Besondere Leseempfehlungen des Tages – 18.08.09

Wir sind zwar noch „gefühlte Lichtjahre“ davon entfernt, wieder zum gewohnten Normalbetrieb zurückkehren zu können, möchten aber einige Artikel, über die wir heute und gestern „gestolpert“ sind und die wir angesichts der akuten Wahlkampf- und Gesellschaftssituation für sehr wichtig und empfehlenswert halten, trotzdem aufgreifen und unseren Leser/innen mit gutem Grund besonders ans Herz legen.

Bis zur Wiederaufnahme unserer Serie „Kommentierte Leseempfehlungen“ wird voraussichtlich noch „die eine oder andere Woche“ ins Land ziehen müssen.

* * * * * * * * * * * * * * *

GedankenVerbrecher

Gesetz der Schande (17.08.09)

Zitat –auszugsweise – zum Einstieg:

Die vielzahl von Verordnungen und Gesetzeswerken sind weder verständlich, noch macht es den Anschein, die Flut von Neuerungen würde jemals ein Ende finden. Gesetze sind nun mal von Juristen für Juristen, – und nicht um sie dem Bürgern verständlicher zu machen. Warum? Weil einige ein besonderes Interesse daran haben, die Dinge so zu lassen wie sie sind. Nach Artikel 21 GG sollen die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken. Das hört sich gut an und wäre auch durchaus zu bejahen, wenn nicht die Parteien de facto die wahren Herrscher dieser Staatssimulation und aller seiner Tentakel wären.

Wer in Behörden und Ämtern, Universitäten und Schulen, staatlichen (städtischen) Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Staatsanwaltschaften und Gerichten (bis hin zum Bundesgerichtshof, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesfinanzhof), bei der Polizei, der (pseudo-privatisierten) Deutschen Bahn AG, der Telekom und der Deutschen Post AG, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten, öffentlich-rechtlichen Banken, Versicherungen und Bausparkassen, Lotteriegesellschaften oder in (zuallermeist öffentlich-rechtlichen) Spielkasinos bzw. allen unter öffentlich-rechtlichem Mehrheitsbesitz stehenden Firmen und Konzernen Karriere machen möchte, kann dies nur, wenn er entweder selbst Mitglied einer der vier “Basis”-Parteien ist oder aus deren Kreis – Verbindungen schaden nur dem, der sie nicht hat! – promoviert wird.

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Der Artikel legt den Finger in die Wunde eines der demokratischen Grundprobleme unserer „Republik“ und sollte gerade vor der Schicksalswahl im kommenden Monat als Pflichtlektüre für jede/n noch des eigenständigen und eigenverantwortlichen Denkens mächtige/n „Staatsbürger/in“ als Pflichtlektüre anzusehen sein. Er bietet die wichtigsten Einblick in die Pseudo-Demokratie, die nichts weiter als eine Parteiendiktatur im Dienste des nationalen und globalen Großkapitals ist. Wir selbst haben darüber schon genug geschrieben und noch mehr Artikel von anderen kritischen Seiten empfohlen, deshalb sollte dies als Begründung für unsere Empfehlung ausreichen!

* * * * * * * * * * * * * * *

Roberto J. De Lapuente (ad sinistram)

