Gastbeitrag Rebecca E. – Sonntagsgedanke 30.08.09

Gerne übernehmen wir auch den aktuellen Sonntagsgedanken der Autorin – und zwar nicht „obgleich“, sondern gerade weil in ihm auch offenkundig nicht nur sehr viel berechtigter Zorn und Unwillen bezüglich der Politik in unserem Land mitschwingt, sondern auch die ebenso verständliche wie nachvollziehbare Verzweiflung eines Menschen, der weiß, dass es so nicht weitergehen kann, aber – genau wie wir – mit vernünftigen Alternativen nicht weiterkommt, weil das Mitdenken und Mitfühlen der Mitmenschen fehlt, ohne das ein konstruktives und erfolgversprechendes Handeln gegen diesen legitimierten und gegen das Volk gerichteten Machtmissbrauch nun mal nicht möglich ist.

Dabei wäre es wirklich so einfach …

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Sonntagsgedanke: Politik

Von Rebecca Evan | Duckhome |

Was muß geschehen, was muß man tun um Wählerstimmen zu bekommen? Fehler müssen als solche erkannt und nicht wiederholt werden.

Der gröbste und unverzeihlichste Fehler aller möglichen ist: ihn zu wiederholen!

Einige fehlerbehaftete Beispiele möchte ich aufzeigen. Jeder auch nur halbwegs ‚fühlende‘ Mensch wird sofort zustimmen und ist gewillt die Sätze richtig zu stellen – seinem  moralischen Verständnis nach:

– Nicht die fehlende Moral gegenüber Menschen ist kritikwürdig, sondern dass sich Menschen dagegenstellen..
– Nicht Menschen die Kriege führen werden kriminalisiert, sondern jene, die sich gegen Krieg auflehnen..
– Es ist in Ordnung Menschen zu diskriminieren, sich aber gegen Diskriminierung auszusprechen ist unfein..
– Es ist völlig legitim Menschen zu foltern, nicht aber Folter zu kritisieren..

Wer hinter den politischen Alltag schaut sieht ins Gegenteil verkehrte Zustände. Das ist an sich nichts wirklich Neues – dies gibt es seit jeher. Man versucht eigene Interessen durchzuboxen, koste es was es wolle. Menschenleben nicht ausgenommen, ja sogar schon Pflichtprogramm. Die Würde des Menschen IST antastbar -jegliche dagegen gerichtete Kritik ist die Infragestellung des Systems, ein absolutes No-Go.

Genau diese überschrittene No-Go-Area ist Auslöser für darin fortlaufend ausufernde Diskriminierung, Diffamierung, Diskreditierung und Unterdrückung. Jener Versuch der Rechtfertigung, abseits aller bekannten Menschen- und Völkerrechte, ist nicht nur substanzlos, sondern auf das Äußerste zu verachten. Diese Verachtung hat keinen deklarierbaren politisch ideologischen Hintergrund – viel mehr ist sie die Reaktion auf eine fehlerbehaftete, unmenschliche und ausraubende Politik immerdar. Es werden nicht Menschen verachtet, wie man uns immer weismachen will um uns gegeneinander auszuspielen – Front zu machen. Es sind die menschenfeindlichen Handlungen die verachtet werden.

Mit einer solchen Politik könnte man sofort aufhören. Nichts leichter als das – wenn man nur gewillt wäre Macht, Gier und falschen Stolz nicht über Grund-, Menschen- und Völkerrecht zu stellen.

[ AmSeL-Gedanke: Dazu noch zwei sehr empfehlenswerte Videos, die im Originalartikel direkt angeschaut werden können … weil das Schauen und Hören ja so viel bequemer als das Lesen und Verstehen ist???? – Zum „Verstehen“ gehört unter anderem auch die vorurteilsfreie Beschäftigung mit freigegebenen und geheimen Informationen, die auf „unerfindliche Weise“ in die Öffentlichkeit gelangen!]

Georg Kreisler & Barbara Peters (1985) ~ Wir sind doch alle Terroristen

Botschaft an eine Enkelin

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