BRD, USA, Israel, Internationaler Gerichtshof, Ahmadinedschad

… was haben all diese „Begriffe“ gemein, denen man der Vollständigkeit und Wahrheit halber auch noch „westliche Industrienationen“ ergänzend hinzufügen müsste? – Richtig: die Antirassismus-Konferenz in Genf!

Man könnte dieses gesamte Getue als eine Farce unter der Überschrift „Kindergarten globaler Machtgeplänkel“ verbuchen, aber leider ist es dafür schlicht und ergreifend zu real, ernst und gefährlich!

[Da ich in letzter Zeit immer wieder Probleme mit dem Veröffentlichen von Artikeln habe (Darstellung),  die sich bislang nicht abstellen ließen, stelle ich den Artikel hier auch als PDF zur Verfügung >09-04-18-antirassismus-konfernz< … die Links zu den PDF-Dokumenten existieren nur im Online-Artikel.]

Dieses Thema, das ich am 12. März bereits in diesem Artikel aufgegriffen und aus meiner Sicht dargestellt hatte, wurde mir gestern durch einen Artikel in der jungen Welt wieder brutal ins Gedächtnis gerufen …

BRD droht mit Boykott ist der Artikel von Karin Leukefeld übertitelt und als Einleitung führt sie aus:

Bundesregierung stellt Bedingungen für Teilnahme an der Antirassismus-Konferenz der UNO. Kritik an Israel unerwünscht

Hierzu fällt mir zuallererst ein, dass sich viele Menschen heute nicht mehr von der „Bundesregierung“ vertreten und repräsentiert fühlen – und auch der Meinung sind, dass die „BRD“, völker- und staatsrechtlich betrachtet, generell nicht das geringste Recht besitzt, sich in einer derart selbstgefälligen und selbstdarstellerischen Form in internationale Diskussionen einzumischen … dem wäre eine „Regelung von offenen Fragen“ und die Lösung dringlicherer Probleme im eigenen Land – also ein Kehren vor der eigenen Tür – voranzustellen!

Als nächstes muss einem natürlich der „Imperativ“ der Drohung und der Begründung dafür (das Stellen von weltgemeinschaftlich de facto unannehmbaren Bedingungen!) auffallen. Das wird im weiteren Artikel, den ich hier nur noch mit einem Zitat anführen und ansonsten zum Lesen empfehlen möchte, noch deutlicher:

Zitat, Hervorhebungen und eckige Klammern vom Autor:

Die Bundesregierung hat noch keine Entscheidung über eine Teilnahme an der Antirassismus-Konferenz der Vereinten Nationen getroffen. Deutschland [? Ja wer nun ?]werbe weiterhin für eine einheitliche und einmütige Entscheidung der Europäischen Union, sagte Vizeregierungssprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin. Sollte es keine gemeinsame europäische Position [die sich natürlich mit der „bundesdeutschen Regierungsmeinung“ decken muss!] geben, hänge die Teilnahme Deutschlands bei der am Montag in Genf beginnenden Tagung letztlich vom Schlussdokument ab. Deutschland könne es nicht tolerieren, wenn dieses »zu einer Anklageveranstaltung gegen den Staat Israel umfunktioniert wird«, sagte Steg. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, wird seit der Nacht zum Freitag über einen neuen Entwurf für die Erklärung der sogenannten Durban-II-Konferenz verhandelt. Die erste UN-Konferenz zur Bekämpfung des Rassismus vor acht Jahren im südafrikanischen Durban war mit Antisemitismusvorwürfen [soll heißen vor allem durch die „empörte Abreise“ Israels und der USA] zu Ende gegangen.

Zitat Ende.

Ohne jetzt konkret und tiefschürfend auf diese „Konstellation Deutschland – EU – U$rael“ eingehen zu wollen, muss in diesem Zusammenhang doch zumindest auf das „Assoziierungsabkommen“ zwischen der EU und Israel hingewiesen werden (PDF >euro-israel_agreement< leider mal wieder nur in Englisch) – interessant und hilfreich beim Verstehen dieses am 28.11.1995 geschlossenen und am 01.06.2000 in Kraft getretenen Abkommens kann ein Besuch der Seite der Österreichisch Israelischen Handelskammer (AICC) sein. – Dieses Thema werde ich in einem – morgen oder übermorgen zu veröffentlichenden – kommenden Artikel noch einmal aufgreifen. Hier wird, vor allem, wenn man weiter recherchiert, schon sehr deutlich, dass „damals wie heute“ wirtschaftliche Faktoren über allem anderen stehen und seitens der damit beauftragten Erfüllungsvasallen der globalen Kapitaleliten auch über alles andere, vor allem die angebliche Unantastbarkeit der universellen Menschenrechte gestellt werden!

Aber gehen wir weiter im Text, den wieder einmal die junge Welt vorgibt, obgleich die damit verbundenen und zum Ausdruck gebrachten Gedanken auch meine ganz persönliche Ansicht widerspiegeln … Als perfekte Überleitung dazu möchte ich zunächst aber noch einen Artikel einer unserer Partnerseiten einflechten …

Wer hat Angst vor Ahmadinedschad … Alle! von Kriegspostille

Hier nur ein kurzer Auszug zur Einführung, bitte den gesamten Artikel bei der Autorin lesen!