Wer behindert, wird verbehindert (17.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Es mag ja noch nicht der Regelfall sein, doch zeigt jener (Einzel-)Fall, in dem man eine Erwerbslose nach Aktenlage für geistig behindert erklärte, das ganze Menschenbild derer auf, die sich je für jene Reformen der Menschenverachtung einsetzten. Es ist genauer besehen auch gar kein Menschenbild, dem hier hörig und pflichtversessen gefolgt wird, es ist ein Gegenstandsbild, denn der Mensch wurde getilgt, ausgemerzt, weil er unkalkulierbar ist, weil er fehlerhaft sein kann. Er wird zum nummerierten Gegenstand, ein Objekt behördlicher Begierde. Die Person erhält eine behördliche Kundennummer, ist dabei soviel Kunde wie Wellensittich – wobei letzterer ein Lebewesen wäre und keine nummerierte Karteileiche, die zufällig auch in einem menschlichen Körper schlummert -, wird nurmehr als Anreihung von Zahlen wahrgenommen, wird schlicht zu Papier, zu Karton, zur Karteikarte. Der Mensch wird zur Aktenlage, wird nach Aktenlage bewertet, nach Aktenlage kategorisiert, nach Aktenlage fallengelassen. Er ist zur Nummer heruntergesetzt, ist zum Objekt verschiedenster Verwaltungsakte verwandelt, zur toten Materie aus Druckerschwärze und Papier[…]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Ein hochbrisanter Teilaspekt des Endlosthemas „politisch gewollte Verfolgungsbetreuung mit Breitenstreuung“ … auch Hartz IV oder Agenda2010 genannt. Das von Roberto herausgegriffene Detail ist gerade sehr aktuell und die Annahme, dass es noch nicht den Regelfall im Umgang mit unliebsamen oder „unqualifizierten“ Erscheinungen auf Betroffenenseite darstellt, ist (prozentual gesehen) sicher korrekt, was aber leider nur noch befristet gelten wird. Die Bundestagswahl – einen von den Machern und Strippenziehern bevorzugten Ausgang vorausgesetzt – wird das zweifelsohne richten und dann wird es nicht mehr lange dauern, bis auch der/die letzte „vermeintlich anständige“ Bürger/in realisieren müssen wird, dass sie durch systemkonformes Mitläufertum, nach oben buckelnd und nach unten tretend, die eigene Existenz keineswegs „zukunftssicher“ zu gestalten vermag. Es lohnt sich fraglos, den wieder einmal hervorragend geschriebenen Artikel aufmerksam zu lesen und sich parallel dazu in der Realität jenseits von Wahlpropaganda umzuschauen … wir können schon einmal voraussagen, dass den meisten Menschen nicht gefallen kann und wird, was dabei zum Vorschein kommt!

* * * * * * * * * * * * * * *

Gert Flegelskamp

ZDF-Beitrag – Das Leben ist Hartz (17.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Da ist einmal der nicht zu verwischende Eindruck, dass diese Sendung weniger informativen Charakter hat, sondern eher als Botschaft verstanden werden soll, die Botschaft, dass die Mehrheit der Hartz IV-Empfänger nicht arbeiten will, es aber Ausnahmen gibt. Solche Botschaften könnten dann auch als aktive Wahlhilfe einer zur Neutralität gesetzlich verpflichteten Fernsehanstalt zugunsten eines schwarz/gelben Gespanns aufgefasst werden. Vor allem die FDP macht bereits sehr deutlich, dass sie

  1. Die Transferleistungen kürzen möchte
  2. Die Wörtchen zusätzlich und gemeinnützig aus dem SGB II streichen und den Erhalt von Transferleistungen von einer Arbeitsverpflichtung, auch in der Industrie, abhängig machen will
  3. Krankenkassenleistungen privatisieren und damit amerikanische Verhältnisse auf dem Gesundheitsmarkt einführen will […]

An dieser Stelle verweise ich auf die Sendung von Monitor und den Beitrag: „Behindert nach Aktenlage“. Da wird eine Frau vorgestellt, die von Amts wegen als geistig behindert eingestuft wird. Es ist eine einfache Frau, sie gehört sicherlich nicht zu dem, was man sich unter Elite vorstellt. Aber sie hat in der Vergangenheit gearbeitet, zwei Kinder großgezogen, aber ist wie so viele andere in die Arbeitslosigkeit geschlittert. Aus Sicht der ARGE ist sie eine „Unqualifizierte“, denn die Arbeiten, die sie früher ausgeführt hat, Küchenhilfe, Reinigungsdienst etc. , sind sicherlich keine Arbeiten, die eine großartige Qualifikation erfordern. Sie vermag sich auch nicht geschliffen zu artikulieren, denn sie ist nur eine einfache Frau, aber eine, die arbeiten möchte, wenn man sie denn nur ließe. Dann kommt ein so genannter „ärztlicher Dienst“ der ARGE daher und stempelt sie einfach als geistig behindert ab, ohne sie jemals zu Gesicht bekommen zu haben. Und sie ist nach Aussagen von Monitor kein Einzelfall. Es soll mehr als 4.000 solcher Fälle geben. Im Beitrag wird allerdings ein Test erwähnt, eine Art Frage- und Antwort-Spiel mit der (von mir vermuteten) abstrakten Basis, wie sie bei IQ-Tests verwendet werden. Für einen einfachen Menschen, der zuvor noch nie in seinem Leben mit solchen Tests konfrontiert wurde, dazu noch aufgeregt ist, wird das zur unlösbaren Aufgabe. Aber für die ARGE ein Trick, die Arbeitslosenzahlen zu schönen, indem man solche Leute in Behindertenwerkstätten abschiebt […]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Wie oben schon angemerkt, ist dieses Thema „schwer im Kommen“ und es muss nicht nur bereits betroffenen Menschen dringend empfohlen werden, die weitere Entwicklung dieser menschenverachtenden „gängigen Praxis“ der kommunalen Träger der Transferleistungen als weisungsgebundene und willfährige Erfüllungsgehilfen der politischen Klasse und deren einzig wichtigen Klientel aufmerksam und kritisch zu verfolgen. – Wie von Herrn Flegelskamp gewohnt, fasst er das Thema in einen weiter geschlagenen Bogen, der die tatsächlich zu konstatierenden Sachverhalte auf seine Weise ebenso perfekt und nachvollziehbar aufzeigt, wie sein zuvor empfohlener Kollege.

