Gastbeiträge Womblog: Steinmeier und Ifo-Institut (Un-Sinn)

Da wir selbst momentan „außer Haus“ (Internet) aktiv sein müssen, übernehmen wir heute zwei lesenswerte Beiträge von unserer Partnerseite und empfehlen sie zum Lesen und Weiterverfolgen …

1. So schnell geht das: Steinmeier immer beliebter in der Wählergunst


Von Lopez Suarez – Steinmeier startet durch: vom Kofferträger unter Ex-Kanzler Schröder mit guten “Administrativen Fähigkeiten”, zum Kanzlerkandidaten der SPD und jetzt sogar Nachfolger von Blendgranate Angela Merkel. Aber soweit wird es nicht kommen.


Die Forschungsgruppe Wahlen legte heute Umfrage-Zahlen vor, die zwar einen guten prozentualen Anstieg für Steinmeier ausziffern, Ende März 2009 waren es in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen noch 26 Prozent, so sind es jetzt im April immerhin 33 Prozent. Mit 53 Prozent (März 2009: 57 Prozent) liegt Angela Merkel damit aber weiterhin mit großem Abstand vor ihrem Herausforderer.


Ein Frühsommer im April für Walter Steinmeier, mehr auch nicht. Die SPD hat schon früh den Wahlkampf eröffnet, dass musste sie auch. Sie hat schon jetzt viele Wahlversprechen auf den Tisch des Wahlvolkes gelegt und steht unter Zeitdruck. Schnell ist die Sommerpause da und danach ist es bis zur Wahl nicht mehr lange. Läuft aber auch Gefahr ihr “Pulver” zu früh verschossen zu haben um auf taktische Wahlkampf- Versprechen der CDU/CSU noch reagieren zu können.


Merkelschen kann derweil ruhig in ihrem Kanzler-Amt sitzen und ihre Analysen betreiben. Aber Sie, die Kanzlerin kommt in diesem Wahlkampf nicht in den Genuss, alles aussitzen zu können, denn diesmal wird dieses nicht funktionieren. Zu groß sind die Fehler, die sie durch ihr Schweigen zu vielen Problemen in unserem Lande gemacht hat. Und die Wähler werden sich bei dieser Wahl daran erinnern, was zu hoffen ist. Nutznießer, so wie die Umfrage-Ergebnisse zeigen wird wohl die FDP, was nichts Gutes für unser Land bedeutet.

Für Steinmeier gilt es, die nach außen hin gezeigte Einigkeit innerhalb der Partei beizubehalten, obwohl es einem schwerfällt daran wirklich zu glauben. Und ich glaube auch nicht daran, dass er der nächste Bundeskanzler sein wird. Die Partei zuführen mag er im Stande zu sein, aber Kanzler einer Krisen geschüttelten Republik, das ist für den Technokraten eine Nummer zu groß.

Kommentar HDZ: Der Einschätzung des geschätzten Kollegen ist fraglos beizupflichten – leider muss man sagen, weil in der Tat zu befürchten steht, dass unsere lieben Landsleute aus dem gehabten Schaden, den wir alle dank dieser gekauften und alles andere als „dummen“ Trantüten der politischen Klasse zu verzeichnen haben. Sollte das Ergebnis im September tatsächlich auf eine Schwarzgelbe Regierungskoalition hinauslaufen, wäre das – ungeachtet all dessen, was bis dahin unweigerlich noch passieren wird – mit Sicherheit das endgültige Todesurteil unseres sozialen Rechtsstaats (und die FDP würde dann, nach wiedererlangter „Regierungsverantwortung“ sicherlich auch jeglichen Widerstand gegen den Abbau der Freiheits- und Grundrechte aufgeben!). – Aber seien wir ehrlich … da es kein Rot-Grün und auch kein „Rot-Rot-Grün“ sowie erst recht keine Ampelkoalition geben wird, wäre die einzige realistische Alternative eine Fortsetzung der bisherigen großen Koalition, zu der sich die Streithähne „im Zweifelsfalle“ unbestreitbar wieder durchringen würden … geholfen wäre damit gewiss niemandem, der auf einschneidende Veränderungen zugunsten der bisher stets von der Politik vernachlässigten Bevölkerungsteile hofft …

Somit kann die Devise – nach wie vor – nur lauten: eine neue Politik braucht das Land – und dass so etwas nur mit neuen Politikern und unverbrauchten, strikt demokratisch denkenden und handelnden Parteien möglich ist, sollte wahrlich jedem und jeder Bürger/in langsam einleuchten!

