend auf jene hinab sehen und notfalls auch auf ihnen herum trampeln, die das System bereits „ausgesondert“ hat (oder die dieser Aussonderung eben durch einen freiwilligen Ausstieg in alternative Lebensweisen entkommen wollen!).

Es ist das Mittel der Willkür und Entrechtung in Tateinheit mit der „altbewährten Praxis“ der Entsolidarisierung und Entmenschlichung unserer Gesellschaft, das hier zum Einsatz kommt und zugleich auch die systemisch gewollte Abkehr von der Natur und natürlichen Gesetzen zementieren soll!

Das Problem der Menschen, die das nicht durchschauen können oder nicht begreifen wollen, wird am Ende sein, dass das System und seine Nutznießer kein Halten kennen und fröhlich weiter „reformieren“ und manipulieren werden, bis (mindestens) die angestrebte 80 (Verlierer) : 20 (Gewinner – vermeintliche und scheinbar echte) – Gesellschaft inklusive der angestrebten elitär – neofeudalistischen „Neuen Weltordnung“ verwirklicht wurde.

Nun ja, wenn das tatsächlich „der Wunsch der Mehrheit“ ist … keine weitere Kommentierung!!!!

6 Antworten

  1. Hmm… Mein Onkel wohnt im Extertal… ob er da mit gemacht hat?

  2. Das darf erst gar nicht einreißen: dass die Menschen erkennen, dass sie den Staat nicht brauchen…

    Gangbare Alternativen sind: Dauercamper auf einem Wald-Campingplatz (wird auch Hartz IV unterstützt😉 oder das Ferienhaus von Verwandten/Bekannten…

  3. @Oda

    Zum ersten Teil: volle Zustimmung … wo kämen wir denn hin, wenn das Menschlein auf der Straße begreifen würde, dass der Staat so überflüssig ist wie der viel besungene Kropf, den auch kein bewusst denkender Mensch haben will?

    Zum zweiten Teil … das mögen gangbare und aus Sicht des/der Einen oder Anderen vielleicht sogar „interessante“ Alternativen sein, aber ich bin doch mehr dafür, dass man die Gesellschaft wieder in eine Gemeinschaft umzumodeln versuchen sollte, in der solche Themen gar nicht mehr zur Diskussion gestellt werden müssten. Nun ist mir natürlich klar, dass diesem Wunsch ein Gedankengang zugrundeliegt, zu dem die Mehrheit unserer Mit-„Menschen“ nicht bereit oder fähig ist … aber einerseits sind die Gedanken glücklicherweise ja (noch) frei und andererseits muss Träumen erlaubt bleiben😉

  4. Ich würde sehr gerne aus diesem System aussteigen, was korrupt ignorant, verlogen,usw. nur auf Kapital ausgelegt ist und absolut nicht mehr mein System ist.
    Aber in Deutschland ist das einfach nicht möglich, man muss schon das Land dazu verlassen.

  5. @Bennie

    Es ist auch in Deutschland möglich auszusteigen, man darf nur keine Angst vor den Konsequenzen haben.
    Leider ist diese Angst bei den meisten aber vorhanden und deshalb lassen sich die Menschen mehr oder weniger freiwillig eine Kette um den Hals legen.
    Aussteigen bedeutet: Nicht mehr arbeiten gehen, klar, dann gibt es auch keinen Lohn mehr und später auch keine Rente. Deshalb ziehen die Leute die Kette um den Hals ihrer Freiheit vor.
    Nicht mehr am Konsumleben teilnehmen, klar, dann hat der Nachbar ja etwas, was der Konsumlebentöter nicht mehr hat. Wer stirbt, kann gar nichts mitnehmen, aber die Leute wollen Luxus und haben, haben, haben, denn das bedeutet für sie das Leben. Deshalb lassen sie sich ans Gängelband legen.
    Kein Geld bedeutet, Verlust der Wohnung und aller üblichen Annehmlichkeiten. Klar, davor hat jeder Angst und so kann doch niemand leben, oder vielmehr, so will niemand leben. Deswegen spielen die Leute lieber freiwillig den Lohnsklaven.
    Aussteigen braucht sehr viel Mut. Doch den überlassen die Leute lieber den Helden in den Spielfilmen, oder den Pennern auf der Parkbank.
    So suchen die Leute lieber nach Entschuldigungen für ihre Feigheit. Das System ist zu übermächtig, wird z.B. gesagt, also machen wir einfach weiter im Programm, welches eine Minderheit für alle anderen ausarbeitet, damit sich alle pudelwohl fühlen.
    Dass die Leute sich nicht pudelwohl fühlen, obwohl sie Arbeit haben, obwohl sie Geld haben, vielleicht sogar etwas mehr Luxus haben als ihr Nachbar hat, ihnen sogar das Reisen in fremde Länder nicht verboten ist, ihnen sogar erlaubt wird, wählen zu gehen und vieles andere mehr, ist dann aber doch sehr verwunderlich.
    Woran mag es liegen, dass sich die Leute trotz allem in unserem schönen von Freiheit beseelten Land nicht pudelwohl fühlen? Das bisschen Korruption, das bisschen klammheimliche Unterdrückung, das bisschen Überwachung, dass bisschen Polizeistaat, das bisschen Verlogenheit in der Regierung, im Pressebereich und sonstwo, das bisschen Ungerechtigkeit, das bisschen Ziehen am Gängelband….
    Warum sagen die Leute nicht einfach ‚Schluss damit!‘ und warum reissen sie sich nicht einfach die Kette vom Hals?
    Klar, man muss ja schließlich von etwas leben?
    Natürlich, da haben die Leute vollkommen Recht.
    Schönes so weiterleben wünsche ich!

  6. Nicht so kurz aufgeben vor dem Ziel. Es bewegt sich doch etwas in die richtige Richtung. Es „rumpelt kräftig “ auf unserer Erde. Wir sind dabei, uns von dem ganzen unheilvollen Zwang zu befreien und mir scheint, unsere gute alte Erde, so wie das Universum antworten auf die Rufe vieler Menschen, die jetzt überall Veränderung herbeiführen wollen und dafür aus vollem Herzen um Unterstützung bitten. Dranbleiben, wir werden gemeinsam unser Ziel erreichen und ein wirklich gutes Leben im Einklang mit allen Lebewesen auf der Erde führen. Grüße an alle und besonders an Öff!Öff!

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