* * * * * * * * * * * * * * *

Folker Hoffmann (Gegenmeinung)

Faschistoide Verblödungsgrenze der Bundesfälscherwerkstatt längst überschritten (14.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Jeden Monat stellt sich der Oberweise in einer sogenannten Pressekonferenz vor die versammelte Presse, lügt ihnen mit gezinkten Statistiken die Hucke voll, die dann ohne Nachfrage, dankbar von der Milliardärspresse und den Staatspropagandasendern unters Volk verbreitet werden. „Es geht aufwärts“ ist die Botschaft, was ein sicheres Zeichen dafür ist, dass das Gegenteil richtig ist.

Das die Tagesschau ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nicht länger nachkommt und sich ausschließlich den offiziellen Manipulationen der Herrschenden verpflichtet fühlt, sollte sich eigentlich inzwischen herumgesprochen haben. Während sie davon faselt „Der rasante Absturz der deutschen Wirtschaft ist gestoppt“ und die deutsche Wirtschaft wachse wieder, dank privatem Konsum, dümpelt sie in Wirklichkeit vor sich hin. So unseriös und verlogen wie öffentlich- rechtliche Staatspropagandasender die Geschäfte von Merkel & Co. vor, nach und während der Wahl betreiben, geht auf keine Kuhhaut […]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Arbeitslosenstatistiken und ihre Schönfärbung, die rigoros auch eine faschistoide Verschärfung der „Optimierung der Arbeitsmarktinstrumente“ als legitimes Mittel zum Zweck beinhaltet, und das leidige Thema „systemkonformer Pseudo-Qualitätsjournalismus“ bilden die Grundpfeiler des ebenso interessanten wie zutreffenden Artikels. Ein guter Querschnitt hinsichtlich der Probleme, die – man kann es nicht oft genug hervorheben – dringend eine selbstbewusste und uneingeschränkt eigenverantwortliche Wahlentscheidung im September zum Gebot der Stunde erheben!

* * * * * * * * * * * * * * *

Jochen Hoff (Duckhome)

