Gastbeitrag Kriegspostille: Die Traumatisierung der Bürger

Heute übernehmen wir einen – unserer Ansicht nach – ebenso zutreffenden wie den Finger in die Wunden unserer Zeit und Gesellschaft legenden Artikel unserer oben genannten Partnerseite. Er führt einen Teil der auch von uns vorgebrachten „Meinung“ bezüglich des Zustands unseres Landes, des Staates und seiner Gesellschaft zusammen, die man als direkt oder indirekt betroffene/r Bürger/in nicht nur wahrnehmen, sondern in jeder denkbaren Art und Weise auch beherzigen sollte. Im besten Falle sollte dies dann zu einer Geisteshaltung des wieder erwachenden Selbstbewusstseins, gepaart mit einem über den eigenen Tellerrand hinaus schauenden Verantwortungsbewusstsein führen, welche unser Land, unsere Gesellschaft (Volksgemeinschaft) und letzten Endes die gesamte Welt dringend braucht …

Quelle: Originalartikel von Calwer Wildnis

Gefügig werden durch Angst und Schrecken? – Wir doch nicht, denn wir – die Nachgeborenen – hätten ja auch wegen Hitler damals alles ganz anders, und vor allem richtig gemacht. Oder?

Wirklich? – Zweifel sind berechtigt – obwohl es mir fern liegt, irgendwen von damals entschuldigen zu wollen. Es ist aber so, dass viele Menschen tatsächlich schleichend und langsam in solche politischen Geschichten hineinschlittern. Es sind insbesondere jene, die sich nicht für Politik interessieren, oder die, welche eine bestimmte Richtung dabei haben, und diese einhalten. Dazu kommt, dass Menschen dazu neigen, erst einmal etwas nicht so genau wissen zu wollen, damit sie das, was sie üblicherweise tun – leben, und überleben – auch weiterhin tun können.

Genau da packt ja auch die Angst zu. Haargenau das wird ja von den Politiken ausgenutzt. Die Bombardierung im Fernsehen mit immer dem gleichen Strickmuster der Seifenopern, das Trommelfeuer der täglichen Katastrophennachrichten, die Gegensätze und doch immer wieder gleichen Bedröhnungs- und Bedrohungsmuster, sind nur ein Teil dessen, was die Menschen kirre macht, entfremdet – sich selber, und dem gesamten Umfeld. Genauso wirken die entstellten Informationen zu Natur und Wissenschaft. Das Ganze ist zum Kaffeesatzlesen verkommen, weil der Mensch ohne Apparaturen, Computer und andere Hilfsgeräte hochtechnischer Art angeblich nicht mehr zurechtkommt.

Das hat schon Wirkung gezeitigt, denn gerade die abgedrehten Ansichten in heutiger Zeit über Natur, Leben, und Sonstiges zeigen, dass der Mensch nicht mehr selber denkt, vor allem nicht mehr selber nachspürt, nicht mehr selber wahrnimmt und fühlt – und wenn doch, zieht er es in Zweifel. Diese Verwirrung wird noch mehr ausgenutzt und benutzt, es heißt ja schon, dass der Mensch der Störfaktor an den Maschinen und Computern sei. Dies führt dazu, dass Menschen noch mehr an sich zweifeln, und ihre Verantwortlichkeiten immer mehr an Computersteuerungen abgeben, sich auf Experten stützen, und sich auf Programme verlassen.

So sehr, wie der Mensch derzeit entwertet wird – und diese Entwertung von allen Seiten abbekommt, ist es ein Wunder, dass er sich überhaupt noch etwas zutraut. Wir haben keine Politik mehr, die Menschen braucht – keine Medizin mehr, die auf Menschen zugeschnitten ist, und auf diese eingeht – keine Arbeit mehr, die für den Menschen da wäre, und nicht umgekehrt – keine Welt, die so empfunden würde, dass sie Heimat der Menschen wäre, Beheimatung ihres Lebens – nur noch Dirigismus, Geld-Technokratur und Enteignung der Menschen – auch Enteignung ihres inneren Lebens.

Wer nicht achtgibt auf sich, der steht so nackt da, wie unsere Politik – auch was seine Seele betrifft. Diese wird ihm unter Umständen sowieso gänzlich abgesprochen, zu Gunsten der Plastizität und Programmierbarkeit seiner selbst. Jeden Tag immer wieder neu wird der heutige Mensch durch Schockbäder gescheucht: „Sieh her!“ sagt ihm die Politik, denn sie will ja informieren – „so gefährlich ist die Welt, und Dein Leben darin! – Wir Politiker beschützen Dich, denken für Dich, bereiten diese Welt für Dich!“

Aha, und wenn es dem Menschen so nicht passt, ist er ein Terrorist. Auch diese Keule ist eine Angstkeule. Hitler hat nichts anderes gemacht, nur in anderen Worten und Methoden. „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns.“ — Das ist die Superkeule, die man auf alles anwenden kann, und aus allem Gegner, Terroristen, und alles Mögliche basteln kann. Ich will nicht bestreiten, dass es Terror und Terroristen in der Welt gibt. Doch was uns da alles so geboten wird, ist keine besonnene Angelegenheit mehr.

Der Ausrutscher par excellence ist, dass damit, und mit einigen anderen Totschlagsargumenten schon wieder Zensurmaßnahmen entschuldigt werden, genauso wie Folter und andere Widerlichkeiten. Was heute alles geschieht, sind auch die Folgen einer Welt, in der Menschen entfremdet wurden – sich selber, ihrer Lebendigkeit und Ursprünglichkeit.

Genau das wird aber vertieft und fortgesetzt von jenen, die selber entfremdet und abgehoben genug sind, so dass sie gar nicht mehr wissen, wie das ist: Menschlich ein Mensch sein, lebendig, unverdorben, originell und ursprünglich. Was heute wieder existiert ist Doppelsprech und Doppeldenk – ein Zeichen dafür, dass Traumatisierung besteht.

Wer noch mehr Zeichen braucht, der muss sich nur unsere saufende Gesellschaft und Jugend ansehen. Die Werte, die unsere Kanzlerin Frau Merkel so gerne wiederbelebt hätte, und angewendet gesehen hätte, sind den Bach der Zeit hinuntergeflossen. Es gibt diese nicht mehr in dem Sinne wie früher, weil sie nicht gelebt und nicht vorgelebt werden. Die Zukunft der Menschen ist zu einer Lotterie mit der Chance auf eine Menge Nieten verkommen, auch dann, wenn bei der Bildung und Ausbildung alles stimmt.

Dass bei vielen Menschen die psychischen Probleme zunehmen, ist auch eine Folge unserer traumatisierten Welt.
„Zieh‘ Dich aus“, sagt die Politik, denn: „Wir wollen alles von Dir! – Deine Arbeitskraft, Deinen Gesundheitszustand, Deine Daten – alle – Dein Denken und Wissen, Deine Gefühle.“

Nichts mehr, was dem Menschen ureigen sein und nur ihm selber gehören soll. Unter dubiosen Umständen selber beschädigte Menschen wollen andere Menschen führen und leiten – die Politiker als Blinde und selber Entfremdete wollen ein Volk führen, von dem sie behaupten, dass es selber unmündig, entfremdet und blind sei. Wie soll das funktionieren?

Es kann nicht funktionieren. Hin und wieder werde ich über dieses Thema schreiben, weil es mich bewegt und umtreibt – weil ich sehe, wie es in diese Richtung läuft. Fortsetzung folgt…

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