Leseempfehlung des Tages: ad sinistram (08.07.09)

Zunächst einmal keine große Einleitung, die der Artikel definitiv nicht nötig hat …

Unsere Empfehlung des Tages:

Jung und feige

Von Roberto J. De Lapuente

Zitat:

Die Tapferkeit, gerade jene vor dem Feinde, ist wieder salonfähig geworden in dieser Gesellschaft. Zumindest arbeitet man darauf hin, sie wieder zum Diskussionsstoff auf rauschenden Festen und Bällen unserer Eliten zu erheben. Es ist Ihr Verdienst, ungeliebter Herr Jung, wenn Herrschaften von Rang und Namen – sie im Abendkleid, er im Smoking – mit militärischen Vertretern parlieren, dabei den heldenhaften Mut „unserer Jungs“ loben und voller Ehrfurcht der blutigen Geschichten lauschen, die man sich dann an solchen Abenden, die übrigens dann auch mit Uniformen und allerlei Orden durchzogen sein werden, über sich ergehen lassen muß. Ja, Sie sind der Verwirklicher und Visionist der uniformierten Gesellschaft, einer Militärgesellschaft, in der wieder Märsche gespielt und Orden poliert werden dürfen. Ein billiger Visionist freilich, weil Sie ja eigentlich keine Visionen haben, sondern nur ordinär im preußischen Geschichtsbuch herumblätterten, um historische Leichname wiederzubeleben – aber zu mehr reicht es scheinbar in jenen gesellschaftlichen Regionen, in denen Sie, Herr Jung, paradieren, ohnehin nicht mehr [… weiterlesen im Original …]

Zitat Ende

Der Artikel stellt – am Beispiel des Herrn BVM, der im Zuge der militärisch-imperialistischen Wiedergeburt der Bundesrepublik Deutschland richtiger als Kriegsminister tituliert werden müsste – sehr eindeutig klar, was wir von den Damen und Herren zu halten haben, die sich (dank unseres mangelhaften Demokratieverständnisses und unserer „typisch deutschen“ obrigkeitshörigen Duldsamkeit, die uns davor zurückschrecken lässt, die demokratischen Mittel einzusetzen, mit denen dieser Albtraum beendet werden könnte!) immer noch als demokratisch gewählte „Regierung“ des deutschen Volkes bezeichnen dürfen.

Auch wir haben verschiedentlich darauf hingewiesen, dass die einzige Veränderung, welche nachvollziehbar mit der „deutschen Wiedervereinigung“ einhergegangen ist – von der rapiden Beschleunigung der Zerstörung unseres Sozial- und Rechtsstaates mal abgesehen, die war, dass sich unsere politische Klasse dazu berechtigt sah, mit der verleugneten und vorm Volk geheim gehaltenen Souveränität Deutschlands wieder um einen Platz unter den Kriegsmächten der Welt zu bewerben … natürlich taten sie dies im sicheren Wissen, dass sie damit die richtigen Interessen vertraten, so dass ihnen die Meinung des einfachen Volkes (Pöbels) recht einerlei sein konnte und heute mehr denn je ist.

Mehr möchten wir dazu gar nicht schreiben … nur die dringende Empfehlung ausgeben, Robertos Artikel aufmerksam zu lesen und auch auf die Botschaften zu achten, die er zusätzlich zwischen den Zeilen versendet. Und danach sollten Sie (WIR) alle noch einmal ernsthaft darüber nachdenken, ob wir … das Volk Deutschlands … nicht doch noch etwas mehr für den Frieden in der Welt, das Lebensrecht anderer, aus fragwürdigen und scheinheiligen Gründen vor die Mündungen westlicher Macht- und Profitansprüche geratener Völker – und nicht zuletzt für unser eigenes Recht auf eine uneingeschränkte Realisierung der vom ursprünglichen vorläufigen Grundgesetz garantierten Grund- und Freiheitsrechte tun können und müssen?

Lesen Sie genau und begreifen Sie, dass „unsere Regierung“ mehr als nur mit dem Gedanken spielt, dieselben „Sicherheits- und Machtinstrumente“ im „eigenen Land“ und gegen das eigene Volk einzusetzen, die sie nicht mehr ausschließlich aus blinder Treue gegenüber ihren transatlantischen „Freunden und Partnern“ in diversen „Krisengebieten“ der Welt aufbietet.

Man kann nur sagen … danke Roberto – und auch Dank all den anderen Menschen, die den Mut haben, als falsch und verlogen aufzuzeigen, was – gelinde ausgedrückt – nur so bezeichnet werden kann. Erweisen wir uns selbst einen Gefallen und dem Mut dieser Frauen und Männer den gebotenen Respekt, in dem wir unsere demokratischen Rechte ohne wenn und aber einfordern, bevor man sie uns im Namen der angestrebten Diktatur unwiderruflich aberkennen kann … nicht nur in unserem Interesse, sondern zum Schutz von Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und Unversehrtheit allen Lebens auf unserem Planeten!

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