Externe Zusendung (He-Ka-Te): Angst … vor „Großdeutschland“

Heute erhielten wir eine Zuschrift von oben genannter Autorin, die uns nicht wirklich überraschte, aber doch hellhörig machte. Für die Info und die Stimulierung unserer grauen Zellen möchten wir uns zunächst einmal bedanken …

Das Thema schien uns überdies bedeutsam genug, um die mitgelieferten Hintergründe zu veröffentlichen und auch kurz aus eigener Sicht zu kommentieren.

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Zunächst aber eine erklärende Wiedergabe der Zusendung …

Auslöser war eine heute bei ntv.de erschienene Meldung mit dem Titel: „Mitterand fürchtete >böse< Deutsche ~~ Angst vor der Wiedervereinigung“ [K*1]

Dazu schrieb die Autorin im Begleittext zur Info … Zitat:

Höchst interessant; allein in Anbetracht der Tatsache was Deutschlands Position in der Europäischen Union betrifft.


Wer mich kennt, weiß, dass ich die Ängste des Präsidenten seit Jahren teile. Siehe auch
Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt – außer der Sowjetunion . Ein Versuch im Dez. vergangenen Jahres, mit einer Handvoll Verlinkungen, meine Ängste in Worte zu fassen.

Zitat Ende [K*2]

So weit, so gut … an den Befürchtungen der Autorin ist nichts zu deuteln und wie man aktuell sieht, waren und sind sie (richtig definiert!) auch nur zu berechtigt.

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Aber gehen wir doch etwas mehr ins Detail.

[K*1] … Dazu müssen wir zwei Textpassagen herausgreifen und gesondert zitieren …

Nummer 1:

[…] Diese Warnung Mitterrands geht aus bislang geheimen Aufzeichnungen von Thatchers außenpolitischem Berater, Charles Powell, hervor […]


Und Nummer 2 (direkt anschließend im Text der Meldung):

Powells Memo gehört zu einer Reihe von rund 20 Jahre alten Dokumenten, die nun offiziell und unzensiert von der britischen Regierung veröffentlicht werden. Normalerweise werden offizielle Dokumente in Großbritannien erst nach 30 Jahren veröffentlicht […]

Zitat Ende

Was muss einem bei dieser Aussage zuallererst und besonders grell ins Auge stechen? – Richtig: Der Umstand, dass hier „Geheimdokumente“ nicht nur zehn Jahre vor Ablauf der üblicherweise geltenden „Verschlussdauer“, sondern auch noch unzensiert (im Fachjargon ungeschwärzt) veröffentlicht wurden. Bedenkt man, dass „gewisse Akten“ bei den Briten (und anderen kriegsbeteiligten Parteien von WK II) nicht nur sechzig Jahre unter Verschluss gehalten wurden, sondern diese Geheimhaltung noch weiter verlängert wurde, muss man zwangsläufig davon ausgehen, dass die britische Seite hiermit sehr eigene Ziele und Interessen verbindet … wir vermuten mal, das hat zumindest indirekt etwas mit Stichworten wie „Inselstatus / EU“ – transatlantische Partnertreue – und historisch überlieferte „Kommunismusphobie“ zu tun, die angesichts eines eventuell stärker werdenden Einfluss Russlands auf die EU-Politik wieder voll aufblüht.

Es kann aber auch (oder noch) ganz andere Gründe dafür geben … falls ja, dann dürften dieser aber einerseits ebenfalls in der britischen Nostalgie bezüglich einer lange vergangenen „Weltmachtstellung“ (Britisches Empire) und andererseits in den Ambitionen gewisser „britischer Kreise“ zu suchen sein, die vor dem Hintergrund des immer wahrscheinlicher oder unvermeidlicher werdenden Kollaps der „letzten echten Weltmacht“ von einer Wiederherstellung ehemaliger britischer Vorherrschaft zu träumen beginnen – und solchen Machtphantasien stehen „die Ambitionen der Berliner Merkel-Republik“ nicht weniger diametral entgegen wie der Aufstieg des Deutschen Kaiserreiches zur See- und Handelsmacht im Vorfeld von WK I.

