Besondere Leseempfehlung des Tages: GedankenVerbrecher (19.06.09)

Wer diesen Blog kennt und die „Botschaft“ begriffen hat, die er auszusenden versucht, weiß auch, dass der „GedankenVerbrecher“ immer schon ein regelmäßig zitierter Autor war. Ob dies in jedem Fall und mit jeder weitergeleiteten Meinung immer die Zustimmung einer Mehrheit der kleinen Leserschar fand, die diesem Blog regelmäßig die Ehre ihrer Aufmerksamkeit schenken, soll einmal dahinstehen. Sein neuester Artikel aber ist von einer – nicht gerade angenehmen, aber hundertprozentig zutreffenden Wahrheit erfüllt, der sich kein bewusst denkender und kritisch mit unserer Welt, Zeit und Gesellschaft umgehender Mensch verschließen können sollte … Auch deshalb halte ich meinen eigenen Beitrag ausnahmsweise einmal „kurz und schmerzlos“!

Auszug zur EinleitungDas Weltgericht

Von Andreas Helten | GedankenVerbrecher |

Es ist nicht meine Aufgabe, den Massen gegenüber gefällig zu schreiben. Schuldfragen werden sehr wichtig sein, es wäre traurig, wenn die Menschen, die eigene Schuld nicht mal erkennen. Die Schuld der Massen wiegt vielfach schwerer, als die Schuld einiger einflussreicher Menschen, denn wie kamen sie zu dem Einfluss? Auch wer Böses tut, und wirklich glaubt, dass er Gutes täte, tut eben doch Böses. Es gibt soviel unbewusste Schuld, aber wozu erhielt der Mensch einen Verstand, der Bewusstwerdung ermöglicht? Um sich zu unterhalten und dadurch Bewusstsein zu verhindern? Natürlich gibt es eine Verführung in diesem Sinne, aber warum lassen sich die Menschen so leicht verführen? In der freiwilligen Dummheit, die nicht vor Strafe schützt, liegt die Macht der Lüge. Menschen, für die Unterhaltung und Äußerlichkeitskult wichtiger ist, als Wissen und Wahrheit – die sich in ihrer Dummheit auch noch für klug halten – sind die große Gefahr für Mutter Natur, ja, eine Gefahr für das Leben selbst […]

Für meine Begriffe erkennt man schon an diesen wenigen Zeilen vom Anfang des Artikels, in dessen Mittelpunkt der Autor aus gutem Grund und treffend das Gebot „Du sollst nicht töten!“ gestellt hat … einen Imperativ, der nicht nur für gläubige Menschen Gültigkeit besitzen sollte und müsste – wobei das mit dem „Glauben“ im religiös-kirchlichen Sinne so eine Sache ist, die nicht unerheblich zur Entwicklung „der Macht der Lüge“ beigetragen hat und nach wie vor beiträgt.

Es ist auch ebenso berechtigt wie angebracht, dass das Thema „Abtreibung“ und insbesondere „die Definition von Leben“ (wann es nach ausgelobter Lehrmeinung – und beispielsweise auch vom „Ethikrat“ der Bundesregierung bestätigt – beginnt usw.) als Exempel zur Darlegung der These herangezogen wird. Es eignet sich besser dazu als jede der anderen Stilblüten elitärer Dominanz und Massenignoranz (oder Schlimmerem!).

Ich kann behaupten, dass ich mit dem gesamten Artikel konform gehen und jedes Wort vorbehaltlos unterschreiben kann … lediglich im Nachtrag, im Zusammenhang mit einem eingebetteten Lied von Thomas D., das ich ebenfalls gnadenlos passend empfinde, ist ein winziger Satz enthalten, den ich gerade wegen der zu Recht angeprangerten Verlogenheit und zusätzlich noch im Zusammenhang mit „Scheinheiligkeit und Doppelmoral“ so nicht akzeptieren kann (kleines Stichwort: „Seine Heiligkeit“). – Das schmälert die Leistung des Autors aber keineswegs und hat auch keinen einschränkenden Einfluss auf die Korrektheit seiner Ausführungen!

Mehr möchte ich dazu nicht ausführen – statt dessen betone ich die eingangs ausgegebene besondere Leseempfehlung noch einmal nachdrücklich und würde explizit um eine ausreichende Dosis Selbstkritik und Selbsterkenntnis bitten, mit deren Hilfe der Artikel in der Tat zu einem Spiegel unserer Gesellschaft werden kann … und vielleicht sogar bewirken könnte, was alle anderen Mahner, Warner und Querdenker mit ihren sicherlich auch mit aufrichtigem Herzblut angefüllten Beiträgen nicht vermochten?

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