Gastbeitrag Kriegspostille: Mauer, Mauer, Mauer …

Nach dem allenthalben wieder Ablenkungspolitik und Ablenkungspropaganda betrieben wird, möchte ich mit diesem sehr guten und die Angelegenheit auch in meinem Sinne perfekt auf den Punkt bringenden Artikel unserer Partnerseite für etwas faktische Gegenströmung beisteuern …

Aus dem gleichen Grunde hänge ich dem Artikel von Calwer-Wildnis noch zwei Leseempfehlungen an, die ich persönlich trotz der scheinbar abweichenden Thematik mit dem Thema „Mauerbau – Mauerbildung – Informationsbeschaffung“ sehr eng verbunden empfinde.

Mauer, Mauer, Mauer !!! — Dieses Wort will Israel verbieten…

Von Calwer-Wildnis | Kriegspostille |

(Der Originalartikel ist mit passenden Fotos visuell passend abgerundet!)

…es soll nur noch vom Sicherheitszaun die Rede sein.

Das Problem ist, dass es aber nur in manchen Gebieten ein Zaun ist, und in den Gebieten, die Israel für besonders apart hält, eben eine — Mauer !!!

Und da, wo es eine Mauer ist, sage ich Mauer!!! – Mit Sprachkosmetik ist sie nicht einfach weg. Klar, es geht um den Tourismus, um Fluglinien, um einbrechende Zahlen. Der kosmetische Neusprech soll alles harmloser, leichter, entkernt der Tragik, besser erscheinen lassen, als es ist. Leute, kommt – genießt Israel, vergesst was wir tun, vergesst diesen „Zaun’“, vergesst die dahinvegetierenden Menschen dahinter – Hauptsache, unsere Zahlen stimmen wieder.

Vergesst die Probleme der von uns in die Steinzeit gebombten, an Leib und Seele versehrten Menschen, die wir knapp halten, – irgendwo hinter dem, was wir als Sicherheits-Zaun gegen ihre verzweifelten Versuche bezeichnen, mit denen sie sich bemerkbar und wahrnehmbar machen wollen.

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Abgesehen davon schreibt unsere Regierung online für Kinder einen hanebüchenen Mist zusammen über biblische Ansprüche, die Israel getreu der Bibel geltend machen. Abgesehen davon, dass dabei nicht das Geringste mehr stimmt, und das auch noch relativ leicht nachzulesen wäre, wenn einer denn noch die Bibel in die Hände nehmen würde – sprengen sich in Palästina bisher relativ kaum Leute in die Luft. Diese schicken nämlich überwiegend Raketen als verbitterte Leuchtfeuer ihrer Existenz – sind die gefährlichen kleinen Nadelstiche, die Israel verhindern und auslöschen will.

Laut Bibel ist das versprochene und gelobte Land Kanaan. Das ist aber nicht Palästina !!! – Sondern, das wäre heute Syrien. Da traut man sich wohl nicht so dran, also wird mal wieder ausgelegt wie man lustig ist, und umgedeutet was das Zeug hält.

Deshalb wird auch der Neusprech gebraucht, um die Menschen einzulullen, die das gerne mit sich machen lassen – denn was ist schon Palästina? Was sind schon diese Menschenleben wert, hinter Zaun und Mauer, wenn es um Profit und Umsatz geht?

Hier der Link zu einem der Artikel über das Thema:
http://www.dunia.de/2009/06/10/flugfirma-el-al-darf-nicht-mehr-mauer-sagen/

Der Link zur Kinderseite der Regierung mit diesem Thema:
http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/klaro/lupe/2004/00484/

Und hier das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag:

http://www.palaestina.org/dokumente/sonstiges/gutachten_igh_denhaag.pdf

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Leseempfehlung Anhang 1:

Principiis obsta (Gegenmeinung) – Ezra Nawi: ein israelischer Menschenrechtsaktivist … der Artikel spricht für sich selbst und muss nicht zusätzlich kommentiert, sondern nur gelesen und weiter verbreitet werden. Wenn man es genau nimmt, dann könnte dieser israelische Jude irakischer Herkunft fraglos als eine der bedeutsamsten Integrationsfiguren des gemeinsamen Widerstands gegen israelische Siedlungs- und Besatzungspolitik gelten, weshalb man von offizieller israelischer Seite aus auch so versessen darauf ist, ihn verurteilen und wegsperren zu können. – Das kann man unzweifelhaft auch daran erkennen, dass sich bekannte Juden wie Naomi Klein, Noam Chomsky oder Neve Gordon via „Jewish Voice for Peace“ für Unterstützung für Ezra Nawi einsetzen (auch hier kann man unterstützend aktiv werden)!

Leseempfehlung Anhang 2:

Tlaxcala ~ Henning Mankell – Von Apartheid gestopptIsraelisches Militär versuchte das internationale palästinensische Literaturfestival zum Schweigen zu bringen

Auszug: Zitat H. M.

Vor gut einer Woche besuchte ich Israel und Palästina. Ich gehörte zu einer Schriftstellerdelegation mit Vertretern aus verschiedenen Kontinenten. Wir sollten an einer palästinensischen literarischen Konferenz teilnehmen. Die Einweihung sollte im Palästinensischen Nationaltheater in Jerusalem stattfinden. Gleich nachdem wir uns versammelt hatten, kam schwer bewaffnetes israelisches Militär und Polizei und teilte uns mit, dass sie uns zu stoppen gedächten. Auf die Frage warum, kam als Antwort: „Sie sind ein Sicherheitsrisiko.”

Abschließendes Statement HDZ:

So viel zur demokratischen und menschenrechtlichen Realität in Israel und den besetzten Gebieten … und ich denke, der Artikel von Kriegspostille sowie die beigesteuerten externen Exempel zeigen mehr als deutlich auf, wie wahrhaftig alles und jeder mit allen sich bietenden Mitteln unterdrückt wird (werden soll), das oder der sich gegen dieses Unrechts- und Willkürregime erhebt.

Eine Antwort

  1. Nachtrag zum Anhang 1 ~ Leseempfehlung!

    Zum Thema Ezra Nawi, dem von Israel verhafteten und verurteilten Menschenrechtler, hat auch Urs1798 einen interessanten und wie immer bildhaft untermauerten Beitrag veröffentlicht …

    http://urs1798.wordpress.com/2009/06/10/ezra/

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