Zitat „Calwer-Wildnis“:

Sie wollen nicht zur Antirassismuskonferenz, obwohl so eine Konferenz doch die einmalige Gelegenheit wäre, jeglichen Ansätzen von Rassismus entgegenzutreten, und sich dagegen zu engagieren und einzubringen.

Und doch, sie fürchten sich vor Ahmadinedschad, fürchten seine eventuellen Worte          gegen Israel, lassen verlauten, er würde wohl hetzen. Und, sie wollen sich und Israel dieses nicht antun […]

Zitat Ende.

Im besagten zweiten jW-Beitrag, einem von Reinhard Rupp verfassten Artikel unter dem Titel Sanktionen statt Krieg wird, eingeleitet von dem Untertitel USA warnen Israel vor den Folgen eines Militärschlags gegen Iran, eine andere, leider nur als typisch und bezeichnend zu definierende Seite der „Israelischen Politik“ beleuchtet, wie wir sie nicht erst seit der offiziellen Staatsgründung im Umfeld des Themas „Palästina“ kennen.

Nun kann man von Obama und seiner nicht wirklich für einen nachhaltigen Wechsel in der Außenpolitik der USA sprechenden Regierungsmannschaft ja denken was man will, aber diese „Drohung in Richtung Israel“ ist meiner Ansicht nach ernst gemeint … dass das gesamte von Israel und der westlichen Welt immer wieder bemühte „nukleare Drohszenario“ seitens des iranischen Atomprogramms in der immer wieder durchgekauten Form nicht existiert, setze ich hier „einfach mal als bekannt voraus“.

Zitat, Hervorhebungen durch den Autor:

Vor dem Hintergrund verstärkter Anzeichen eines israelischen Angriffs gegen Schlüsselobjekte des iranischen Atomprogramms hat US-Verteidigungsminister Robert Gates am Mittwoch in einer Rede am War College der US-Marine-Corps in Quantico der neuen Regierung in Jerusalem eine deutliche Absage erteilt und zugleich vor den gefährlichen Folgen eines Militärschlages gewarnt, der das iranische Atomprogramm ohnehin höchstens »ein bis drei Jahre« zurückwerfen könnte. Im Gegenzug würde ein solcher Angriff die iranische Bevölkerung hinter der Regierung einen und »die Entschlossenheit noch stärker zementieren, das Nuklearprogramm durchzuziehen«. Zugleich würde »ein durch nichts abzuschwächender Hass gegen die Angreifer im ganzen Land fest verankert« […]

Zitat Ende.

Man muss jedoch sehr vorsichtig sein, wenn man sich mit den US-amerikanischen Intentionen befasst, die meiner unbedeutenden Ansicht nach weit weniger rational an Frieden und zugegebenermaßen echter Sicherheit Israels ausgerichtet sind als dieser Artikel vermuten lässt. – Leider weiß ich nicht, ob diese Seiten immer noch kostenlos abrufbar sind, aber ich verlinke sie trotzdem mal – hier findet man eine Menge „Hintergrundinformationen“, die nicht nur meine „skeptische Meinung“ hinsichtlich der amerikanisch-zionistischen Machteliten, sondern auch meine Überzeugung in Bezug auf Machtstrukturen festigen, die seit Hunderten von Jahren existieren und die vorrangige Begründung für „US-amerikanische“ Außen- und Kriegspolitik liefern.

Ich denke, man muss diese „Attacke“ auf Israels „Iranpläne“ sehr viel mehr von der Warte der geostrategischen Bedeutung der islamischen Republik betrachten, denn die wahren Kriegsziele und Feindbilder der „Kriegsherren“ hinter den offiziellen Regierungen der Welt sind ganz andere!

Nun gut … kommen wir noch einmal zur Ausgangslage – also zum Grund für diesen Artikel zurück: zur Antirassismus-Konferenz in Genf und der Tatsache, dass sie von diversen Staaten – aller Wahrscheinlichkeit auch von „der BRD und ihrer bunten Regierung“ – boykottiert werden soll, weil im geplanten „Schlussdokument“ angeblich „falsche und einseitig gegen Israel gerichtete Behauptungen“ enthalten seien, die als „antisemitisch“ zurückgewiesen werden müssten …

Es dürfte hinlänglich bekannt sein, wogegen sich Israel und seine ebenso willfährigen wie berechnenden „Partner“ verwahren möchten, obwohl die Welt mehr als genug darüber weiß, dass alle Vorwürfe bezüglich zumindest teilweise rassistisch motivierter Kriegsverbrechen und gravierender Menschenrechtsverletzungen, sowie wenigstens stark an ethnische Säuberung erinnernden Landraubs vor, während und nach der „letzten Gaza-Offensive“ der IDF-Streitkräfte absolut berechtigt sind.