2. Ifo-Index: Billige und irreführende Propaganda

Von Lopez Suarez – Ich werde nicht müde weiter auf die billige Propaganda, ja bewusst irreführende Propaganda, des ifo-Instituts hinzuweisen. Heute gibt es wieder so ein Beispiel aus dem Hause Prof. Sinn in Form des regelmäßig erscheinenden Geschäftsklima-Index. Es ist gerade einmal ein Tag her, dass die Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2009 für die deutsche Wirtschaft vorgelegt wurde, an dem das ifo-Institut auch mitgearbeitet hatte. Und dieser Bericht sieht schwarz auf längere Sicht für die deutsche Wirtschaft.

Im März 2009 fiel der Geschäftsklima-Index auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren [Lange Zeitreihen für das ifo Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands und seine beiden Komponenten Geschäftslage und –Erwartungen]. In diesem Monat April ist er gerade einmal in einer Mini-Bewegung nach oben gestiegen, siehe Grafik rechts [nur im Originalartikel].

Der ifo-Chef selbst, Prof. Sinn verkündet:

>> Das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im April etwas verbessert. Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage nicht mehr ganz so unzufrieden wie im Vormonat. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr hat die Skepsis erneut etwas abgenommen. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung dürfte sich damit deutlich verlangsamen. <<

Hier ist sie, die billige Propaganda, die den Leser dieser Zahlen suggeriert, das die Umfrage des ifo-Institut, unter ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels, als Fakt anzusehen ist. Billig, und das ganze für uns Steuerzahler ein teures Spiel.


Und der Spiegel-Online fährt dann gleich heute zwei Meldungen auf:


IFO-INDEX

Stimmung bei Unternehmern verbessert sich deutlich

Deutschland steckt in der Rekord-Rezession, doch die Chefs deutscher Firmen hoffen auf eine baldige Trendwende: Der Ifo-Index für das Wirtschaftsklima hat sich stärker verbessert als von Experten erwartet. Der Dax steigt sprunghaft.

die andere Meldung, da hat denn wohl einer etwas nachgedacht:

TRÜGERISCHER INDIKATOR

Ifo-Index steigt – Abschwung geht weiter

Der Ifo-Index für das Wirtschaftsklima verbessert sich, der Dax legt zu, Optimisten hoffen schon auf ein Ende der Krise – zu früh. Die Auftragslage der Firmen bleibt miserabel, die große Entlassungswelle beginnt gerade erst. Der Konjunkturabsturz verlangsamt sich, aber er dauert an. Eine Analyse von Sebastian Dullien.

Die Wirtschaftsforschungsinstitute, sind genau wie unsere Wirtschaft in einem Jammertal angekommen. Und nur Optimismus verbreiteten hilft da wenig weiter. Es sind und bleiben billige Propaganda-Aktionen. Daher sollten wir mehr und mehr wachsam bleiben und viele andere Bürger in unserem Lande, die Wachsamkeit wieder neu erlernen.

Kommentar HDZ: Prof. (Un-)Sinn ist zwar nicht der einzige „falsche Prophet“ unter den deutschen Wirtschaftsforschern, aber die Chuzpe, mit der er seinen inhaltsleeren und je nach Auftraggeberwunsch gestalteten „Fach-Bockmist“ verbreitet, hat schon was Einzigartiges. Dafür muss man dieses Mietmaul und diesen Pseudo-Intellektuellen aber nicht etwa bewundern oder ganz und gar feiern, sondern man sollte ihn wegen fortgesetztem Betrug in besonders schweren Fällen auf die Anklagebank bringen … am besten gleich in der herausragend schlechten Gesellschaft anderer Fachleute von der Gehaltsliste von INSM (Gesamtmetall) und Bertelsmann/Mohn sowie den diversen „anderen ersten Adressen“ dieses verlogenen und menschenverachtenden Metiers. Von den anderen Lügnern, Betrügern und sonstigen Schwerstkriminellen fange ich gar nicht erst an, an die habe ich sowieso schon viel zu viel von meiner Zeit und Energie vergeudet.

Ansonsten schließe ich mich auch hier den Ausführungen des Autors an.

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