CGB oder Gewerkschaften die es nicht geben sollte (18.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Man ist es ja eigentlich schon gewohnt. Wer sich selbst betont mit einem großen C für Christlich versieht, ist zumeist das genaue Gegenteil. Ein beliebter Etikettenschwindel, wie ihn vor allem die C-Parteien CDU und CSU seit Jahren betreiben. Bei Parteien hat man aber die Chance auf ihre Lügen einfach nicht hereinzufallen. Bei Gewerkschaften die Tarifverträge abschließen ist das schon schwieriger. Zwar kann man auch durch Wahl so unfähige Regierungen wie die Regierung Merkel bekommen, die einen dann um den letzten Cent betrügt, aber Gewerkschaften können dafür sorgen, dass man diesen Cent nicht einmal bekommt […]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Unser Blog ist ja schon länger als „äußerst gewerkschaftskritisch“ bekannt – wie wir finden, absolut zu Recht, denn die etablierten Gewerkschaften unseres Landes sind ihre Mitgliedsbeiträge schon seit ewigen Zeiten nicht mehr wert und ihre Spitzenfunktionäre sind lange vor Schröder und Co. zu Genossen der Bosse mutiert (waren es vermutlich immer, dank massivem Entstehungs- und Entwicklungseinfluss seitens der USA/CIA). Dass aber das „C“ als Synonym für „Christlich“ nicht mehr alleine von verlogen an ihrer Macht hängenden Parteien inflationär missbraucht wird, sondern nun auch noch „unternehmerfreundliche“ und insbesondere die Ausbeutungsbranche Nummer 1 (Zeitarbeit … oder „Arbeitnehmerüberlassung“) nach Kräften befördernde Gewerkschaften den gleichen Humbug verbreiten – und dafür vom „kommenden Kanzler“ von und zu G. auch noch hofiert werden, schlägt dem Fass fürwahr den Boden aus … Ein Grund mehr, zu der Einsicht zu neigen, dass sich an diesem infamen Treiben „politisch“ nichts ändern lässt, sondern dass man in der Tat und nachdrücklich die Systemfrage ins Spiel bringen muss!

* * * * * * * * * * * * * * *

Daniel Neun (Radio Utopie)

EU-Nationalisten und Globalisten planen den Staatsstreich gegen die Republik (17.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Die Bundesregierung aus SPD, CDU und CSU redet heute über eine Entmachtung des Bundesverfassungsgerichtshofes durch das “Begleitgesetz” zum Lissabon-Vertrag. Gleichzeitig wird in der eu-nationalistischen und globalistischen Presse von einer neuen Ordnung der Welt nach “Kontinenten und Halbkontinenten” geredet.

Gestern Abend wurde es bekannt – SPD und CDU haben sich offenbar auf ein Begleitgesetz zum Lissabon-Vertrag geeinigt. Nun soll es in letzter Sekunde vor dem beiden EU-Volksparteien drohenden Wahldesaster am 27.September durch das deutsche Parlament gejagt werden, welches dank dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtshofs immer noch als Gesetzgeber der Republik fungiert. Nun plant die Bundesregierung als Reaktion auf das Urteil Karlsruhes nach Vorlage einer “Denkschrift” regierungsnaher Juristen einen kalten Staatsstreich – die Entmachtung des Bundesverfassungsgerichtshofes und somit die Ausserkraftsetzung der Verfassung Artikel 1-20 […]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Wenn wir dem Artikel von Daniel natürlich beipflichten und seine akribische Herausarbeitung der Fakten loben müssen und möchten, so muss man unserer Ansicht nach schon betonen, dass dieser Staatsstreich schon seit zwanzig Jahren im Gange ist … was wir jetzt erleben ist somit der verzweifelte Schluss-Spurt der machtbesessenen Marionetten des globalen Großkapitals, der wider Erwarten notwendig wird, weil die Machenschaften nicht – wie von Kohl & Co. (inländisch wie ausländisch) ursprünglich ersonnen und zur Umsetzung gebracht – so reibungslos zum Abschluss gebracht werden konnten, wie es bei fast vollständiger Ausschaltung demokratischer Entscheidungsebenen den Anschein gehabt hatte. – Natürlich spielt Deutschland auch hierbei eine besonders zentrale und exponierte Hauptrolle! – Dazu haben wir uns schon ausgiebig genug geäußert und stehen mit der dabei vertretenen Meinung gottlob nicht alleine da.

Zur Ergänzung empfiehlt sich auch der Artikel vom gleichen Autor Juristen fordern zum Staatsstreich auf (17.08.09)

* * * * * * * * * * * * * * *

Wahrheiten.org

Vorsicht vor schweinischer Ansteckungsgefahr und lächerlichen Maßnahmen (17.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Hände mit Seife waschen, keine Küsschen zur Begrüßung, Kirchen ohne “Weihwasser”, Mundschutz und Desinfektionsmittel sind alles Maßnahmen gegen das neue und unsichtbare Phantom: Die Schweinereigrippe.

Welche dieser Aktionen helfen denn nun wirklich gegen die Ansteckungsgefahr? Sollten wir uns mit dem Zeug noch rechtzeitig eindecken?