Insbesondere in dieser Hinsicht ist ein dritter Artikel sehr interessant – auch wenn ich bezweifeln muss, dass sein Inhalt jemals zu einer „künftigen realen Schlagzeile“ werden könnte.

Den Haag akzeptiert Klage gegen Israel lautet die Überschrift eines Artikels von Jürgen Cain-Külbel … und erläutert uns nach dem einleitenden Untertitel Libanesische Anwältin setzt Verfahren wegen »zionistischen Terrorismus in Gaza« durch

Zitat:

Libanons Staranwältin May Al-Khansa, die seit Jahren den Terrorismus, die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit des Staates Israel anklagt, öffnen sich die Tore des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag (IStGH). Béatrice Le Fraper du Hellen, Beraterin des Chefanklägers Luis Moreno-Ocampo und Leiterin der Abteilung für rechtliche Zuständigkeit und Zusammenarbeit, habe mitgeteilt, so Al-Khansa am Donnerstag gegenüber junge Welt, daß ihre »Klage gegen den Staat Israel wegen des zionistischen Terrorismus in Gaza«, Aktenzeichen OTP-CR-4425/08, akzeptiert worden ist […]

Zitat Ende.

Wie gesagt, ich rechne nicht ernsthaft damit, dass dieser Vorstoß tatsächlich mit einer Verurteilung des Staates Israels – also der verantwortlichen Personen seiner politischen und militärischen Führungselite – enden wird, aber zusammen mit anderen Stimmen, die das lautstark fordern, ergibt sich jenes Bild, von dem ich mir in absehbarer Zeit eine echte und wahrhaftige Lösung des „Nahost-Konflikts“ erhoffe … eben weil Menschen aller Nationen, aller kulturellen, ethnischen und „religiösen“ Lager nicht länger zusehen wollen, wie das in den Nürnberger Prozessen verankerte internationale Recht (Völker- und Menschenrecht und Schutz vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit) gerade von Nachkommen der damaligen Opfer und Sieger ungestraft mit Füßen getreten wird!

Eine uneingeschränkte Durchführung der Antirassismus-Konferenz in Genf, zu der gerade die Regierungen der USA, Israels und Deutschlands sich aus diesem Grunde verpflichtet fühlen sollten, wäre demzufolge ein guter und erster richtiger Schritt … da dies aber nicht zu erwarten steht, liegt es wiederum an den Menschen der Welt – an den vernünftigen Menschen, die Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe als einzige Garanten für Zukunft und Überleben – nicht nur der Menschheit – sondern unserer gesamten Welt mit allem in ihr existierenden Leben zu begreifen bereit und in der Lage sind!

Deshalb – wieder einmal, aber immer wieder aufrichtig und ernst gemeint – mein Appell an alle Menschen (ohne Unterscheidung gleich welcher abstrusen Art): Steht zusammen und reicht Euch die Hände, damit wir alle gemeinsam das Ende des globalen Wahnsinns in all seinen erschreckenden, unmenschlichen und gnadenlosen Verkleidungen erzwingen können!

2 Antworten

  1. Hallo Hans,

    nur ein kurzer Kommentar. Der Artikel passt ja hervorragend zu meinem Gedanken seit einigen Tagen. Ich dachte mir: Eigentlich müssten die CSU,CDU und SPD den ersten Buchstaben austauschen. Nämlich mit einem „Z“. Sie wissen schon!! Dann las ich noch auf Telepolis, das Israel den Iran angreifen will und nur auf das OK der Regierung wartet. Sollte nun doch eintreffen, was wir befürchtet haben?
    Na, dann – Mahlzeit -. Wie geschrieben, der Artikel passt wunderbar zu meinen Gedanken und Informationen heute.
    Trotz Ihrer vielen Arbeit wünsche ich Ihnen ein erträgliches Wochenende.
    Wie immer mit den besten Grüssen

    Jan

  2. Hallo Jan,

    danke für den Kommentar … und ich denke, unsere Gedanken dürften sich derzeit mit denen vieler anderer Menschen decken. Leider drängen sie sich Menschen auf, die das Weltgeschehen ebenso aufmerksam wie kritisch verfolgen.

    Ja, ich stimme da voll mit Ihnen überein, dass man die Buchstaben nicht nur austauschen könnte, sondern es in Anlehnung an die dahinter steckenden Fakten auch tun sollte. Diese Herrschaften spielen im „großen Spiel“ mit, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was sie damit anrichten …

    Ich würde mir wünschen, dass der weitere Verlauf der Ereignisse unserer realistischen Erwartungen, die eigentlich ja begründete Befürchtungen sind, Lügen strafen würden. Leider ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering – aber hoffen darf man ja.

    Danke für die guten Wünsche, ich werde versuchen, mir meine Zeit entsprechend einzuteilen, aber Sie wissen ja … wenn die Dinge sich häufen, darf man sie nicht liegen lassen, weil man sonst irgendwann darin untergeht … die besten Grüße gebe ich jedoch gerne zurück und wünsche Ihnen meinerseits noch einen angenehmen Sonntag.

    Hans.

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