Israel zur offenen „gesichtswahrenden“ Untersuchung gezwungen

Da ich bei Net News Global gerade über diese Nachricht gestolpert bin und von ihr ziemlich überrumpelt und in Rage versetzt wurde, habe ich mich kurzentschlossen als Übersetzer versucht … allerdings bitte ich vorab schon um Nachsicht, da mein Englisch aufgrund eines zunehmenden Mangels an praktischer Anwendung leider ein wenig eingerostet ist. – Außerdem werde ich mich an dieser Stelle jeglichen Kommentars enthalten.

Vorab Originalartikel Press-TV von 18:18 Uhr am 19.03.09

Israel zur offenen „gesichtswahrenden“ Untersuchung gezwungen

Das politische Debakel, welches durch das Geständnis von israelischen Militärangehörigen bezüglich ihres Verhaltens [Vorgehens] in Gaza ausgelöst wurde, hat die Aufnahme einer Untersuchung erzwungen.

Da sich israelische Streitkräfte sowohl zum mutwilligen Töten von Zivilisten als auch zu unmoralischem Verhalten im Gaza-Streifen bekannt haben, und das Thema in die Politik überschwappte, wurde das israelische Militär dazu gezwungen aktiv zu werden [Maßnahmen zu ergreifen].

Militäranwalt Brigadegeneral Avichai Mendeblit wies am Donnerstag (19.03) die Ermittlungseinheit der Militärpolizei an, eine Untersuchung zu Zeugenaussagen von Veteranen [Beteiligten] des dreiwöchigen Krieges aufzunehmen.

Israelische Soldaten haben gestanden, dass sie bewusst die Regeln des Einsatzes lockerten und vorschnell palästinensische Zivilisten töteten und palästinensisches Eigentum zerstörten, da sie die volle Rückendeckung [?] des obersten Stabes [der obersten Führung] in Tel Aviv besaßen.

Der Leiter einer speziellen Militärausbildungseinheit [?], Dany Zamir, berichtete der Tageszeitung Ha’aretz, dass er über die Geständnisse [Aussagen] geschockt gewesen sei und die Berichte an vorgesetzte Dienststellen weitergeleitet habe, da er ernstliche ethische [?] Zerwürfnisse unter den Soldaten befürchtete.

„Es waren sehr brutale Geständnisse [Aussagen] über ungerechtfertigtes Erschießen von Zivilisten und Zerstörung von Eigentum, die eine Atmosphäre [Stimmung] vermitteln [befördern], in welcher man sich dazu berechtigt fühlt, uneingeschränkte Gewalt gegen Palästinenser anzuwenden,“ sagte Zamir [dem] öffentlichen Rundfunk.

Die Angelegenheit ist äußerst politisch geworden, da der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak die Überzeugung geäußert hat, dass die israelische Armee „die morlischste“ der Welt ist.

„Wir haben die moralischste Armee der Welt,“ erklärte Barak dem israelischen Rundfunk. „Die moralischste Armee der Welt steht bereit, um Befehle von der Regierung Israels entgegenzunehmen. Und ich zweifle nicht daran, dass der Vorfall individuell untersucht werden wird.“

Israelische Menschenrechtsgruppen haben das Thema im Rahmen von israelischen Kriegsverbrechen und kriminellem Vorgehen ebenfalls aufgegriffen.

„Bis jetzt, etwa sechs Wochen nach dem Ende der Militäroperation in Gaza, wurde noch kein einziges strafrechtliches Ermittlungsverfahren aufgenommen, ungeachtet Hunderter von Zeugenaussagen, die den Verdacht bezüglich der Verletzung von Internationalem Recht und Kriegsverbrechen aufwerfen,“ erklärte Yesh Din in einer Stellungnahme.

Israels Kriegsverbrechen schließen den Einsatz von Granaten mit Weißem Phosphor in dicht besiedelten Wohngebieten in Gaza ein, sind aber nicht darauf beschränkt – wie eine Untersuchung von THE TIMES im Januar aufgedeckt hat.

Während Israel zunächst bestritt, die umstrittene Munition verwendet zu haben, zwangen zunehmende Beweise israelische Offizielle später zuzugeben, die Granaten eingesetzt zu haben.

„Falls diese Befehle so ausgegeben wurden, wie in den Aussagen beschrieben, dann ist beides, das Ausgeben der Befehle und deren Durchführung, ein krimineller Verstoß. Wenn Israel seine eigenen Angriffe [Verstöße] nicht untersucht, dann werden dies andere Staaten tun müssen,“ fügte die Menschenrechtsgruppe hinzu.

Tel Aviv entfesselte die Operation „Gegossenes Blei“ am 27. Dezember gegen Gaza. In den darauffolgenden drei Wochen töteten Luftangriffe und Bodenoffensiven 1350 Palästinenser und verwundeten annähernd 5450 Menschen. Der Großteil der Opfer waren Zivilisten.

Das Blutbad verursachte der Wirtschaft von Gaza außerdem Schäden von mehr als 1,5 Milliarden Dollar.

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