Partnernetzwerk – Extra: Geheimniskrämerei um MON 810 in Braunschweig

Wir erinnern uns ja alle an den „Triumph der Vernunft und des Verbraucherschutzes“ als unsere „mutige“ CSU-Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner den Anbau von MON 810 in Deutschland „vorübergehend“ verboten hat. Nun erreichte uns eine „geringfügig anders lautende“ oder zumindest das Gegenteil in den Raum stellende Nachricht über Rebecca E. vom Netzwerkpartner Duckhome …

Wie die Mitteilung und die gespiegelte Sicherung des betreffenden Dokuments auf Duckhome belegen, wird hier an der Öffentlichkeit vorbei das Gegenteil dessen betrieben, was auf dem politischen Parket vollmundig behauptet wird. Wir finden, diese Information verdient eine weitest mögliche Verbreitung und Wahrnehmung in der Öffentlichkeit!

Originalartikel auf Duckhome von He-Ka-Te:

Geheimniskrämerei um Freisetzungsversuch von MON 810 In Braunschweig

Email-Mitteilung vom 21. April 2009 u. Kopie von „Braunschweig-Gentechfrei“

Verschiedene Versuche mit gentechnisch manipuliertem Mais sind für Braunschweig auf dem Gelände der ehemaligen FAL (Forschungsanstalt für Landwirtschaft) für das Jahr 2009 angemeldet worden. Das JKI (Julius-Kühn-Institut) und die RWTH Aachen wollen hier Freiland-Experimente machen.
Solche Versuche verhindern nicht die Kontamination angrenzender Felder durch GVO-Anbau, sondern machen die Kontamination der Umgebung und die Auswirkungen auf die Tierwelt scheinbar berechenbar und damit organisierbar. Gleichzeitig vernachlässigen sie bekannte Kontaminationswege wie z.B. den über die Bienen, die sich an keine Zäune und Warnhinweise halten.

Anlässlich des „Rätselratens um die Genmaisversuche“ in Braunschweig informierten wir am 16.4. die Presse detaillierter über die geplanten Versuche und fordern das JKI zur Freigabe der Akteneinsicht nach Umweltinformationsgesetz auf.

Am 18.4. stiftete die Lokalzeitung Verwirrung: ein Sprecher des vTI soll behauptet haben, die RWTH Aachen wolle auf der Fläche von 0,2 ha einen Mais ausbringen, der nicht MON 810 sei – dabei ist für eine Fläche von genau 0,2 ha eben dieser MON 810 im Standortregister des BVL angemeldet.
(BVL -Image Mirror: duckhome.de)

Die Zeitung wurde informiert, dass kein anderer Mais als MON 810 im Standortregister eingetragen ist – bislang gab sie diese Widersprüchlichkeit der Öffentlichkeit noch nicht bekannt.

Am 14.4.2009 hat Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner folgerichtig das Genmais-Konstrukt MON810 verboten, der Bescheid des BVL an Monsanto ist am 17.4. ergangen. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Verbot klagefest formuliert worden ist. Ein Skandal wäre es jedoch auf jeden Fall, würde auf bundeseigenen Flächen dieses Verbot missachtet und in Braunschweig MON 810 ausgesät.

Mehr Informationen sowie Veranstaltungstermine finden Sie auf den Webseiten der Initiative „Keine Gentechnik-Versuche in Braunschweig!“ /Bündnis für eine gentechnikfreie Region Braunschweiger Land

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