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Eigentlich erübrigt sich das vollständig – der Artikel wartet mit genügend harten Fakten und klaren Meinungen auf und wir haben dieses Thema auch schon umfassend thematisiert sowie etliche weiterführende Links gesetzt. Wiederholen kann und muss man nur immer wieder, dass wir uns gegen diese ebenso verlogene wie menschenverachtende Kampagnenmachenschaft wehren müssen und nicht zur Unzeit dem Obrigkeitswahn anheim fallen dürfen!

* * * * * * * * * * * * * * *

Yavuz Özoguz (Muslim Markt)

via Mein Politik-Blog (18.08.09)

Wie soll es nur weitergehen mit diesem und jenem? (17.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Fast wie in Trance schauen viele Bürger zu, wie sie widerstandslos auf die Schlachtbank des Kapitalismus geführt werden, und lassen sich hilfs- und hoffnungslos ausnehmen. Dabei wäre es durchaus möglich, sich selbst und andere zu retten.

Heute kam eine Meldung, dass die Schere zwischen Arm und Reich in den USA inzwischen dramatische Ausmaße angenommen hat. Erfahrungsgemäß sind die USA stets Vorreiter, was den Raubtierkapitalismus angeht. Deutschland dackelt seit dem von der SPD ermöglichten Merkel-System artig hinterher […]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Sehr interessanter „interkonfessioneller“ Artikel, der einige grundlegende Fragen stellt und überzeugende Antworten liefert. Wir gehören zwar zu den Menschen, die sich gegen Religion (Glaubensbekenntnisse kirchlicher Prägung) sträuben – deshalb sind wir aber nicht „ungläubig“, ganz im Gegenteil! Aus diesem Gründe finden wir den oben genannten Artikel für überaus empfehlenswert, weil er nicht nur die Perspektive eines in Deutschland lebenden muslimischen Mitbürger repräsentiert, sondern auf ein Menschenbild fokussiert ist, dass jede und jeder Gläubige durchaus auch für sich selbst als Maß und Ziel aller Dinge anerkennen könnte!

* * * * * * * * * * * * * * *

Rudolf Hickel (Linksnet)

via Principiis obsta

Voodoo-Ökonomie: Schwarz-gelber Steuersenkungspopulismus (18.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Ob Steuersenkung oder Schuldenbremse: Betrachtet man die wirtschaftspolitischen Vorschläge der vergangenen Wochen – die offenbar auch jene des Bundestagswahlkampfs sein werden –, kann man den Eindruck gewinnen, wir hätten die Krise bereits hinter uns. Nicht die Wirtschaftskrise wird zunehmend als Problem gesehen, sondern das Wachstum der Staatsschulden sowie die angeblich drohende Inflation. Doch weit gefehlt: Die eigentlichen Krisenfolgen werden uns erst nach den Wahlen erreichen. Völlig zur Unzeit wird gegenwärtig, insbesondere im CSU-geführten Bundeswirtschaftsministerium, bereits an einer Exit-Strategie aus der unabdingbaren Staatsverschuldung gearbeitet. Dies könnte verheerende Folgen haben. Gerade ein Ende der Konjunkturpolitik mittels staatlicher Ausgaben ließe die Schulden steigen. Ruhig bleiben, müsste deshalb eigentlich die Devise lauten – aber die zunehmend populistischen Steuersenkungsparolen überlagern derzeit alles[…]

Voodoo-Ökonomie

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Entlastung der Unternehmen aufgrund ausbleibender Wachstumswirkung lediglich die Staatsschulden nach oben getrieben hat. Deshalb sind generelle Steuersenkungen mit dem Schwerpunkt auf die Unternehmen absurd – zumal insbesondere bei der FDP nicht einmal eine Gegenfinanzierung vorgesehen ist. Wer damit wirbt, handelt schlicht haushaltspolitisch unverantwortlich – und bereitet den nächsten Wahlbetrug vor. Steuersenkungen mit dem Ziel, über mehr Wirtschaftswachstum höhere Steuern zu erzielen, sind eine Form der „Voodoo-Ökonomie“, denn die Selbstfinanzierungseffekte treten nicht oder nur erheblich schwächer als prognostiziert ein (wie selbst der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel inzwischen eingesteht)[…]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Ein sehr guter Grundlagenartikel, den man sich insbesondere hinsichtlich der derzeit vor- und nachgebeteten Wahlkampfpropaganda sorgfältig durchlesen und als Ausgangspunkt für eigenständiges Denken und Recherchieren heranziehen sollte … mehr ist dazu nicht anzumerken, da im Artikel selbst alles formuliert, dargestellt und korrekt eingeordnet wird!

