Gastbeitrag Rebecca E.: Sonntagsgedanke 09.08.2009

In ihrem heutigen Sonntagsgedanken nimmt Rebecca sich eines Themas an, das hierzulande eher nicht in den Schlagzeilen vertreten ist, obgleich es sich um ein Klima handelt, das – im Gegensatz zum profitträchtigen Angstverbreiten wegen des „Weltklimas und seiner angeblich ausschließlich vom Menschen verursachten Erwärmung“ – schon seit vielen Jahren eine Besorgnis erregende Störung aufweist … bitte lesen und den Hinweis beachten, dass Diskussionen (unter dem Quellartikel!) ausdrücklich erwünscht sind!

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Sonntagsgedanke: Rettet das Klima

von Rebecca Evan | Duckhome |

Folgerichtiges Handeln setzt Erkenntnis voraus. Doch ist die Erkenntnisfindung von Fall zu Fall und Mensch zu Mensch verschieden, subjektiv. Was für den Einen eine positive Erkenntnis ist, kann für den Anderen negativ sein. Das unterschiedliche Empfinden hängt im Wesentlichen mit den eigenen Erfahrungen und mit der Wunschvorstellung für die eigene Person zusammen. Daraus entstehen zunächst einmal erst Meinungen die sich im Laufe der Zeit verfestigen oder aber, je nach Empfinden, ändern können.

Jemand der überwiegend positive Erfahrungen macht wird sich ebenso überwiegend weigern die betreffenden Dinge ändern zu wollen. Jemand der bei den selben Dingen eher negative Erfahrungen gemacht hat wird unentwegt den Versuch machen jene Dinge für sich in die positive Richtung bewegen zu wollen. Einen gemeinsamen Konsens zu finden ist, unter den verschiedenen Erfahrungsvorraussetzungen, daher fast unmöglich. Das Miteinander wird zu einem Gegeneinander. Das Klima untereinander mit der Zeit unerträglich.

Um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen bedarf es folglich gleicher Vorraussetzungen. Doch wie läßt sich dies bewerkstelligen ohne jemanden in eine nachteilige Position zu bringen? Heilige Schriften bieten einen Lösungsansatz, eine Goldene Regel. Es ist der Grundsatz der praktischen Ethik, der ein gemeinsames Leben in einer Gemeinschaft von Zusammenlebenden gewährleisten würde, würde sich jeder daran halten. Sich seinem Nächsten gegenüber so zu verhalten, wie man es von ihm einem selbst gegenüber erwartet. Die Erwartungshaltung wird aber immer wieder enttäuscht. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen können Gier und Neid als potentielle Gegner der Goldenen Regel ausgemacht werden, zum anderen aber auch Erhabenheit in jeder erdenklichen Form.

Wie läßt sich das soziale Klima retten?

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Kommentar AmSeL:

Der grundsätzliche Gedanke sowie die daraus abgeleitete These und Fragestellung sind ohne jeden Zweifel zutreffend und sollten einen Themenkomplex eröffnen, an dessen Erörterung und ebenso problem- wie lösungsorientierten Behandlung sich alle Menschen beteiligen sollten – und zwar ungeachtet ihres aktuellen gesellschaftlichen Status’, Ihres Bildungsgrades, ihrer Herkunft, respektive ihrer religiösen und „ideologischen“ Präferenzen.

Auch wenn wir eher davon überzeugt sind, dass „Religion“ (als „kirchlich vorgegebenes  Glaubensbekenntnis“) wenig bis gar nichts zur Lösung der Probleme beizutragen vermag, muss auch dem Denkanstoß beigepflichtet werden, der in Richtung „überlieferte Grundlagen des Glaubens“ weist. – Bei objektiver Betrachtung ist auf allen Ebenen kirchlicher Handlungsweise unbestreitbar eher das Gegenteil zu erkennen, weil man sich „dem System“ unterordnet und selbst versucht, ein paar Krumen des Profits einzuheimsen, die es „kompatiblen und willfährigen Systemkomponenten“ verheißt. – Wenn man diese nicht zu ignorierende oder weg zu diskutierende Tatsache wahrnimmt und bedenkt, dass es dabei auch um „Zurückerlangung verlorener Macht“ geht, dann kann man ebenfalls erkennen, dass der ursprüngliche Kern jeden Glaubens (vor der Korrumpierung durch „machtgeile“ Kirchen- und/oder Religionsfürsten) eine andere Form des menschlichen Miteinanders zwingend vorgibt!

Ansonsten können und möchten wir nur noch anmerken, dass für das Überwinden von „traditionell verfestigten“, in den letzten Jahrzehnten aber künstlich noch vertieften und verbreiterten Gräben zwischen den einzelnen Bevölkerungsteilen, ein Aufeinanderzugehen unabdingbar ist … und dass der wichtigste Faktor dabei ist, zu lernen, „über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen“ und zu begreifen, dass es eventuell Unterschiede geben mag, diese aber nichts daran ändern, dass man in Bezug auf den von oben nach unten wirkenden Machteinfluss dennoch in ein und demselben Boot sitzt.

Dazu gehört selbstverständlich auch, dass man die Zustände in der eigenen Weltregion nicht von den noch wesentlich grausameren und ungerechteren Realitäten in anderen Teilen der Welt – insbesondere in den sogenannten „nicht oder unterentwickelten Ländern“ losgelöst betrachten kann, sondern eine Lösung der eigenen Probleme mit einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung dieser Staaten verbinden muss!

Ein zweiter, ungemein wichtiger Faktor ist aber auch, dass Menschen, die wirklich etwas zum Besseren verändern wollen, zuallererst das eigene Ego zurück- und in den Dienst einer Sache stellen müssen, die schlussendlich für alle Menschen unterhalb jener Schicht der selbsternannten Elite und ihrer diensteifrigen Marionetten und Erfüllungsgehilfen nicht nur wichtig, sondern überlebenswichtig zu nennen ist.

Wenn man diese „Erkenntnisschwellen“ zu meistern vermag, wäre es fraglos möglich auf der oben vorgegebenen Diskussionsgrundlage auch zu guten und kurzfristig umsetzbaren Ergebnissen zu gelangen …

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