Nun gut, das sind nur die Spekulationen, die uns beim Lesen dieser Nachricht spontan durch den Kopf gingen … aber sie sind jedenfalls weder aus der Luft gegriffen noch einfach so von der Hand zu weisen!

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Kommen wir damit zu den Befürchtungen und Ängsten der Autorin.

[K*2] Man kann sie aufgrund der gesetzten Links sehr gut nachvollziehen und deshalb auch nur teilen. Wir haben auch mehrfach und in verschiedenen Zusammenhängen vor der „Anpassung unserer Zeit und Gesellschaft an dunkelste Vorzeit“ gewarnt. Insofern ist der Autorin uneingeschränkt beizupflichten und den geschätzten Leserinnen und Lesern ein umfassendes Studium des Artikels plus Verlinkungen ans Herz zu legen.

Ausnahme … ergänzende „Denkempfehlung“:

Wir sollten uns immer vor Augen halten, wer und was gemeint ist, wenn im Rahmen solcher Themen von „Deutschland“ gesprochen wird. Es geht dabei – de facto – stets um die Damen, Herren und Institutionen, die „unseren Staat“ (allerdings nicht Deutschland, sondern die BRD) international repräsentieren, weil wir sie dazu legitimieren … das ist jedoch, jedenfalls auf die Masse des deutschen Volkes bezogen, die sich nicht zu den „Profiteuren“ des System zählen dürfen und/oder nur nachplappern, was ihnen von den Meinungsmachern ins Bewusstsein geimpft und somit in den Mund gelegt wird, auch schon die einzige Beteiligung, die man uns (dem deutschen Volk) an den „fragwürdigen“ Weltanschauungen der Marionetten einer Elite, die exakt dieselbe ist, die auch von der Zeit 1933 – 1945 und allen anderen Geschehnissen mit historisch überlieferter Bedeutung profitierten, zuschreiben kann.

Nehmen wir nur das Beispiel „Afghanistaneinsatz der Bundeswehr“, muss jedem klar werden, dass Merkel & Co. mitnichten die Meinung der deutschen Bevölkerung vertreten … dasselbe gilt sicherlich auch für die uneingeschränkte Unterstützung der politischen und militärischen Führung Israels (welche schon von der ersten „bundesdeutschen Regierung“ unter Konrad Adenauer zur Quasi-Staatsräson erhoben wurde) und viele andere bedeutsame Themen.

Dadurch wird die Aussage und die warnende Darstellung der Autorin nicht in ihrer Relevanz und Korrektheit eingeschränkt … aber diese kurze Mahnung unsererseits sollte doch dazu führen, dass wir uns mit unserem Staats- und Gemeinwesen sowie mit den Machenschaften der dieses repräsentierenden „Persönlichkeiten“ gerade jetzt objektiv-kritisch auseinandersetzen und dabei auch erkennen, von wem tatsächlich die Gefahr ausgeht, dass ein „militärisch wieder erstarktes Deutschland“ im Rahmen einer despotischen Machttyrannis namens „Europäische Union“ die schlimmsten Tage der deutschen, europäischen und Weltgeschichte erneut heraufbeschwören kann … und wird, wenn wir dem nicht energisch entgegen treten.

Und um diesem Gebot der Stunde gerecht zu werden, reicht es definitiv nicht aus, die Iren zu bitten, in unser aller Namen die Annahme des Vertrags von Lissabon auch in der zweiten Volksbefragung abzulehnen … hier sind die deutsche Michaela und der deutsche Michel schon selbst in die Pflicht zu nehmen!

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Über die globalen Zusammenhänge, die in dieser Hinsicht ebenfalls eine elementare Rolle spielen, wollen wir heute nicht schreiben … aber diese Tatsache schwingt für Menschen, die unseren Blog nicht nur hin und wieder mal besuchen, sondern die entsprechenden Artikel auch lesen und verarbeiten, ja in all unseren auf Zeitgeschichte und deutsche/europäische/globale Sachverhalte bezogenen Beiträgen mit.

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