Extern: Saarbrücker Montagsdemo – Pressemitteilung

Die nachfolgende Mitteilung wurde uns mit der Bitte um Veröffentlichung zwecks Weiterverbreitung zugesandt. Dieser Bitte kommen wir gerne nach und möchten erneut darauf hinweisen, dass die bereits stattfindende und nach der Bundestagswahl in verschärfter Form geplante Verfolgungsbetreuung mittels Hartz IV beileibe nicht nur die direkt davon betroffenen Menschen in ihrer Menschenwürde und freien Entfaltung einschränkt … wer heute noch auf die Geschädigten hinab sieht und in den Chor der Hetzer einstimmt, kann sich morgen bereits selbst angegriffen und ausgegrenzt sehen! Also lesen … und nach Möglichkeit in Saarbrücken oder anderen Orten an den Montagsdemos teilnehmen!

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Wider den Sozialabbau

In Anlehnung an die Montagsdemonstrationen, die der Auflösung der DDR vorausgingen, haben Bürger im Jahre 2004 zu Versammlungen aufgerufen, die gegen die von der Schröder-Regierung initiierten « Gesetze zur Förderung neuer Dienstleistungen am Arbeitsmarkt » gerichtet waren. Die Schröder-Regierung ist Geschichte, die Versammlungen sind Gegenwart. Denn so, wie der Vollzug dieser Gesetze Millionen Bundesbürger betrifft, stehen in Dutzenden Städten Deutschlands unverdrossen immer noch werktags am Montag Besorgte und Betroffene am « Offenen Mikro » und reden Klartext.

Am 24. August 2009 wollen die Veran­stalter der Montagsdemo auch in Saarbrückens Flaniermeile, der Bahnhofstraße, zum fünfjäh­rigen Jubiläum von 15 bis 18 Uhr dieser Hin­terlassenschaft der Schröder-Regierung geden­ken, der so genannten Hartz-Gesetze, von denen Nummer IV besondere Bedeutung für den Vollzug erlangt hat.

Denn die Kritik daran will nicht ver­stummen: Auch in Saarbrücken versammeln sich seitdem jeden Montag nach einem Zug durch die Innenstadt Betroffene und Besorgte und kommentieren frei von der Leber weg am Offenen Mikrofon das politische Tages­geschehen. In den letzten Monaten war die von der US-Hypotheken- über die Banken- bis zur weltweiten Wirtschaftskrise mutierte Konse­quenz des global agierenden Kapitalismus ein Dauerbrenner unter den Diskutanten.

Von den Regelsätzen der in Hartz-Haus­halten lebenden Kinder lassen sich noch nicht einmal Schulspeisungen bezahlen. Die soge­nannten « Tafeln », Essensaus­gabestellen für Bedürftige, kommen dem Andrang oft nicht nach. Ein Hungerzuschlag wurde vom damali­gen Saarbrücker Regionalverbandsdirektor Huppert (FDP) mit der abfälligen Bemerkung verweigert, in diesem Lande ginge es ja doch sehr vielen sehr gut, aber für die klammen Banken wurden flugs Milliarden­pakete auf den Weg gebracht. Ihre Vorständler freuen sich darüber, dass sie damit weiterhin üppige Abfindungen und Gratifikationen auswerfen können, so die Stimmen des kleinen Mannes am Offenen Mikro, wie die Veranstalter in ihren Pressemitteilungen berichten.

Alle Räder stehen still

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