* * * * * * * * * * * * * * *

Chris (F!xmbr) (15.08.09)

via Womblog

Karl-Theodor zu Guttenberg – der Baron aus Bayern sorgt für seinesgleichen (18.08.09)

Zitat – auszugsweise – zum Einstieg:

Die Deut­schen mögen ihren Wirt­schafts­mi­nis­ter, Karl-Theodor zu Gut­ten­berg. Kein Poli­ti­ker hat es inner­halb kür­zes­ter Zeit geschafft, in der Beliebt­heits­skala in die­ser Art nach oben zu schnel­len. Böse gesagt, reicht also ein Foto auf dem Broad­way in New York, um das deut­sche Volk zu beein­dru­cken.

Sehr böse aus­ge­drückt, beweist sich hier die deut­sche Unter­wür­fig­keit vor dem Hoch– und Geld­adel. Die Deut­schen kön­nen halt nicht aus ihrer Haut. Sie sind stolz auf ihren Wirt­schafts­mi­nis­ter.

Erste Krat­zer im Lack unse­res Wirt­schafts­mi­nis­ters gab es letzte Woche, als bekannt wurde, dass er kom­plette Gesetz­ent­würfe von exter­nen Anwalts­kanz­leien aus­fer­ti­gen lässt und diese, noch mit Brief­kopf ver­se­hen, unge­prüft über­nimmt […]

Zitat Ende.

Kommentar AmSeL: Wir hatten schon immer so unsere Probleme mit den Umfrageergebnissen in Sachen „Beliebtheit unserer Spitzenpolitiker“, weil deren Ergebnisse definitiv nie mit den tatsächlich erbrachten Leistungen dieser Damen und Herren übereinstimmen (man kann natürlich jede Umfrage so steuern, dass die erwünschten Ergebnisse herausspringen, aber dann sollte sich zumindest des Volkes Unmut über die so fabrizierten Pseudowerte entsprechend bemerkbar machen!?. Der Herr Baron nimmt hier, wie es der Beitrag ja auch korrekt hervorhebt, eine ziemlich einsame Ausnahmeerscheinung in Sachen Tempo und Durchschlagskraft seines „Erfolgs“ angeht … kann man nur hoffen, dass die eventuell nicht befragten „Bundesbürger/innen“ die jüngsten Offenbarungen über die Arbeitsleistung und Kompetenz dieses blaublütigen Wirtschaftsminister-Darstellers und Wunschkanzlerkandidaten der Eliten nicht überlesen und übersehen, sondern entsprechend „honorieren“ werden!?

* * * * * * * * * * * * * * *

Etwas außer der Reihe, aber ebenfalls interessant und wichtig …

Yoice.net

Kymatica – Der Film 2009 (18.08.09)

Zitat (Texteinleitung):

Nicht nur Wasser schlägt Wellen. Auch DNS, Menschen, Planeten und eigentlich alles was existiert, schwingt in einer bestimmten Frequenz.

Die Wissenschaft der Kymatik (aus dem griechischen: Kyma = Welle) beschäftigt sich mit der Erforschung von Schwingungsvorgängen.

Ben Stewart – Philosoph, Musiker und Filmemacher – erklärt in seinem Film die wissenschaftlichen Hintergründe der „neuen“ Physik und verbindet sie mit alten esoterischen Erkenntnissen zu hochinteressanten Schlussfolgerungen.

Der Film ist etwas weniger politischer als Stewards erste Produktion „Esoteric Agenda“, dafür aber nicht weniger spannend.

Zitat Ende:

Kommentar AmSeL: Kein Kommentar, aber eine dringende Empfehlung, die gut zwei Stunden zu investieren, die der Film mit deutschen Untertiteln dauert!

Eine Antwort

  1. Leseempfehlungen, ne klasse Idee. Das mache ich auch so. ;o)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: